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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2017, 20:13 
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Beiträge: 1
Hallo, sind jemanden im Forum Examensstatistiken inklusive der Schwerpunktnote bekannt? In meiner Ref AG ist es so, dass gefühlt 70% der Leute VB oder besser haben. Kann es sein, dass das VB inzwischen durch die Schwerpunktbereichsnoten arg entwertet wurde und das "gut" (alternativ: das Staats-VB) das neue VB ist? Eure Meinungen würden mich interessieren. VG Kleingeist.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2017, 21:02 
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Beiträge: 5721
Hihi, das Thema schon wieder :) Irgendwo gibts dazu einen Thread, bzw. sogar mehrere. Musst mal suchen. In meiner AG wird gar nicht über Examensnoten gesprochen, ich weiß aber von einigen, mit denen ich befreundet bin, dass sie kein VB (ob mit SB oder ohne) haben. Vielleicht wirst Du ja auch angelogen :D

Schau mal hier bspw:
viewtopic.php?f=54&t=55227

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2017, 22:04 
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Beiträge: 728
2015 hatten knapp 24% derjenigen, die bestanden haben, ein praedikat im staatsteil (http://www.lto.de/jura/studium-zahlen/e ... spruefung/). der durchschnitt der schwerpunktbereichsnoten lag 2015 bei 9,5 punkten. gefuehlt duerfte der vb anteil unter den absolventen damit bei zwischen 30% und 35% der absolventen liegen. eine ordentliche leistung ist ein praedikat (also ein richtiges praedikat und nicht ein "kleines praedikat oder sonstige varianten =P~) schon aber auch nichts wirklich besonderes.

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der 1983 geborene klaeger studiert seit dem wintersemester 2003/2004 biologie (diplom) an der beklagten (vg goettingen, urteil vom 2.3.2010 - 4 a 39/07)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 08:45 
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Beiträge: 349
Mietspantrakt hat geschrieben:
2015 hatten knapp 24% derjenigen, die bestanden haben, ein praedikat im staatsteil (http://www.lto.de/jura/studium-zahlen/e ... spruefung/). der durchschnitt der schwerpunktbereichsnoten lag 2015 bei 9,5 punkten. gefuehlt duerfte der vb anteil unter den absolventen damit bei zwischen 30% und 35% der absolventen liegen. eine ordentliche leistung ist ein praedikat (also ein richtiges praedikat und nicht ein "kleines praedikat oder sonstige varianten =P~) schon aber auch nichts wirklich besonderes.
Das fasst es ganz gut zusammen denke ich (wenn du VB mit SPB meinst). Ich frage mich aber schon, wieso angesichts dieser Zahlen sowohl Staat als auch Großbutze so große Schwierigkeiten haben, ausreichend viele passende Kandidaten zu finden. In welchem Bermuda-Dreieck werden denn diese 30-35% verschluckt? Gehen ja wohl nicht alle ins Unternehmen... Alle bei mittelständischen und kleinen Kanzleien? :-k


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 09:06 
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Registriert: Montag 27. Mai 2013, 10:30
Beiträge: 659
Kleingeist hat geschrieben:
Kann es sein, dass das VB inzwischen durch die Schwerpunktbereichsnoten arg entwertet wurde und das "gut" (alternativ: das Staats-VB) das neue VB ist? Eure Meinungen würden mich interessieren. VG Kleingeist.


Nein.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 10:11 
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Beiträge: 9013
Solar hat geschrieben:
Mietspantrakt hat geschrieben:
2015 hatten knapp 24% derjenigen, die bestanden haben, ein praedikat im staatsteil (http://www.lto.de/jura/studium-zahlen/e ... spruefung/). der durchschnitt der schwerpunktbereichsnoten lag 2015 bei 9,5 punkten. gefuehlt duerfte der vb anteil unter den absolventen damit bei zwischen 30% und 35% der absolventen liegen. eine ordentliche leistung ist ein praedikat (also ein richtiges praedikat und nicht ein "kleines praedikat oder sonstige varianten =P~) schon aber auch nichts wirklich besonderes.
Das fasst es ganz gut zusammen denke ich (wenn du VB mit SPB meinst). Ich frage mich aber schon, wieso angesichts dieser Zahlen sowohl Staat als auch Großbutze so große Schwierigkeiten haben, ausreichend viele passende Kandidaten zu finden. In welchem Bermuda-Dreieck werden denn diese 30-35% verschluckt? Gehen ja wohl nicht alle ins Unternehmen... Alle bei mittelständischen und kleinen Kanzleien? :-k


Weil das 1. Examen mit Prädikat eigentlich nutzlos ist, wenn man im 2. Examen nicht mindestens auch 8,5 Punkte abliefern kann. Vielerorts ist iE eigentlich nur ein Prädikat im 2. Examen ausschlaggebend.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 11:47 
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Beiträge: 522
https://www.bundesjustizamt.de/DE/Share ... onFile&v=5
Das ist die mWn aktuellste Statistik, die all die Infos enthält, die dich interessieren. 2015 gab es im Bundesschnitt 33,8 % Prädikate in der 1. JP. Nur im Staatsteil waren es 16,5 %. Eine Aufschlüsselung nach Ländern findest du dort auch.

EDIT: Wichtig: Bei der Prädikatsverteilung in der 1. JP ist zu berücksichtigen, dass bei den relativen Werten diejenigen, die nicht bestanden haben, nicht berücksichtigt wurden. Bezieht man die Nichtbesteher (der Einfachheit halber aus dem Jahr 2015, da die allermeisten den staatlichen Teil nach dem SPB machen) mit ein, erhält man einen Prädikatsanteil von ca. 23,5 % in der 1. JP.

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Zuletzt geändert von Brainiac am Mittwoch 23. August 2017, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 11:52 
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Beiträge: 9013
Aha, also im 2. Examen 21,1% der Bestandenen mit Prädikat. Ein Doppelprädikat werden also eher 18-20% der Absolventen haben, weil es natürlich keine zwingenden Überschneidungen gibt. Also reden wir von runden 1.500 heiß begehrten Absolventen p.a.!

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 11:57 
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Eben, und das ist nicht sonderlich viel, wenn man sich den aktuellen Bedarf anschaut. Hinzu kommt, dass es ja auch ein paar Juristen gibt, die dann trotz allem nicht in klassisch juristischen Berufen arbeiten.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 11:59 
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Zumal ich persönlich jemanden kenne der trotz Doppelprädikat eine Karriere als Einzelanwalt vorgezogen hat. Ist sicher auch kein Einzelfall!


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 12:12 
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Beiträge: 9013
Ja, viele "entziehen" sich dem Markt, indem sie erstmal am Lehrstuhl verbleiben oder zum LL.M. gehen. Dann bleiben vielleicht 100 im Monat um die die GK, Justiz und Verwaltung buhlen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 12:26 
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Bei vielen ist das natürlich nur ein (mehr oder weniger) vorübergehender Effekt. Aber richtig ist auf jeden Fall, dass man berücksichtigen sollte, dass die Universitäten auch noch einige Doppelprädikatskandidaten - gerade im obersten Bereich - dauerhaft oder zumindest für längere Zeit für sich behalten.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 13:13 
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Beiträge: 659
Honigkuchenpferd hat geschrieben:
Bei vielen ist das natürlich nur ein (mehr oder weniger) vorübergehender Effekt. Aber richtig ist auf jeden Fall, dass man berücksichtigen sollte, dass die Universitäten auch noch einige Doppelprädikatskandidaten - gerade im obersten Bereich - dauerhaft oder zumindest für längere Zeit für sich behalten.


Wobei man das - Nahbereichsempirie - meiner Meinung nach nicht überschätzen darf. Ich kenne aus meiner Zeit an der Uni einige Leute, die sich für eine Habilitation entschieden haben, die weit weg sind von einem Doppelprädikat (oder zumindest von einem im obersten Bereich).


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 13:44 
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sai hat geschrieben:
Wobei man das - Nahbereichsempirie - meiner Meinung nach nicht überschätzen darf. Ich kenne aus meiner Zeit an der Uni einige Leute, die sich für eine Habilitation entschieden haben, die weit weg sind von einem Doppelprädikat (oder zumindest von einem im obersten Bereich).

Nach dem, was ich so mitbekommen habe (Berufunskommission), haben es solche dann aber schwierig, einen Ruf zu erhalten.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2017, 13:53 
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Registriert: Montag 27. Mai 2013, 10:30
Beiträge: 659
Brainiac hat geschrieben:
sai hat geschrieben:
Wobei man das - Nahbereichsempirie - meiner Meinung nach nicht überschätzen darf. Ich kenne aus meiner Zeit an der Uni einige Leute, die sich für eine Habilitation entschieden haben, die weit weg sind von einem Doppelprädikat (oder zumindest von einem im obersten Bereich).

Nach dem, was ich so mitbekommen habe (Berufunskommission), haben es solche dann aber schwierig, einen Ruf zu erhalten.


Auch da wieder Nahbereichsempirie: es kommt drauf an.
Die Examina sind bei den Berufungsentscheidungen eben nur ein Punkt unter vielen.
Es gibt ja auch genügend Professoren, die kein Doppelprädikat haben und sogar einige nur mit einem Examen.

Man sollte sich nur klar machen, dass man, wenn man sich mit befriedigend/ausreichend zum habilitieren entscheidet, im Berufungsverfahren durchaus gegen irgendeine doppel sehr gut Maschine antreten kann, die 24 Stunden am Tag nichts anderes macht als zu forschen.


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