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 Betreff des Beitrags: LLM Bewerbung USA/UK - Aussichten
BeitragVerfasst: Freitag 13. April 2018, 19:51 
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Registriert: Freitag 13. April 2018, 19:46
Beiträge: 3
Liebe Forumsmitglieder,

ich befinde mich aktuell im Referendariat und spiele mit dem Gedanken mich für ein LLM-Studium in den USA respektive in UK zu bewerben. Das 1. Examen habe ich mit 9,3 Punkten bestanden (dabei 8,88 Punkte im staatlichen Teil und 10,66 Punkte im Schwerpunkt). Weiterhin habe ich kürzlich auch meine Promotion hinter mich bringen können ( mit Magna cum laude bestanden).

Dürfte ich vor diesem Hintergrund um Eure Einschätzung meiner Chancen hinsichtlich folgender Universitäten bitten:

USA:

Columbia
NYU
UPenn
UChicago
UMichigan
Berkeley

UK:

Oxford
LSE
UCL


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BeitragVerfasst: Freitag 13. April 2018, 20:06 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:56
Beiträge: 259
Ist die Diss fachlich einschlägig? Hast Du sonstige Veröffentlichungen? Verfügst Du über Kontakte zu renommierten Professoren / Praktikern für die Empfehlungsschreiben? Interessante Stationen im Ref? Welches Ranking hast Du im 1. Examen? Deine Note ist weder ein K.O.-Kriterium, noch ein Selbstläufer. Viele Unis auf deiner Liste achten doch auf mehr als nur auf die Note im 1. Examen.


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BeitragVerfasst: Freitag 13. April 2018, 23:17 
Mega Power User
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Registriert: Sonntag 10. Dezember 2006, 12:18
Beiträge: 3029
Die von dir genannten Unis verlangen meines Wissens zweistellige Examina; jedenfalls die drei UK-Unis (Ausnahme ggf Oxford, das MJUR-Program eine große Cash-Cow ist). Zu Michigan und Penn kann ich nichts sagen. Penn dürfte aber auch eher hohe Anforderungen haben.

Versuch macht bekanntlich kluch. Ggf kannst du dich durch andere Dinge abheben, welche die Noten von Examen und Diss ausgleichen.

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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 13:56 
Häufiger hier
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Registriert: Dienstag 28. März 2017, 09:12
Beiträge: 98
Die Columbia hatte vor einigen Jahren ein summer program in Frankreich. Da sagte man (also die Columbia) mir, wer da angenommen wurde, hätte grundsätzlich auch gute Chancen in den LLM-Studiengang aufgenommen zu werden. Von den anderen Teilnehmern (bei dem summer program) hatten einige Voraussetzungen, die unter den deinen lagen. Weiß nicht, ob irgendjemand von denen dann auch den LLM gemacht haben, aber grundsätzlich könnte man aus dieser Info den Schluss ziehen, dass deine Voraussetzungen jedenfalls nicht total ab vom Schuss sind. Aber ist natürlich auch eine eher weniger belastbare Info.

An deiner Stelle würde ich mich bei deinen präferierten Unis bewerben und bei ein paar Unis, die du weniger präferierst und dann siehst du schon, wie die Rückmeldungen sind.


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 10:38 
Noch selten hier
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Registriert: Sonntag 4. März 2007, 15:03
Beiträge: 32
Ich war selbst vor einigen Jahren an der Penn. Der deutsche Kollege und ich haben jeweils in beiden Examina deutlich zweistellig abgeschnitten und waren beide promoviert. Da das Programm aber in den letzten Jahren vergrößert wurde, kann es sein, dass die Anforderungen mittlerweile etwas gesunken sind. Einen Versuch ist es mit deinen Noten auf jeden Fall wert.


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 12:00 
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Beiträge: 663
Pat Bateman hat geschrieben:
Ich war selbst vor einigen Jahren an der Penn. Der deutsche Kollege und ich haben jeweils in beiden Examina deutlich zweistellig abgeschnitten und waren beide promoviert. Da das Programm aber in den letzten Jahren vergrößert wurde, kann es sein, dass die Anforderungen mittlerweile etwas gesunken sind. Einen Versuch ist es mit deinen Noten auf jeden Fall wert.

Gibt es an der Penn denn eine feste Nationalitätenquote (zB nur 2 Deutsche)?

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 12:33 
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Registriert: Sonntag 4. März 2007, 15:03
Beiträge: 32
An der Penn gab es tatsächlich Länderquoten, wobei ich nicht weiß, wie starr dies gehandhabt wird. Nach meinem Kenntnisstand wurden immer nur zwei Deutsche zugelassen.


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 12:36 
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Für Oxford sollte die Note reichen, bzw. wenn die Bewerbung scheitert, wird es nicht an der Note gelegen haben (die Note allein garantiert ja auch noch keine Zusage). Was die anderen genannten UK-Unis angeht, ist es zumindest kein hoffnungsloses Unterfangen; man hört zwar immer wieder von angeblich "harten" Notengrenzen (die angeblich auch für Oxford niedriger sein sollen als für andere Top-Unis aus UK - zu LSE und UCL kann ich dazu nichts sagen, aber ich hatte vor meinem ersten Examen mal ein conditional offer für Oxford von 9,0 und von Cambridge von 11,5), aber die Unis behalten sich Flexibilität vor, so dass eine niedrigere Note auch durch anderweitige assets ausgeglichen werden kann. Hoffnungslos dürfte das auch bei LSE und UCL nicht sein.

Der Prozentsatz an Deutschen ist an UK-Unis traditionell recht hoch, auch wenn sie speziell in Oxford nicht mehr so hoch ist wie sie früher (wegen mittlerweile gekündigter Austauschabkommen mit deutschen Unis) mal war. An einer "maximal x Deutsche pro Jahr"-Quote wird man in UK kaum scheitern.

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"Der Angekl. berichtete auch hierüber Prof. Dr. H. und außerdem dem Bundeskanzler Dr. A., der damals zugleich Außenminister war."

--- BGH NJW 1960, 1678


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 12:40 
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Kasimir hat geschrieben:
(Ausnahme ggf Oxford, das MJUR-Program eine große Cash-Cow ist)


Cash cow ist so ziemlich jedes LL.M.-Programm einer namhaften Uni: Man kriegt eine Menge Leute in einem juristischen Studiengang unter (jedenfalls viel mehr als in einem naturwissenschaftlichen, wo man Laborinfrastruktur braucht), und diese Leute sind in aller Regel auch recht zahlungswillig. Also eine ideale Kombination für die Unis, hier ihr Prestige zu versilbern (wie das ja ganz ähnlich auch beim MBA läuft). Ausnahmen sind allenfalls einige wenige bewusst klein gehaltene Programme mit starker akademischer Ausrichtung, etwa der Yale-LL.M.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 14:57 
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Beiträge: 3
Habt vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten.

Mich würde insbesondere interessieren, wie meine Chancen bezüglich Columbia stehen.

Vielen Dank im Voraus!


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 15:22 
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Zirkelschluss hat geschrieben:
Habt vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten.

Mich würde insbesondere interessieren, wie meine Chancen bezüglich Columbia stehen.

Vielen Dank im Voraus!


Wie gesagt, nach meiner Erinnerung will Columbia zweistellige Examina haben, wobei bei der Columbia vor allem auch Berufserfahrung zählt. D.h. mit "nur" einem 1. Examen dürftest du es ohnehin schwierig haben.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 16:24 
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Beiträge: 663
Kasimir hat geschrieben:
Wie gesagt, nach meiner Erinnerung will Columbia zweistellige Examina haben, wobei bei der Columbia vor allem auch Berufserfahrung zählt. D.h. mit "nur" einem 1. Examen dürftest du es ohnehin schwierig haben.

Der TE hat ja zumindest die Diss, wird also (in den allermeisten Fällen) als WissMit an der Uni oder in einer Kanzlei gearbeitet haben. Kenne einige Leute, die in dieser Konstellation an der Columbia ein Angebot bekommen haben. In der Tat aber bei allen zweistelliges Erstes.

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