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 Betreff des Beitrags: Re: Der Niedergang des Dr. iur.
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 14:30 
Mega Power User
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Registriert: Sonntag 10. Dezember 2006, 12:18
Beiträge: 3029
Freedom hat geschrieben:
Einfach im Fachgebiet des späteren Berufseinstiegs die Diss auf Englisch schreiben. Bin mir diesbezüglich zwar noch nicht sicher, aber die Literatur die ich auszuwerten habe ist ohnehin größtenteils auf Englisch. Wenn das der spätere Arbeitgeber nicht als gleichwertig anerkennt, empfinde ich das jedenfalls als fragwürdig.

„Wenn sich jemand für Luft- und Raumfahrtrecht interessiert und daraus ein LL.M.-Projekt in den USA macht, warum nicht“,
Und das soll dann vom Arbeitgeber mehr wertgeschätzt werden, als ein Kandidat, der sich bereits frühzeitig auf ein Fachgebiet festgelegt, in diesem Fachwissen aufgebaut und sich damit intensiv in der englischen Sprache befasst hat? Das sehe ich äußerst kritisch.

Auch allgemein kann ich nicht nachvollziehen, wieso einem ständig von irgendwelchen Anwälten gesagt wird, man könne in jedem Fachgebiet promovieren, worauf man Lust hat - mag ja sein dass man auch damit das juristische wissenschaftliche Arbeiten erlernt, aber wieso nicht 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen?


Es geht beim LL.M. ja nicht nur darum, Englisch zu lernen, sondern auch darum, eine andere Kultur bzw. über den eigenen Tellerrand zu schauen. Die Diss "einfach" auf Englisch zu verfassen ist daher kein Ersatz für den LL.M.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Niedergang des Dr. iur.
BeitragVerfasst: Freitag 6. April 2018, 18:47 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:09
Beiträge: 143
Kasimir hat geschrieben:

Es geht beim LL.M. ja nicht nur darum, Englisch zu lernen, sondern auch darum, eine andere Kultur bzw. über den eigenen Tellerrand zu schauen. Die Diss "einfach" auf Englisch zu verfassen ist daher kein Ersatz für den LL.M.


Tut man das nicht auch im Rahmen eines Austauschjahres in der Schule oder bei Erasmus? Was ist denn mit Menschen, die in einem anderen Land aufgewachsen sind, in einem englischsprachigen Land ihr Studium begonnen haben oder bei ihrer Diss Forschungsaufenthalte in den USA oder Großbritannien absolvieren? Dieses Argument mit dem "Über den eigenen Tellerrand schauen" habe ich schon öfters gelesen, überzeugen tut es es in dieser Pauschalität aber nicht. Zumal es sich dabei um einen höchstpersönlichen Aspekt handelt, den ich nur schwerlich finanziell honorieren kann, denn inwieweit man dann wirklich andere Kulturen kennenlernt hängt individuell von der jeweiligen Person ab.

Letztlich spielen da eine Menge Faktoren rein - "Schmalspurdiss" in einem Randgebiet, die nach kürzester Zeit durchgewunken wird, qualitativ hochwertige Diss, mit der zusätzlich Sprach- und Fachkenntnisse aufgebaut werden. Natürlich ist Zeit nicht gleichzusetzen mit Qualität, dennoch dürfte es erhebliche Unterschiede im aus der Diss gezogenen Mehrwert für eine Kanzlei geben. Ebenso wird ein LLM in Harvard oder Yale kaum mit einem Party-LL.M. vergleichbar sein.

Legitime Argumente sind dagegen natürlich wirtschaftliche Faktoren, d.h. keine umständliche Einzelfallabwägung vornehmen zu müssen und die Gleichheit nach Innen, um Konflikten vorzubeugen.
Dennoch wäre auch hier eine Lösung, die LL.M. und Dr. jeweils in gleichen Teilen berücksichtigt, überzeugender.

Ich denke das zentrale Argument für den LL.M. dürfte sein, dass solche Personen in aller Regel bessere Englischkenntnisse mitbringen und sich damit im internationalen Geschäft in aller Regel schneller einfinden. Wenn das nicht gegeben ist - als Extrembeispiel mag hier der zweisprachig aufgewachsene Absolvent dienen - überzeugt mich die höhere Wertigkeit des LL.M. nicht.

Dass die Gehälter insgesamt wahnsinnig hoch sind steht auf einem anderen Blatt.

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"Mit Brick and Mortar werden [...] Unternehmen bezeichnet, bei denen der Kundenkontakt nicht im Internet [...] stattfindet. Der Begriff bezieht sich auf [...] Geschäftsräume, die aber nicht unbedingt aus Ziegeln und Mörtel gemauert sein müssen"


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