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 Betreff des Beitrags: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 19:28 
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Hallo liebe Leute,

habe mir gerade mal die ausgeschrieben Stellen auf dem Beck Stellenmarkt angeschaut.

Sind knapp 100.

Wie viele neue Volljuristen drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt? 10.000?

Zwar ist Mathe nicht so meins als Jurist, aber irgendwie geht das nicht auf.

Wie kommt man unter?

Wie viele Jobs werden wohl prozentual unter der Hand vergeben?

Danke!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 19:36 
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100 Stellenangebote auf einer Plattform aus einem Abruf entsprechen aber nicht dem Gesamtstellenangebot eines gesamten Jahres.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 20:45 
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Schon klar.
Der Vergleich war eher symbolischer Natur.
Fakt ist aber, dass es es mehr Juristen als Arbeitsplätze mit juristischem Bezug gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 21:28 
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duralexsedlex hat geschrieben:
Fakt ist aber, dass es es mehr Juristen als Arbeitsplätze mit juristischem Bezug gibt.

Was ist denn deine Quelle zu diesem "Fakt"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 21:34 
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Eagnai hat geschrieben:
duralexsedlex hat geschrieben:
Fakt ist aber, dass es es mehr Juristen als Arbeitsplätze mit juristischem Bezug gibt.

Was ist denn deine Quelle zu diesem "Fakt"?



90% der Artikel, die sich mit dem juristischen Arbeitsmarkt beschäftigen.
Natürlich hat das keine faktische Wirkung, ist aber schon ein starkes Indiz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 22:51 
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Nach meinem Eindruck haben derzeit Leute mit halbwegs passablen Noten keinerlei Schwierigkeiten, irgendwo unterzukommen, ganz ohne Vitamin B.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 22:58 
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„Halbwegs passable Note“ ordnest du wo ein? Mehr als 10 Punkte aus beiden Examen? Oder 12?

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Freitag 29. Dezember 2017, 23:03 
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"Halbwegs passabel" bewegt sich in diesem Bereich, aber eher 12 als 10 aus beiden Examina. Man kann das aber nicht pauschal sagen, weil das Zweite oftmals anders gewichtet wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Samstag 30. Dezember 2017, 10:15 
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duralexsedlex hat geschrieben:
Eagnai hat geschrieben:
duralexsedlex hat geschrieben:
Fakt ist aber, dass es es mehr Juristen als Arbeitsplätze mit juristischem Bezug gibt.

Was ist denn deine Quelle zu diesem "Fakt"?



90% der Artikel, die sich mit dem juristischen Arbeitsmarkt beschäftigen.


Was liest du denn für Artikel? Das mag vielleicht der allgemeine Tenor vor zehn Jahren oder so gewesen sein, aber der heutige juristische Arbeitsmarkt ist doch ausgesprochen freundlich für die Berufseinsteiger. Hast du ein Zitat aus einem Artikel jüngeren Datums, der den juristischen Arbeitsmarkt in so grauen Farben malt, wie du das tust?

Zur Ausgangsfrage: Vielleicht bin ich da naiv und glaube zu sehr an das Gute im Menschen, aber ich denke nicht, dass auf dem deutschen Arbeitsmarkt wirklich im großen Umfang über "Vitamin B" Stellen "unter der Hand" an unqualifizierte Leute vergeben werden. Klar, in Familienunternehmen (und dazu zählen wir mal duie Familienkanzleien) nimmt der Papa gerne den Sprössling mit auf; das ist ja auch völlig legitim. Und wenn man in dem Laden, in den man rein will, "bereits jemanden kennt", erleichtert das logistisch die Bewerbung. Aber dass wirklich allein auf Grund von Beziehungen Leute auf Stellen gehievt werden, für die sie nicht qualifiziert sind, passiert, denke ich, allenfalls sehr vereinzelt. Dazu haben die Arbeitgeber viel zuviel zu verlieren, wenn sie auf diesem Weg eine Niete einstellen. Natürlich werden viele freie Stellen gar nicht erst ausgeschrieben - der FWW-Anwalt, der seine Kanzlein vergrößern will, nimmt dann eben den frisch examinierten Junganwalt, der schon im Referendariat bei ihm war und sich bewährt hat, ohne da groß was auszuschreiben. Aber wenn der Junganwalt seine Sache beherrscht, warum nicht?

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"Der Angekl. berichtete auch hierüber Prof. Dr. H. und außerdem dem Bundeskanzler Dr. A., der damals zugleich Außenminister war."

--- BGH NJW 1960, 1678


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Samstag 30. Dezember 2017, 10:18 
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duralexsedlex hat geschrieben:
Wie viele neue Volljuristen drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt? 10.000?


Gut geschätzt. Erfolgreiche Absolventen des Zweiten Staatsexamens waren 2015 wohl etwa 7500 (Quelle).

Soweit die Angebotsseite. Auf der Nachfrageseite gilt, was Tibor gleich in der ersten Antwort geschrieben hat: Eine Momentaufnahme von 100 Stellen auf einer einzigen Plattform entspricht sicher nicht annähernd der jährlichen Gesamtnachfrage nach neuen Juristen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Samstag 30. Dezember 2017, 11:26 
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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Dienstag 2. Januar 2018, 13:41 
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Es ist beruhigend zu hören, dass ihr das nicht so ganz wie ich empfindet.

Mich beschleicht nur das Gefühl, dass die Mehrheit der überdurchschnittlich bezahlten Jobs (wohl branchenübergreifend) nicht ausgeschrieben werden, sondern eher unter der Hand vergeben werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Dienstag 2. Januar 2018, 13:53 
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duralexsedlex hat geschrieben:
Mich beschleicht nur das Gefühl, dass die Mehrheit der überdurchschnittlich bezahlten Jobs (wohl branchenübergreifend) nicht ausgeschrieben werden, sondern eher unter der Hand vergeben werden.


Na ja, die Grundgesamtheit der überdurchschnittlich bezahlten Jobs, über die wir hier sprechen, schließt neben den Großkanzleien auch viele in-house-Rechtsabteilungen und weite Teile des Staatsdienstes mit ein. Denkst du wirklich, dass von all diesen Jobs die Mehrheit unter der Hand vergeben wird? Und wenn du das denkst: Was sind deine Anhaltspunkte, die dich zu dieser Vermutung veranlassen? Einfach nur die angeblich geringe Zahl an Stellenausschreibungen kann's nicht sein; zum Einen sind das gar nicht so wenige, zum Anderen bedeutet "ohne Ausschreibung" nicht dasselbe wie "unter der Hand". Der Referendar, der sich in seiner Referendariatsstation bewährt hat und vom selben Laden dann nach dem Examen eingestellt wird, wurde auch ohne Ausschreibung eingestellt, aber "unter der Hand" würde ich es nicht nennen, weil die Auswahlentscheidung immer noch meritokratisch erfolgt ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Dienstag 2. Januar 2018, 14:00 
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Kilian, Die Zukunft der Juristen, NJW 2017, 3043 ff.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berufseinstieg ohne Vitamin B?
BeitragVerfasst: Dienstag 2. Januar 2018, 14:02 
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duralexsedlex hat geschrieben:
Mich beschleicht nur das Gefühl, dass die Mehrheit der überdurchschnittlich bezahlten Jobs (wohl branchenübergreifend) nicht ausgeschrieben werden, sondern eher unter der Hand vergeben werden.


Auch hier wieder eine Nachfrage: Was ist für dich "überdurchschnittlich bezahlt"? A13? R1? GK-Salär mit 100T€? Beziehst du dich auf alle "Jobs" oder nur auf Stellen für Berufseinsteiger? Gerade Juristen-Stellen in Unternehmen werden vorrangig an Leute mit Berufserfahrung vergeben. Da wird oft auch im Unternehmensbereich nicht ausgeschrieben (gemeint: Stellenanzeige), weil man ggf. über bisherige Kontakte über eine Kanzlei unmittelbar das Angebot (bzw. via Personalvermittler) erhält.

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