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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Donnerstag 2. August 2007, 20:03 
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schizophrene werden tatsächlich nicht genommen ;-)
zurück zum thema!

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Der öffentliche Dienst braucht gar nicht für sich zu werben. Das ist wie Freibier auf der Wiesn, da braucht es auch keine konzertierten Marketinganstrengungen.
j 20.07.07


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. September 2008, 17:44 
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Registriert: Freitag 2. März 2007, 18:00
Beiträge: 1282
Aus aktuellem Anlaß hier für alle unterbrechungswilligen Kollegen aus NRW folgende sowohl durch Gespräche mit der Ref.-Stelle am OLG Köln als auch durch das JAG NRW (§ 31 Abs. 2) abgesichterte Information:

Man hat einen gesetzlichen Anspruch auf Entlassung aus dem und Wiedereinstellung in den Referendarsdienst, wenn die Unterbrechung mindestens 6 Monate beträgt.
Dazu bedarf es keiner Angabe von Gründen!!
Daneben, und das wird oft verwechselt, braucht man einen wichtigen Grund nur, wenn die Unterbrechung weniger als 6 Monate betragen soll.
Die oftmals gehörte Äußerung, man würde ja gerne unterbrechen, aber "leider" sei man nun mal nicht krank/schwanger/Doktorand, ist also zumindest in NRW unbegründet.

Dass der Ausstieg auf Zeit trotzdem für die meisten ausscheidet, hat keine rechtlichen, sondern nur tatsächliche Gründe.
Das einzige Problem, das sich nämlich im Falle eines Ausstiegs stelllt, ist die Finanzierung, da das Ref.Gehalt für die Dauer der Unterbrechung (natürlich) wegfällt.
Ansonsten wird in deiner Personalakte nur die Unterbrechung vermerkt, mehr nicht, was sollte auch sonst da drin stehen, wenn man keine Gründe angeben muss.
Man kann höchstens in späteren Vorstellungsgesprächen auf die "kleine Pause" angesprochen werden, aber wenn du einigermaßen plausible Gründe angeben kannst, vielleicht auch noch durch eine Tätigkeit als Wiss.Mit. belegen kannst, dass du die Zeit nicht nur zum Gammeln genutzt hast und ansonsten die Note stimmt, sollte das auch kein großes Problem darstellen.

Ich werde demnächst u.a. aus privaten Gründen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und für 6 Monate "aussteigen".
Übrigens gehen alleine aus meiner AG noch 5 Leute mit mir diesen Schritt, was insgesamt 25% der AG ausmacht!


Zuletzt geändert von Spencer am Donnerstag 4. September 2008, 17:58, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. September 2008, 17:53 
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Mit anderen Worten: sollten mir wieder derartige Probleme zustoßen wie vorm Ersten, kann ich durchaus die Reißleine ziehen (auch wenn ich das wirklich nicht hoffen will).

Interessante Info...

Gruß Missy

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"Excuses are the first sign of defeat." (Isaiah Cartwright)


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. September 2008, 18:05 
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Gilt das ausschließlich für NRW oder gibt es in anderen Bundesländern auch diese Möglichkeit ?

Wenn nein, wäre es dann eine wesentlich Ungleichbehandlung ? :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Freitag 5. September 2008, 15:50 
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Registriert: Freitag 2. März 2007, 18:00
Beiträge: 1282
In Berlin gibt es diese Möglichkeit auch, § 15 Abs. 1 JAG. Allerdings "soll" eine Wiedereinstellung nicht vor Ablauf von 12 Monaten erfolgen.


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Freitag 5. September 2008, 20:30 
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Beiträge: 1638
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Bierwartanwärter hat geschrieben:
Eine psychische Macke ist für den Staatsdienst conditio sine qua....Alan! Wie heißt das noch?

:D Sehr schön! Habe meinen Kaffee verschüttet vor Lachen.

@Missy: Ein paar aus meiner AG haben kurz vorm Examen unterbrochen. Ich weiß auch nicht, wie das ablief, aber es ist in Hessen doch wohl noch ganz gut möglich, ohne dass wirklich etwas schlimmes passiert sein muss.

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(> < ) This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to Mitte Nord domination!


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Freitag 5. September 2008, 21:31 
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Ich nehm mir das trotzdem mal nicht vor. Mein Elan ist eh schon am Ende noch bevor ich richtig angefangen habe. Weil wenn ich mich gedanklich erstmal darauf einlasse zu schieben, dann trete ich mich selber nicht mehr genug in den Hintern und drücke mich ums Klausurenschreiben o.ä.

Das bringt nichts.

Gruß Missy

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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. September 2008, 16:04 
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Beiträge: 2421
Zeit ist Geld und Zeit ist Vorteil,
daher kotzen mich solche wesentlichen Unterschiede in den Bundesländern an.

selbstverständlich bringt es was, wenn jemand statt 2 dann 2,5 oder 3 Jahre Zeit hat sich auf die Klausuren vorzubereiten. Wenn er den Vorteil nicht nutzt ist es sein eigenes Bier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. September 2008, 16:17 
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So ist es.

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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. September 2008, 22:31 
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Registriert: Sonntag 2. Januar 2005, 20:26
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Wohnort: Zuhause
Trotzdem muß ich mir nicht sagen, ich MUSS jetzt unterbrechen, weil mir sonst Chancen flöten gehen.

Wenn ich vorm Examen feststelle, ich bestehe keine einzige Klausur und kriege überhaupt nix auf die Reihe kann ich es ja immer noch machen. So realitätsfern bin ich nicht.

Ich würde es aber schon gern in der vorgegebenen Zeit schaffen.

Gruß Missy

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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Dienstag 30. September 2008, 14:15 
Noch selten hier
Noch selten hier

Registriert: Dienstag 23. September 2008, 15:35
Beiträge: 31
Hallo,

ich denke ebenfalls darüber nach, auszusteigen. Ich mache mein Referendariat in Bayern und würde in knapp 2 Monaten mein Examen schreiben.

Ich habe im Moment private Probleme, deswegen habe ich schon seit Monaten nicht mehr wirklich effektiv gelernt. Auch werde ich wohl nicht in der Lage sein, das Examen mitzuschreiben.

Am liebsten wäre es mir, wenn ich irgendwie aussteigen könnte, um erstmal meine Probleme (ohne Examensdruck) in den Griff zu bekommen.

Hat jemand speziell in Bayern dazu schon Erfahrungen gemacht und weiß wie das abläuft?


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Dienstag 30. September 2008, 14:24 
Fossil
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Registriert: Dienstag 21. August 2007, 19:58
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Wohnort: Berlin
Bierwarte, geht jetzt der Trend nach dem Zweithandy zum Zweitavatar? :crazy:

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"I suspect that if a million monkeys were put in front of a million typewriters, by Wednesday one of them would have come up with an improved version of the Income Tax Assessment Act" CASE P132 [1982] ATC 660, 662, AUSTRALIA


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Dienstag 30. September 2008, 17:28 
Mega Power User
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Registriert: Dienstag 8. November 2005, 22:24
Beiträge: 2421
showbee hat geschrieben:
Bierwarte, geht jetzt der Trend nach dem Zweithandy zum Zweitavatar? :crazy:


offtopic,
hat jemand mal weitere Informationen über die Regelungen in anderen Bundesländern ?
Beim JPA Nord blicke ich nicht im geringsten durch


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Sonntag 2. November 2008, 17:30 
Newbie
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Registriert: Samstag 1. November 2008, 17:22
Beiträge: 2
Hey Leute,

den Beitrag von Spencer fand ich echt interessant...hätte ich mal eher wissen sollen, dass man das Ref. auch ohne Angabe von Gründen unterbrechen kann. ](*,)
Was mich interessieren würde: Weiß jemand, ob eine Unterbrechung auch noch nach der schriftlichen Prüfung (und vor der mündlichen, also noch in der Zeit des § 31 I JAG NRW) möglich ist? Oder schon mal von jemandem gehört, der das gemacht hat? Der Gesetzeswortlaut (§ 31 II JAG NRW) dürfte zumindest nicht dagegen sprechen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Referendariat unterbrechen
BeitragVerfasst: Sonntag 2. November 2008, 18:44 
Häufiger hier
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Registriert: Sonntag 24. August 2008, 10:31
Beiträge: 71
Rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass du zwischen dem schriftlichen und mündlichen Teil nicht unterbrechen kannst. Eine Fundstelle habe ich nicht gefunden. Ich weiß nur, dass es bei uns sogar nicht mal möglich war, als jemand krank geworden ist (Handbruch) und erst 4 Wochen vor dem schriftlichen Examen wieder schreiben konnte. Sie wollte dann wegen Krankheit ihr Examen verschieben. Der Antrag wurde abgelehnt. Deshalb würde ich in deinem Fall auch mit einem ablehnenden Antrag rechnen.
Um sicher zu gehen, frag doch mal bei deinem zuständigen Sachbearbeiter nach...
Aber halte uns dann bitte auf dem Laufenden. Ist ja schließlich ganz interessant zu wissen. [-o<


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