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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. März 2012, 17:11 
Newbie
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Registriert: Mittwoch 7. März 2012, 16:27
Beiträge: 9
Hallo!

Ein sicher nicht ganz neues Thema…Ziel ist ein beruflicher Einstieg in den USA.
Zu mir: 32, in den USA geboren, aber in D aufgewachsen und studiert, 1. Stex, Ref. und Promotion, 2. Stex
Schwerpunkte: Allg. Zivilrecht, Gesellschaftsrecht (Project-Finance, M&A etc.), erste überschaubare Erfahrungen aus Ref.-Zeit in D bei renommierter englischer „2. Reihe Kanzlei“
Sprachkenntnisse: Englisch sehr sicher, allerdings fachsprachlich nicht auf Niveau von LL.M. Absolventen,
Spanisch erweiterte Grundkenntnisse, (im Ausland erworben, Praktikum und Studienjahr)

Bewerbungen in den USA (z.B. Traineeprogramme VW, ABInBev, Direkteinstieg bei Deutsch-Amerikanische Außenhandelskammer) bis jetzt erfolglos.
Nächster Gedanke: Initiativbewerbungen bei deutschen Unternehmen in den USA als „in-house counsel“ oder US-Unternehmen in D, mit ggf. Aussicht, in die USA entsandt zu werden.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass ich auch nicht-juristisch arbeiten würde, falls überhaupt möglich.

Weitere Möglichkeit: LL.M. + Bar in NY oder California (Pro: Zumindest Möglichkeit, als Jurist in den USA zu arbeiten, zeitlicher Aufwand noch überschaubar, auch im Falle von Rückkehr nach D beruflich hilfreich. Con: Finanzierung, Ortsgebundenheit)
J.D. + Bar (Pro: keine Ortsgebundenheit an NY oder Ca. Con: finanzieller Aufwand enorm, Alter, wenig Motivation für weitere 3 Jahre universitäre Ausbildung)


Hat jemand Ideen, Ratschläge, Erfahrungen etc.? Besten Dank!


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BeitragVerfasst: Freitag 9. März 2012, 16:19 
Power User
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Registriert: Samstag 1. März 2008, 12:13
Beiträge: 342
In den USA gibt es einen noch größeren Juristenüberschuss als hier. Wenn du keine Nische findest, wo gerade deine deutsche Ausbildung gefragt ist, seh ich da schwarz...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2012, 14:25 
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Registriert: Mittwoch 12. Dezember 2007, 17:10
Beiträge: 86
Konkreter:

Derzeit ganz schlecht, da der Arbeitsmarkt für Juristen komplett am Boden ist. Der freie Fall hat zwar aufgehört, aber die Stabilisierung ist auf einem extrem schlechten Niveau erfolgt. Mehrere LL.M.-Kommilitonen von mir hatten 2010/2011 versucht, eine Anstellung zu finden. Für die Europäer war das meist recht vergeblich - ein Paar haben befristete Jobs bei kleinen Kanzleien bekommen, von denen gerade so Miete und Essen bezahlt werden konnten. Bei Unternehmen oder größeren Kanzleien hagelte es Absagen.

Der Rechtsmarkt in den USA hat in der Krise einen massiven Einbruch erlitten. Aus diesem Grund sind reihenweise Juristen auf die Straße gesetzt worden, die zuvor gute Jobs hatten. Ferner sind inzwischen mehrere Jahrgänge von J.D.-Absolventen auf den Markt gekommen, die gar nicht erst vernünftige Jobs erhalten haben. So wurden viele nach dem Sommerpraktikum nicht übernommen, was in den Jahren davor höchst unüblich war. Selbst im öffentlichen Sektor gab es Entlassungen - ich habe von Leuten gehört, die gut genug waren, um in D.C. beim Staat anzufangen und inzwischen wieder daheim bei Mom&Pup eingezogen sind.

Fazit: In den USA konkurrierst Du mit einer großen Horde top-qualifizierter J.D.s, die für die allermeisten Positionen in Betracht kommen. Deine Qualifikationen aus Deutschland zählen kaum, allenfalls einschlägige Erfahrung in M&A und Finance. Du fängst also bei Null an. Insbesondere die Promotion hat in den USA außerhalb von Academia keinen Stellenwert, sofern Du nicht über ein praxisrelevantes U.S.-bezogene Thema geschrieben hast. Realistische Perspektiven hast Du daher nur bei sehr großer Flexibilität sowie bei absoluten Nischenbereichen.

Neugier: Warum willst Du überhaupt dahin?


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BeitragVerfasst: Sonntag 18. März 2012, 22:47 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 04:23
Beiträge: 103
Wohnort: Bayern
Ansehen:

http://en.wikipedia.org/wiki/A_Lawyer_Walks_into_a_Bar

Ciao
Forsaken


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BeitragVerfasst: Montag 1. Oktober 2012, 21:34 
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Registriert: Montag 1. Oktober 2012, 21:25
Beiträge: 1
Hey,

die " Antwort" kommt zwar spät, dennoch habe ich etwas zu erzählen, bin ebenfalls in den USA geboren jedoch in Deutschland aufgewachsen, wo ich mein Examen gemacht habe. Während meines Studiums habe ich auch ein Praktikum in Georgia gemacht. Jedenfalls wurde mir gesagt, dass die doppelte Staatsbürgerschaft auf jedenfall ein Vorteil sei, da den Unternehmen die ganze Bürokratie ersparrt wird, insbesondere könne man dich flexibel in die USA schicken etc.... Das wurde mir seitens einer offiziellen Institution gesagt. Es gibt da auch so einen Interessanten Artikel, wo deutsche Juristen in die USA gingen und trotzdem Fuß fassen konnten. Warum solltest du als top qualifizierter Jurist als US-Citizen schlechtere Karten haben als ein "nur" deutscher Jurist?!
insofern kann ich mich den o.g. Kommentaren keinesfalls anschließen, diese wiederspiegeln im Grunde nur den Neid/ Frust der Leser deines Beitrages. Ich denke, werde persönlich ebenfalls in die USA gehen, was ich genau vor habe kann ich dir gerne per PM mitteilen. Vielleicht hast du sonst noch interessante Ideen?


Viele Grüße

USA!!


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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2012, 23:40 
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Registriert: Mittwoch 12. Dezember 2007, 17:10
Beiträge: 86
Adrian1986 hat geschrieben:
Es gibt da auch so einen Interessanten Artikel, wo deutsche Juristen in die USA gingen und trotzdem Fuß fassen konnten. Warum solltest du als top qualifizierter Jurist als US-Citizen schlechtere Karten haben als ein "nur" deutscher Jurist?!
USA!!

Bitte Fundstelle - würde mich sehr interessieren!

Man hat als Ami natürlich etwas bessere Chancen als ein stinknormaler llm. Die Sprache ist nicht holprig, kein Visumsgedöns, kulturell nicht integrierbedürftig, geringere "Fluchtgefahr".
Aber ohne J.D. hast Du wohl immer einen Makel, maW größere Schwierigkeiten, einen Job zu finden, als die Tausende aus der sog. lost generation der Absolventen 2010-2011.

In any event - good luck!


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