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 Betreff des Beitrags: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Freitag 22. Dezember 2017, 12:57 
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Registriert: Sonntag 23. Juli 2017, 11:49
Beiträge: 19
Tag zusammen,

anlässlich der vorweihnachtlichen Trägheit schwelge ich gerade in Träumen bzgl. eines LLM. Mein Problem ist, jedoch dass ich keine reichen Eltern habe, bzw. nur noch ein Elternteil lebt.
Somit stellt sich die Finanzierung als sehr problematisch dar. Für ein Stipendium wird es notentechnisch leider wohl nicht reichen.
In Betracht für mich kommen nur verhältnismäßig kostengünstigere Programme wie Stellenbosch oder Budapest. Der Nutzen eines ungarischen LLM dürfte überschaubar sein, sodass mein präferierter Ort Stellenbosch ist.
Ich habe ca. 5000 Euro Eigenkapital.Zudem werd eich monatlich mit 300 Euro von den Großeltern unterstützt.Hat hier jemand Erfahrungen bzgl. der ungefähren Gesamtkosten in Stellenbosch?
Ein KFW-Kredit dürfte rausfallen,da nur Auslandsaufenthalte innerhalb der EU unterstützt werden. Arbeiten vor Ort gibt das Visum nicht her, zudem dürfte der finanzielle Nutzen überschaubar sein.
Gibt es weitere Finanzierungsmöglichkeiten?
Ultima Ratio wäre es die Großeltern um einen Kredit zu bitten, mein Opa hat sich sein Studium + 6-jährige Promotion durch Taxi fahren erarbeitet, dementsprechend unangenehm ist es für mich, um weitere finanzielle Mittel zu bitten.

Vielleicht gibt es hier jemanden der in einer ähnlichen (finanziellen) Situation steckt(e) und trotzdem einen LLM machen konnte?ich freue mich über jeden Tipp.

Viele Grüße,

Kipp


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Freitag 22. Dezember 2017, 16:41 
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Registriert: Samstag 22. November 2014, 23:34
Beiträge: 55
Ganz ehrlich, ich würde es sein lassen. Kosten und Nutzen eines LL.M. stehen doch in keinem Verhältnis, wenn man nicht zu viel Geld hat oder ein Stipendium bekommt. Mach Auslandsstationen oder Praktika im Ausland und ggf. Dissertation. Budapest ist Quatsch. Wenn dann tatsächlich eher Stellenbosch. Lebenshaltung ist da aber auch nicht günstig.


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Freitag 22. Dezember 2017, 20:03 
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Registriert: Dienstag 4. März 2008, 18:37
Beiträge: 3751
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Das wird schwer. Wenn du dir mal einschlägige südafrikanische Immobilienwebsites ansiehst, wirst du sehen, dass auch Studentenbuden in Stellenbosch im Bereich von 300 Euro (das sind derzeit etwa 4500 Rand) ungefähr erst anfangen - aber dann hast du noch nicht gegessen, keine Studiengebühren bezahlt, keine Bücher gekauft und keine Versicherungen organisiert. So billig ist Stellenbosch dann, obwohl es in Südafrika liegt, auch nicht - es ist bei einigermaßen wohlhabenden Mittelschichtssüdafrikanern nicht unbeliebt, das treibt halt die Preise. Hier ist eine Preisübersicht für Studiengebühren und Studentenunterkünfte, die die Uni selbst bereitstellt - letzteres liegt, je nach Luxus, zwischen 30.000 und 50.000 Rand, also etwa 2000 bis 3500 Euro, im Jahr, sprich knapp 200 bis 300 Euro im Monat.

Deine 5000 Euro (ca. 75.000 Rand) Rücklagen bringen zwar auch nochmal was - wenn du sie über ein Jahr hinweg aufzehrst sind das etwa 400 Euro/6000 Rand im Monat dazu; damit würde das schon gehen. Aber dann ist das wirklich recht auf Kante genäht, und es darf nichts passieren. Dazu kommt, dass du noch Studiengebühren bezahlen musst, wenn du kein Stipendium kriegst (und da zahlst du Ausländerzuschläge, keine Inländertarife) und auch mindestens einmal, vielleicht zweimal über das Jahr hin- und herfliegen musst, was je nach Glück beim Buchen auch schon mal mit um die 1000 Euro zu Buche schlägt, sprich auf einen Schlag 20 % deiner Mittel aufzehren kann.

Wenn du's wirklich machen willst, wäre vielleicht ein Kredit bei einer privaten Bank überlegenswert? Für die ist man natürlich ein gewisses Risiko, das schlägt sich in den Zinsen nieder; aber das allgemeine Zinsniveau ist ja derzeit sehr günstig.

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"Der Angekl. berichtete auch hierüber Prof. Dr. H. und außerdem dem Bundeskanzler Dr. A., der damals zugleich Außenminister war."

--- BGH NJW 1960, 1678


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Freitag 22. Dezember 2017, 21:15 
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Registriert: Sonntag 10. Dezember 2006, 12:18
Beiträge: 3029
Du könntest doch vor dem LL.M. ein halbes Jahr Vollzeit arbeiten und damit den LL.M. finanzieren. Mit einem befriedigend kannst du doch z.B. als Dokumentenklicker bei Großkanzleien gutes Geld machen.

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Eichhörnchen, Eichhörnchen wo sind deine Nüsse?


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Samstag 23. Dezember 2017, 12:02 
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Registriert: Montag 23. Februar 2009, 10:48
Beiträge: 2548
Der Nachteil an einem LL.M. in Südafrika wäre, dass Du nicht nebenbei arbeiten kannst/darfst. Das Leben im Westkap ist auch nicht grade günstig. Da leben alleine ca. 100.000 wohlhabende deutsche Rentner (kein Witz) die die Preise versauen.

Vor dem Hintergrund wäre ggf. ein LL.M. in GB oder Irland eine Überlegung wert? Je weiter weg Du von London bist desto günstiger ist das Leben (billig wirds aber nie) und Du kannst noch (!) als EU Bürger ohne Probleme arbeiten. Hat meine Frau damals auch gemacht. Ansonsten würde ich Stipendien etc. mal abklopfen. Einige berücksichtigen soziale Komponenten durchaus. Zu verlieren gibt es insoweit wenig.

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Die Atombombe ist kein Häschen, die Atombombe ist der Tod. (F.J. Wagner)


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Samstag 23. Dezember 2017, 18:10 
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Registriert: Donnerstag 10. Januar 2013, 00:09
Beiträge: 10550
Ich denke auch, dass ein LLM in einer kleinen Stadt in GB sinnvoller ist. Es gibt ja zahlreiche Rankings im Netz.

https://www.thecompleteuniversityguide. ... ings?s=law

Und in 20+ sind auch noch attraktive - soweit man das von GB überhaupt behaupten will - Städte dabei, bspw Manchester, Liverpool oder Norwich.

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"Just blame it on the guy who doesn't speak English. Ahh, Tibor, how many times you've saved my butt."


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2017, 14:19 
Ich habe den LLM in Stellenbosch vor Kurzem gemacht. Einplanen solltest du ca. 15.000-20.000€ für das gesamte Jahr (inkl. Studiengebühren, Flug, Visumssachen, Leben vor Ort (Lebensmittel/Miete), Reisen etc.). Mehr ausgeben geht natürlich immer. ;)

- KfW-Bildungskredit (insgesamt 7200€ sind möglich; bis 3600€ als Einmalauszahlung und dann noch max. 300€/Monat über 12 Monate) kannst du für den LLM in Südafrika bekommen.
- Arbeiten darfst du in Südafrika mit dem Visum auch einige Stunden. Lohnt sich aber wirklich nicht bei dem Gehalt, was da gezahlt wird.

Wenn du jetzt noch einige Monate z.B. in einer Großkanzlei arbeitest zum Geld verdienen (nächster LLM-Start ist ja eh erst im Juli), dann kannst du auch noch gut etwas ansparen. Damit + mit deinem bisherigen Ersparten (5000€) + 300€ monatlich/Großeltern + KfW-Bildungskredit wäre der LLM dann doch machbar. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:55 
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Registriert: Freitag 4. Februar 2005, 19:05
Beiträge: 35
Wenn du das mit der Finanzierung geklärt hast und immer noch nach Südafrika willst, dann überlege dir, statt nach Stellenbosch nach Kapstadt an die UCT zu gehen. Da hast du akademisch keinen Nachteil von (eher im Gegenteil) und bist nicht so isoliert auf dem Land in der ausländische Studenten-Blase wie in Stellenbosch (und Spaß haben kannst du in Kapstadt wahrscheinlich noch mehr).


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 Betreff des Beitrags: Re: LLM Finanzierung
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Dezember 2017, 15:42 
Wo man Spaß hat hängt glaube ich maßgeblich von einem selbst und was man draus macht ab. In den LLM-Kursen und der Uni insgesamt sind nicht nur deutsche, wenn man aber nur mit denen rumhängen möchte wird man das in Stellenbosch genauso wie in Kapstadt machen können. ;-)

Aber ich habe damals auch eine Weile überlegt, ob ich nach Kapstadt oder nach Stellenbosch gehen soll und mich bewusst dann für Stellenbosch entschieden und würde das auch jederzeit wieder machen (obwohl ich sonst eher der Großstadt-Typ bin); gerade wegen der Umgebung. Man kann sich mit Leuten sehr zeitig treffen, weil die Wege viel kürzer sind. Man kann somit auch von A nach B zu Fuß oder mit dem Rad problemlos kommen und ist in max.(!) 30 Min überall und auch schnell an der Uni. Und diese kurzen Wege sind mE gold wert: gerade im Auslandsjahr (wo man auch gut Freizeit hat und was unternehmen will und nicht erstmal ewig brauchen möchte, um am Treffpunkt zu sein oder oder). In Kapstadt habe ich bei Kommilitonen gesehen wieviel Zeit dafür einfach bei draufgeht, um zur Uni oder zu Freunden zu kommen (die die richtig gut gewohnt haben: die Gegenden sind ja auch ne Ecke von der Uni weg und dann tuckert man auch gut und gerne mal ne Stunde dann innerhalb der Stadt umher (gerade zur Berufsverkehrszeit - und wenn du so wohnst, dass du durch den Berufsverkehr musst um zur Uni zu kommen: dann viel Spaß beim frühzeitigen losfahren). Ich war an manchen Tagen schneller mit dem Auto von Stellenbosch am Ziel in Kapstadt, da die Hauptstrecke ja eh Autobahn ist, als die Freunde in Kapstadt von Wohngegend A bei Treffpunkt B mit Uber mitten durch den Straßenverkehr am späten Nachmittag. :-D Auf diese ganze Fahrerei jeden Tag hätte ich persönlich keine Lust gehabt; gerade weil man sich eigtl. täglich mit Freunden getroffen hat oder halt Uni war. Und sobald es dunkel wurde war mit zu Fuß gehen ja eh nichts mehr und man musste einfach fahren oder gefahren werden (und es wurde - verglichen mit Dtl wo man im Jul/August um 22:30h noch draußen was sieht - auch im Sommer in Südafrika verhältnismäßig früh dunkel (20:30h war eigtl. das absolute Maximum und dann war es stockdunkel), im südafrikanischen Winter (ähnlich wie bei uns im Dezember) noch früher gegen 16:30-17h).

Von daher war - für das Studienjahr - Stellenbosch in der Hinsicht für mich gerade perfekt. Ein Auto hatte ich mir auch im zweiten Semester gemietet (erste Semester war noch Uber, aber das lohnte ab einem gewissen Punkt dann nicht) und bin oft mal rüber nach Kapstadt gefahren (ist ja auch nicht weit weg, manchmal auch nur morgens hin und am frühen nachmittag zurück), aber ich hatte die Stadt auch recht schnell über und bin im 2. Semester kaum noch hin (dafür noch viel mehr in der ganzen Umgebung um Stellenbosch: Berge (wandern!), Meer oder weitere Orte drumherum erkunden etc). Wenn man in Kapstadt an der Waterfront, Tafelberg, "Innenstadt", Old Biscuit Mill-Markt etc mehrfach war, bringt es mE nichts neues mehr und ich konnte es dann nach dem dritten Besuch auch einfach nicht mehr sehen (verändert sich ja nun auch nicht großartig viel und die Touristenströme nervten irgendwann auch). Bei/mit Einheimischen war ich auch mehrfach unterwegs, aber dass da jetzt sooo die Hotspots gewesen wären, die mich derart vom Hocker gehauen hätten, als dass ich da un-be-dingt wieder hingemusst hätte kann ich wirklich nicht behaupten. Dies oder jenes Restaurant/Club etc war mal ganz nett - aber jetzt auch nicht weltbewegend und gut gegessen (wir sind eigtl. jeden Tag mind 1x essen gegangen) konnte man - gerade auf den Weingütern - halt auch sehr gut und dann auch oft sehr fancy. Die Weingüter (Hobby der LLM-Studenten Nr. 1 ;) ) befinden sich alle in/um Stellenbosch (und nicht wenige von der UCT sind gerade deswegen immer Richtung Stellies gefahren). Da wir dort eh 1-2x/Woche nur zum Wein trinken waren war das mit Stellenbosch schon ideal (und Wine Tastings kosten da halt quasi "nichts" und die Weingüter sind schon recht annehmbar ;-) ) . Dauerhaft leben wollen würde ich weder in Stellenbosch noch in Kapstadt. Aber ich persönlich fand Stellenbosch gerade von der Lage - auch für sportliche Aktivitäten in der Natur - viel optimaler für das eine Jahr, weil halt fast alles quasi direkt vor der Haustür war. :)


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