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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 19:12 
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MODEDIT: Aus diesem Thread entnommen.

Muirne hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Du warst zweimal (staatlicher Teil im 1. Examen + 2. Examen) nah an einem höheren Punktwert dran, und doch haben die Prüfungskommissionen dir jeweils nicht die höhere Punktzahl vor dem Komma gewährt. Das ist für manche Menschen, die an Auswahlverfahren beteiligt sind (insbesondere Menschen, die selber prüfen), leider ein gewisser Makel.

Das hört sich für mich ziemlich unsinnig an, jedenfalls als ernsthafter Erwägungsgrund, denn man kennt die Noten im Schriftlichen ja gar nicht. Kann sein, dass es zum Ausgleich 15 Punkte gebraucht hätte und das wars halt einfach nicht ganz. Ich hab in der mündlichen (eigentlich in beiden) eher wenig reißen können und bin trotzdem über nem Notensprung, weil ich halt schriftliche Vornoten hatte. Das können die Firmen aber überhaupt nicht wissen.



Und letztlich vergibt die Prüfungskommission die Noten in der mündlichen Prüfung nicht ergebnisorientiert. Ist mir noch nie vorgekommen, dass da jemand zurückgerechnet hat und dann sagte „Frau X müssen wir irgendwo einen Punkt weniger geben, sonst schafft sie das Vb.“ oder „Lassen Sie uns Frau X im ... einen Punkt mehr geben, dann hat sie das Vb.“ Wenn, dann läuft das offen über den Sozialpunkt und wird auch so in der Notenübersicht für die Akte vermerkt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 19:15 
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Eben. Und es sagt bestimmt keiner: Vielleicht ziehen wir Herrn X noch Punkte ab, sonst kommt er auf 8,9 Punkte und das sieht so aus als fanden wir ihn gar nicht so gut. Besser er hat 8,6, das wirkt ja schon besser.

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»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 19:31 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Zitat:
Und letztlich vergibt die Prüfungskommission die Noten in der mündlichen Prüfung nicht ergebnisorientiert. Ist mir noch nie vorgekommen, dass da jemand zurückgerechnet hat und dann sagte „Frau X müssen wir irgendwo einen Punkt weniger geben, sonst schafft sie das Vb.“ oder „Lassen Sie uns Frau X im ... einen Punkt mehr geben, dann hat sie das Vb.“

Die Note für das mündliche Prüfungsgespräch (nicht für den Vortrag) besteht nicht aus Einzelnoten für die einzelnen Prüfungsabschnitte, sondern aus einer Gesamtnote - zumindest in den mir bekannten Bundesländern. Das eröffnet einen extrem breiten Ermessensspielraum - und wenn es dann als Gesamtnote um 6,49 oder 6,57 oder 8,98 oder 9,06 geht, dann wird dieser Ermessensspielraum doch sehr besonnen ausgeübt. Als 9 Punkte im 2. Examen in einigen Ländern noch scharfe Voraussetzung für den Richterdienst waren, galten 8,9X Punkte auch als faktischer Stempel dafür, dass man aus Sicht der Prüfungskommission nicht für den Richterdienst geeignet ist. Umgekehrter Fall mit 9,0X Punkte.

Zitat:
Wenn, dann läuft das offen über den Sozialpunkt und wird auch so in der Notenübersicht für die Akte vermerkt.

Es würde mich sehr interessieren, ob es in einigen Ländern Statistiken darüber gibt, in welchem Ausmaß Sozialpunkte vergeben werden. Ich vermute, dass es sich der Prozentwert im niedrigen einstelligen Bereich bewegen dürfte - die Vergabe von Sozialpunkten ist nicht nur mit mehr Arbeit verbunden, sondern sie dürfte auch (das ist allerdings nur eine gefühlte Wahrnehmung) das Widerspruchs- und Klagerisiko steigern. Nicht im Hinblick auf die Person, der Sozialpunkte gewährt wurden, sondern im Hinblick auf die übrigen geprüften Kandidaten, die keine Sozialpunkte bekamen, obwohl sie das aus ihrer Sicht doch genauso verdient hätten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 19:49 
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Ich hab Einzelnoten für die Abschnitte bekommen. Südlicheres Bundesland. Und ich kenne jemanden, der Sozialpunkte bekommen hat, um aufs VB zu kommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 20:00 
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Registriert: Donnerstag 11. Juni 2009, 16:48
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Tibor hat geschrieben:
Muirne hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Du warst zweimal (staatlicher Teil im 1. Examen + 2. Examen) nah an einem höheren Punktwert dran, und doch haben die Prüfungskommissionen dir jeweils nicht die höhere Punktzahl vor dem Komma gewährt. Das ist für manche Menschen, die an Auswahlverfahren beteiligt sind (insbesondere Menschen, die selber prüfen), leider ein gewisser Makel.

Das hört sich für mich ziemlich unsinnig an, jedenfalls als ernsthafter Erwägungsgrund, denn man kennt die Noten im Schriftlichen ja gar nicht. Kann sein, dass es zum Ausgleich 15 Punkte gebraucht hätte und das wars halt einfach nicht ganz. Ich hab in der mündlichen (eigentlich in beiden) eher wenig reißen können und bin trotzdem über nem Notensprung, weil ich halt schriftliche Vornoten hatte. Das können die Firmen aber überhaupt nicht wissen.



Und letztlich vergibt die Prüfungskommission die Noten in der mündlichen Prüfung nicht ergebnisorientiert. Ist mir noch nie vorgekommen, dass da jemand zurückgerechnet hat und dann sagte „Frau X müssen wir irgendwo einen Punkt weniger geben, sonst schafft sie das Vb.“ oder „Lassen Sie uns Frau X im ... einen Punkt mehr geben, dann hat sie das Vb.“ Wenn, dann läuft das offen über den Sozialpunkt und wird auch so in der Notenübersicht für die Akte vermerkt.


Halte ich fürn Gerücht... ich kenne sehr viele die knapp den Notensprung geschafft haben und EINE einzige Person die 8,9 hat und dort gab es offene Antipathie mit der Prüfungskommission. Bei mir in der mündlichen haben die beiden Mitprüflinge exakt die Noten bekommen, um den Notensprung aufs B und VB zu schaffen. Auch wenns subjektiv sein mag.... Die den Notensprung auf VB geschafft hat, hat exakt die gleichen mündlichen Noten wie ich bekommen, obwohl ich aus meiner Sicht deutlich stärker war. Imo wollten sie da die schwächeren Klausuren ausgleichen.

Man lässt jemanden einfach nicht bei 8,9 verhungern...Das sieht wirklich so aus, als wollte die Kommission einem das VB nicht geben.

Wobei das imo nur für die Endnote gilt und nicht für die Staatsnote. Bei der Staatsnote ist es ja völlig banane ob da 8,9 oder 9,1 steht, solange die Endnote über 9 ist.

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 20:20 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Zitat:
Wobei das imo nur für die Endnote gilt und nicht für die Staatsnote.

Der Prüfungskommission ist die Schwerpunktnote nicht bekannt (ggf. wurde der Schwerpunkt auch noch gar nicht abgelegt), insofern ist die Staatsnote durchaus aufschlussreich. Hat allerdings ein ganz anderes Gewicht als die Note im 2. Examen, klar.

Zitat:
Ich hab Einzelnoten für die Abschnitte bekommen.

Interessant! Aber die Konstellation ist auch dann noch vergleichbar, nur ist eben der Ermessensspielraum etwas verengter, weil dann nur der letzte Prüfungsabschnitt über alles entscheidet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 20:31 
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Sicher machen die sich unter Umständen Gedanken, ob es für einen Notensprung reicht - aber auch nur dann, wenn es von vornherein knapp ist oder man das im Vorgespräch thematisiert. Aber es gibt sehr unterschiedliche Gründe, warum es nicht klappt. Zum Beispiel, dass jemand nicht knapp drunter ist, sondern deutlich drunter, aber dann ne tolle Mündliche hinlegt. Ist ja nicht selten. Dann wird man dem nicht einfach NOCH ne bessere Note geben, nur um den Sprung noch zu schaffen. Und da der Schwerpunkt noch drauf kommt, können die sich auch zurücklehnen, weil der Schwerpunkt ja die meisten Leute noch hochzieht. Da haben die ja keine Letztverantwortung. Insofern halte ich dieses Kriterium nach wie vor für eher irrationalen Kram, weil es Mutmaßungen über innere Gedankenprozesse fremder Menschen anstellt ohne jeglichen Überblick über die objektiven Variablen, die der Entscheidung zu Grunde lagen. Das sollte sinnvollerweise kein Kriterium für ne Einladung zum Vorstellungsgespräch sein, das würde mich doch stark an der Kompetenz der Auswahlpersonen zweifeln lassen. Das mag es ja geben, aber dann geht man mit der Auswahl schon etwas leichtfertig um. Mag man sich ja leisten können, keine Ahnung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 20:59 
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Tibor hat geschrieben:
Muirne hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Du warst zweimal (staatlicher Teil im 1. Examen + 2. Examen) nah an einem höheren Punktwert dran, und doch haben die Prüfungskommissionen dir jeweils nicht die höhere Punktzahl vor dem Komma gewährt. Das ist für manche Menschen, die an Auswahlverfahren beteiligt sind (insbesondere Menschen, die selber prüfen), leider ein gewisser Makel.

Das hört sich für mich ziemlich unsinnig an, jedenfalls als ernsthafter Erwägungsgrund, denn man kennt die Noten im Schriftlichen ja gar nicht. Kann sein, dass es zum Ausgleich 15 Punkte gebraucht hätte und das wars halt einfach nicht ganz. Ich hab in der mündlichen (eigentlich in beiden) eher wenig reißen können und bin trotzdem über nem Notensprung, weil ich halt schriftliche Vornoten hatte. Das können die Firmen aber überhaupt nicht wissen.



Und letztlich vergibt die Prüfungskommission die Noten in der mündlichen Prüfung nicht ergebnisorientiert. Ist mir noch nie vorgekommen, dass da jemand zurückgerechnet hat und dann sagte „Frau X müssen wir irgendwo einen Punkt weniger geben, sonst schafft sie das Vb.“ oder „Lassen Sie uns Frau X im ... einen Punkt mehr geben, dann hat sie das Vb.“ Wenn, dann läuft das offen über den Sozialpunkt und wird auch so in der Notenübersicht für die Akte vermerkt.


Ich will Deine Praxiserfahrung nicht in Abrede stellen, halte es aber mit Blick auf zahlreiche "zufällig" knappe Ergebnisse doch für naheliegend, dass bei der ein oder anderen Prüfungskommission die Diskussion "bekommt Frau X jetzt 12 oder 13 Punkte" nicht so ganz ohne Blick auf das mögliche Endergebnis abläuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 05:42 
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Muirne hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Du warst zweimal (staatlicher Teil im 1. Examen + 2. Examen) nah an einem höheren Punktwert dran, und doch haben die Prüfungskommissionen dir jeweils nicht die höhere Punktzahl vor dem Komma gewährt. Das ist für manche Menschen, die an Auswahlverfahren beteiligt sind (insbesondere Menschen, die selber prüfen), leider ein gewisser Makel.

Das hört sich für mich ziemlich unsinnig an, jedenfalls als ernsthafter Erwägungsgrund, denn man kennt die Noten im Schriftlichen ja gar nicht. Kann sein, dass es zum Ausgleich 15 Punkte gebraucht hätte und das wars halt einfach nicht ganz. Ich hab in der mündlichen (eigentlich in beiden) eher wenig reißen können und bin trotzdem über nem Notensprung, weil ich halt schriftliche Vornoten hatte. Das können die Firmen aber überhaupt nicht wissen.


Eben. Ich glaube ehrlich gesagt, dass bei @Carlos das Problem sein dürfte (neben dem Bewerbermarkt in HH und Berlin), dass beim zweiten "nur" eine 7 vor dem Komma steht. Meiner Einschätzung nach läuft bei vielen (Groß)kanzleien, wenn nicht wirklich akuter Bedarf besteht (was in HH oder Berlin nicht der Fall sein dürfte), die "Schmerzgrenze", jedenfalls bei Bewerbern, die nicht aus dem Ref oder WissMit-Tätigkeit bekannt sind, eher bei 8 Punkten (gerade auch weil es beim 2. eigentlich bundesweit die Möglichkeit des Verbesserungsversuchs gibt). Da kann es dann schon vorkommen, dass die Bewerbung aussortiert wird, ohne dass sie sich jemand genauer anschaut...von daher kann man nur empfehlen sich breiter zu bewerben (eher in Richtung mittelständische Kanzlei) und/oder auch andere Standorte in Erwägung zu ziehen. Nach zwei Jahren Frankfurt oder Düsseldorf kann man ja immer noch zurück wechseln, dann sind die Noten nicht mehr ganz so entscheidend (haben aus meinem Durchgang auch einige AG-Kollegen gemacht).

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A noble spirit embiggens the smallest man.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 07:07 
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Liz hat geschrieben:

Ich will Deine Praxiserfahrung nicht in Abrede stellen, halte es aber mit Blick auf zahlreiche "zufällig" knappe Ergebnisse doch für naheliegend, dass bei der ein oder anderen Prüfungskommission die Diskussion "bekommt Frau X jetzt 12 oder 13 Punkte" nicht so ganz ohne Blick auf das mögliche Endergebnis abläuft.


War bei mir in beiden Examina so. Da wurde bei der Notenverkündung ganz offen gesagt, dass sie gerechnet und die Noten (auch) entsprechend vergeben haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 07:30 
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Zur Nahbereichsempirie: Bei mir war es in beiden Examina so, dass ich in der mündlichen einen Notensprung (keine Notenstufe) gemacht habe, im ersten bin ich dann sogar fast genau bei x,00 im Staatsteil gelandet. Das hat im ersten (da die Prüfer im staatlichen Teil tatsächlich die Schwerpunktnote nicht wussten) dazu geführt, dass ich insgesamt wieder auf eine Kommazahl kurz vor dem nächsten Notensprung gekommen bin. Darauf wurde ich dann tatsächlich mal (allerdings nur vom Doktorvater) angesprochen à la: "Da war man aber gemein zu Ihnen". Bei den Mitprüflingen im ersten war's ähnlich, das war auch eine nette Prüfungskommission. Im zweiten war es so, dass ein Ref-Kollege, der leider im zweiten von zweistellig im ersten auf ein "ausreichend" abgesackt war, über die 6,5 (gehievt) wurde (was in Bayern eher sehr ungewöhnlich ist) , während zwei Kolleginnen genau so benotet wurden, dass dieselbe Note wie im schriftlichen Teil herauskam, obwohl bei denen der Sprung "erreichbarer" schien.

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~ Harry Quintana


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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 08:25 
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Beiträge: 628
Dass in der Mündlichen ergebnisorientiert gepunktet wird, hört man nun wirklich häufig. Da das allerdings idR subjektive Eindrücke sind, hier mal eine Statistik, die zumindest den Schluss sehr nahelegt, dass Prüfer Noten zu vermeiden versuchen, die zu einer Gesamtnote direkt unterhalb einer Schwelle führen und im Gegenteil Noten bevorzugen, die einen über eine Schwelle heben:

Towfigh/Traxler/Glöckner, ZDRW 2014, 8 (15)

Ich kenne viele, die knapp über einer Schwelle gelandet sind. Dass Sozialpunkte offen vergeben wurden, habe ich noch nie gehört.

Edit: Typo entfernt

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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 08:34 
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Registriert: Donnerstag 11. Juni 2009, 16:48
Beiträge: 5791
Quantensprung hat geschrieben:
Zitat:
Wobei das imo nur für die Endnote gilt und nicht für die Staatsnote.

Der Prüfungskommission ist die Schwerpunktnote nicht bekannt (ggf. wurde der Schwerpunkt auch noch gar nicht abgelegt), insofern ist die Staatsnote durchaus aufschlussreich. Hat allerdings ein ganz anderes Gewicht als die Note im 2. Examen, klar.

Zitat:
Ich hab Einzelnoten für die Abschnitte bekommen.

Interessant! Aber die Konstellation ist auch dann noch vergleichbar, nur ist eben der Ermessensspielraum etwas verengter, weil dann nur der letzte Prüfungsabschnitt über alles entscheidet.


Okay, so nen Schnickschnack gabs bei uns nicht. Da gabs den schwerpunkt zwingend vorher und den kannten die Prüfer auch. Noten gabs auch einzeln für Aktenvortrag + die 3 Rechtsgebiete. Daher war es hier easy, den Leuten einfach 1-2 Punkte mehr zu geben, wenn man meinte sie hätten ihr B oder VB verdient.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deloitte/PwC Erfahrungen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 08:39 
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Beiträge: 320
@TobiasG: Du meinst die Verbesserungen à la 9,x -> 10,0x? Das wäre für mich kein "Notensprung" im eigentliche Sinne, wenn damit nicht eine Verbesserung der Notenstufe einhergeht (ja, ich weiß, zweistellig ist schöner als 9,x Punkte). Allerdings halte ich Verbesserungen von bis zu einem Punkt in der mündlichen Prüfung jetzt nicht für so überraschend, wenn man bedenkt, dass die Noten in der mündlichen Prüfung oft doch etwas besser als die Klausurnoten ausfallen und es auch den ein oder anderen Kandidaten gibt, der sich in den Klausuren "unter Wert" geschlagen hat, also eigentlich wesentlich besser ist.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 09:57 
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Beiträge: 92
@Liz: Genau das meinte ich. Natürlich ist es weniger "auffällig", wenn man von 9 auf 10 "springt" als von 8 auf 9, aber dass rechnerisch fast genau ein ,00 rauskommt (was bei den anderen Kandidaten auch ähnlich war), spricht schon dafür, dass man die mündlichen Noten nicht völlig unabhängig von dem Gesamtergebnis vergeben hat.

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