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 Betreff des Beitrags: Beweismittel: Whatsapp-Chatverlauf
BeitragVerfasst: Donnerstag 30. März 2017, 15:13 
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Registriert: Sonntag 13. April 2014, 20:00
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Hallo zusammen,

es würde mich mal interessieren, wer hier schon einmal Erfahrungen mit Auszügen aus einem Whatsapp-Chatverlauf im Zivilerfahren gemacht hat? Wie begegnen Gerichte solchen Beweismitteln?
Möglicherweise ist hier jemand vertreten, bei dem ein solcher Chatauszug zum obsiegen verholfen hat?

Danke im Voraus!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 30. März 2017, 15:19 
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Wird wie SMS/E-Mail behandelt.


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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 17:37 
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Funktioniert.


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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 17:55 
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"Der Antritt eines Urkundsbeweises erfolgt durch Vorlage in Urschrift oder in beglaubigter Abschrift, dies ist vorliegend nicht erfolgt. Dass Kopien von WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails den Anforderungen an die Beweisführung nicht genügen bedarf keiner weiteren Erörterung."

AG Luckenwalde

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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 17:58 
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Mr_Black hat geschrieben:
"Der Antritt eines Urkundsbeweises erfolgt durch Vorlage in Urschrift oder in beglaubigter Abschrift, dies ist vorliegend nicht erfolgt. Dass Kopien von WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails den Anforderungen an die Beweisführung nicht genügen bedarf keiner weiteren Erörterung."

AG Luckenwalde


Mit der Frage, wie nur elektronisch verkörperte Daten "in Urschrift" vorgelegt werden sollen, hat sich das AG Luckenwalde offenbar bisher nicht beschäftigt. Vielleicht wird sich das ja mit der E-Akte ändern. ;)

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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 18:19 
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Jedenfalls lässt die bloße Behauptung, dass etwas keiner weiteren Erörterung bedürfe, schon immer arg den Verdacht aufkommen, dass demjenigen einfach keine sachlichen Argumente eingefallen sind, die er für eine Erörterung hätte heranziehen können.


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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 18:39 
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Eagnai hat geschrieben:
Jedenfalls lässt die bloße Behauptung, dass etwas keiner weiteren Erörterung bedürfe, schon immer arg den Verdacht aufkommen, dass demjenigen einfach keine sachlichen Argumente eingefallen sind, die er für eine Erörterung hätte heranziehen können.


Das Argument war: Keine Urschrift, keine beglaubigte Abschrift

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BeitragVerfasst: Montag 24. April 2017, 23:44 
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Elektronische Dokumente können nur in Augenschein genommen werden; es sind keine Urkunden (§ 371 Abs 1 Satz 2 ZPO).

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BeitragVerfasst: Dienstag 25. April 2017, 09:04 
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Tibor hat geschrieben:
Elektronische Dokumente können nur in Augenschein genommen werden; es sind keine Urkunden (§ 371 Abs 1 Satz 2 ZPO).


Das meine ich auch. Aus meiner Erfahrung gab es bisher damit keine Probleme.

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BeitragVerfasst: Dienstag 25. April 2017, 09:19 
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Beiträge: 9237
Augenscheinnahme erfolgt aber in "das ursprüngliche elektronische Dokument", also nicht in einen Screenshot etc., denn insoweit handelt es sich nur um ein Abbild des Augenscheinsobjekts (wie bspw. ein Fotos eines Hauses, dass man zur Akte reicht). Eigentlich müsste man also Beweis durch Inaugenscheinnahme auf dem Handy des Empfängers in den Originalverlauf beantragen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 25. April 2017, 10:33 
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Die Gegenseite hatte in der mündlichen Verhandlung das Original nicht dabei.

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BeitragVerfasst: Dienstag 25. April 2017, 13:56 
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Beiträge: 3515
Tibor hat geschrieben:
Augenscheinnahme erfolgt aber in "das ursprüngliche elektronische Dokument", also nicht in einen Screenshot etc., denn insoweit handelt es sich nur um ein Abbild des Augenscheinsobjekts (wie bspw. ein Fotos eines Hauses, dass man zur Akte reicht). Eigentlich müsste man also Beweis durch Inaugenscheinnahme auf dem Handy des Empfängers in den Originalverlauf beantragen.


Alles schon dagewesen. Ich würde dem Mandanten in solchen Fällen durchaus dazu raten, das Smartphone mit zum Termin zu bringen, Wird meistens ohnehin gemacht.

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