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 Betreff des Beitrags: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 11:16 
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Registriert: Sonntag 13. April 2014, 20:00
Beiträge: 47
Hallo zusammen,

ich hatte zunächst einen sehr umfangreichen Text geschrieben, mich letztlich aber dazu entschieden, ihn wieder zu löschen und beim Grundsätzlichen zu bleiben.

Wie geht ihr mit sehr nervigen Mandanten um? Vor allem, wenn das Mandat rechtlich zunächst ausgeschöpft ist?

Danke schonmal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 11:34 
Power User
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Registriert: Samstag 30. Juli 2011, 23:50
Beiträge: 332
Parmi hat geschrieben:
Vor allem, wenn das Mandat rechtlich zunächst ausgeschöpft ist?


Du meinst, ihr habt verloren und er möchte in Berufung? Solange ich bezahlt werde, mach ich weiter. :drinking:

_________________
Sind Sie ein Mensch? Sowas Ähnliches, ich bin Anwalt.

Blade II


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 12:51 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 12610
joee78 hat geschrieben:
Parmi hat geschrieben:
Vor allem, wenn das Mandat rechtlich zunächst ausgeschöpft ist?


Du meinst, ihr habt verloren und er möchte in Berufung? Solange ich bezahlt werde, mach ich weiter. :drinking:


Nachdem Du an anderer Stelle bereits bekundet hast, so ziemlich alles mitzumachen, solange Du bezahlst wirst, dürfte das nicht besonders repräsentativ sein.


Aus der Außenperspektive: Die Fortführung eines nervigen Mandats macht doch - sofern man es nicht zwingend braucht, um die Miete zahlen zu können - allenfalls dann Sinn, wenn es wirtschaftlich besonders attraktiv ist, wobei der persönliche Nervfaktor auf der Kostenseite zu berücksichtigen ist.

_________________
"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 22:52 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 30. März 2012, 17:18
Beiträge: 38
Wohnort: NRW
Bevor Du das Mandat niederlegst, bitte auch berücksichtigen, wie "vernetzt" der/die Mandant/in ist bzw. sein könnte. Wenn der Mandant ein großes Umfeld hat und jede Menge Freunde, Verwandte und Bekannte hat, solltest du eher quantitativ denken und weiter geduldig sein. Schließlich wird die Frage auf "Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden" nicht selten mit "persönliche Empfehlung" beantwortet (zumindest bei uns).


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 14:43 
Super Mega Power User
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Registriert: Montag 8. März 2004, 15:07
Beiträge: 3448
Wie sieht denn nervig in diesem Fall konkret aus?

Ruft der Mandant täglich an oder ist es der Sachverhalt an sich, der nervt?

_________________
"Eine Verschiebung eines Termins setzt jedoch denklogisch voraus, dass vorher ein fester Termin vereinbart worden ist."


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 16:51 
Mega Power User
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Registriert: Montag 15. März 2010, 11:35
Beiträge: 2513
Abgesehen von dem Fall, daß der Mandant nicht bezahlt, bin ich mit Mandatsniederlegungen vorsichtig und zurückhaltend:

Natürlich kommt eine Mandatsniederlegung in Betracht, wenn der Mandant weit über das übliche Maß hinaus nervt, wobei ich bislang solche Mandanten zumeist über die Androhung der Niederlegung schon wieder einfange. Manchmal ist die Genervtheit aber nicht (nur) auf den Mandanten, sondern auf das Mandat zurückzuführen. Das ist der Fall, wenn ich das Mandat tatsächlich oder rechtlich nicht im Griff habe. Wenn ich so "schwimme", habe ich erst recht keine Lust, mich mit dem Mandat zu beschäftigen und arbeite nur schnell und oberflächlich. Folge: ich habe das unangenehme Mandat noch weniger im Griff und es nervt noch mehr.

Wenn mich ein Mandat oder Mandant also so nervt, daß ich an eine Mandatsniederlegung denke, überprüfe ich erst einmal selbstkritisch, ob das an meiner zu oberflächlichen Bearbeitung liegt. Dann steige ich ggf. doch endlich intensiv in die Sache ein, egal wie unangenehm es auch sein mag, um dann überrascht festzustellen, daß das Mandat gar so sehr nervt, wenn man es im Griff hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nerviges Mandat - niederlegen?
BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 20:35 
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Registriert: Dienstag 29. März 2011, 15:44
Beiträge: 88
Zum einen würde mich bei dem TE auch mal etwas näher interessieren, warum das Mandat nervt.

Herr Schraeg hat geschrieben:

Natürlich kommt eine Mandatsniederlegung in Betracht, wenn der Mandant weit über das übliche Maß hinaus nervt, wobei ich bislang solche Mandanten zumeist über die Androhung der Niederlegung schon wieder einfange. .


Was mich in eigener Sache mal interessieren würde: Wann ist für dich das "übliche Maß" erreicht?

Herr Schraeg hat geschrieben:
Manchmal ist die Genervtheit aber nicht (nur) auf den Mandanten, sondern auf das Mandat zurückzuführen. Das ist der Fall, wenn ich das Mandat tatsächlich oder rechtlich nicht im Griff habe. Wenn ich so "schwimme", habe ich erst recht keine Lust, mich mit dem Mandat zu beschäftigen und arbeite nur schnell und oberflächlich. Folge: ich habe das unangenehme Mandat noch weniger im Griff und es nervt noch mehr.

Wenn mich ein Mandat oder Mandant also so nervt, daß ich an eine Mandatsniederlegung denke, überprüfe ich erst einmal selbstkritisch, ob das an meiner zu oberflächlichen Bearbeitung liegt. Dann steige ich ggf. doch endlich intensiv in die Sache ein, egal wie unangenehm es auch sein mag, um dann überrascht festzustellen, daß das Mandat gar so sehr nervt, wenn man es im Griff hat.


Was mich sehr nervt ist, wenn Mandanten selbst ewig brauchen, um mal die Unterlagen beizubringen, wobei ich diese schon vor dem Erstberatungstermin anfordere, indem ich frage, ob die Mandantschaft einen Scanner bzw. die Möglichkeit zum Scannen hat (oder zum Kopieren u vorher abgeben beim Concierge/per Post zusenden), was in 98% der Fälle tatsächlich der Fall ist und ich gemessen an der telefonischen Darstellung des Sachverhalts schon sehr genau weiß u sage, was ich alles brauche. Wenn Mandanten allerdings selbst schon lange brauchen, um nach dem Erstberatungsgespräch noch weitere Unterlagen einzureichen oder auch im Verlauf des Rechtsstreites weitere Unterlagen bei mir einzureichen, brauche ich automatisch dann auch sehr lange, was mich manchmal selbst auch sehr nervt, weil ich dieses Verhalten automatisch zu spiegeln scheine.

Ansonsten kenne ich diese eigene Verunsicherung auch sehr gut, zumal ich erst seit ca. 1 Jahr im Beruf bin. Und obwohl ich nicht "Wald-Wiese-Feld" mache, gibt es fast kein Mandat, an dem nicht irgendwie etwas neu wäre (meistens aber eher auf der praktischen statt auf der rechtlichen Ebene und meistens eher den Nachgang eines Verfahens betreffend). Irgendeine, wenn auch noch so kleine Kleinigkeit, zu der ich nachschlagen muss etc. gibt es bisher fast immer. Zumal ich auch, wenn ich mir sicher bin, lieber noch mal etwas nachschlage, um mich rückzuversichern. ::roll:

LG, Calipso


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