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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Freitag 2. Dezember 2016, 12:08 
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Mein Eindruck ist, eine GK wird oft entweder deswegen beauftragt, damit der Verantwortliche hinterher sagen kann "wir haben alles gegeben, wenn sogar die teure GK es nicht hingekriegt hat, ist es jedenfalls nicht meine Schuld." oder weil die Firma sagt: "Wir sind Spitze, wir sind der Marktführer, wir arbeiten nur mit den Besten, wir wollen also auch die beste Marke am Anwaltsmarkt für unsere Beratung."

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Freitag 2. Dezember 2016, 19:53 
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Anknüpfend zur Ausgangsfrage des Threads würde mich doch einmal eure Meinung interessieren, was denn zukünftig angesichts der Gehaltsentwicklung aus (Top-)Bewerber-/Associatessicht noch gewichtige Pluspunkte für den Mittelstand bediendenden Großkanzleien wie Beiten, Görg, Heuking, Friedrich GvW etc. sein sollen?

So zahlen doch selbst Boutiquen mittlerweile zumeist gleich viel oder sogar mehr und das bei idR gleichem oder sogar niedrigeren Arbeitseinsatz, wobei letztere Kanzleien auch noch durch ein familiäres Arbeitsumfeld punkten können, sofern man darauf Wert legt. Will man diesen Arbeitsstil als Einsteiger hingegen nicht, kann man bei den Top-Kanzleien am Anfang deutlich mehr verdienen (brutto) und hat entweder nach einiger Zeit Partnerchancen (sehr selten), kann als Counsel/Salary Partner etc. gut verdienen (möglicherweise sogar so viel wie mancher Equity Partner in den "mittelständischen" GKs??), kann zu den mittelständischen GKs wechseln oder in die Industrie etc.

Letztlich werden durch eine größer werdenden Diskrepanz der Einstiegsgehälter die mittelständischen GKs doch erheblich an Attraktivität verlieren. Aus meiner Sicht werden sich diese Kanzleien irgendetwas einfallen lassen müssen, wenn man nicht ebenfalls an der Gehaltsschraube drehen will oder konstant schlechterer Juristen einstellen will. Außer einer drastischen Reduzierung der Arbeitsbelastung (die häufig an das der Top GKs heranreicht) fällt mir nicht viel ein. Aktuell mögen evtl. die internen Aufstiegschancen besser sein, aber ob dieser Punkt tatsächlich so bedeutsam ist, vor allem wenn man berücksichtigt, dass dafür die externe Berufschancen (bei Dax-Unternehemn) von Aussteigern aus Top GKs wiederrrum erheblich besser sein werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Dienstag 6. Dezember 2016, 10:35 
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Könnte schon sein, dass der Trend in Zukunft verstärkt Richtung Boutique geht, wenn Bewerber Alternativen zur Top-GK suchen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Dezember 2016, 11:20 
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Guglhupf hat geschrieben:
Könnte schon sein, dass der Trend in Zukunft verstärkt Richtung Boutique geht, wenn Bewerber Alternativen zur Top-GK suchen...

1. Sind Boutiquen deutlich kleiner und haben eine geringere Fluktuation. Daher ist der Personalbedarf deutlich geringer.
2.Aus 1 folgt: Es gibt weniger freie Stellen.
3. Aus 1 und 2 folgt, dass Boutiquen es sich erlauben können, noch deutlich striktere fachliche Anforderungen zu stellen als Großkanzleien; Stichwort Doppelvb PLUS Promotion (oder mehr).

Aus 1 bis 3 folgt: Der Arbeitsmarkt ist kein so totales Wünsch dir Was wie oft angenommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Dezember 2016, 19:04 
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Samson hat geschrieben:
Guglhupf hat geschrieben:
Könnte schon sein, dass der Trend in Zukunft verstärkt Richtung Boutique geht, wenn Bewerber Alternativen zur Top-GK suchen...

1. Sind Boutiquen deutlich kleiner und haben eine geringere Fluktuation. Daher ist der Personalbedarf deutlich geringer.
2.Aus 1 folgt: Es gibt weniger freie Stellen.
3. Aus 1 und 2 folgt, dass Boutiquen es sich erlauben können, noch deutlich striktere fachliche Anforderungen zu stellen als Großkanzleien; Stichwort Doppelvb PLUS Promotion (oder mehr).

Aus 1 bis 3 folgt: Der Arbeitsmarkt ist kein so totales Wünsch dir Was wie oft angenommen.


Schon klar. Ich spreche ja auch nur davon, was die Bewerber möglicherweise anstreben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Dezember 2016, 23:13 
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Könnte auch sein, dass Bewerber wieder zur GK streben und die Boutique keine Leute findet...

Einige scheinen immer noch an der Idee zu hängen, dass alle Bewerber den gleichen Arbeitgeber haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 20:30 
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Passend zur Diskussion hier:
http://www.azur-online.de/2016/12/15/as ... ieten-mit/

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 23:05 
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Die Aussagen zu den Kanzleien in Stuttgart sind jedenfalls nicht richtig. Oppenländer zahlt schon länger einheitlich 100k.

PS: Görg überrascht mich schon ein wenig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 23:59 
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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Freitag 16. Dezember 2016, 08:12 
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Stimmt, Görg muss in Köln ja jetzt Freshfields Gehälter zahlen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Sonntag 18. Dezember 2016, 09:45 
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Auch wenn das jetzt nicht ganz das Thema ist: hat irgendjemand zufällig Infos bzgl. Gehalt bei HFK? Da findet man ja ausnahmsweise nichts in den einschlägigen Gehaltsverkündungsblättern (was sie irgendwie auch interessant macht)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Montag 19. Dezember 2016, 23:27 
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Verwunderlich ist das bei Görg insoweit als dass die etwa hier
http://juve.de/rechtsmarkt/umsatzzahlen nicht in der Spitzengruppe rangieren, nun aber wohl beim Einstiegsgehalt. Ich wäre eher davon ausgegangen dass die mehr Mittelstand machen.

Eine sich anschließende, thematisch verwandte Frage zur geposteten Statistik: Wie kann es sein, dass Kanzleien wie Weil Gotshal, Latham oder Shearman ein Umsatzplus pro Partner von ca. 30% generieren? Da die Werte wohl nicht etwa im Jahr davor stark gesunken sind - höhere Stundensätze, qualitiativ höherwertige Mandate? Getrennt von Partnern mit zu geringem Umsatz? Oder haben die einfach dieses Jahr 30% mehr Billables gesammelt als im Jahr davor? :o

PS: Komisch, mit 39 Beiträgen bin ich "noch selten hier", jetzt mit 2 Beiträgen mehr bin ich "häufiger hier" :D Fehlt da nicht ne kategorie ala hin und wieder hier? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. Dezember 2016, 08:44 
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Bei Weil Gotshal haben die Associates wahrscheinlich nach dem Aprilscherz letztes Jahr (http://www.lto.de/recht/kanzleien-unter ... e-balance/) den Ernst der Lage erkannt und einen Zahn zugelegt


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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. Dezember 2016, 10:14 
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Guglhupf hat geschrieben:
Bei Weil Gotshal haben die Associates wahrscheinlich nach dem Aprilscherz letztes Jahr (http://www.lto.de/recht/kanzleien-unter ... e-balance/) den Ernst der Lage erkannt und einen Zahn zugelegt

Völlig an mir vorbeigegangen. Sehr nice :lmao:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gehaltsverhandlung Großkanzlei
BeitragVerfasst: Montag 16. Januar 2017, 18:51 
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Update nach persönlicher Erfahrung: auch "Mittelstand" und "Boutiquen" sind meist bereit, mindestens ca. 10k auf die letztjährigen Azur-Werte draufzulegen...


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