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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 12:43 
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Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54
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Ich habe mir zugegeben nicht jeden Beitrag durchgelesen. Dann noch mein Senf zum "nächsten Versuch": Wenn du das materielle Wissen einigermaßen drauf hast - geschenkt, dass man immer Lücken hat - würde ich eher ein halbes als ein ganzes Jahr dranhängen und mich dort auf Klausuren konzentrieren (die dir im Übrigen ja auch deine Lücken im materiellen Recht aufzeigen). Bei einem Jahr dürfte irgendwann recht bald die Luft raus sein, wenn du schon 18 Monate Lernen hinter dir hast und siehst, wie es bei allen Kollegen und Freunden weitergeht.


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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 15:39 
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OJ1988 hat geschrieben:
Ich habe mir zugegeben nicht jeden Beitrag durchgelesen. Dann noch mein Senf zum "nächsten Versuch": Wenn du das materielle Wissen einigermaßen drauf hast - geschenkt, dass man immer Lücken hat - würde ich eher ein halbes als ein ganzes Jahr dranhängen und mich dort auf Klausuren konzentrieren (die dir im Übrigen ja auch deine Lücken im materiellen Recht aufzeigen). Bei einem Jahr dürfte irgendwann recht bald die Luft raus sein, wenn du schon 18 Monate Lernen hinter dir hast und siehst, wie es bei allen Kollegen und Freunden weitergeht.


Also ich lege mich nicht fest auf ein ganzes weiteres Jahr, kann auch gut sein, dass ich direkt Anfang 2018 schreibe. Da bin ich noch etwas unsicher.


Danke für alle weiteren Tipps und Anregungen.

Ich habe nur im Strafrecht ein paar ohne Hilfsmittel geschrieben, die Klausur war im Examen dann auch ganz in Ordnung mit 9 Punkten. Im öffentlichen Recht habe ich ohnehin nur 3 Klausuren probeweise unter Einsatz von Hilfsmitteln geschrieben, im Zivilrecht waren es 6 oder so. Dort auch mit dem bereits erörterten Vorgehen.

Leider habe ich wirklich unterschätzt, wie wichtig Klausurpraxis in dem Examen ist. Ich hoffe, meine Kenntnisse im materiellen Recht sind für den nächsten Versuch trotzdem von Vorteil.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem juracademy-Onlineklauusrenkurs sammeln können? Der scheint mir aktuell das attraktivste Angebot zu sein, sowohl preislich wie auch mengenmäßig (3 Klausure pro Woche für 50 Euro). Taugt der was?

Besten Gruß


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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 15:47 
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Zum allgemeinen Vorgehen hast du ja schon einige Tipps bekommen.

Ich habe damals den juracademy-Klausurenkurs gemacht und fand ihn ziemlich gut, sowohl von der Korrektur her als auch im Hinblick darauf, dass man die Klausuren am PC schreiben kann (was bei mir aufgrund bestehender Probleme beim handschriftlichen Verfassen langer Texte sehr hilfreich war). Nichtsdestotrotz solltest du dann aber erst recht regelmäßig auch handschriftlich Klausuren innerhalb der fünf Stunden verfassen - am PC schreibt man deutlich schneller und ermüdet wesentlich langsamer. Du bekommst sonst Probleme mit dem Zeitmanagement.

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The way I see it, every life is a pile of good things and bad things. The good things don’t always soften the bad things, but vice versa, the bad things don’t always spoil the good things and make them unimportant.


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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 15:51 
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Beiträge: 12
JulezLaw hat geschrieben:
Zum allgemeinen Vorgehen hast du ja schon einige Tipps bekommen.

Ich habe damals den juracademy-Klausurenkurs gemacht und fand ihn ziemlich gut, sowohl von der Korrektur her als auch im Hinblick darauf, dass man die Klausuren am PC schreiben kann (was bei mir aufgrund bestehender Probleme beim handschriftlichen Verfassen langer Texte sehr hilfreich war). Nichtsdestotrotz solltest du dann aber erst recht regelmäßig auch handschriftlich Klausuren innerhalb der fünf Stunden verfassen - am PC schreibt man deutlich schneller und ermüdet wesentlich langsamer. Du bekommst sonst Probleme mit dem Zeitmanagement.



Wollte alles handschriftlich machen, der Reiz bestand für mich nur in der Menge an Klausuren, die verfügbar ist.

Danke für die Aufklärung, werde mir den Kurs probeweise einfach mal buchen, kann man ja eh jeden Monat kündigen, sofern er mir nicht gefallen sollte.

Sind die Klausuren inhaltlich nah an Originalklausuren?

Besten Gruß


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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 15:55 
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Puh... So pauschal kann man das schwer sagen. Ich fand sie vom Schwierigkeitsgrad her eigentlich meist realistisch, manchmal war mir nur die Korrektur ein wenig zu wohlwollend (war vielleicht aber auch nur Einbildung, habe den Kurs erst ca. 6 Monate vorm Examen begonnen, da war ich schon auf einem relativ guten Stand).

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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 21:35 
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Beiträge: 12
JulezLaw hat geschrieben:
Puh... So pauschal kann man das schwer sagen. Ich fand sie vom Schwierigkeitsgrad her eigentlich meist realistisch, manchmal war mir nur die Korrektur ein wenig zu wohlwollend (war vielleicht aber auch nur Einbildung, habe den Kurs erst ca. 6 Monate vorm Examen begonnen, da war ich schon auf einem relativ guten Stand).



Danke dir. Ich schaue es mir mal an und erstatte dir/euch hier ggf. Bericht.

Erneut : vielen Dank an alle.


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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 22:35 
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Bei uns gibt es eine Klausurenwerkstatt an der Uni. Dort werden einzelne Klausuren komplett analysiert und mit den Kandidaten im Einzelgespräch besprochen. Vielleicht gibt es ja so etwas auch an Deiner Uni?

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 08:06 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Mittwoch 9. Juli 2014, 18:09
Beiträge: 169
Neben den Klausuren würde ich auch zu wesentlich häufigeren Wiederholungen raten. Wenn ich den Ausgangspost richtig verstehe, hast du 16 Monate gelernt und dann in nur zwei Monaten alles (!) wiederholt. Manche mögen ein sehr gutes Gedächtnis haben, bei den Meisten sind aber wesentlich mehr Wiederholungen notwendig um etwas wirklich zu beherrschen.

Unterhalb des hohen VB bzw. Gut genügt mE ohnehin ein fundiertes Basiswissen (inkl. Aufbauschemata) ohne besonders vertiefte materielle Kenntnisse, sofern dieses dafür wirklich gut sitzt. Retrospektiv würde ich das letzte Jahr auf 6 Monate "Aneignen" und 3 Wiederholungsphasen (3, 2 und einen Monat) aufteilen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 08:54 
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Registriert: Sonntag 16. April 2017, 21:07
Beiträge: 12
Theopa hat geschrieben:
Neben den Klausuren würde ich auch zu wesentlich häufigeren Wiederholungen raten. Wenn ich den Ausgangspost richtig verstehe, hast du 16 Monate gelernt und dann in nur zwei Monaten alles (!) wiederholt. Manche mögen ein sehr gutes Gedächtnis haben, bei den Meisten sind aber wesentlich mehr Wiederholungen notwendig um etwas wirklich zu beherrschen.

Unterhalb des hohen VB bzw. Gut genügt mE ohnehin ein fundiertes Basiswissen (inkl. Aufbauschemata) ohne besonders vertiefte materielle Kenntnisse, sofern dieses dafür wirklich gut sitzt. Retrospektiv würde ich das letzte Jahr auf 6 Monate "Aneignen" und 3 Wiederholungsphasen (3, 2 und einen Monat) aufteilen.



Danke.

Ja, das war mein Vorgehen. Das hatte zur Folge, dass ich alles "dem Sinn nach" verinnerlicht habe, auch hätte erklären können, "was denn was ist". Nur als ich beispielsweise dann wirklich mal präzise definieren musste in den Klausuren, bin ich an meine Grenzen gestoßen (Paradebeispiel Gefahrenbegriffe im Polizei- und Ordnungsrecht).

Insofern hast du glaube ich vollkommen Recht, auch an dem Ende hat es gehapert.

Ich habe nämlich die ganzen Unterlagen aus meinem kommerziellen Repetitorium auf Karteikarten übertragen (Nebengebiete aus Zeitgründen dann am Laptop in Skriptform umgesetzt), das hat ewig lange gedauert.

Besten Gruß


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 09:02 
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Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54
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freutmann hat geschrieben:
Theopa hat geschrieben:
Neben den Klausuren würde ich auch zu wesentlich häufigeren Wiederholungen raten. Wenn ich den Ausgangspost richtig verstehe, hast du 16 Monate gelernt und dann in nur zwei Monaten alles (!) wiederholt. Manche mögen ein sehr gutes Gedächtnis haben, bei den Meisten sind aber wesentlich mehr Wiederholungen notwendig um etwas wirklich zu beherrschen.

Unterhalb des hohen VB bzw. Gut genügt mE ohnehin ein fundiertes Basiswissen (inkl. Aufbauschemata) ohne besonders vertiefte materielle Kenntnisse, sofern dieses dafür wirklich gut sitzt. Retrospektiv würde ich das letzte Jahr auf 6 Monate "Aneignen" und 3 Wiederholungsphasen (3, 2 und einen Monat) aufteilen.



Danke.

Ja, das war mein Vorgehen. Das hatte zur Folge, dass ich alles "dem Sinn nach" verinnerlicht habe, auch hätte erklären können, "was denn was ist". Nur als ich beispielsweise dann wirklich mal präzise definieren musste in den Klausuren, bin ich an meine Grenzen gestoßen (Paradebeispiel Gefahrenbegriffe im Polizei- und Ordnungsrecht).

Insofern hast du glaube ich vollkommen Recht, auch an dem Ende hat es gehapert.

Ich habe nämlich die ganzen Unterlagen aus meinem kommerziellen Repetitorium auf Karteikarten übertragen (Nebengebiete aus Zeitgründen dann am Laptop in Skriptform umgesetzt), das hat ewig lange gedauert.

Besten Gruß


Ich finde ich es sehr löblich, wie ehrlich du dein Lernverhalten hier reflektierst.


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 18:10 
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Registriert: Sonntag 16. April 2017, 21:07
Beiträge: 12
OJ1988 hat geschrieben:
freutmann hat geschrieben:
Theopa hat geschrieben:
Neben den Klausuren würde ich auch zu wesentlich häufigeren Wiederholungen raten. Wenn ich den Ausgangspost richtig verstehe, hast du 16 Monate gelernt und dann in nur zwei Monaten alles (!) wiederholt. Manche mögen ein sehr gutes Gedächtnis haben, bei den Meisten sind aber wesentlich mehr Wiederholungen notwendig um etwas wirklich zu beherrschen.

Unterhalb des hohen VB bzw. Gut genügt mE ohnehin ein fundiertes Basiswissen (inkl. Aufbauschemata) ohne besonders vertiefte materielle Kenntnisse, sofern dieses dafür wirklich gut sitzt. Retrospektiv würde ich das letzte Jahr auf 6 Monate "Aneignen" und 3 Wiederholungsphasen (3, 2 und einen Monat) aufteilen.



Danke.

Ja, das war mein Vorgehen. Das hatte zur Folge, dass ich alles "dem Sinn nach" verinnerlicht habe, auch hätte erklären können, "was denn was ist". Nur als ich beispielsweise dann wirklich mal präzise definieren musste in den Klausuren, bin ich an meine Grenzen gestoßen (Paradebeispiel Gefahrenbegriffe im Polizei- und Ordnungsrecht).

Insofern hast du glaube ich vollkommen Recht, auch an dem Ende hat es gehapert.

Ich habe nämlich die ganzen Unterlagen aus meinem kommerziellen Repetitorium auf Karteikarten übertragen (Nebengebiete aus Zeitgründen dann am Laptop in Skriptform umgesetzt), das hat ewig lange gedauert.

Besten Gruß


Ich finde ich es sehr löblich, wie ehrlich du dein Lernverhalten hier reflektierst.


Danke dir. Es hilft ja irgendwie nichts, da jetzt großartig um den heißen Brei zu reden.

Meiner Erfahrung nach gibt es nach einem Misserfolg im Jurastudium zwei Optionen.

Option 1 : "Jura ist böse, alles nur Willkür, ich will jetzt so schnell wie möglich ferti sein"
Option 2 : "Was lief falsch, kann ich es verbessern?"

Ich entscheide mich für Option zwei. Meine Begeisterung für das Fach ist nicht geschmälert worden und ich behalte auch die jetzt absolvierte Vorbereitung mitunter in guter Erinnerung, ich hatte noch nie einen derart erkenntnisreichen und erfüllenden Lebensabschnitt, in welchem ich mich so intensiv mit etwas befasst habe, kleinere Verzichtsmomente mal außen vor gelassen (bin eh nicht so der Partylöwe).

Jetzt bin ich zwar noch etwas traurig und enttäuscht, dass mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Weg an die ordentliche Gerichtsbarkeit verwehrt bliebe und ich schäme mich auch ein bisschen für meine gezeigte Leistung, aber die ersten Erfolge werden schon wieder etwas Selbstvertrauen generieren.

Es kann im zweiten Anlauf ja fast nur besser werden, allerdings setzt das voraus, dass man sachlich mit dem ersten Anlauf umgeht.


Besten Gruß


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