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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:45 
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:39
Beiträge: 4
Hallo,

Ich habe jetzt ein Jahr Repetitorium bei Alpmann/Schmitt hinter mir und will nächsten Sommer Examen schreiben, das Lernen mit den Fällen aus dem Rep gestaltet sich für mich allerdings recht mühsam.

Ich mache es momentan so, dass ich 8 Stunden am Tag die Fälle lese und am PC zusammenfasse, sodass ich einen Fall von ca. 10 Seiten auf 2-3 herunterbreche, allerdings ist der Lerneffekt momentan noch fast gleich null, daher würde es mich interessieren, ob es eine bessere Methode gibt mit den Rep-Unterlagen nachhaltig zu lernen, und ob ich zusätzlich noch weitere Lernmaterialien hinzuziehen sollte.

Ab nächster Woche werde ich noch das Uni-Rep besuchen und eine Klausur wöchentlich schreiben. Über weitere Tipps zum nachhaltigen Lernen wäre ich sehr dankbar.

Beste Grüße


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 18:12 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 11. Dezember 2015, 22:15
Beiträge: 39
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DonnieBrasco hat geschrieben:
Ich mache es momentan so, dass ich 8 Stunden am Tag die Fälle lese und am PC zusammenfasse, sodass ich einen Fall von ca. 10 Seiten auf 2-3 herunterbreche, allerdings ist der Lerneffekt momentan noch fast gleich null, daher würde es mich interessieren, ob es eine bessere Methode gibt mit den Rep-Unterlagen nachhaltig zu lernen, und ob ich zusätzlich noch weitere Lernmaterialien hinzuziehen sollte.



Wenn du nun schon einige Zeit im Rep warst und merkst, dass deine Lernmethode nicht ganz so den Lerneffekt mit sich bringt, dann versuch etwas anderes. Was hat im Studium für dich funktioniert?
Wenn du grds. gerne mit Fällen lernst, wäre ggf. auch ein Lerngruppe etwas für dich.

Liest du die Fälle nur oder versuchst du zuvor auch eine eigene Lösung?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 20:01 
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Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54
Beiträge: 2773
Bei mir hat die Umstellung von "auf dem PC irgendwas abtippen" auf "mit der Hand Probleme selbst ausformulieren" Wunder gewirkt, vielleicht ist das ja auch was für dich.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 20:14 
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Registriert: Sonntag 5. August 2012, 19:37
Beiträge: 520
Wie wird denn ein Fall von dir zusammengefasst? M. E. macht das keinen Sinn. :-k

Und am PC würde ich es auch nicht weiter schreiben, schlicht aus dem Grund, dass du im Examen auch mit der Hand schreiben musst und Übung wertvoll ist (im Sinne von schneller werden bei gleichbleibender Lesbarkeit).

_________________
Ich bin auch nur ein Mensch. Genauso wie ein Weißer Hai auch nur ein Fisch ist. (Zlatan Ibrahimović)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 21:19 
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:39
Beiträge: 4
Im Grundstudium hab ich fast nur mit Fällen gelernt, meist hatte ich in den Klausuren 6-9 Punkte bis auf einen Ausreißer von 13 Punkten in Handelsrecht. Passabel waren meine Hausarbeiten, da lag ich immer im zweistelligen Bereich.
Ich lese die Fälle immer, merke dabei selbst, wie meine Konzentration nachlässt und ich irgendwann abschalte, vor allem wenn ein Fall 15+ Seiten Lösung hat in Zivilrecht.

Momentan fasse ich den Fall komplett zusammen, inklusive aller Anspruchsgrundlagen. Habe überlegt, ab sofort mir selbst pro Rechtsgebiet ein Skript mit einzelnen Problemen und Meinungsstreitigkeiten und eins mit Aufbaufragen zu schreiben aus den Rep-Fällen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 21:28 
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Beiträge: 39
Wohnort: Hamburg
DonnieBrasco hat geschrieben:
Im Grundstudium hab ich fast nur mit Fällen gelernt, meist hatte ich in den Klausuren 6-9 Punkte bis auf einen Ausreißer von 13 Punkten in Handelsrecht.


Dann spricht gar nicht so viel dagegen, dass jetzt auch zu tun oder?

Wenn der Mehrwert des "Rausschreibens/Zusammenfassens" bis dato eher gering war, würde ich mir überlegen es evtl. sein zu lassen und zum abstrakten Wiederholen dann eher ein Kauf-Skript zu nutzen bzw irgendwelche Übersichten (bekommt man sowas nicht auch bei A/S im Rep? Die schmeißen einen doch schon in den Kauf-Skripten mit Schemata und Übersichten zu, dass man sich freut auch mal etwas Fließtext vorzufinden).


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BeitragVerfasst: Freitag 21. Oktober 2016, 20:16 
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Registriert: Samstag 22. November 2014, 23:34
Beiträge: 47
Also ich war auch bei Alpmann und habe immer die Überprüfungsfragen am Ende der Fälle auf Karteikarten (digitalisiert) geschrieben und gelernt. Dies waren Definitionen und Meinungsstreitigkeiten bzw. auch schonmal Aufbauschemata.

Ich weiß nicht, ob es die selben Kursunterlagen sind, da die sich ja wohl auch in den Orten unterscheiden. Wenn Du aber so Überprüfungsfragen hast, würde ich Dir dazu raten.

Viele sagen immer es lohnt sich nicht die abstrakten Meinungsstreitigkeiten zu lernen etc. Mir hat es aber enorm geholfen. Zudem sind die wichtigsten Definitionen in einer Klausur bedeutsam. Das Zusammenfassen eines Falls - wie Du es machst - erscheint mir nicht so sinnvoll, wobei ich Deine Methode auch nicht genau kenne. Letztlich hat jeder seine eigenen Vorlieben.


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BeitragVerfasst: Sonntag 23. Oktober 2016, 19:39 
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Registriert: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:09
Beiträge: 58
n paar allgemeine Tipps ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen:
(1) wenn deine Konzentration nachlässt, dann mach pausen. und zwar BEVOR deine Konzentration nachlässt. Stopp die Zeit. m.E. einer der größten Fehler, trotz nicht mehr vorhandenener Konzentration immer zu versuchen, doch noch den Fall durchzuarbeiten. Einfach weil man das für seine Psyche "Fall abhaken können" haben will. Trotzdem kontraproduktiv. Schaff dir eine neue, bessere Anreizstruktur. belohn dich psychisch nicht dafür, alle gemachten fälle abheften zu können, sondern möglichst viele aha momente gehabt zu haben.

(2) Ich höre da so ein bisschen raus "Ich will einfach jede Woche alle gemachten Fälle durchhauen, das muss ich schaffen, daher schreibe ich mir Zusammenfassungen". Löse dich davon. Den Stoff in eine wiederholungsfähige Form bringen ist wichtig, ja, aber nur bezüglich Stoff, den du erstmalig verstanden hast. Immer. Stoff, den man nicht verstanden hat, in irgendeiner form abzuschreiben und in kürzere Form zu bringen ist m.E. sinnlos. Ist, als würdest du versuchen, das telefonbuch auswendigzulernen. Habe das mein ganzes Studium so gemacht mit bescheidenen Ergebnissen.

Die richtige Reihenfolge lautet:
(a) Stoff verstehen - Stoff so auswählen, das das der Fall ist. Das ist Grundvoraussetzung.
(b) verstandenen Stoff in wiederholungsfähige Form bringen. Abschreiben. Mit hand hab ich bessere erfahrungen gemacht als am PC. einfach weil die gefahr groß ist am pc, das man, wie eine sekretärin, den stoff abschreibt. Das hat nix mit juristischer tätigkeit zu tun.
(c) Dann irgendwann wiederholen

Wenn du den Stoff nicht verstehst (so interpretiere ich jetzt dein "Lerneffekt gleich null") so brutal es auch klingen mag, nimm dir eine andere Quelle. Ich fand die ÖR FÄlle bei Hemmer z.B. sehr gut verständlich und hab die umgesetzt. Teils verrannt in komplizierten Spezialmist, aber insgesamt recht erfolgreich.

Im Strafrecht ham die Fälle nix getaugt. Hab sie nicht verstanden. Daher: Kompletter Verzicht. Statdessen gutes Skript genommen. Das durchgearbeitet mit obigem abc. Ohne schlechtes Gewissen hinsichtlich der nicht gemachten fälle.


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BeitragVerfasst: Montag 24. Oktober 2016, 12:59 
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Registriert: Sonntag 28. August 2016, 17:43
Beiträge: 1276
Freedom hat geschrieben:
Schaff dir eine neue, bessere Anreizstruktur. belohn dich psychisch nicht dafür, alle gemachten fälle abheften zu können, sondern möglichst viele aha momente gehabt zu haben.


sprich: Intrinsische Motivation! Leidenschaft für den Stoff!

Freedom hat geschrieben:
Den Stoff in eine wiederholungsfähige Form bringen ist wichtig, ja, aber nur bezüglich Stoff, den du erstmalig verstanden hast.


Einen Text aktiv zu bearbeiten und zu gestalten (also nicht nur passiv abzuschreiben), kann aber auch den Verstehensprozess fördern, weil sich der Zusammenhang in einer gut gegliederten, logisch aufgebauten Zusammenfassung deutlicher herauskristallisieren kann (aber nicht muss).

Freedom hat geschrieben:
Mit hand hab ich bessere erfahrungen gemacht als am PC. einfach weil die gefahr groß ist am pc, das man, wie eine sekretärin, den stoff abschreibt. Das hat nix mit juristischer tätigkeit zu tun.


Der PC bietet allerdings die notwendige Übersichtlichkeit und Bearbeitungsfähigkeit. Es lässt sich dadurch vieles vereinfachen, besser gliedern, logisch und merkfähig anordnen und hervorheben. Allgemein geht doch der Trend eher in Richtung Digitalisierung und aufgeräumten Schreibtisch mit möglichst wenig Papier, auch in Amtsstuben. Es wäre also vorteilhaft, den PC genauso aktiv gestaltend einzusetzen wie bei handschriftlichen Notizen. Dieses passive Abschreiben kann auch am PC vermieden werden, wobei handschriftliche Notizen ebenso Abgeschriebenes widerspiegeln können. Ich glaube nicht, dass es am Medium liegen muss. Es ist wohl eher eine Frage, wie man damit umgeht. Die Handschrift zu üben, ist ansonsten nicht verkehrt. Das wäre für Entwürfe ideal.

_________________
LG Candor


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BeitragVerfasst: Donnerstag 2. März 2017, 14:58 
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:39
Beiträge: 4
Hallo, danke für die Antworten, ich melde mich noch einmal aus der Versenkung.

Mittlerweile ist es schon März, die Zeit rast und das Examen Ende August rückt immer näher.

Zum Thema Leidenschaft für den Stoff: leider fällt mir das in vielen Rechtsgebieten (vor allem im Bereich des öffentlichen Rechts) schwer, das macht mir persönlich nämlich echt keinen Spaß.

Momentan fasse ich mir immer noch die Rep-Fälle zusammen, ich bin aber dazu übergegangen sie nicht mehr komplett Stück für Stück zusammenzufassen sondern mir viel mehr Schemata und einzelne Problemstellungen herauszuschreiben, was denke ich schon besser ist und nicht ganz so viel Zeit kostet. Allerdings das große Problem: ich habe gerade mal knapp die Hälfte des Stoffs (wenn überhaupt) zusammengefasst. Eigentlich schätze ich, müsste ich das ganze spätestens bis Mai über die Bühne gebracht haben, damit ich endlich richtig lernen kann.

Weiterhin bin ich mir nicht sicher: soll ich mir Schemata (vor allem im öffentlichen Recht/Strafrecht) selbst zusammenfassen oder lieber ein Buch mit fertigen Schemata zu Rate ziehen und sie damit direkt auswendig lernen ?

Zudem gibt es ja auch diese fertigen Kartei-Karten-Systeme. Hat damit jemand Erfahrungen gemacht ? (Bestimmt :D)

Essentiell ist meiner Meinung nach auch das Klausuren schreiben (predigt ja auch jeder Prof), leider sind die hier angebotenen immer Samstags, und das Wochenende geht bei mir immer ziemlich fürs Arbeiten drauf. Ich denke, ein Klausurenkurs (z.B. Von Alpmann) würde Sinn machen oder ? Auch, wenn man eine solche Klausur dann als "Mini-Hausarbeit" verfasst sollte es einem etwas bringen richtig ?

Ich danke schonmal jedem, der sich meinen Text durchliest und bin dankbar für Antworten, langsam brauche ich den "Masterplan" fürs Examen. Ich will unbedingt im Sommer schreiben, wir haben hier nur zwei Termine, der nächste im Februar ist zu spät (vor allem geldmäßig, ich werde zu alt, und Druck aus der Familie gibts noch obendrauf)

Beste Grüße


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BeitragVerfasst: Donnerstag 2. März 2017, 20:48 
Super Mega Power User
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Registriert: Freitag 6. April 2007, 19:12
Beiträge: 3965
Wohnort: NRW
Hast du bis jetzt noch gar keinen Klausurenkurs besucht?

Wenn nein, dann würde ich wirklich dringend damit anfangen, damit du möglichst bald realistisch einschätzen kannst, wo du stehst und wo vielleicht noch Probleme liegen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. April 2017, 02:54 
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Registriert: Freitag 22. Februar 2013, 13:52
Beiträge: 4
Ich habe vor wenigen Wochen im Märztermin mitgeschrieben und war zuvor auch bei Alpmann/Schmidt (Bayern).

Ich habe kursbegleitend damit begonnen, wie Du mittlerweile denke ich auch, wenn ich es richtig verstanden habe, die speziellen Probleme eines Falles, die mir noch nicht bekannt waren, festzuhalten. Erst habe ich eigene Karteikarten auf dem Computer geschrieben im Frage-Antwort-Stil. Später habe ich aber gemerkt, dass es etwas flotter geht, wenn ich in den AS-Übersichten aus dem Kurs jeweils die linke, weiße, leere Seite nutze, um gleich am richtigen Ort das Spezialproblem handschriftlich unterzubringen, also thematisch passend zu den Ausführungen auf der rechten Seite (sofern die Übersichten noch geklammert sind).

Du brauchst auf jeden Fall noch genug Übungsklausuren, denke ich. Mindestens 60 sollten es schon sein. In meiner Hochphase habe ich in einer Woche vier neue Klausuren geschafft, davon habe ich aber nur zwei ausgeschrieben und zwei gegliedert. Dabei muss aber auch jede Klausur gut nachgearbeitet werden, dauert etwa 2-3 Stunden.

Woher die Klausuren nehmen?
a) Im Uni-Klausurenkurs gibt es genügend alte Original-Klausuren, die man entweder schreiben oder gliedern kann. Rechtzeitig daran denken, sich Sachverhalte und Musterlösungen für die Zukunft auch abzuspeichern.
b) Der AS-Klausurenkurs ist nicht schlecht. Da bekommt man ja die wöchentliche Abschlussklausur und nochmals zwei Überraschungsklausuren aus den blauen Heften. Macht auch nochmal drei pro Woche. Als ehemaliges Kursmitglied ist es auch nicht ganz so teuer.
c) Schließlich finden sich Fälle auch etwa noch in den BayVwBl für das Öffentliche Recht. Du kannst auch in die kostenlosen hemmer-examensreports der letzten Jahre schauen, finden sich online, die Lösungen sind nur etwas verkürzt.

Zuletzt: Ich hatte auch kursbegleitend noch mit den kommerziellen Karteikarten von hemmer (die großen, die den Skripten nachgebildet sind, nicht nur die Shorties) gearbeitet. Aber um diese ordentlich zu machen braucht es schon viel Zeit und auch ich habe sie nicht ganz geschafft. Bis zum Herbst wird das zu knapp.
Besser dann die eigenen, eben möglichst vollständigen Karteikarten / Zusammenfassungen mehrmals wiederholen. Auch die AS-Übersichten sind ganz gut dazu. Weniger ist mehr. Unterschiedliche Zugänge über mehrere Lehrbücher und Übersichten verwirren da eher nur. Man muss sich eben auf sein System verlassen, so empfand ich es. Viel Erfolg!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. April 2017, 22:17 
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lass die Klausurenzusammenfassung. hatte ich auch gemacht, es nützt nur nichts. die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall genauso drankommt im Examen ist gleich null. wichtiger sind die Schemata. ich hatte fälle gelesen und nur überschritten abgeschrieben und dann langsam ein Muster erkannt: es ist im Grundsatz immer das selbe. wichtig ist bei den fällen, dass du das Schema erkennt und weißt, wo die inzidentprüfungen sinnvoll eingebaut werden müssen bzw. können.

hast du die Schemata im griff, gehts an Definitionen lernen. immer wiederholen, damit du sie nicht vergisst. in der Aufregung des Examens - wenn der fall kompliziert ist o.ä. - kann dir die definition den arsch retten. Am besten auch hier fälle lesen und Definitionen andersfarbig markieren. wenn du nicht in der bib lernst, dann laut vorlesen. buch zuklappen und nochmal aufsagen. Fall zu ende bearbeiten. und die Definitionen nochmals wiederholen? Setzten die Definitionen? ja - nächster fall. nein - fall überfliegen, Definitionen raussuchen, vorlesen, buch zuklappen und laut vor sich aufsagen.

hast du das im griff, steht die Grundstruktur. dann gehts weiter mit dem Problembewusstsein. Wo sind Meinungsstreits? Wo die gängigen Probleme? Wo sind alte Probleme im neuen Gewand? was mir leider keiner vor dem examen gesagt hat: es geht viel darum, dass du das problem erkennst und gut argumentieren kannst. was die einzelnen Argumente sind, ist eigentlich zweitrangig. aber die Argumente kommen von allein, wenn du dich selbst in die Lage der handelnden Personen versetzt. daher: beim Lernen Schwerpunkt auf nachvollziehen setzten, nicht auswendig lernen. Auch hier gilt: mit fällen arbeitet es sich am besten.

hast du so gelernt, hast du automatisch eine menge fälle gelesen. jetzt gehts ans "abhacken": literaturverzeichnis von einem Lehrbuch öffnen. durchlesen und alles markieren, was dir auf dem ersten blick nichts sagt. dieses sind die Schwerpunkte der nächsten Phase : Lücken füllen. wenn dir die Themen nichts sagen, bedeutet das, dass das nicht sonderlich wichtige Themen sind. also reicht überfliegen und - wichtig - das Wissen, wo du diese Themenkomplexe einbauen kannst.

die nächste Phase: Wiederholen. Nimm Fälle, die du schon bearbeitet hast. durchlesen, lösungsskizze machen und vergleichen. alle Probleme erkannt? Sitzen die Definitionen? wenn ja: freuen! viel erfolg!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. April 2017, 22:19 
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Registriert: Mittwoch 5. April 2017, 23:37
Beiträge: 16
ich meinte nicht "überschritten", sondern natürlich "Überschriften" im 1. abs.


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 11:08 
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:39
Beiträge: 4
Danke für die Tipps, allerdings fasse ich mir nicht mehr die ganzen Fälle zusammen, sondern mache mir wirklich nur ein Skript mit den Problemen und Meinungsstreits. Damit bin ich jetzt etwa zur Hälfte durch, 4 Monate vor dem Examen jetzt nochmal komplett anders zu lernen macht auch wenig Sinn oder ?

Das mit den Schemata stimmt allerdings, kannst du mir noch einen Tipp geben, womit ich mir die am besten aneigne ? Für Strafrecht finde ich die Arbeitsblätter der Uni Tübingen ganz gut.

Zudem : explizit ZPO und StPO, in beiden Gebieten bin ich momentan noch absolut unwissend, ich weiß aber, dass eine Grundstruktur fürs Examen unerlässlich ist. Die Rep-Unterlagen hierzu sind meiner Meinung nach unübersichtlich und viel zu umfangreich. Kann mir jemand diesbezüglich einen Tipp zu geeigneteren Lernmaterialien geben ?


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