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BeitragVerfasst: Sonntag 20. November 2016, 17:23 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 11. Dezember 2015, 14:11
Beiträge: 16
Hallo zusammen,

bei mir hat sich in den letzten Semestern mehr und mehr ein ganzheitlicherer Ansatz zum Jurastudium herausgebildet, bedingt durch ein Interesse an den Hintergründen mindestens genauso groß wie für das materiell-rechtliche Sein an sich. Nun bin ich dabei mir einen "Plan"/To-Do-Liste zusammenzustellen, der ein paar Gebiete abdeckt, in welche ich über die Jahre hinweg hineinschnuppern möchte.

Für diese wären Impulse und Anregungen sehr willkommen, dass ich auch ja nichts vergesse :-k
Außerdem und insbesondere auch, wenn jemand, der sich in einem Gebiet schon auskennt, sagen könnte, was in selbigem hilfreich sein könnte.

Bisher habe ich auf meinem Bildungsteller:
1. Philosophie (Augenmerk auf: Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Staatsphilosophie, Ethik, Logik, Sprachphilosophie,
Dekonstruktion)
-> dazu rechnet wohl auch die Methodenlehre, die ja sowieso zum Rüstzeug des Juristen gehören sollte.
2. Staatstheorie mit Verwaltungslehre
3. BWL-/VWL-Grundlagen (Welche Teilgebiete brauche ich hieraus denn wohl?) mit Ökonomischer Analyse des Rechts
4. Soziologie (Rechtssoziologie inkl. Kriminologie und Viktimologie, Umgang mit Statistiken, diverse biases - sowohl um
Zeugenaussagen kritischer zu betrachten als auch um nicht selbst Trugschlüssen anheim zu fallen)
5. Rechtsgeschichte (inkl. Verfassungsgeschichte) - bin noch unschlüssig, ob das so hilfreich ist.
6. Rechtsvergleichung (wohl insbes. angloamerikanisch und französisch?)
7. Rechtssprache (Englisch, evtl. Französisch und spanisches Spanisch noch dazu)
8. Psychologie (welche Teilgebiete wären hier sinnvoll, die nicht schon durch Soziologie abgedeckt sind?)
9. soft skills (welche außer Verhandlung, Gesprächsführung, Streichtschlichtung und Rhetorik sind hier hilfreich?)


Ich hoffe euch nicht mit allzu vielen Informationen erschlagen zu haben :-w und bin für jede Anregung/Antwort dankbar.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2016, 14:02 
Super Power User
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Registriert: Samstag 21. April 2007, 20:20
Beiträge: 1213
Wieso bist du dir bei Rechtsgeschichte unschlüssig? Das halte ich aus deiner Liste für das wichtigste.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2016, 19:22 
Super Power User
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Registriert: Samstag 31. Januar 2009, 13:38
Beiträge: 848
Samson hat geschrieben:
Wieso bist du dir bei Rechtsgeschichte unschlüssig? Das halte ich aus deiner Liste für das wichtigste.


... zumal die an erster Stelle genannte Philosophie ohne eine geschichtliche Einordnung gar nicht angemessen rezipiert werden kann.

Zur Wertlosigkeit der Methodenlehre siehe allerdings hier:

http://www.mops-block.de/161-ueber-die- ... lehre.html

_________________
“Cats exit the room in a hurry when oysters are opened.“


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BeitragVerfasst: Donnerstag 24. November 2016, 18:26 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 11. Dezember 2015, 14:11
Beiträge: 16
Nun ja, bezüglich der Unmöglichkeit einer angemessenen Rezeption der Philosophie ohne geschichtliche Einordnung haben wir vermutlich unterschiedliche Meinungen. Ich denke, dass das im Regelfall (nicht immer, aber sehr oft) sehr wohl möglich ist.
Um Aristoteles' Verteilungsgerechtigkeit oder seine Lehre von essentiala, naturalia und accidentalia zu verstehen, muss ich seine Lebensumstände nicht näher kennen. Um Hobbes' Leviathan auf der anderen Seite zu verstehen, mag es an einigen Stellen hilfreich sein, sich den englischen Bürgerkrieg als Tableau vor das geistige Auge zu rufen, aber auch hier etwa ist es keine zwingende Notwendigkeit, die die Rezeption ansonsten unmöglich machen würde.
Aber das mag Ansichtssache oder auch falsch sein. Ich lasse mich gerne überzeugen.

Besteht für euch darüber hinaus ein Mehrwert darin, etwa den Sachsenspiegel und das gemeine Recht zu kennen?

Dass die Methodenlehre ihre Schwächen hat (insbes. dass die Auslegungsmethoden keine hierarchische Struktur untereinander aufweisen, was die Auslegungsergebnisse beliebig erscheinen lässt), ist mir klar - das haben die Nazis eindrucksvoll genug bewiesen. Aber ganz ohne irgendeine methodisch fundierte Begründung könnte das Urteil wohl nicht seine Befriedungsfunktion zwischen den Parteien erfüllen, sondern würde als schikanöse Willkür wahrgenommen.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 24. November 2016, 18:34 
Mega Power User
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Registriert: Freitag 9. August 2013, 12:32
Beiträge: 2754
odi_hominem hat geschrieben:
Besteht für euch darüber hinaus ein Mehrwert darin, etwa den Sachsenspiegel und das gemeine Recht zu kennen?


Selbst Leute, die sich intensiv mit Rechtsgeschichte befasst haben, kennen in der Regel nicht "den Sachsenspiegel" oder "das gemeine Recht". Rechtsgeschichte, vor allem Verfassungsgeschichte, hilft jedoch häufig, auch das geltende Recht einzuordnen und dogmatisch zu durchdringen.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Dezember 2016, 19:03 
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Philosophie und Psychologie hin oder her - BWL-Grundlagen dürften Dir wohl rein tatsächlich später am meisten bringen.

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Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen.
Die Kenntnis aber häufig.


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