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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 12:06 
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Registriert: Montag 6. Februar 2012, 16:36
Beiträge: 42
Hallo zusammen,

ich bin seit zwei Jahren als Anwältin zugelassen und arbeite seither in einer kleinen Kanzlei mit zwei Anwälten (Chef und ich). Dadurch, dass wir nur eine kleine Kanzlei sind, ist bei uns alles recht familiär.
Über kurz oder lang (ich denke hier so an die nächsten 2-3 Jahre) wollen mein Mann und ich nun die Familienplanung angehen.

So, hier beginnt nun mein Problem. Nach der Elternzeit möchte ich natürlich gerne wieder arbeiten, allerdings wäre es schön, dann evtl. auf Teilzeit zu reduzieren, um mehr Zeit für das Kind zu haben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das so einfach möglich wäre, da ja dann die ganze Arbeit an meinem Chef hängen bleibt oder er alternativ nochmal jemanden als Teilzeitkraft einstellen müsste.

Daher überlege ich nun schon eine Weile, ob ich nicht in den öffentlichen Dienst wechseln soll. Mein zweites Examen ist recht ordentlich, so dass ich davon ausgehe, dass dies möglich wäre. Vorerst würde ich dann natürlich gerne Vollzeit arbeiten und später (wenn mit der Familienplanung alles so läuft wie geplant) gerne nur noch Teilzeit arbeiten. Ich denke im Öffentlichen Dienst ist dies einfacher zu realisieren als in einer Anwaltskanzlei.

Hat jemand schon Erfahrungen mit einem Wechsel als Anwalt in den öffentlichen Dienst?

Die andere Alternative wäre, dass ich mir eine mittelständische Kanzlei suche und dort weiter als Anwältin tätig bin. Auch dort bin ich mir aber nicht sicher, wie das dann mit einer Teilzeittätigkeit zu realisieren ist. Ich stelle mir das leichter vor als in meiner momentanen Kanzlei, aber sicher bin ich mir natürlich nicht. Hat hier jemand vielleicht Erfahrung?


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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 12:19 
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Beiträge: 826
Du solltest dir in aller erster Linie mal überlegen, ob du überhaupt im öffentlichen Dienst arbeiten willst.


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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 12:27 
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Registriert: Montag 6. Februar 2012, 16:36
Beiträge: 42
Klar könnte ich mir das vorstellen, ansonsten würde ich die Frage ja gar nicht stellen.

Ich möchte auf jeden Fall über kurz oder lang etwas verändern. Die familiäre Athmosphäre in unserer Kanzlei ist zwar schön, bringt aber durchaus auch Nachteile.

Daher bin ich mir noch unschlüssig, ob es dann eine etwas größere Kanzlei wird oder doch der öffentliche Dienst..


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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 12:31 
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Beiträge: 63
Keine Kanzlei ist so familienkompatibel wie der ÖD.


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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 12:48 
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Registriert: Dienstag 4. März 2008, 17:37
Beiträge: 3473
Wohnort: Frankfurt
Wechsel von der Anwaltschaft in den öD ist ein "Standardverfahren" - machen wirklich viele, und die Personalabteilungen in den öffentlichen Verwaltungen haben damit Erfahrung. Die üblichen Fragen, die aufkommen werden, sind Übertragung bzw. Auszahlung von Altersversorgungsanwartschaften, Wechsel in die PKV (wenn noch nicht vorhanden) und Anrechnung bisheriger Erfahrungszeiten für die Erfahrungsstufen und Beförderungszeiten im öD. Das sind aber alles Fragen, die für tausende von Leuten vor dir schon geklärt wurden, da musst du das Rad nicht neu erfinden. Der umgekehrte Prozess ist deutlich seltener und meist auch mit höheren Einbußen beim Wechsel der Sozialversicherungssysteme verbunden (die natürlich durch Gehaltszuwächse ausgeglichen werden können).

_________________
"Turning from the study of the English to the study of the Roman Law, you escape from the empire of chaos and darkness, to a world which seems, by comparison, the region of order and light."

--- John Austin (1790 - 1859)


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BeitragVerfasst: Montag 19. Februar 2018, 15:54 
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Registriert: Donnerstag 10. August 2006, 23:27
Beiträge: 395
Solltest du es tun, mein Tipp: Sieh zu, dass du unter den 60 Monaten für das Versorgungswerk bleibst. Denn dann erhältst du deine Beiträge zu 60% zurück und die Zeit als Rechtsanwältin dennoch für die Pension angerechnet. Andernfalls (wenn du drüber bist), bekommst du zwar Rente vom Versorgungswerk, allerdings nur in recht geringer Höhe und die Zeit geht dir für die Beamtenpension flöten (so bei mir). All das gilt zumindest für BaWü, in anderen Bundesländern kann das ggf. anders sein. Solltest du aber jedenfalls im Hinterkopf behalten.

Im Übrigen: Kein ungewöhnlicher Weg, kenne einige, die den Schritt getan haben. Wenn man sich ÖD vorstellen kann, spricht m.E. wenig dagegen. Die Arbeitszeiten sind nicht zu toppen und die Flexibilität eigentlich auch nicht.


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