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 Betreff des Beitrags: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 17:00 
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Hallo liebe Forengemeinde,

ich befinde mich momentan am Ende meiner Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen und werde es noch diesen Monat schreiben. Sollte ich die Klausuren bestehen würde mein Referendariat wohl Mitte 2014 beginnen. Hier beginnt ein großes Problem für mich. Ich habe im Laufe des Studiums eine große Angst davor entwickelt vor einer Gruppe Texte/Sachverhalte vorzulesen. Ich will diese Angst im Detail auch nicht weiter beschreiben, aber nur so viel: es ist mir (aus Herzrasen, Atemnot) einfach unmöglich einen Text vorzulesen. Aus diesem Grund habe ich auch kein Repetitorium und auch keine AGs besucht, da die Angst vor dem Vorlesen zu groß war. Dennoch konnte ich mich immer gut durchschlagen und habe fast immer ganz gute Noten geschrieben und auch Spaß an der Materie gehabt. Im Referendariat sieht dies jedoch anders aus. Hier besteht natürlich eine Anwesenheitspflicht. Ich werde deswegen auch bald in psychologische Betreuung gehen um meine Angststörung zu bewältigen und ich lege große Hoffnung hierin. Ich habe aber dennoch die Befürchtung, dass der Zeitraum bis zum Referendariat nicht ausreichen wird um das Problem in den Griff zu bekommen. Ich weiss allerdings auch gar nicht was mich genau im Referendariat erwartet und darum dreht sich mein Beitrag. Wie sieht der Unterricht an den Gerichten aus? Wird täglich mit langen Sachverhalten gearbeitet, wie in einem Repetitorium oder sind die Aufgaben dort andere? Wie sieht die Arbeit an den Gerichten und den anderen Stationen aus? Wo erwarten mich große Probleme, wenn ich mein Problem nicht rechtzeitig in den Griff bekomme? Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe keine Probleme damit vor Gruppen frei zu sprechen oder mich aktiv zu beteiligen, mein Problem liegt einzig im Vorlesen... Vorträge oder Ähnliches sind unproblematisch.

Vielen Dank im Voraus :(

Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 17:06 
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Beiträge: 1342
Bei der Sitzungsvertretung im Rahmen der Staatsanwaltschafts-Stage muss die Anklageschrit verlesen werden und solche Veranstaltungen drohen ab dem 4. Monat nach Ref.-Beginn. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften kommen auch Aktenvorträge dann, also 10minütige Kurzvorträge, die in freier Rede gehalten werden sollten.

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"Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, bei Tod eine Sterbeurkunde vorzulegen." (Nr. 4.6 AVB Reiserücktritt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 18:40 
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wir sollten in der AG auch manchmal "Hausaufgaben" vorlesen


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 18:45 
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ÖR-Spezine hat geschrieben:
wir sollten in der AG auch manchmal "Hausaufgaben" vorlesen

:lmao:

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I want to believe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 20:45 
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Bundesland?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 11:36 
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AG-Termine:
Hier kommt es immer mal wieder vor, dass jemand etwas vorlesen soll. Ich würde einfach den AG-Leiter vorher in einem geeigneten Moment unter vier Augen bitten, nicht vorlesen zu müssen. Das sollte kein Problem sein.

Sitzungsvertretung der Staatsanwaltschaft:
Hier muss man die Anklageschrift vorlesen, und zwar in einer öffentlichen, "echten" Verhandlung (was sicher schwieriger ist als in der vertrauen Ref.gruppe).
Lösung: in der Strafrechtsstation nicht zur Staatsanwaltschaft, sondern zum Gericht. Allerdings ist es zumindest in Hessen so, dass man auch dort jedenfalls einmal Sitzungsvertretung für die StA machen muss. In NRW ist das nicht so. Bzgl. Anderer Bundesländer müsste man sich mal schlau machen.


Ansonsten wünsche ich noch viel Erfolg bei der Therapie und im Examen! :)

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"Tatsache ist, dass der staatlich organisierte Pogrom, der derzeit in Syrien stattfindet, dem linksreaktionären Gutmenschenpack dermaßen an seinem Moralarsch vorbeigeht wie ein Furz einer Fanfarenkapelle."
(Henryk M. Broder)


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 12:50 
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Beiträge: 5536
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Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur raten, das Problem vor Beginn des Refs anzugehen.
Es wird immer wieder notwendig sein, dass du eigenständig etwas vor Leuten vorträgst. Sitzungsvertretung bei der StA (bei uns waren das die ersten drei Ausbildungsmonate), Kanzlei schickt dich zu Gericht, Anhörung/Widerspruchsausschuss bei einer Behörde, Aktenvortrag bei Ausbilder ... In den AGs mussten wir auch hin und wieder Kurzreferate halten.

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Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt etwas zu verdienen. (Voltaire)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 13:19 
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Motte hat geschrieben:
Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur raten, das Problem vor Beginn des Refs anzugehen.
Es wird immer wieder notwendig sein, dass du eigenständig etwas vor Leuten vorträgst. Sitzungsvertretung bei der StA (bei uns waren das die ersten drei Ausbildungsmonate), Kanzlei schickt dich zu Gericht, Anhörung/Widerspruchsausschuss bei einer Behörde, Aktenvortrag bei Ausbilder ... In den AGs mussten wir auch hin und wieder Kurzreferate halten.


Hierzu grundsätzlich Zustimmung. Es wird immer wieder entsprechende Konstellationen geben. Den wesentlichen Schritt, eine entsprechende Therapie zu machen, gehst Du ja auch gerade.

Andererseits - und ich weiß, dass das von mir leicht daher gesagt ist - rate ich dazu, die Dinge auf Dich zukommen zu lassen. Du wirst dann sehen, ob und wie schnell es im Rahmen der Therapie Verbesserungen geben wird. Wenn es dann nach wie vor ein großes Problem ist, wird man es lösen müssen, entweder pragmatisch, wie von HCH angesprochen...

HCH hat geschrieben:
Ich würde einfach den AG-Leiter vorher in einem geeigneten Moment unter vier Augen bitten, nicht vorlesen zu müssen. Das sollte kein Problem sein.


...oder ggf. - was Stationsleistungen angeht - über entsprechende ärztliche Atteste und Freistellungen. Das mag sich ggf. in den Stations- / AG-Noten niederschlagen - ggf. auch nur mittelbar - die sind aber ohnehin nur von geringer Relevanz im Vergleich zur Examensnote.

HCH hat geschrieben:
Ansonsten wünsche ich noch viel Erfolg bei der Therapie und im Examen! :)


Dem schließe ich mich an.

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"Ich sage nicht, dass man sich hier zu siezen hätte oder ähnlichen Quatsch. Bei einem Forum von Juristen für Juristen ist meine Erwartungshaltung aber trotzdem nochmal eine andere als bei der Kneipe um die Ecke." OJ1988


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 13:20 
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Ich würde auch versuchen, das vorher möglichst so in den Griff zu bekommen, dass zumindest nur noch starke Angst da ist, aber keine Panik mehr. Ich bin zugegeben ein ziemlicher Schisser, aber das Ref ist eine großartige Möglichkeit, viel offener und selbstbewusster zu werden. Man wird dort so oft damit konfrontiert, dass man in der Gruppe oder Öffentlichkeit etwas vortragen soll, dass die Angst deutlich geringer wird. Zugleich steht man aber auch noch unter "Welpenschutz" und jeder hat Verständnis, wenn man etwas zittrig ist. Diese Möglichkeit hast du später so gut nicht mehr, aber es wird höchstwahrscheinlich von dir auch in Zukunft erwartet werden, dass du das einigermaßen kannst.

Durch viel Üben habe ich es geschafft, dass die Leute meine Vorträge immer gut fanden und meine Nervosität zumindest nicht deutlich gespürt haben. Von daher glaube ich auch, dass das bis Mitte 2014 hinhauen kann. Vielleicht fragst du einfach mal Freunde, ob du denen etwas vortragen kannst. Erst einem, dann zwei, dann drei... Die können sich dein Problem bestimmt gut vorstellen, weil fast jeder Angst vor diesen Situationen hat, du nur leider noch viel mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 13:26 
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Registriert: Dienstag 21. Juni 2011, 16:49
Beiträge: 6840
HRP hat geschrieben:
Ich würde auch versuchen, das vorher möglichst so in den Griff zu bekommen, dass zumindest nur noch starke Angst da ist, aber keine Panik mehr. Ich bin zugegeben ein ziemlicher Schisser, aber das Ref ist eine großartige Möglichkeit, viel offener und selbstbewusster zu werden. Man wird dort so oft damit konfrontiert, dass man in der Gruppe oder Öffentlichkeit etwas vortragen soll, dass die Angst deutlich geringer wird. Zugleich steht man aber auch noch unter "Welpenschutz" und jeder hat Verständnis, wenn man etwas zittrig ist. Diese Möglichkeit hast du später so gut nicht mehr, aber es wird höchstwahrscheinlich von dir auch in Zukunft erwartet werden, dass du das einigermaßen kannst.

Durch viel Üben habe ich es geschafft, dass die Leute meine Vorträge immer gut fanden und meine Nervosität zumindest nicht deutlich gespürt haben. Von daher glaube ich auch, dass das bis Mitte 2014 hinhauen kann. Vielleicht fragst du einfach mal Freunde, ob du denen etwas vortragen kannst. Erst einem, dann zwei, dann drei... Die können sich dein Problem bestimmt gut vorstellen, weil fast jeder Angst vor diesen Situationen hat, du nur leider noch viel mehr.


Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Mir scheint die Problemlage bei der Threaderstellerin allerdings über das von Dir beschriebene Maß an Aufregung etc. hinauszugehen. Insofern ist es vermutlich mit "viel Üben" nicht getan.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Donnerstag 17. Oktober 2013, 13:55 
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Beiträge: 843
Oh, so meinte ich das auch nicht. Es ist schon richtig, sich Hilfe zu holen. Aber - wie man ja aus eigenen Erfahrungen weiß - verschwindet Angst letztlich immer nur, indem man sie überwindet. Von daher wird es sicherlich auch ein Element der Therapie sein, dass man das Sprechen vor Gruppen übt, gewissermaßen als Hausaufgabe. Das sollte man natürlich erst machen, wenn man glaubt, dass man dazu bereit ist. Das war also eher als begleitender Ratschlag gemeint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Sonntag 20. Oktober 2013, 20:57 
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Beiträge: 1759
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Ich kenn das Problem. Auch bei mir ist es kurioserweise das Vorlesen. Die Anklage fällt mir also immer schwerer als das Pläoyer. Es ist nur so, dass diese Vorlesen/Vortragen vor einer größeren Gruppe wichtiger Menschen in fast jedem juristischen Beruf zum Alltag gehört. Mit mehr Routine hat es sich bei mir auch gebessert. Eine gute Vorbereitung macht fast immer 90% aus. Aber wenn das ein so großes Problem bei dir ist, musst du das beheben. Allein natürlich wegen der StA Station, aber eigentlich auch generell.

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"Attempted murder. Now honestly, what is that? Do they give a Nobel Prize for attempted chemistry?"

Robert Underdunk Terwilliger


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Montag 28. Oktober 2013, 23:55 
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Registriert: Mittwoch 16. Oktober 2013, 16:59
Beiträge: 6
Liebe Forenmitglieder,

Ich danke wirklich sehr für die vielen hilfreichen Kommentare. Ich habe in der Tat nicht nur Angst, sondern Panik. Ich möchte aber noch einmal klarstellen, dass diese Panik nicht bei freien Reden oder Vorträgen entsteht (hier hab ich zwar ein oft leicht mulmiges Gefühl, aber damit komm ich gut klar und das haben ja sehr viele), sondern nur beim stumpfen Vorlesen von vorgefertigten Texten, wie zB Gesetzen oder Sachverhalten. Hier fehlt mir nach 1 - 2 gelesenen Sätzen die Luft und ich brauche wirklich locker 20 - 30 Sekunden, bis sich meine Atmung wieder fängt und ich weiterlesen kann. So kann natürlich niemand vorlesen. Daher würde ich hier gerne noch einmal nachhaken und fragen, ob denn im Referendariat (abgesehen von der Vorlesung der Anklage) oft Sachverhalte (oder lange Paragraphen), wie man sie aus der Uni oder dem Rep kennt, stumpf vorgelesen werden müssen, vor allem in der aus dem Examen bekannten Länge? Wenn ich nach Fällen für das Referendariat google, finde ich oft einen seitenlangen Aktenverkehr als Sachverhalt, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass diese vorgelesen werden müssen?

Montag habe ich meinen ersten Therapietermin. Ich bin gespannt wie es wird!

Danke noch einmal an alle!


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 00:19 
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Beiträge: 7533
Ich bin zwar noch nicht im Ref aber ich würde mal sagen das wird stark von deiner AG und den Ausbildern abhängen. Im Sitzungsdienst kannst du die Anklageschrift ja auswendig lernen und im Aktenvortrag wird wohl sowieso eher ein möglichst freier Vortrag erwartet. Aber du darfst dann natürlich keine Panik bekommen, wenn du doch ein oder zwei Sätze vorlesen musst, deshalb ist es auf jeden Fall gut, dass du die Therapie machst. Für mich als Laien klingt das jedenfalls nach einem Problem, das man mit entsprechender Behandlung absolut in den Griff bekommen kann, also viel Erfolg :)

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Smooth seas don`t make good sailors


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst/Probleme mit Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 00:32 
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Beiträge: 106
Wohnort: Köln
Dass der Aktenauszug vorgelesen wird, habe ich noch nicht erlebt und kann mir das aus den genannten Gründen auch nicht vorstellen. Was natürlich vorkommt ist, dass bestimmte Passagen vorgelesen werden. Das Vorlesen von Normen kommt auch gelegentlich vor. Du kannst Dir die AG tatsächlich so vorstellen wie die AGs an der Uni (die ja m.W. denen des Refs nachempfunden sind).

Um die Verlesung der Anklagen wirst Du (wenn Du nicht zum Gericht gehst, wobei ich gar nicht weiss, ob das überall geht) nicht umhinkommen. Vielleicht kannst Du die ja auswendig lernen, wobei bei an einem durchschnittlichen Sitzungstag problemlos 4-5 Anklagen zusammenkommen können.
Ein bisschen Holprigkeit beim Vorlesen wird Dir ganz sicher verziehen, der "Welpenschutz" für Referendare wurde ja bereits erwähnt. Andererseits vertrittst Du die Staatsanwaltschaft und dabei wird vom Gericht erwartet, dass Du dies mit der gebotenen Souveränität und Professionalität tust, von den Angeklagten, die i.d.R. keine Ahnung haben was ein Referendar ist, ganz zu schweigen.

Ich würde das Problem mit Deinem Therapeuten besprechen und ggf. bei der zuständigen Referendarabteilung vor Zuteilung der Staatsanwaltsstation anfragen, ob eine Zuweisung zum Gericht in Frage kommt. Sollte das nicht der Fall sein, würde ich das Problem offen ansprechen und versuchen gemeinsam mit der Ref-Abteilung eine Lösung zu finden.

Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deiner Therapie, Deinem Examen und natürlich dem Referendariat!


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