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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 19:17 
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Ara hat geschrieben:
Also das wichtigste im Staatsdienst ist, dass die Mittagspause eingehalten wird!

Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.


Habe ich größtenteils anders erlebt. Es gibt genug, die gar keine Mittagspause machen und ihr Pensum erledigen um dann früher abhauen zu können :)

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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 19:39 
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Ara hat geschrieben:
Also das wichtigste im Staatsdienst ist, dass die Mittagspause eingehalten wird!

Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.

https://youtu.be/HYykQ5nJ-A8

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 20:35 
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Tobias__21 hat geschrieben:
Ara hat geschrieben:
Also das wichtigste im Staatsdienst ist, dass die Mittagspause eingehalten wird!

Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.


Habe ich größtenteils anders erlebt. Es gibt genug, die gar keine Mittagspause machen und ihr Pensum erledigen um dann früher abhauen zu können :)


Aber nicht in Hauptverhandlungen oder? Ich hab schon 15 Minuten Diskussionen gehört ala: "Okay dann machen wir eine Stunde Mittagspause und treffen uns um 13:10 Uhr wieder", "Es ist aber schon 12:15", "Na gut dann bis 13:15", "Ich muss aber erst noch mein Portmonee holen, können wir bis 13:30 machen?" "13:20?" "Wenns sein muss"

Oder sehr schön war auch: "Dann sehen wir uns also übermorgen. Dann aber erst um 11 Uhr Verhandlungsbeginn" "Aber wir machen dann schon trotzdem ne Mittagspause oder?"

Ach und auch erst kürzlich erlebt um 11:55 Uhr "Herr Verteidiger wie lange brauchen sie noch in etwa für ihre Fragen?" "Kann ich schwer sagen aber so 30 Minuten bestimmt noch" "Also Frau Geschädigte X, sie müssen leider nächsten Freitag noch einmal wiederkommen, um 14 Uhr habe ich leider schon die nächste Verhandlung und meine Mittagspause brauch ich".

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 22:28 
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Ara hat geschrieben:
Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.


Komisch. Ich erinnere mich vor allem an Rechtsanwälte (und Strafverteidiger), die es nicht überstanden hätten, wenn man mal über die Mittagspause durchverhandelt - oder nur 30 Minuten Pause macht ... ;)


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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 22:36 
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thh hat geschrieben:
Ara hat geschrieben:
Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.


Komisch. Ich erinnere mich vor allem an Rechtsanwälte (und Strafverteidiger), die es nicht überstanden hätten, wenn man mal über die Mittagspause durchverhandelt - oder nur 30 Minuten Pause macht ... ;)


Entspricht leider auch eher meiner Erfahrung :D Wobei man natürlich sagen muss, dass man es als Anwalt, gerade in anderen Städten, schwieriger hat, in einer halben Stunde was Vernünftiges zu essen zu bekommen, wodurch dann (zumal mit Stau am Eingang) die Mittagpause schnell zum Stress- statt Erholungsfaktor wird, als ein Richter, der mal eben rüber in sein Dienstzimmer läuft und da den Pichlsteiner-Eintopf verputzt, den ihm die Frau eingepackt hat.


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BeitragVerfasst: Montag 27. November 2017, 23:38 
Fossil
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TobiasG hat geschrieben:
Wobei man natürlich sagen muss, dass man es als Anwalt, gerade in anderen Städten, schwieriger hat, in einer halben Stunde was Vernünftiges zu essen zu bekommen, wodurch dann (zumal mit Stau am Eingang) die Mittagpause schnell zum Stress- statt Erholungsfaktor wird, als ein Richter, der mal eben rüber in sein Dienstzimmer läuft und da den Pichlsteiner-Eintopf verputzt, den ihm die Frau eingepackt hat.


Du übersiehst, dass die Nähe zum eigenen Büro und zur Geschäftsstelle dazu verleitet, in der Mittagspause mal eben noch all das zu machen, was ganz dringend zu erledigen ist - den Zutrag interessiert es in aller Regel wenig, wenn man den ganzen Vormittag im Gerichtssaal festsitzt. 15-20 Minuten sind schnell für ein wenig Hin- und Herlaufen, Organisieren usw. weg, d. h. entweder man ignoriert alles und steuert umgehend die Kantine an oder man begnügt sich mit dem Biss ins Käsebrot.

Ara hat geschrieben:
Ach und auch erst kürzlich erlebt um 11:55 Uhr "Herr Verteidiger wie lange brauchen sie noch in etwa für ihre Fragen?" "Kann ich schwer sagen aber so 30 Minuten bestimmt noch" "Also Frau Geschädigte X, sie müssen leider nächsten Freitag noch einmal wiederkommen, um 14 Uhr habe ich leider schon die nächste Verhandlung und meine Mittagspause brauch ich".


Kann ich ehrlich gesagt verstehen, wenn man morgens ab 9 Uhr im Gerichtssaal ist (und meist ja schon etwas früher im Büro ist), dann ist man, wenn man ununterbrochen verhandelt, um 15/16 Uhr schlichtweg vollkommen fertig, was man im Zweifelsfall erst merkt, wenn man wieder im Büro sitzt und mindestens eine halbe Stunde lang zu keinerlei Entscheidungen mehr fähig ist. Einen Terminsplan, der vorsieht, wesentlich länger als 5 Stunden ohne Mittagspause oder ohne mehrere kürzere Pausen zu verhandeln, halte ich für vermeidenswert.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 02:24 
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Registriert: Dienstag 4. November 2014, 07:51
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Ara hat geschrieben:
Tobias__21 hat geschrieben:
Ara hat geschrieben:
Also das wichtigste im Staatsdienst ist, dass die Mittagspause eingehalten wird!

Ich glaube ich habe noch nie Leute so sehr ihre Mittagspause verteidigen sehen, wie bei Richtern und Staatsanwälten. Als würde man verhungern, wenn man einmal über 12 Uhr hinaus arbeitet.


Habe ich größtenteils anders erlebt. Es gibt genug, die gar keine Mittagspause machen und ihr Pensum erledigen um dann früher abhauen zu können :)


Aber nicht in Hauptverhandlungen oder? Ich hab schon 15 Minuten Diskussionen gehört ala: "Okay dann machen wir eine Stunde Mittagspause und treffen uns um 13:10 Uhr wieder", "Es ist aber schon 12:15", "Na gut dann bis 13:15", "Ich muss aber erst noch mein Portmonee holen, können wir bis 13:30 machen?" "13:20?" "Wenns sein muss"

Oder sehr schön war auch: "Dann sehen wir uns also übermorgen. Dann aber erst um 11 Uhr Verhandlungsbeginn" "Aber wir machen dann schon trotzdem ne Mittagspause oder?"

Ach und auch erst kürzlich erlebt um 11:55 Uhr "Herr Verteidiger wie lange brauchen sie noch in etwa für ihre Fragen?" "Kann ich schwer sagen aber so 30 Minuten bestimmt noch" "Also Frau Geschädigte X, sie müssen leider nächsten Freitag noch einmal wiederkommen, um 14 Uhr habe ich leider schon die nächste Verhandlung und meine Mittagspause brauch ich".


Kann ich, meiner bisher sehr geringen Praxiserfahrung her, nicht bestätigen. Ich kann mich aber noch sehr gut an einen Strafverteidiger erinnern, der unbedingt 1h Mittagspause brauchte. Als dann die Beweisaufnahme geschlossen wurde, hat er sich einen Fortsetzungstermin erbeten, da ja so viele Zeugen gehört wurden und er das erst noch sortieren muss und ggf. noch weitere Beweisanträge stellen muss... So geschah es dann auch. Im Fortsetzungstermin, an dem nur noch die Plädoyers gehalten wurden, hat er dann, nachdem der kleine Referendar frei plädiert hat, erstmal 30 Minuten (kein Witz) vorgeschriebene Word Seiten verlesen, was er auch angekündigt hat. Inhaltlich selbstverständlich keine Bezugnahmen auf mein Plädoyer. Es war eine völlig absurde Situation.

Er brauchte aber seine Mittagspause und den Fortsetzungstermin, er hat sich sogar erbeten während dem Plädoyer trinken zu dürfen (es war Sommer)....Ich bin wirklich der erste, der sofort gegen die Beamten wettert, aber in der Jusitz hab ich es wirklich noch nicht erlebt, dass man da rumpusst. Im Gegenteil war man eher bemüht alles schnell zu erledigen (auch bei der üblichen Büroarbeit). Aber ja, wirklich beurteilen kann ich das auch nicht, dafür habe ich zu wenig praktische Erfahrung :D

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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 07:58 
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julée hat geschrieben:
TobiasG hat geschrieben:
Wobei man natürlich sagen muss, dass man es als Anwalt, gerade in anderen Städten, schwieriger hat, in einer halben Stunde was Vernünftiges zu essen zu bekommen, wodurch dann (zumal mit Stau am Eingang) die Mittagpause schnell zum Stress- statt Erholungsfaktor wird, als ein Richter, der mal eben rüber in sein Dienstzimmer läuft und da den Pichlsteiner-Eintopf verputzt, den ihm die Frau eingepackt hat.


Du übersiehst, dass die Nähe zum eigenen Büro und zur Geschäftsstelle dazu verleitet, in der Mittagspause mal eben noch all das zu machen, was ganz dringend zu erledigen ist - den Zutrag interessiert es in aller Regel wenig, wenn man den ganzen Vormittag im Gerichtssaal festsitzt. 15-20 Minuten sind schnell für ein wenig Hin- und Herlaufen, Organisieren usw. weg, d. h. entweder man ignoriert alles und steuert umgehend die Kantine an oder man begnügt sich mit dem Biss ins Käsebrot.

Ara hat geschrieben:
Ach und auch erst kürzlich erlebt um 11:55 Uhr "Herr Verteidiger wie lange brauchen sie noch in etwa für ihre Fragen?" "Kann ich schwer sagen aber so 30 Minuten bestimmt noch" "Also Frau Geschädigte X, sie müssen leider nächsten Freitag noch einmal wiederkommen, um 14 Uhr habe ich leider schon die nächste Verhandlung und meine Mittagspause brauch ich".


Kann ich ehrlich gesagt verstehen, wenn man morgens ab 9 Uhr im Gerichtssaal ist (und meist ja schon etwas früher im Büro ist), dann ist man, wenn man ununterbrochen verhandelt, um 15/16 Uhr schlichtweg vollkommen fertig, was man im Zweifelsfall erst merkt, wenn man wieder im Büro sitzt und mindestens eine halbe Stunde lang zu keinerlei Entscheidungen mehr fähig ist. Einen Terminsplan, der vorsieht, wesentlich länger als 5 Stunden ohne Mittagspause oder ohne mehrere kürzere Pausen zu verhandeln, halte ich für vermeidenswert.


So sieht es aus. Ich terminiere zB in den Masseverfahren (Asyl) derzeit von 9 Uhr bis 16 Uhr ohne Pause. Danach bringe ich noch meine Sachen ins Büro und fahre sofort nach Hause. Der Tag ist völlig gelaufen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 09:20 
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julée hat geschrieben:
Ara hat geschrieben:
Ach und auch erst kürzlich erlebt um 11:55 Uhr "Herr Verteidiger wie lange brauchen sie noch in etwa für ihre Fragen?" "Kann ich schwer sagen aber so 30 Minuten bestimmt noch" "Also Frau Geschädigte X, sie müssen leider nächsten Freitag noch einmal wiederkommen, um 14 Uhr habe ich leider schon die nächste Verhandlung und meine Mittagspause brauch ich".

Kann ich ehrlich gesagt verstehen, wenn man morgens ab 9 Uhr im Gerichtssaal ist (und meist ja schon etwas früher im Büro ist), dann ist man, wenn man ununterbrochen verhandelt, um 15/16 Uhr schlichtweg vollkommen fertig, was man im Zweifelsfall erst merkt, wenn man wieder im Büro sitzt und mindestens eine halbe Stunde lang zu keinerlei Entscheidungen mehr fähig ist. Einen Terminsplan, der vorsieht, wesentlich länger als 5 Stunden ohne Mittagspause oder ohne mehrere kürzere Pausen zu verhandeln, halte ich für vermeidenswert.

Wie das auf die Geschädigte wirkt, ist dann aber eine ganz andere Frage.

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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 12:42 
Fossil
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Natürlich ist es misslich, wenn ein Zeuge nochmal kommen muss, aber was kann das Gericht dafür, wenn der Verteidiger die Geschädigte stundenlang befragen möchte? Die Alternative die 14 Uhr-Sache hungrig und erschöpft zu verhandeln, halte ich auch nicht für besser. Und man kann einem Zeugen m. E. auch klar machen, dass es einem jetzt wahnsinnig Leid tut, es aber trotzdem sein muss, weil man die Sachen vernünftig und nicht so zwischen Tür und Angel verhandeln und entscheiden möchte.

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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 18:55 
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Halten wir also fest: Es ist für Justiz wie Anwaltschaft förderlich und wünschenswert, wenn die Mittagspause 1-1,5h dauert!


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BeitragVerfasst: Dienstag 28. November 2017, 19:22 
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Je nach Länge der Hauptverhandlung dürfte der Verteidiger u.U. Interesse daran haben, dass die Mittagspause maximal 59 Minuten dauert, um noch Zusatzgebühren nach Nr. 4110/4116/4122 VV beantragen zu können.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 29. November 2017, 11:58 
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11 Freunde hat geschrieben:
Je nach Länge der Hauptverhandlung dürfte der Verteidiger u.U. Interesse daran haben, dass die Mittagspause maximal 59 Minuten dauert, um noch Zusatzgebühren nach Nr. 4110/4116/4122 VV beantragen zu können.


Je nachdem, in welchem Bundesland die Hauptverhandlung stattfindet, vgl. etwa OLG Oldenburg, Beschl. v. 23.04.2014 - 1 Ws 153/14:

OLG Oldenburg hat geschrieben:
Bei der Berechnung des Längenzuschlages gemäß Nr. 4122 und 4123 VV RVG ist die Zeit der Mittagspause unabhängig von ihrer Länge grundsätzlich und regelmäßig in vollem Umfang von der Dauer der Hauptverhandlung abzuziehen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 29. November 2017, 15:45 
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Muirne hat geschrieben:
Brainiac hat geschrieben:
Muirne hat geschrieben:
Ich finde es seltsam, dass alles an Zeit festgemacht wird, obwohl Leistung so sonst nirgends definiert wird.

In der Physik schon :-w



Zeit = Leistung? Ich glaube nicht, Tim.

Ne, natürlich keine Gleichheit, darum ging es ja aber auch gar nicht. Leistung wird aber an der Zeit festgemacht da = Arbeit pro Zeit ;)

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BeitragVerfasst: Freitag 1. Dezember 2017, 17:16 
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TobiasG hat geschrieben:
11 Freunde hat geschrieben:
Je nach Länge der Hauptverhandlung dürfte der Verteidiger u.U. Interesse daran haben, dass die Mittagspause maximal 59 Minuten dauert, um noch Zusatzgebühren nach Nr. 4110/4116/4122 VV beantragen zu können.


Je nachdem, in welchem Bundesland die Hauptverhandlung stattfindet, vgl. etwa OLG Oldenburg, Beschl. v. 23.04.2014 - 1 Ws 153/14:

OLG Oldenburg hat geschrieben:
Bei der Berechnung des Längenzuschlages gemäß Nr. 4122 und 4123 VV RVG ist die Zeit der Mittagspause unabhängig von ihrer Länge grundsätzlich und regelmäßig in vollem Umfang von der Dauer der Hauptverhandlung abzuziehen.


Daher schrieb ich: "u.U.".


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