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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Montag 2. April 2018, 17:53 
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Klar ist das echt. Dramatische Szenen haben sich selbst bei mir schon abgespielt. Mehrmals haben sich Anwälte auch richtig übel gestritten und sich wirklich gehasst. Das beste war ein Anwalt der seine Mandantin mitten in der Verhandlung unter lautem schimpfen, toben und türknallen einfach hat sitzen lassen. In einem Landgerichtlichen Verfahren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Montag 2. April 2018, 17:58 
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Muirne hat geschrieben:
Klar ist das echt. Dramatische Szenen haben sich selbst bei mir schon abgespielt. Mehrmals haben sich Anwälte auch richtig übel gestritten und sich wirklich gehasst. Das beste war ein Anwalt der seine Mandantin mitten in der Verhandlung unter lautem schimpfen, toben und türknallen einfach hat sitzen lassen. In einem Landgerichtlichen Verfahren.

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Richtig üble Szenen hatte ich nie. Ich hab es zwar erlebt, dass Tränen flossen (Kündigungsstreit) oder ein Beklagter sich mal völlig uneinsichtig gezeigt hat, aber das lief alles gesittet ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Montag 2. April 2018, 18:08 
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Tobias__21 hat geschrieben:
Gerade hierüber gestolpert und musste an den Thread denken. Was meint ihr? Ist das echt, oder Fake?
https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=5B72319D


Ach vorstellbar ist alles... Es gibt halt mehr als genug psychisch auffällige Menschen. Das haste ja sogar vereinzelt mal bei Staatsanwälten. In Schleswig-Holstein hat eine Staatsanwältin auch immer alle Beleidigt im Gerichtssaal (also wirklich mit Formalbeleidigungen und ist richtig unangenehm geworden). Eskaliert ist es dann im Kieler-SMS-Verfahren, bis der Vorsitzende offiziell die Auswechslung der Sitzungsvertreterin erbat. Dann wurde sie in die Tierschutzabteilung versetzte und vom Sitzungsdienst befreit, weil man glaubte, da könne sie keinen Schaden anrichten. Dann hat sie immer Eigenmächtig und gegen jegliches Recht Tiere beschlagnahmt und ohne Dokumentation notversteigert, bevor gerichtliche Entscheidung eingeholt werden konnte (Meines Wissens fehlen bis heute über 150 Milchkühe und so Scherze). Gerne auch mal in anderen Bundesländern auch Tiere beschlagnahmt... Gute Geschichte, wer sich dafür interessiert, kann das mal Googlen ("Kieler Staatsanwältin Rechtsbeugung"). Anklage wurde wohl gerüchteweise letztes Jahr erhoben und da man sie nicht mehr sieht, scheint sie wohl suspendiert zu sein.

In Hamburg haben wir auch gerade eine Staatsanwältin, die offensichtlich unter psychischen Problemen leidet und das auch durch Beleidigungen (zumeist gegen das Gericht) und völlig unsachliche Anträge (Inklusive Beschwerden bei der Präsident des Landgerichts über die Vorsitzende der Kammer) zum Ausdruck bringt. Als Außenstehender sind die Verhandlungen ein Fest, weil es Slapstick pur ist mit der Frau. Für die Beteiligten die mit ihr zu tun haben, ist es aber natürlich eine Qual.

Wie auch immer: Crazy Leute gibt es immer. Bei Anwälten ist ja nicht mal ausgeschlossen, dass sie schon von Anfang an nen Schaden hatten. Die Merken einfach nicht mehr viel da oben und dann schreiben sie sowas in Schriftsätze... Und manches Mal sind das ja auch nur "Versagens-Momente". Mein Highlight war in ner Zivilsache, als der renommierte Anwalt aufstand und zum Gericht sagte "Ich gehe jetzt. Ich kann mir dieses oberlehrerhafte Gequatsche von Ihnen (Gemeint war der Vorsitzende) nicht mehr anhören. Jeden Tag die gleiche Scheiße".

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Montag 2. April 2018, 18:14 
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Registriert: Dienstag 4. November 2014, 07:51
Beiträge: 7925
Muss ich mal googlen, hört sich interessant an :) Gerade bei den Staatsdienern, denkt man doch, dass die zumindest anfangs rund im Oberstübchen laufen (man verbeamtet ja keinen, der da schon auffällig ist). Aber gut, denn Schalter kanns immer mal umlegen :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Montag 2. April 2018, 22:22 
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Registriert: Dienstag 18. August 2009, 14:04
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Wohnort: Südwestdeutschland
Tobias__21 hat geschrieben:
(man verbeamtet ja keinen, der da schon auffällig ist).


Sollte man denken, ja.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2018, 06:08 
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Registriert: Sonntag 13. April 2014, 19:00
Beiträge: 60
Muirne hat geschrieben:
Klar ist das echt. Dramatische Szenen haben sich selbst bei mir schon abgespielt. Mehrmals haben sich Anwälte auch richtig übel gestritten und sich wirklich gehasst. Das beste war ein Anwalt der seine Mandantin mitten in der Verhandlung unter lautem schimpfen, toben und türknallen einfach hat sitzen lassen. In einem Landgerichtlichen Verfahren.

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Oh ja, sitzen gelassen wurde ich auch schon und das ebenfalls vor einem LG. Der Mandant der Gegenseite war ebenfalls anwesend. Ihr könnt euch vorstellen, was der für Augen gemacht hat, als sein Anwalt plötzlich aufgestanden und rausgelaufen ist.
VU gabs gleich hinterher und die Anwaltshaftung war garantiert.
Ich bin sehr viel vor Gericht, habe dort schon die kuriosesten Dinge erlebt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beleidigung im Schriftsatz
BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2018, 10:55 
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Registriert: Dienstag 29. März 2011, 14:44
Beiträge: 129
Parmi hat geschrieben:
Liebes Forum,

ich habe schon viel erlebt, aber das hier Toppt alles:
Ein Kollege bezeichnet mich (namentlich) als "blöde Kuh" und "dumm" in einem Schriftsatz!
Ich weiß nun überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich habe das Mandat erst kürzlich übernommen, wir befinden uns im Berufungsverfahren. Das Gericht hat keinen Hinweis o.ä. erteilt.
Ich möchte das nicht auf mir sitzen lassen, zumal ich sicher bin, das Berufungsverfahren zu gewinnen.
Wozu würdet ihr raten?


Das kannst du auch bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer anzeigen wegen Verstoß gegen das Sachlichkeitsgebot. Sofern er dann dazu angehört wird u dir das schriftlich von der Kammer übersandt wird, weißt du, dass tatsächlich ein Verfahren eingeleitet wurde. Wie es ausging (Einstellung, Rüge, etc.) erfährst du dann am Ende. Deine Mandantschaft muss dich gegenüber der Kammer von der Schweigepflicht enbinden.

Habe so ein Verfahren auch gestartet wegen Verstoßes gegen das Sachlichkeitsgebot (mehrfach & völlig anlasslos!) und Verstoßes gegen Umgehungsverbot. Läuft noch. Die schriftliche Anhörung wurde mir übersandt: alles voller Lügen. Materiell-rechtlich hat er seiner Mandantschaft zudem lauter Müll geraten. Mir ging es u.a. auch darum potenzielle Mandanten vor solchen Anwälten zu schützen.

Bin gespannt wie es ausgeht.


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