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 Betreff des Beitrags: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Montag 9. April 2018, 15:05 
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Registriert: Montag 9. April 2018, 14:59
Beiträge: 3
Moin zusammen!

Alsbald werde ich mit dem Referendariat in Hamburg starten, dabei aber finanziell für etwas Unterstützung sorgen müssen. Daher habe ich an euch ein paar Fragen:

1. Bisher war ich in Steuerklasse 1, ich nehme an, dabei bleibt es, wenn ich erstmal nur die Unterhaltsbeihilfe beziehe?

2. Als Netto-Zuverdienst würden mir um die 400-500 vollkommen ausreichen. Mir schwebt daher vor, zumindest im ersten Jahr nebenbei in einer Kanzlei zu jobben. Wenn ich die Wahl haben sollte, ob ich mich anstellen lasse oder auf "Minijob-Basis" zu arbeiten, was sollte ich am besten tun, wenn ich möglichst viel Netto vom Brutto haben will? Da zusätzliches Einkommen in HH ab ca 530 Euro Zuverdienst auf die Unterhaltshilfe angerechnet wird, sollte es bestenfalls knapp an der Grenze sein (was für mich erstmal pro Minijob spricht).

Was meint ihr dazu? Gibt es da insbes. Erfahrungen? :crazy:

Besten Dank vorab für Hilfestellungen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Montag 9. April 2018, 16:21 
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Registriert: Donnerstag 11. Juni 2009, 17:48
Beiträge: 5915
Alles außer Minijob macht wenig Sinn. Nimm die 450 Euro und gut ist. Alles andere ist ein Aufwand für paar Euro mehr, der sich nicht lohnt.

Ja bist Steuerklasse 1 hast ja kein anderes Einkommen. Solltest du in eine GK gehen, dann solltest das GK Gehalt auf Steuerklasse 1 laufen lassen und die Unterhaltsbeihilfe (sofern es noch eine gibt dann) dann auf Steuerklasse 6.

_________________
Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 10. April 2018, 09:57 
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Registriert: Montag 9. April 2018, 14:59
Beiträge: 3
Okay, vielen Dank für Deinen Rat! So habe ich es vermutet - aktuell bin ich in einer GK (Gesetzliche Krankenkasse meinst Du, oder?).

Wenn ich da so beibehalte (vermutlich, habe mich damit allerdings bisher unzureichend befasst), was ist der Grund, das auf verschiedene Steuerklassen laufen zu lassen (und wie wähle ich das)? Wie Du merkst, bin ich recht ahnungslos. :crazy:


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 10. April 2018, 10:28 
Fossil
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Registriert: Mittwoch 28. Juni 2006, 19:16
Beiträge: 14765
Nein, er meint Großkanzlei. Über welche Krankenkasse beziehungsweise in welcher Form der Krankenversicherung Du Dich ver-/absicherst, hat für die Wahl der Steuerklasse im Referendariat keine Auswirkungen.

Sein Gedanken: solltest Du in Deiner Nebentätigkeit höhere Einkünfte erzielen als durch die Unterhaltsbeihilfe - ja, das kann vorkommen (unter anderem eben bei der Tätigkeit in einer Großkanzlei) -, so rät er Dir, für die Unterhaltsbeihilfe die Steuerklasse VI zu wählen, weil Du damit zunächst ein höheres De-facto-Netto erzeugst und das Mehrnetto nicht erst über den Jahressteuerausgleich erhältst.

_________________
Hier gibt's nichts zu lachen, erst recht nichts zu feiern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 10. April 2018, 10:32 
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Registriert: Montag 9. April 2018, 14:59
Beiträge: 3
](*,)

Auaauauaua. Okay, Pardon.

Das leuchtet ein, bestenfalls möchte ich ja "laufend" ein möglichst hohes Netto und nicht erst Mitte des nächstens Jahres nach der Steuererklärung.
Wenn ich also keinen "Minijob" Vertrag bekomme, werde ich das so handhaben (und mich vorher nochmal mit den Steuerklassen befassen).

Ich danke euch! \:D/


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 10. April 2018, 11:07 
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Registriert: Dienstag 18. August 2009, 15:04
Beiträge: 3023
Wohnort: Südwestdeutschland
Perkinz hat geschrieben:
(und mich vorher nochmal mit den Steuerklassen befassen).


Das ist eigentlich recht einfach: die Steuerklasse 2 ist Alleinerziehenden vorbehalten, die Steuerklasse 4 erhalten bei Ehepaaren beide, wenn nicht einer die Steuerklasse 3 und der andere dann die Steuerklasse 5 nimmt.

Bleiben für alle anderen die Steuerklassen 1 und 6: die Steuerklasse ist die "normale" Steuerklasse, die Steuerklasse 6 ist für jede weitere Lohnsteuerkarte (also für jedes weitere lohnsteuerpflichtige Arbeitsverhältnis) zu wählen und enthält hohe Abzüge. Also nimmt man sinnvollerweise die Steuerklasse 1 dort, wo man viel verdient, und die Steuerklasse 6, wo man wenig verdient.

Alle Steuerklassen wirken sich nur für das "laufende" Gehalt aus, weil die Abzüge unterschiedlich hoch sind. "Am Ende" - d.h. nach Steuererklärung oder Lohnsteuerjahresausgleich - kommt unabhängig von der gewählten Steuerklasse dasselbe raus, was dann entweder zu Nachzahlungen oder Rückerstattungen führt.

(Und jetzt rollen sich Tibor und allen anderen Steuerrechtlern vermutlich die Zehennägel auf.) :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebenjob Referendariat
BeitragVerfasst: Dienstag 10. April 2018, 19:48 
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Registriert: Dienstag 28. März 2017, 09:12
Beiträge: 98
Bei den Minijobs ist noch zu beachten, dass man die 450 € nur ohne Abzüge bekommt, wenn sich der AG an der Pauschalversteuerung beteiligt. Der FS Bayern tut dies zB nicht, sodass man hier trotzdem Steuern in Steuerklasse 6 zahlen muss, auch unter 450 € Verdienst. :/


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