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BeitragVerfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 19:49 
Noch selten hier
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Registriert: Dienstag 23. September 2008, 15:35
Beiträge: 31
Liebe Forumgemeinde,

ich bin jetzt mit meiner Diss fast fertigt. Das wissenschaftliche Arbeiten hat mir Freude gemacht und ich könnte mir in diesem Bereich auch meine berufliche Zukunft vorstellen.

Der nächste Schritt wäre ja dann wohl eine Habil. Läuft das dann so ähnlich wie bei der Diss? Ich suche mir ein interessantes Thema und einen Betreuer und lege dann los zu schreiben? Kann mein Doktorvater auch meine Habil betreuen oder muss das zwingend eine andere Person sein?


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BeitragVerfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 09:53 
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Registriert: Donnerstag 10. März 2016, 11:14
Beiträge: 19
Ich kann dir leider nicht helfen, habe mir dieselben Fragen aber auch schon gestellt. Ich habe mir vorgenommen, sie bei Gelegenheit mit meiner DM selbst zu besprechen. Ich vertraue ihr soweit, dass sie durch die Frage, ob ich karrieretechnisch lieber bei jemand anderem promovieren sollte, nicht eingeschnappt ist. :D Wäre das bei dir keine Option? Dein DV könnte dir ja vielleicht sogar bei der Suche nach einem neuen Betreuer helfen.

Ich kenne verschiedene Habilitanten, die bei ihrem DV/ihrer DM habilitieren, gleichzeitig sagt man aber ja, dass man sich rechtzeitig "abnabeln" müsste. Wie viel da dran ist, würde mich auch mal interessieren, aber dein DV oder ein sonstiger dir vertrauter Prof hat da vielleicht mehr Einblick.
Bei einem ehemaligen Kollegen war es jedenfalls so, dass der DV ihm nach seiner Diss angeboten hatte, zur Habil zu bleiben, inklusive Angebot einer Vollzeit-WissMit-Stelle eben. D.h. der Betreuer stand schon fest, bevor über ein Thema nachgedacht wurde - ähnlich wie es bei vielen Dissertationen auch läuft.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 16. März 2017, 18:13 
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Registriert: Donnerstag 23. Mai 2013, 16:15
Beiträge: 87
Natürlich kann dein Doktorvater auch deine Habil. betreuen, wenn die Hochschule nicht etwas anderes in ihrer Ordnung festlegt. Das ist allerdings eher ungewöhnlich (wenn auch nicht ausgeschlossen). Größtes Problem ist vor allem das Geld: Als PostDoc solltest du eine Stelle als Akad. Rat auf Zeit kriegen. Alles andere wird allgemein als "unter der Würde" angesehen. Von den Stellen gibt es aber nur eine Handvoll an der ganzen Fakultät. Und wenn dein Doktorvater keine Abgreifen kann, wird er dich auf kurz oder lang wohl vermitteln müssen. Darunter solltest du es nicht machen. AR aZ ist eine normale A13-Stelle; da braucht man keine Diss. für. Wenn du die dann hast, sollte das mindestens rauskommen.

Was du bedenken solltest: Es ist extrem verpöhnt, an die Uni (erst)berufen zu werden, an der man habilitiert wurde. Kannst du dir also vorstellen, an der Uni eine Professur anzunehmen, an der du jetzt promovierst, wäre ein Wechsel sinnvoll.

Weiterhin sinnvoll zu wissen: Der Betreuer der Habil ist moralisch "verpflichtet", dich bei der Suche nach einer Professur zu unterstützen. Er lastet sich damit ein bisschen Arbeit auf. Kennt dich der Betreuer noch nicht, wird das sicher nicht ganz einfach. In die Suche solltest du deinen Doktorvater also durchaus einbinden.
Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Betreuer eine gewisse Reputation in der Hochschullehrerschaft hat oder zumindest über ein großes Netzwerk verfügt. In ersterem Falle hilft seine Empfehlung Türen zu öffnen, in letzterem stellt er dir als Türöffner die richtigen Leute vor. ;)


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BeitragVerfasst: Freitag 17. März 2017, 11:36 
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Registriert: Freitag 26. November 2004, 15:11
Beiträge: 576
ew_h2002 hat geschrieben:
Der Betreuer der Habil ist moralisch "verpflichtet", dich bei der Suche nach einer Professur zu unterstützen...

In ersterem Falle hilft seine Empfehlung Türen zu öffnen...


Yay 1958.


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BeitragVerfasst: Freitag 17. März 2017, 11:54 
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Registriert: Donnerstag 10. Januar 2013, 00:09
Beiträge: 9332
ew_h2002 hat geschrieben:
Größtes Problem ist vor allem das Geld: Als PostDoc solltest du eine Stelle als Akad. Rat auf Zeit kriegen. Alles andere wird allgemein als "unter der Würde" angesehen. Von den Stellen gibt es aber nur eine Handvoll an der ganzen Fakultät. Und wenn dein Doktorvater keine Abgreifen kann, wird er dich auf kurz oder lang wohl vermitteln müssen. Darunter solltest du es nicht machen. AR aZ ist eine normale A13-Stelle; da braucht man keine Diss. für. Wenn du die dann hast, sollte das mindestens rauskommen.

Dir ist schon bewusst, dass die Verbeamtung auf Zeit eher die Ausnahme ist? Der Regelfall ist eine Tätigkeit auf einer TVL13 im Angestelltenverhältnis. A13 gibt es als Regelfall so nicht mehr, ggf wenn man seine eigene Stelle von der DFG gefördert bekommt. Ansonsten ist natürlich eine externe Habil auch möglich, aber faktisch nicht sinnvoll. Die Habil-Zeit von ca. 6 Jahren wird eben nicht nur dafür genutzt "das Buch" zu schreiben.

_________________
"Just blame it on the guy who doesn't speak English. Ahh, Tibor, how many times you've saved my butt."


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BeitragVerfasst: Freitag 17. März 2017, 12:51 
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Registriert: Freitag 26. November 2004, 15:11
Beiträge: 576
Kommt sehr auf das Bundesland, zT sogar die einzelne Uni an. Das gilt für die Einstellungsvoraussetzungen (in manchen Ländern wird für ARaZ sehr wohl eine Diss benötigt) wie auch für die tatsächlichen Gepflogenheiten.


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BeitragVerfasst: Freitag 17. März 2017, 13:35 
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Registriert: Donnerstag 23. Mai 2013, 16:15
Beiträge: 87
Tibor hat geschrieben:
Dir ist schon bewusst, dass die Verbeamtung auf Zeit eher die Ausnahme ist?

Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Aber wenn ich bis jetzt nur eher die Ausnahme erlebt haben sollte, dann mag das sein. Lass uns doch an deinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben, welche Unis da so wenig großzügig sind. :)


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