Anzeige

 

Jurawelt-Forum

Das große Jura-Forum zur juristischen Diskussion

 

Es gibt hier keine Rechtsberatung und keine Hausarbeiten-Besprechungen!!

 

Anzeige
Aktuelle Zeit: Samstag 21. Oktober 2017, 06:49

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Dienstag 14. März 2017, 14:36 
Häufiger hier
Häufiger hier

Registriert: Dienstag 29. März 2011, 15:44
Beiträge: 107
Hallo,

hat hier jemand schon mal Erfahrungen gemacht mit einem Mandat, das die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung sprengen würde?

Lohnt es sich, die Summe nur für das Mandat zu erhöhen (und ggfs. die erhöhte Prämie dem Mandanten in Rechnung zu stellen) oder ist es besser, die Haftung ggü. dem Mandanten auf 250.000 € zu beschränken?

Bin für Erfahrungen und Anregungen offen.

LG, Calipso


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Anzeige
BeitragVerfasst: Dienstag 14. März 2017, 15:31 
Super Power User
Super Power User
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 18. Januar 2008, 18:08
Beiträge: 1270
Man kann auch Exzedentenversicherungen nur für ein Mandat abschließen. Hatten wir letztes Jahr mal. Basisversicherungssumme war 2,5 Mio. Euro und jede Million drüber kostete rund 1000 Euro Jahresprämie. Weiß nicht, ob das Prämienaufkommen jetzt für Dich in Frage kommt, da Du ja nur die Mindestversicherungssumme versichert hast, aber ich wollte die Alternative nicht unerwähnt lassen.


Gesendet von iPad mit Tapatalk

_________________
"Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, bei Tod eine Sterbeurkunde vorzulegen." (Nr. 4.6 AVB Reiserücktritt)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Dienstag 14. März 2017, 15:47 
Fleissige(r) Schreiber(in)
Fleissige(r) Schreiber(in)

Registriert: Samstag 12. Dezember 2009, 19:54
Beiträge: 137
Mit sowas hatte ich jetzt auch konkret noch nicht zu tun, aber so aus Mandantenperspektive stelle ich mir das irgendwie ein bisschen merkwürdig vor, wenn der Anwalt die Prämie für die erhöhte Deckungssumme an mich verrechnen würde... Hätte irgendwie so einen Beigeschmack dass der Anwalt einen Fall dieser Größenordnung noch nie bearbeitet hat zuvor.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Dienstag 14. März 2017, 15:58 
Super Power User
Super Power User
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 18. Januar 2008, 18:08
Beiträge: 1270
spotlessmind hat geschrieben:
Mit sowas hatte ich jetzt auch konkret noch nicht zu tun, aber so aus Mandantenperspektive stelle ich mir das irgendwie ein bisschen merkwürdig vor, wenn der Anwalt die Prämie für die erhöhte Deckungssumme an mich verrechnen würde... Hätte irgendwie so einen Beigeschmack dass der Anwalt einen Fall dieser Größenordnung noch nie bearbeitet hat zuvor.


Bei einer Grundversicherungssumme von 250.000 ist der Einwand berechtigt.

_________________
"Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, bei Tod eine Sterbeurkunde vorzulegen." (Nr. 4.6 AVB Reiserücktritt)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Donnerstag 23. März 2017, 12:11 
Häufiger hier
Häufiger hier

Registriert: Dienstag 29. März 2011, 15:44
Beiträge: 107
Als Einzelanwalt hat man es nicht oft, dass ein einziges Mandat die Deckungssumme sprengt....


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Donnerstag 23. März 2017, 13:37 
Super Mega Power User
Super Mega Power User

Registriert: Montag 8. März 2004, 15:07
Beiträge: 3501
Calipso hat geschrieben:
Als Einzelanwalt hat man es nicht oft, dass ein einziges Mandat die Deckungssumme sprengt....


Von 250.000 €? Hm... nimm mal eine Scheidung mit Immobilie. Da liegt man oft drüber. Fraglich ist natürlich, ob man auch einen Schaden in entsprechender Höhe verursachen würde.

Es kommt sicher darauf an, welche Fachgebiete der RA bearbeitet. Ich habe allerdings auch schon erlebt, dass Mandanten in einer ganz normalen zivilrechtlichen Sache mehr oder weniger unvorhergesehen auf knapp 300.000 € verklagt wurden. Wenn man dann nur die Mindestsumme versichert hat, ist das natürlich blöd.

_________________
"Eine Verschiebung eines Termins setzt jedoch denklogisch voraus, dass vorher ein fester Termin vereinbart worden ist."


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 15:11 
Fossil
Fossil
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 28. November 2007, 19:06
Beiträge: 9691
Wohnort: Berlin
Calipso hat geschrieben:
Hallo,

hat hier jemand schon mal Erfahrungen gemacht mit einem Mandat, das die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung sprengen würde?

Lohnt es sich, die Summe nur für das Mandat zu erhöhen (und ggfs. die erhöhte Prämie dem Mandanten in Rechnung zu stellen) oder ist es besser, die Haftung ggü. dem Mandanten auf 250.000 € zu beschränken?

Bin für Erfahrungen und Anregungen offen.

LG, Calipso

Da die Haftungsbeschränkung mit 90% Wahrscheinlichkeit unwirksam sein wird, sollte wie von scndbesthand beschrieben eine Exzedentenversicherung abgeschlossen werden. Ich habe das auch schon mal gemacht und die Prämie betrug in der tat etwa 1.000 € je Million. Bei solchen Streitwerten kann man die 1.000 € auch locker aus eigener Tasche zahlen (wenn der Mandant dazu warum auch immer nicht bereit ist).

_________________
You might remember me from such posts as this.
Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 16:57 
Häufiger hier
Häufiger hier

Registriert: Dienstag 29. März 2011, 15:44
Beiträge: 107
Danke für eure Beiträge.

@Syd, ja fraglich ist, ob man überhaupt einen Schaden in dieser Höhe verursachen kann.

In meinem Fall ging es in der ersten Anfrage vor der Erstberatung um die Ersteigerung von 1 bis mehreren Immobilien im Rahmen einer Zwangsversteigerung. Wenn man weiß, dass man für das Verfahren und den Termin nach dem RVG jeweils nur eine 0,4er Gebühr berechnen kann, lohnt sich die Erhöhung der Berufshaftpflicht nur wegen dieses einen Mandats überhaupt nicht, wenn man den erhöhten Beitrag nicht auf das Mandat umlegt. Klar, kann man auch eine Honorarvereinbarung abschließen, aber da fragt sich der Mandant dann sicherlich auch, wofür er so viel zahlen soll, wenn er sich doch schon den Notar erspart. Er will doch ein Schnäppchen schlagen!

Letztlich habe ich eh davon abgeraten (Gutachten etc. waren übers Internet einsehbar) und in der Erstberatung bestand dann ohnehin nur Interesse an einer Immobilie (Eigentumswohnung), deren gerichtlich geschätzter Verkehrswert unter 250.000 € lag.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder: 0 Mitglieder


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
Anzeige


Probleme mit dem Registrieren oder Einloggen? Schick einfach eine Email.

Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Nutzungsbedingungen - Datenschutzrichtlinie - Impressum - Hauptseite