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 Betreff des Beitrags: Abgrenzung Täterschaft/Teilnahme
BeitragVerfasst: Dienstag 18. Juli 2017, 17:49 
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Registriert: Sonntag 19. Februar 2017, 12:33
Beiträge: 14
Wann spreche ich die Abgrenzung zw. Täterschaft/Teilnahme an? Tue ich das regelmäßig bei jeder Täterschafts- bzw. Teilnehmerprüfung oder nur wenn es problematisch ist?

Reicht es dann sich in unproblematischen Fällen lediglich auf die herrschende Ansicht zu berufen? Und was wäre in diesem Fall die gängige Auffassung: subj. Theorie der Rspr oder Tatherrschaftslehre (h.L.)?


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. Juli 2017, 22:05 
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Registriert: Mittwoch 24. Oktober 2012, 06:39
Beiträge: 7399
DavidSchabany hat geschrieben:
Wann spreche ich die Abgrenzung zw. Täterschaft/Teilnahme an? Tue ich das regelmäßig bei jeder Täterschafts- bzw. Teilnehmerprüfung oder nur wenn es problematisch ist?


Nur, wenn es problematisch ist, was in Klausuren allerdings der Regelfall sein dürfte.

DavidSchabany hat geschrieben:
Reicht es dann sich in unproblematischen Fällen lediglich auf die herrschende Ansicht zu berufen?


Nein, es reicht nie, sich auf die hM (oder irgend eine andere Ansicht zu berufen. Man muss seine Entscheidung mit Argumenten begründen.

DavidSchabany hat geschrieben:
Und was wäre in diesem Fall die gängige Auffassung: subj. Theorie der Rspr oder Tatherrschaftslehre (h.L.)?


Wenn beide Auffassungen tatsächlich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, kannste dir das aussuchen. Idealerweise schaust du dir an, welche Argumente für und gegen die beiden Ansichten sprechen und vertrittst dann die, deren Argumente dich mehr überzeugen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. Juli 2017, 22:13 
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Wohnort: NRW
DavidSchabany hat geschrieben:
Reicht es dann sich in unproblematischen Fällen lediglich auf die herrschende Ansicht zu berufen? Und was wäre in diesem Fall die gängige Auffassung: subj. Theorie der Rspr oder Tatherrschaftslehre (h.L.)?

Mit "unproblematischen Fällen" meinst du ja sicher die, in denen beide Auffassungen ohne Weiteres zum selben Ergebnis kommen - dann würde ich das einfach kurz so festhalten (eben dass nach beiden Auffassungen Beihilfe - oder was auch immer - vorliegt).


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 08:29 
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Registriert: Mittwoch 4. Januar 2017, 11:36
Beiträge: 37
Naja, es kommt doch öfters mal vor, dass unproblematisch eine Täterschaft gegeben ist. A schießt auf B, B stirbt. In einem solchen Fall muss das Wort "Täterschaft" nicht mal in der Klausur vorkommen und du musst keine der Theorien nennen. Auch in normalen Anstifterfällen halte ich es für überflüssig, zu problematisieren ob der Anstifter möglicherweise Täter sein will.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 09:17 
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Registriert: Freitag 9. August 2013, 12:32
Beiträge: 3484
In völlig unproblematischen Fällen würde ich auch schicht mit der einschlägigen Beteiligungssform beginnen. Handelt es sich offenkundig sowohl nach der subjektiven als auch der objektiven Theorie um eine täterschaftliche Begehung, geht man einfach von Täterschaft aus. Gleiches gilt - mit gewissen Einschränkungen - für §§ 26 f. StGB.

Das Problem ist allerdings, dass die Meinungen, was offensichtlich bzw. unproblematisch ist, durchaus unterschiedlich sein können. Das ist in Jura einfach so.

In jedem Fall sollte man bedenken, dass auch die subjektive Theorie heute ganz überwiegend mit objektiven Elementen ("Wille zur Tatherrschaft") aufgeladen wird. Deshalb haben sich beide Standpunkte in der Realität weitgehend angenähert.


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