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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2017, 00:55 
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Justitian hat geschrieben:
Ist es wirklich so abwegig, die Promotion parallel zum Referendariat zu beginnen? Ich spiele durchaus mit dem Gedanken und stelle es mir so vor, während des Referendariats zwanglos Literatur zusammenzutragen und Gedanken zu entwickeln, um die dann nach dessen Ende verhältnismäßig zügig zu Papier zu bringen.


Es ist nicht so, dass es im Referendariat nicht genügend Möglichkeiten gibt sich sinnvoll zu beschäftigen... In einer Station kann man gerne mal 3 Tage beschäftigt sein... dazu kommt dann noch das Lernen + Klausurenschreiben. Die Zeit für ne Promotion ist knapp und geht halt auf Kosten des 2. Examens. Und die Note des 2. Examens ist halt dann doch wichtiger.

_________________
Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2017, 02:11 
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Würde ich jetzt nach etwas mehr als einem halben Jahr Promotion auch nicht unbedingt empfehlen. Es ist nicht so, dass man im Ref einfach mal locker flockig so ein bisschen sammelt und das einem dann im Nachhinein Monate an Arbeit erspart. Es ist so oder so die gleiche Nettoarbeitszeit, die Frage ist nur, ob man das Referendariat damit zusätzlich belasten will. Würde ich wegen der Bedeutung der Note des 2. Examens nicht machen.


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2017, 14:27 
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Dass man nicht viel Zeit hat ist klar aber ich sehe noch nicht per se einen Nachteil darin sich ein Thema zu sichern und bei Gelegenheit etwas zu grübeln. Wenn am Ende des Refs kaum was geschafft ist macht das ja nichts.

_________________
"[...] führt das ja nicht dazu, dass eine Feststellungsklage mit dem Inhalt "Wie wird das Wetter morgen?" zulässig wird" - Swann, 01.03.17


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2017, 15:24 
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Klar kann man das. Indes ist allein schon die Themensuche nicht mal eben so getan.


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2017, 15:53 
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Bei der "Ich brauch 'nen Titel - besser Dr. oder LLM?" - Fraktion wahrscheinlich doch.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2017, 00:02 
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Meine Nahbereichsempirie: Die habens noch schwerer, weil die mit völlig ausgelutschten Themen ("Cool, da gibts schon voll viel zu!") zum Prof. rennen und das dann um die Ohren gehauen bekommen.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2017, 10:42 
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Auch das muss kein Hindernis sein. Ich habe schon mehrere Dissertationen gelesen, deren Gliederung in etwa lautete:

1.) Warum mein ausgelutschtes Thema grade wieder interessant ist, S. 1 bis 5
2 a) Literatur, S. 6 bis 92
2 b) Rechtsprechung, S. 93 bis 140
3) Vermittelnde Stellungnahme ohne eigenen Ansatz, S. 140 - 145.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Quote an Dissertationen, die sich darauf beschränken, den Stand in Wissenschaft und Rechtsprechung wiederzugeben und selbst der mit "Stellungnahme" überschriebene Teil keine - oder keine origenelle - Stellungnahme enthält, relativ hoch ist. Das kann aber auch an dem Bereich liegen, in dem ich unterwegs bin. Wenn mir in der Verlagswerbung aber die gefühlt hundertfünfzigste Dissertation über den Erlaubnistatsbestandsirrtum über den Weg läuft, reicht meine Phantasie für den Glauben an mehr Originalität in allen anderen Bereichen nicht aus.

Kurzum: Offenbar funktioniert die von die unterstellte Qualitätskontrolle nicht an allen Lehrstühlen gleicht gut.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2017, 10:48 
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falsus hat geschrieben:
Auch das muss kein Hindernis sein. Ich habe schon mehrere Dissertationen gelesen, deren Gliederung in etwa lautete:

1.) Warum mein ausgelutschtes Thema grade wieder interessant ist, S. 1 bis 5
2 a) Literatur, S. 6 bis 92
2 b) Rechtsprechung, S. 93 bis 140
3) Vermittelnde Stellungnahme ohne eigenen Ansatz, S. 140 - 145.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Quote an Dissertationen, die sich darauf beschränken, den Stand in Wissenschaft und Rechtsprechung wiederzugeben und selbst der mit "Stellungnahme" überschriebene Teil keine - oder keine origenelle - Stellungnahme enthält, relativ hoch ist. Das kann aber auch an dem Bereich liegen, in dem ich unterwegs bin. Wenn mir in der Verlagswerbung aber die gefühlt hundertfünfzigste Dissertation über den Erlaubnistatsbestandsirrtum über den Weg läuft, reicht meine Phantasie für den Glauben an mehr Originalität in allen anderen Bereichen nicht aus.

Kurzum: Offenbar funktioniert die von die unterstellte Qualitätskontrolle nicht an allen Lehrstühlen gleicht gut.


Hab mir da meinen Kinderglauben bewahrt, dass einem sowas spätestens bei der Abgabe um die Ohren fliegt.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2017, 14:26 
Fossil
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OJ1988 hat geschrieben:
Hab mir da meinen Kinderglauben bewahrt, dass einem sowas spätestens bei der Abgabe um die Ohren fliegt.


Anders wohl die Realität in juristischen Bibliotheken - da findet sich doch Regelmeter um Regelmeter völlig unnötig toter Regenwald.

_________________
"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2017, 15:29 
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Dem hilft immerhin das FSC-Siegel ab.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. März 2017, 23:28 
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Ich hab mir jetzt ein Thema gesucht und die Promotion begonnen. Ich bin mir der Sache ziemlich sicher und habe auch Zuspruch von meinem Betreuer bekommen. Ich denke die Forschung ist eine gute Abwechslung zum Ref-Alltag. Aber mal schauen, vielleicht werde ich ja in der nächsten Zeit eines Besseren belehrt.

_________________
"[...] führt das ja nicht dazu, dass eine Feststellungsklage mit dem Inhalt "Wie wird das Wetter morgen?" zulässig wird" - Swann, 01.03.17


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BeitragVerfasst: Montag 6. März 2017, 02:41 
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Justitian hat geschrieben:
Ich denke die Forschung ist eine gute Abwechslung zum Ref-Alltag.


:drinking:


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BeitragVerfasst: Montag 6. März 2017, 09:43 
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Justitian hat geschrieben:
Ich hab mir jetzt ein Thema gesucht und die Promotion begonnen. Ich bin mir der Sache ziemlich sicher und habe auch Zuspruch von meinem Betreuer bekommen. Ich denke die Forschung ist eine gute Abwechslung zum Ref-Alltag. Aber mal schauen, vielleicht werde ich ja in der nächsten Zeit eines Besseren belehrt.


Ich hab die letzten Züge meiner Diss noch mit ins Referendariat genommen. Es war natürlich eine Mehrbelastung. Aber so krass, wie das hier teilweise dargestellt wurde, hab ich es nicht empfunden. Gerade in den ersten Monaten (Zivilstation, StA) kann ich nicht berichten, übermäßig viel zu tun gehabt zu haben. Man muss sich dann halt mal hinsetzen und die Akten, die man bekommt, fertig machen, ohne den ganzen Tag nebenbei im Internet zu surfen. Dann geht das alles ohne Weiteres. Geschadet hat es jedenfalls weder meiner Diss noch meinem Examen.


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BeitragVerfasst: Montag 6. März 2017, 09:56 
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Beiträge: 2877
sai hat geschrieben:
Justitian hat geschrieben:
Ich hab mir jetzt ein Thema gesucht und die Promotion begonnen. Ich bin mir der Sache ziemlich sicher und habe auch Zuspruch von meinem Betreuer bekommen. Ich denke die Forschung ist eine gute Abwechslung zum Ref-Alltag. Aber mal schauen, vielleicht werde ich ja in der nächsten Zeit eines Besseren belehrt.


Ich hab die letzten Züge meiner Diss noch mit ins Referendariat genommen. Es war natürlich eine Mehrbelastung. Aber so krass, wie das hier teilweise dargestellt wurde, hab ich es nicht empfunden. Gerade in den ersten Monaten (Zivilstation, StA) kann ich nicht berichten, übermäßig viel zu tun gehabt zu haben. Man muss sich dann halt mal hinsetzen und die Akten, die man bekommt, fertig machen, ohne den ganzen Tag nebenbei im Internet zu surfen. Dann geht das alles ohne Weiteres. Geschadet hat es jedenfalls weder meiner Diss noch meinem Examen.


Um diese Situation geht es hier ja nicht.


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BeitragVerfasst: Montag 6. März 2017, 10:25 
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OJ1988 hat geschrieben:
sai hat geschrieben:
Justitian hat geschrieben:
Ich hab mir jetzt ein Thema gesucht und die Promotion begonnen. Ich bin mir der Sache ziemlich sicher und habe auch Zuspruch von meinem Betreuer bekommen. Ich denke die Forschung ist eine gute Abwechslung zum Ref-Alltag. Aber mal schauen, vielleicht werde ich ja in der nächsten Zeit eines Besseren belehrt.


Ich hab die letzten Züge meiner Diss noch mit ins Referendariat genommen. Es war natürlich eine Mehrbelastung. Aber so krass, wie das hier teilweise dargestellt wurde, hab ich es nicht empfunden. Gerade in den ersten Monaten (Zivilstation, StA) kann ich nicht berichten, übermäßig viel zu tun gehabt zu haben. Man muss sich dann halt mal hinsetzen und die Akten, die man bekommt, fertig machen, ohne den ganzen Tag nebenbei im Internet zu surfen. Dann geht das alles ohne Weiteres. Geschadet hat es jedenfalls weder meiner Diss noch meinem Examen.


Um diese Situation geht es hier ja nicht.


Ob ich jetzt noch was schreibe und die Arbeit Korrektur lese oder - wie der Fragesteller - mit der Literaturrecherche anfange, spielt doch keine Rolle. Der zeitliche Umfang ist für letzteres sogar geringer und der Druck, mit irgendwas fertig zu werden, nicht vorhanden. Er kann daher meiner Meinung nach erst Recht damit anfangen.


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