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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. April 2016, 19:11 
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Registriert: Donnerstag 17. März 2016, 01:19
Beiträge: 66
Hallo,

kann mir jemand sagen, warum das Kaiserskript: Zivilgerichtsklausur im Assessorexamen Teil 1 von jedem Referendar besessen und empfohlen wird? Was ist denn so unglaublich gut an diesem Skript? Nach mehrfachem Durchblättern empfinde ich die "Binsenweisheiten" wie auch in den Hemmer-Skripten als lächerlich und viele Punkte künstlich aufgebläht.

Vielleicht lerne ich das Skript erst nach mehreren Klausuren schätzen, aber es vermittelt kein prozessuales Wissen (?) sondern nur Formulierungsvorschläge, auf die ich im Examen ohnehin nicht zugreifen kann.

Wäre nett, wenn ein Begeisterter das Werk verteidigen könnte.

LG


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. April 2016, 19:50 
Super Mega Power User
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Registriert: Freitag 6. August 2010, 23:30
Beiträge: 4649
Kenne ich nicht. Materielles Zivilrecht von Kaiser fand ich aber grottig. Schlimm, wenn man beim Lesen ständig mangelndes Systemverständnis des Autors bemerkt.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. April 2016, 20:14 
Mega Power User
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Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54
Beiträge: 2896
Das ZVR-Skript ist (neben dem "Russack", aber das erscheint ja woanders) das einzige Kaiser-Skript, das wirklich was taugt.

Zur Frage: Ist halt so wie mit dem Brox/Walker damals im 1. Semester. Man holt es sich, weil es sich alle holen.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. April 2016, 20:48 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 13042
Die Begeisterung über die Skripten zur Zivilgerichtsklausur sind mir auch ein Rätsel. Der erste (abstrakte) Teil in Band I liest sich m. E. noch ganz nett, die Formulierungsbeispiele mag man auch mal als Inspiration nutzen können, wenn man nicht weiß, wie man dieses oder jenes formulieren soll (in der Klausur freilich wenig hilfreich, es sei denn, man hat sie alle mehr oder weniger auswendig gelernt), aber ein Ersatz für ein ZPO-Lehrbuch/Skript ist das Skript nicht (das ist auch nicht das Ziel) - und was dann an "Zaubertricks" übrig bleibt, ist eher mager.

Wirklich brauchbar fand ich von den Kaiserskripten im eigentlichen Sinne nur die zum Strafrecht: Der Band zur StA-Klausur liest sich ganz gut (neben dem lokalen Skript freilich eher überflüssig); der Russack ist brauchbar, leidet aber daran, dass er (kaisertypisch) nur eine Sammlung vergangener Klausurprobleme ist (Hammer u. a., StPO-Fallrepetitorium ist da deutlich besser); das Skript zum materiellen Strafrecht war in Kombination mit dem Fischer brauchbar (sicherlich wäre eine aktuelle Ausgabe der Jäger-Bände auch fürs 2. Examen vorzugswürdig gewesen).

Das ZVR-Skript halte ich auch für überschätzt, vielleicht hat sich mir seine Genialität aber trotz mehrmaliger Anläufe auch schlichtweg nicht erschlossen. Ich bezweifle, dass ich allein mit diesem Skript in der Lage gewesen wäre, eine etwas komplexere ZVR-Klausur gut zu lösen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. April 2016, 23:31 
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Registriert: Sonntag 25. Dezember 2011, 10:46
Beiträge: 952
Ich fand eigentlich nur das ZVR-Skript wirklich gut. Da ist das wesentliche für die Klausur auf den Punkt gebracht. Tieferes Verständnis erlangt man damit natürlich nicht, das ist aber m.E. auch gar nicht der Zweck eines Skripts.

Die meisten anderen Skripten sind mittelmäßig.

Das StA-Skript fand ich aber zum Beispiel ganz furchtbar.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 08:55 
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Registriert: Sonntag 5. September 2010, 11:31
Beiträge: 2266
Ist das nicht eine Erkenntnis aus dem ersten Semester, dass man sich die Materialen raussuchen muss, mit denen man am besten arbeiten kann? ::roll:


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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 09:09 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 13042
Eine Erkenntnis, die allerdings spätestens gegen Ende des Studiums verloren geht, wenn eine nicht unerhebliche Zahl der Juristen zum lokal angesagten Rep läuft, weil man das eben so macht. ;)

Und im Ref-Bereich ist Kaiser ja einigermaßen omnipräsent: Kaiser-Skripten, Kaiser-Seminare, Kaiser-Klausuren. Da halte ich den ein oder anderen Fehlkauf für wenig verwunderlich, zumal die Auswahl an Alternativen ja auch nicht immer so riesig ist.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 10:01 
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Ich hab mein 2. Examen auch ganz ohne Kaiser geschafft. Ich hab dafür einige Fehlkäufe von AS Skripten zum 2. Examen getätigt.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 10:07 
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Und frage mich, mit welchen Megen an Literatur sich der Referendar der Gegenwart eindecken muss.


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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 10:43 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 13042
Keine Ahnung. Mein Bücherregal hat eher die Ausmaße einer halben Ref-Bibliothek. ;)

Wobei ich gerade die Kaiser-Skripten in der Mehrzahl günstig gebraucht gekauft habe. Es ist ja das Missliche, dass man sie zumindest in Teilen eigentlich gelesen haben "muss", um zu wissen, was "alle" gelesen haben (und was die Prüfungsämter ggf stillschweigend voraussetzen).

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 10:57 
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Tibor hat geschrieben:
Ich hab mein 2. Examen auch ganz ohne Kaiser geschafft. Ich hab dafür einige Fehlkäufe von AS Skripten zum 2. Examen getätigt.


Ich finde die Alpmann Skripten (insb. materielles Verwaltungsrecht und berhördliche/verwaltungsgerichtliche Assessorklausur) sehr gut. Mit den Kaiser Skripten zum Zivilrecht komme ich derzeit auch nicht wirklich klar. ZVR von Lipross habe ich durch das Lehrbuch von Lackmann ersetzt, finde ich wesentlich besser, kommt vom Umfang her auch auf das Gleiche raus.

Über die Kaiser Skripten im Strafrecht (insb. StPO-Fallrep und Revision von Brößler) habe ich allerdings viel Gutes gehört, die stehen dann demnächst auf dem Plan. Zur staatsanwaltlichen Klausur fand ich das Skript von Dinter/Jakob klasse, zum entsprechenden Kaiser-Skript kann ich nichts sagen.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 11:17 
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Beiträge: 14627
Die Zivilgerichtsklausur fande ich sehr dröge, schwerverständlich geschrieben und ich konnte nur selten einen Wissenszuwachs verzeichnen, zumal zu einer Zeit, in der in meinem Bundesland kaum jemals eine gerichtliche Entscheidung zu fertigen war. Das ZVR-Skript war sehr gut. In Kombination mit dem Lackmann passte das prima und meine reine ZVR-Klausur im Assessorexamen (fast gänzlich ohne materielles Recht) war dann auch meine beste Klausur. Zum Strafrecht gab es damals meines Wissens noch nichts. Materielles Zivilrecht war untauglich ohne Kommentarbenutzungsmöglichkeit. Materielles ÖR-Recht hatte ich mal nach dem Examen durchgeblättert und fand das Buch auch eher schwach.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 11:18 
Fossil
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Beiträge: 13042
[enigma], nicht alles, was in diesen beiden Reihen von Vahlen erscheint, sind "Kaiserskripte". In der "gelben" Reihe erscheinen gar keine Skripten, die von Kaiser-Dozenten verfasst werden (was m. E. die Voraussetzung ist, um von einem "Kaiserskript" sprechen zu können), und auch in der "grünen" Reihe stammen nicht alle Skripten von Kaiser-Dozenten. Dazu gehören gerade die explizit von Dir benannten Werke ;)

Mit dem ZVR-Skript von Kaiser ist dieses Werk gemeint, nicht der Lippross (den ich persönlich ganz gut fand, ob man ihn besser als den Lackmann findet, dürfte Geschmackssache sein): http://www.beck-shop.de/kaiser-kaiser-k ... &srchab=ff

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 11:25 
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Registriert: Mittwoch 24. Oktober 2012, 06:39
Beiträge: 7453
Ok, danke für die Aufklärung :)

Zum materiellen Zivilrecht finde ich übrigens die Hemmer-Fallsammlungen super zum Wiederholen. Sind gut auf den Punkt gebracht und lassen sich in der Vorbereitung für das zweite Examen recht zügig durcharbeiten.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. April 2016, 11:25 
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Registriert: Montag 23. Februar 2009, 10:48
Beiträge: 2482
jurapeasant hat geschrieben:
Hallo,

kann mir jemand sagen, warum das Kaiserskript: Zivilgerichtsklausur im Assessorexamen Teil 1 von jedem Referendar besessen und empfohlen wird?


Nu lass mal die Kirche im Dorf. Also bei uns hatten das zwar einige, aber sicher nicht einmal die Hälfte der Kollegen.

Und warum es immerhin doch einige haben? Weil es eben nicht so wahnsinnig viel Literatur zur Vorbereitung auf das Assessorexamen gibt (im Engeren Sinne) und sich da dann eben drauf gestürzt haben. Es -im Gegensatz zum Kaiserskript- dürfte ja schliesslich wirklich fast jeder Referendar den Anders/Gehle haben. Wird Dir halt am Anfang empfohlen und dann kaufst Du ihn.

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