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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 16:28 
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vielleicht ist die frage etwas verrueckt, aber: gibt es moeglichkeiten, als anwalt in deutschland zu arbeiten und im ausland zu leben? ich meine jetzt nicht als selbststaendiger einzelanwalt sondern als anwalt in einer mittelstaendischen oder grosskanzlei. quasi eine backoffice taetigkeit ohne auftreten vor mandanten oder vor gericht. eine etwaige residenzpflicht wird doch sicher eher nicht ueberprueft oder? vorteil fuer die kanzlei waere es, einen ggfs. sehr qualifizierten arbeitnehmer fuer ein deutlich geringeres gehalt einzustellen. fuer den ist in einem land mit niedrigen lebenshaltungskosten das gehalt immer noch fuerstlich. habt ihr schon einmal von modellen gehoert, die so etwas ermoeglichen? ggfs. auch in anderen rechtsberatenden bereichen?

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der 1983 geborene klaeger studiert seit dem wintersemester 2003/2004 biologie (diplom) an der beklagten (vg goettingen, urteil vom 2.3.2010 - 4 a 39/07)


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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 17:04 
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Als Anwalt läuft das idR nur über ausländische Partnerkanzleien, in denen man dort tätig wird und für cross-border-Fälle bzw. den „German Desk“ eingesetzt wird. Eine reine Backoffice-Tätigkeit ohne Präsenz stell ich mir schwierig vor, aber natürlich in Zeiten von eAkte und Juris/BeckO nicht unmöglich.

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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 17:24 
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Bieten nicht BGH-Kanzleien "reine BackOffice" Tätigkeiten an?

Nun, die nehmen wahrscheinlich nicht jeden...


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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 17:59 
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Klingt nach dem, was in anderen Berufszweigen als "digitaler Nomade" bezeichnet wird. Das war einige Jahre lang richtig angesagt (vor allem bei Programmierern, Online-Marketing-Leuten, Grafikdesignern und anderen IT-affinen Branchen) und wurde in Medienberichten gehypt. Dieser Hype hat sich - das ist jedenfalls mein Eindruck - wieder etwas gelegt, und es ist erkennbar geworden, dass das Ganze einige Merkmale von Schneeballsystemen aufwies - viele digitale Nomaden lebten davon, Bücher, Seminare oder Reiseblogs über das Dasein als digitaler Nomade zu verticken und anderen davon zu erzählen, wie man das macht und wie das so ist. Im Anwaltsbereich habe ich davon noch nie gehört.

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--- John Austin (1790 - 1859)


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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 18:35 
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Registriert: Montag 20. November 2017, 10:57
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In der Praxis sind mir leider keine konkreten Beispiele für solche Vollzeittätigkeiten bekannt. Ich habe es aber z.B. (allerdings zeitlich sehr begrenzt) in der Wahlstation ähnlich gemacht, sprich: meiner deutschen Kanzlei (wie vorher auch) von der Ferne aus zugearbeitet. Das lief dann so, dass ich einen beck-online-Account bekam und mir die jeweilige Arbeitsanweisung per E-Mail geschickt wurde plus die eingescannte Hand-/Ermittlungsakte. Ich habe dann den jeweiligen Schriftsatz gefertigt und zurückgeschickt. Das ist aber natürlich auch von dem jeweiligen Rechtsgebiet abhängig. Wenn man bspw. im Zivilrecht dauernd beim Mandanten nachfragen muss und/oder sich Beweismittel/Augenscheinsobjekte ansehen muss, um sie sinnvoll beschreiben zu können, ist das sicherlich schwieriger, als wenn man im Strafrecht eine Stellungnahme zum Akteninhalt abgibt. Ich halte es aber nicht für ausgeschlossen, dass für so eine Zuarbeit Bedarf da ist. Erst kürzlich habe ich wieder von einer internen "Stellenanzeige" von einem Anwalt gehört, der einen "Ghostwriter" für sich sucht. Es gibt ja durchaus kleinere mittelständische Kanzleien, in denen der Senior den Laden leitet und gefühlt 100 Schreiben am Tag rausschickt, die dann halt die angestellten Anwälte verfasst haben und er nur unterzeichnet hat. So ein Anwalt hätte möglicherweise gerade ein Interesse daran, dass der "Ghostwriter" nicht bei irgendwelchen Mandantenbesprechungen o.ä. dabei ist. Schwierig ist halt an der Sache, dass wohl niemand die Katze im Sack kaufen wird und deshalb zunächst mindestens eine freie Mitarbeit von sechs Monaten notwendig sein dürfte, um denjenigen davon zu überzeugen, dass man in der Lage ist, künftig ohne ständige Nachfragene etc. Schriftsatze auf einem Qualitätsniveau zu verfassen, das er sie sich zueigen machen kann, ohne sich vor dem Mandanten zu blamieren.


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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 20:17 
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Mietspantrakt hat geschrieben:
vielleicht ist die frage etwas verrueckt, aber: gibt es moeglichkeiten, als anwalt in deutschland zu arbeiten und im ausland zu leben? ich meine jetzt nicht als selbststaendiger einzelanwalt sondern als anwalt in einer mittelstaendischen oder grosskanzlei. quasi eine backoffice taetigkeit ohne auftreten vor mandanten oder vor gericht. eine etwaige residenzpflicht wird doch sicher eher nicht ueberprueft oder? vorteil fuer die kanzlei waere es, einen ggfs. sehr qualifizierten arbeitnehmer fuer ein deutlich geringeres gehalt einzustellen. fuer den ist in einem land mit niedrigen lebenshaltungskosten das gehalt immer noch fuerstlich. habt ihr schon einmal von modellen gehoert, die so etwas ermoeglichen? ggfs. auch in anderen rechtsberatenden bereichen?


Also wir haben sowas in unserer Kanzlei, aber das sind halt keine Anwälte. Als "Anwaltstätigkeit" zählt bei uns das, wofür man die Zulassung braucht. Alle anderen Tätigkeiten werden primär von wissenschaftlichen Mitarbeitern erledigt und werden dementsprechend auch, trotz Volljuristen, geringer entlohnt.

Wir haben auch immer mal wieder WisMits die aus dem Ausland arbeiten. Und ehrlicherweise muss man sagen, dass sind zumeist Leute die wir aus dem Referendariat kennen und die auch nicht als Vollzeit arbeiten. Die zum Beispiel noch nebenbei Promovieren oder Bock auf n bissel Ausland haben und sich was dafür "nebenbei" verdienen wollen.

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 22:23 
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Nachdem ich diese Variante für die Zukunft auch interessant fände (wobei es nicht zwingend das Ausland sein muss, gerne auch "nur" eine schöne ländliche Gegend), wundert es mich weiter, wie wenig Anklang die Idee bisher bei Juristen findet.

Wenn ich mir meinen Alltag als Anwalt vorstelle (aktuell noch Teilzeit während Diss, die Vollzeit-Variante kann ich aber beobachten und abschätzen), sehe ich maximal bei Gerichtsterminen die Notwendigkeit anwesend zu sein, ansonsten wäre die Arbeit problemlos auch online zu erledigen. Fehlen würde aktuell eigentlich nur eine sichere Alternative zu Skype, die man mit dem Datenschutz bzw. der Schweigepflicht vereinbaren könnte.

Es wundert mich doch sehr, dass gerade die GKs noch nicht in größerem Maßstab auf diese Idee gekommen sind, alleine die Chance das Büro in bester Innenstadtlage mal eben um 50% zu verkleinern und dazu noch insgesamt mehr Bewerber für weniger Geld zu bekommen dürfte doch eigentlich schon Anreiz genug sein.
Für die Associates bietet sich die Chance einer Aufwertung des Lebensstandards, beispielsweise 40-60 Minuten mehr Zeit pro Tag durch den Wegfall der Pendelzeit (was für den GKler wohl reinster Luxus sein sollte) oder der Wechsel vom >1600€/Monat-Appartment in München in das in wenigen Jahren abbezahlte Eigenheim in Niederbayern.


Zuletzt geändert von Theopa am Montag 15. Januar 2018, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 22:27 
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Naja, das liegt daran, dass man selten als Anwalt allein arbeitet. Als Einzelkämpfer-Anwalt hat man viel persönlichen Kontakt zum Mandant bzw zum Gericht. Umso größer die Einheit wird, umso mehr arbeitet man an Projektrn im Team, in dem man sich auch adhoc besprechen können muss. Es gibt zwar einige Arbeit, die man allein im Arbeitszimmer einfach erledigen muss, aber es ist wohl eher unmöglich nur reine Onlinearbeit zu machen.

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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 22:36 
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Es kann natürlich sein, dass ich kein repräsentatives Bild sehe, bei mir ginge es aktuell aber wohl gut. Es handelt sich um eine spezialisierte, kleinere Einheit (von mir aus Boutique, der Begriff ist ja egal), bei der die Anwälte oft wie Einzelkämpfer an ihren Akten arbeiten und es eher selten größere Projekte gibt. Selbst an diesen sind dann aber auch nur 2-3 Anwälte beteiligt, die natürlich alle auch ein Telefon und Skype (hier noch einmal die aktuellen Datenschutzptobleme) haben.

Wenn wir alle zuhause wären, müssten wir nur die jetzt noch regelmäßig verwendeten Papierakten weglassen und rein mit der E-Akte arbeiten, etwas öfter mal Kurztelefonate mit dem Sekretariat oder Kollegen führen ...und alleine essen ;)
Detailprobleme mit Unterschriften, Post etc. werden ja auch noch deutlich abnehmen, wenn irgendwann gegen 2024 das BeA und der BER fertig sind.


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 10:00 
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Theopa hat geschrieben:
Es wundert mich doch sehr, dass gerade die GKs noch nicht in größerem Maßstab auf diese Idee gekommen sind, alleine die Chance das Büro in bester Innenstadtlage mal eben um 50% zu verkleinern und dazu noch insgesamt mehr Bewerber für weniger Geld zu bekommen dürfte doch eigentlich schon Anreiz genug sein.


Mein Eindruck ist, dass Kostenreduktion in dieser Branche (noch) nicht im Zentrum der betriebswirtschaftlichen Strategie steht. Um es platt zu sagen: Großkanzleien müssen, um, Mandate anzuwerben, ihre Mandanten beeindrucken, und das gelingt mit den schicken Innenstadt-Kanzleiräumen besser als mit einem Briefkastenmodell, bei dem in der Innenstadtlage nur ein kleines Kontaktbüro liegt und der Grosteil der Arbeit entfernt davon gemacht wird. Letzteres wäre natürlich teurer, erschwert aber die Akquise; die damit verbundenen Kosten bezahlt dann eben der Mandant mit.

Es mag aber sein, dass sich da die Mentalität wandelt und der Kostendruck zunimmt, wenn nämlich die Mandanten anfagen, stärker aufs Geld zu schauen. In anderen Branchen ist das schon passiert, beispielsweise im Banking, das früher auch wenig kostensensibel war, es mittlerweile aber doch wird.

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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 20:14 
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Schnitte hat geschrieben:
Mein Eindruck ist, dass Kostenreduktion in dieser Branche (noch) nicht im Zentrum der betriebswirtschaftlichen Strategie steht. Um es platt zu sagen: Großkanzleien müssen, um, Mandate anzuwerben, ihre Mandanten beeindrucken, und das gelingt mit den schicken Innenstadt-Kanzleiräumen besser als mit einem Briefkastenmodell, bei dem in der Innenstadtlage nur ein kleines Kontaktbüro liegt und der Grosteil der Arbeit entfernt davon gemacht wird.

Das scheint wohl zu stimmen, wobei ich mir z.B. jedes mal wenn ich den "Glas-Garten" im Münchner PWC-Gebäude sehe denke: Wieso sollte ich mich als Unternehmen von jemandem beraten lassen, der in einer der teuersten Lagen Deutschlands noch derart viel Platz verschwendet? Da ahnt man doch direkt, wie verantwortungsvoll mit dem eigenen Geld umgegangen wird ;)

Nichts gegen eine gute Lage und schöne Räume, ich denke man kann aber auch in einem sinnvollen Rahmen repräsentieren. Ob dazu auch 30 Büros mit Associates gehören müssen würde ich in Frage stellen, ein schöner Eingangs- und Empfangsbereich mit 2-3 großen Konferenz- und Besprechungsräumen dürfte wohl auch genügen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 21:27 
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Büroräume in dieser Größe gibt es nicht wie Sand am Meer. Man muss sehr langfristig planen (bspw sale and lease back über 15-20 Jahre) und geht auch ein Risiko. Auch der Investor, der das Gebäude errichtet und vermietet, will ja eine Rendite erzielen und geht ein Risiko ein. Das besagte Gebäude in München wurde bspw für CAImmo (börsennotiert) errichtet:

http://www.caimmo.com/de/presse/news/ar ... skygarden/

Wie man dort lesen kann, wurde ein forward lease geschlossen, man hat also 2008 einen Vertrag für die Zeit 2011 ff geschlossen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 09:18 
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Tibor hat geschrieben:
Büroräume in dieser Größe gibt es nicht wie Sand am Meer. Man muss sehr langfristig planen (bspw sale and lease back über 15-20 Jahre) und geht auch ein Risiko. Auch der Investor, der das Gebäude errichtet und vermietet, will ja eine Rendite erzielen und geht ein Risiko ein. Das besagte Gebäude in München wurde bspw für CAImmo (börsennotiert) errichtet:

http://www.caimmo.com/de/presse/news/ar ... skygarden/

Wie man dort lesen kann, wurde ein forward lease geschlossen, man hat also 2008 einen Vertrag für die Zeit 2011 ff geschlossen.


Je nun, wenn die Kanzleien anfingen, Räume wie die von Theopa beschriebenen nachzufragen, dann würden die Investoren und Immobilienentwickler sowas schon anbieten. Die liefern einfach, was der Markt haben will. Dass es einen Mangel an solchen Räumen gebe, kann nicht der Grund dafür sein, dass das Modell nicht etabliert ist.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 09:27 
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Ich möchte den Managing Partner einer großen Beratungsfirma, Großkanzlei oder WPG sehen, der sich 2018, 2020 oder 2025 hinstellt und sagt: "Kollegen, die Welt verändert sich, in 10 Jahren arbeiten alle Berater unterwegs oder von zu Hause. Ich schlage vor, dass wir den Mietvertrag über unseren geliebten Tower nicht verlängern und stattdessen versuchen in Premiumlage nur representative Showräume - verglichen zu Autoherstellern - anzumieten und für das Backoffice in Rumänien einen Provider zu finden".

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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 10:32 
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Man muss es ja nicht auf einen Schlag tun; sowas ließe sich auch graduell einführen, indem man beispielsweise erst langsam anfängt, solche Backoffice-Leute einzustellen und dann halt bei der nächsten Verlängerung des Mietvertrages ein bisschen kleiner geht. Im Investmentbanking wird das gemacht, bei den großen Consultingläden auch (dort hatte ich mal als Praktikant mit Powerpoint-Designern in Indien zu tun), bei den WPs laut Aussage eines Kumpels, der mal bei einer Big Four arbeitete und sich für irgendein IT-Problem mal mit einem Büro in Indien rumschlagen musste, ebenfalls.

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