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 Betreff des Beitrags: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 19:10 
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Grüß Gott,

ich habe ein paar Fragen bezüglich meines Studiums bzw. dem Anfang oder Einstieg.
Zugegebenermaßen habe ich während der Schule "nie" lernen müssen. Es reichte aus
am Unterricht teilzunehmen, um mich mit einem 1,8er Abitur von der Schule zu mogeln.
Ich habe bisher nicht bewusst, sondern eher intuitiv, automatisch gelernt, selten systematisch
und noch seltener außerhalb des Unterrichts.

Jetzt am Anfang meines Studiums stehe ich gefühlt vor einer riesen Hürde und finde keinen
Zugang in die Rechtswissenschaft, vielleicht komme ich auch mit der "Freiheit" nicht zurecht.
Wobei eine reguläre Teilnahme an dem Studium für mich auch weniger in Frage kommt,
da ich nebenher arbeite und mir mein Studium selber finanzieren muss.

Meine Frage an euch und ich wäre dankbar für jeden Rat:
Wie sieht der Einstieg in ein "selbstorganisiertes" Studium aus, wo fange ich an?
Lerne ich jetzt die 1200 Definition auswendig, die verschiedenen Rechtsgebiete?
Wie sehen eure Lernpläne aus und wieviele Wochenstunden studiert ihr?

Vielen Dank.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 19:35 
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Die ersten drei Semester werden versoffen, dann macht man irgendwie die Scheine und dann is Examen und man fragt sich was man überhaupt in den letzten Semestern studiert hat, weil man nix kann, wird panisch, rennt ins Rep, schreibt Examen und dann fertig ist das Studium :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 20:21 
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Puh, das beruhigt mich ein wenig, das erklärt auch die vielen verstörten Gesichter in dem Fachbereich.
Unglücklicherweise trinke ich nicht so viel bis gar nicht, dass ich mein Elend vergessen könnte, also heraus mit dem Geheimwissen der Eingeweihten des 33. Grades der Juristerei und der mephistophelischen Erkenntnissen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 20:37 
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Also ernsthaft jetzt? :) Es gibt da kein großes Geheimnis. Einfach lernen, am Ball bleiben, den Stoff wiederholen. In den AGen kriegt man ja alles vorgekaut und hat schon mal einen groben Plan was zu lernen ist. Inhaltsverzeichnisse der Lehrbücher helfen auch oft weiter. Wie man das dann macht, ist jedem selbst überlassen. Manche benutzen Karteikarten aus Papier, große und kleine, andere ein elektronisches Karteikartenprogramm, andere schreiben sich eigene Skripte, andere malen das Lehrbuch bunt an, andere behalten es sogar wenn sie es einmal in der Vorlesung gehört haben und müssen nicht mehr viel eigenständig lernen.

Du kannst dir jetzt bspw. mal ein Lehrbuch zum BGB AT hernehmen und schauen was da so drin steht im Inhaltsverzeichnis. Dann schaust Du mal ins Gesetz, wie das gegliedert ist und dann wirst Du sehen: Willenserklärungen, Stellvertretung, Geschäftsfähigkeit, usw. sind Themen. Die erarbeitest Du dir dann Stück für Stück und achtest schön darauf die Grundsätze zu verstehen. Nicht gleich das Spezialproblem (etwa fehlendes Erklärungsbewusstsein) auswendig lernen, sondern versuch es selbst nachzuvollziehen warum das so oder so gesehen werden kann, dann bleibt es in der Birne. Und immer schön cool bleiben. Meister, Himmel, usw. Viele Kreise schließen sich erst später im Studium.

Es gibt auch Bücher mit Lernmethoden. Dieses hier finde ich ganz nett. Steht bei uns sogar in der Bibliothek:

http://www.beck-shop.de/ter-haar-lutz-w ... qUEALw_wcB

Wenn es etwas mehr sein darf, gerne auch Hanft:
http://www.beck-shop.de/Haft-Einfuehrun ... t=14693882

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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 21:11 
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Registriert: Donnerstag 10. Mai 2018, 18:35
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Vielen Dank für deinen Beitrag!


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 21:16 
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Registriert: Mittwoch 18. Januar 2017, 23:02
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Tobias__21 hat geschrieben:
Die ersten drei Semester werden versoffen, dann macht man irgendwie die Scheine und dann is Examen und man fragt sich was man überhaupt in den letzten Semestern studiert hat, weil man nix kann, wird panisch, rennt ins Rep, schreibt Examen und dann fertig ist das Studium :D


Beschreibst du gerade meine Studienzeit oder kennen wir uns irgendwoher? \:D/
Nein im Ernst, das trifft es richtig gut. Bei mir waren es sogar eher 6 Semester und dann im 7. Semester hardcore Panik Lernerei.
Hat alles ganz gut geklappt.

Mach dir am Anfang einfach mal nicht zuviele Gedanken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 21:22 
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Registriert: Dienstag 4. November 2014, 08:51
Beiträge: 8460
i live in tokyo hat geschrieben:
Tobias__21 hat geschrieben:
Die ersten drei Semester werden versoffen, dann macht man irgendwie die Scheine und dann is Examen und man fragt sich was man überhaupt in den letzten Semestern studiert hat, weil man nix kann, wird panisch, rennt ins Rep, schreibt Examen und dann fertig ist das Studium :D


Beschreibst du gerade meine Studienzeit oder kennen wir uns irgendwoher? \:D/
Nein im Ernst, das trifft es richtig gut. Bei mir waren es sogar eher 6 Semester und dann im 7. Semester hardcore Panik Lernerei.
Hat alles ganz gut geklappt.

Mach dir am Anfang einfach mal nicht zuviele Gedanken.


:D Ich hab als Hausarbeiten an einem Wochenende runter gerotzt und vor dem Examen kam dann echt das Erwachen. Studium viel mir sehr leicht, immer gute Noten, nix gelernt. Mit dem Examen ist das Studium halt auch nicht zu vergleichen und ich würde es keinem raten es so zu machen wie ich :) Wenn man konsequent und anständig lernt, hat man es hinterher leichter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 21:32 
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Beiträge: 5
Wieviel Wochenstunden investiert ihr so durchschnittlich ins Studium?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Mai 2018, 22:59 
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Na, mach dir mal einfach gar keine Gedanken, hier im Juraforum hat noch nie jemand was gelernt und alle haben nur gefeiert, alles Talent, ist ja auch bekanntermaßen einfach d a s Talentstudium. :alright


Als faul gilt für mich übrigens jemand, der im Durchschnitt unter 10 Stunden die Woche lernt. Du wirst merken, dass die Definition von dem, was fleißig und was faul ist, extrem auseinandergeht. Das liegt übrigens daran, dass es zu mindestens 80% ein Fleißstudium ist - sodass sich Leute faul fühlen, die es in Wahrheit nicht sind, weil es wiederum Leute gibt, die übertrieben fleißig sind. Insofern: renn, wenn du kannst. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Freitag 11. Mai 2018, 09:34 
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Registriert: Sonntag 22. Oktober 2017, 17:03
Beiträge: 393
Waechter hat geschrieben:
Jetzt am Anfang meines Studiums stehe ich gefühlt vor einer riesen Hürde und finde keinen
Zugang in die Rechtswissenschaft, vielleicht komme ich auch mit der "Freiheit" nicht zurecht.
Wobei eine reguläre Teilnahme an dem Studium für mich auch weniger in Frage kommt,
da ich nebenher arbeite und mir mein Studium selber finanzieren muss.


Du solltest m. E. aufpassen, dass Deine Arbeit zu Deinem Studium passt und nicht umgekehrt. Dh schaue, dass Du gerade in den ersten Semestern an möglichst vielen regulären Studienveranstaltungen (insbesondere AGs) teilnehmen kannst. Das macht den Einstieg ins Studium deutlich leichter, als wenn Du quasi ab Tag 1 alleine vor den Lehrbüchern sitzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Freitag 11. Mai 2018, 15:08 
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Registriert: Donnerstag 10. Mai 2018, 18:35
Beiträge: 5
Also vielen Dank für die Antworten! Ich arbeite unregelmäßig an mindestens zwei verschiedenen Werktagen, was mich quasi disqualifiziert für eine "normale" Teilnahme, da ich immer wieder und unregelmäßig den Anschluss verliere. Ich war bisher nie der Gruppen-Lern-Typ und auch die überlaufenen Vorlesungen, die recht unruhig ablaufen sind nicht so mein Lern-Fall, es bleibt in meiner jetzigen Situation, bis ich eine andere Arbeit gefunden habe, nur der Einzelkämpfer Ansatz.

Ich habe schon Angefangen mir aus einem SR AT Lernbuch ein eigenes Skript zusammen zu stellen,
aber die täglich neu dazu kommende Menge an Stoff in allen Bereichen macht das wiederholen irgendwie schwierig. Es bleibt einfach zu wenig hängen.
Mir fehlt Systematik und Struktur, nur wo bekomme ich die her? ](*,)
Ich habe ein bisschen den Eindruck als sähe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Was für Fehler sollte ich unbedingt vermeiden aus eurer Erfahrung heraus?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in das Jura Studium
BeitragVerfasst: Freitag 11. Mai 2018, 15:28 
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Registriert: Freitag 18. April 2014, 14:46
Beiträge: 512
Einen ruhigen Kopf bewahren zunächst. Lies dir vielleicht mal ein paar Bücher zum Aufbau des Jurastudiums und dem Aufbau eines eigenen Lernplans durch (z.B. "Jurastudium erfolgreich" von Barbara Lange). Dabei versuchst du dir einen groben Plan bis zum Examen zu erstellen und innerhalb dessen später dann strukturierte Lernpläne für die jeweiligen Semester. Gerade wenn du sowieso alleine vorgehen willst, würde ich viel mit eigenen Plänen arbeiten. Dazu kannst du dir ja mal ein paar Arbeitsgemeinschaften angucken, in welchen in erster Linie zusammen Fälle gelöst werden und etwas später dann vielleicht ein Repetitorium.


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