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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 18:39 
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...und wer hat schon einen Backofen?

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 18:47 
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Ist in Studenten-WGs eher die Ausnahme meiner Erfahrung nach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 19:06 
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Einwendungsduschgriff hat geschrieben:

Ergänzend zum Preisargument, da wir zuletzt die Diskussion hinsichtlich der Steakbraterei hatten - wenn ich sehe, was hier beim qualitativ guten Durchschnittsmetzger für ein Rinderfilet aufgerufen wird (ca. 55 Euro/Kilo, ohne Dryaged und solche Hipster-Quisquilien), dann kann im Restaurant bei der angemessenen Vierer-Kalkulation nur bei einem Halbpfünder ein Verkaufspreis unter Berücksichtigung von Beilagen einerseits, Mengenabnahme andererseits von Richtung 40 Euro herauskommen. Ansonsten kaufe ich Müll ein oder habe von einer Kostenrechnung keine Ahnung.


Du unterschätzt die Gewinnmarge deines Schlachters und die Möglichkeiten von Großkunden in der Fleischindustrie glaube ich.

Der 0815 Schlachter kommt in der Regel nur an Jungbullen zu ernsthaften EK-Preisen. Angus und Hereford kauft er in so geringen Mengen, dass er dort nahezu keine Verhandlungsmasse hat.

Größere Steakhäuser mit eigener Schlachtung die ganze Angus und Hereford-Rinder kaufen (meist schon zu Lebzeiten der Tiere), zahlen nur n Bruchteil. Durch die eigene Schlachtung haben sie ferner den Vorteil, dass sie das gesamte Rind abkaufen und daher auch deutlich günstiger ans Filetfleisch kommen. Durch die eigene Marktgröße veräußern sie auch problemlos die nicht verwertbaren Bestandteile zum üblichen Großhandelpreis und machen daher noch einmal Gewinn (da aus einer Hand gekauft, geschlachtet und verkauft wird).

Blockhouse hat z.B. als VK-Preis ihrer Schlachterei von Hüftkern n Preis zwischen 20-25 Euro/Kg. Der EK davon wird bei vermutlich weit unter 10 Euro das Kg liegen.

Den gleichen Effekt hast du auch beim abgepackten Fleisch von Aldi zum Beispiel. Das Hackfleisch ist zum Beispiel von Tillmann's und die verkaufen dir Bio-Qualiät zu Preisen, die der Schlachter dir gerade mal für konventionelles Hack bieten kann. Dabei ist die Tillmann's Qualität in der Regel dem Durchschnitt überlegen. Darum sterben auch die Schlachter aus, weil sie weder preislich noch qualitativ mit den Großen der Branche mithalten können.

Ich hatte mal ne umfangreiche Akte die in der Fleischbranche zuhause war. War sehr lehrreich und zugleich aber auch etwas erschreckend.

Das ist das tolle an Jura, man erfährt von ganz vielen Branchen einen Einblick, die eigentlich nur Leute haben, die in der Branche aktiv sind.

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 19:25 
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Bis das mit der Akte kam, hab ich mich gefragt, ob Du vor dem Studium Metzger gelernt hast. Ab heute nenne ich Dich "Ara the butcher" :D Esst mehr Gemüse!

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Having cats in the house is like living with art that sometimes throws up on the carpet


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 19:59 
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Registriert: Sonntag 2. Januar 2011, 23:46
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juraidiot hat geschrieben:

Das stimmt, frische Beeren sind mit das leckerste Obst, das es gibt, nur leider sind die zu teuer, als dass man sie täglich zum Frühstück essen könnte. TK-Beeren sind dagegen deutlich billiger und evtl. aufgrund der Transportwege jetzt im Herbst/Winter auch vitaminreicher.

Naja, die Kosten so um die 1-2 Euro im Lidl, wenn man abwechselt und sonst auch mal Apfel, Banane, Trauben etc. nimmt, kann das doch drin sein. Bei Beeren muss man immer höllisch aufpassen, ob sie schon angeschimmelt sind und man sollte sie nicht mehr als nen Tag aufheben, aber sonst habe ich da bei Lidl insgesamt die besten Ergebnisse.

Salat ist dort auch frisch und es gibt auch viel regionales Gemüse.

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»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Samstag 18. November 2017, 23:18 
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Beiträge: 54
juraidiot hat geschrieben:
Bei Aldi gibt's einen TK-Wildlachs, der so 5 Euro/Kilo kostet. Da es Wildlachs ist, sollte die Qualität ja quasi mindestens Bio sein. Schmeckt auch sehr gut, man braucht aber einen Backofen dafür.


Lachs schmeckt auch gedämpft ganz hervorragend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 02:58 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 23:09
Beiträge: 5571
famulus hat geschrieben:
Wir sind nicht mehr in den Nachkriegszeit, wo es auf die beste Kalorienausbeute pro Pfennig ankam. Wenn es nur ums Geld geht, ist man mit Nudeln und Fertiggerichten natürlich besser dran. Eine ausgewogene, sättigende und schmackhafte Ernährung kostet aber leider - das Problem bei jeder Diät.

Dann wird der, der arm ist, notwendigerweise fett? Das will ich so nicht akzeptieren.
Vielleicht könnte man kalorienreiches, günstiges Zeug kaufen, und dann nur ganz wenig davon essen. Doppeltes Sparen, sozusagen.
Tobias__21 hat geschrieben:
Die Verdauung wurde auch angekurbelt :)

Gib's zu, Du willst uns wieder was von Deinem Hintern erzählen. :D
Tibor hat geschrieben:
Sinnvolles Frühstück, nicht immer Junk Food zum Mittag und nicht 2x am Tag Gekochtes. Ich ess in der Woche zum Frühstück immer Haferbrei mit Obst und Nüssen, zum Mittag meist Salat bzw das übliche Kantinenzeugs (das ist der Junk Food Ausgleich). In den Salat kann man wunderbar Dosen Thunfisch oder Hühnerbrustfilets tun. Für Heißhungerangriffe hab ich immer Reiswaffeln, Möhren oder Äpfel da. Und zum Abendessen gibt es bei uns normal Brot mit Wurst und Käse

Klingt ganz vernünftig.

Ich guck' manchmal die Clips der Veganerin Silke Rosenbusch, genauer wäre ihre These hier; oder hier zu Bill Clinton. Ich dachte zuerst, das sei seltsam, aber Medizinbücher wie "How not to die" oder "Essen gegen Herzinfarkt" scheinen das zu belegen, was sie so zum Essen sagt, jedenfalls in Bezug darauf, was man essen soll.

Das erste Buch empfahl z.B. u.a. manchmal Heidelbeeren. Wußte gar nicht, daß es die zu kaufen gibt. Tut es, aber bei Normalpreis 2,15 EUR für 125g (Penny). Sind so schwarze Kügelchen. Vielleicht zweimal 'ne Hand voll. Die Situation bzgl. Preis und Menge erinnerte mich an Kaviar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 04:26 
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Ein Clip von ihr noch (den ich eben noch nicht gefunden hatte): Hier erklärt sie am deutlichsten, wie sie das meint, mit dem Essen als Sucht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 09:47 
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Beiträge: 9347
hlubenow hat geschrieben:
Das erste Buch empfahl z.B. u.a. manchmal Heidelbeeren. Wußte gar nicht, daß es die zu kaufen gibt. Tut es, aber bei Normalpreis 2,15 EUR für 125g (Penny). Sind so schwarze Kügelchen. Vielleicht zweimal 'ne Hand voll. Die Situation bzgl. Preis und Menge erinnerte mich an Kaviar.


Du wusstest nicht, dass man Heidelbeeren kaufen kann? Warst du bisher in deinem Leben nie in einem Laden? Was hat dich davon abgehalten? Und 15-20€ das Kilo ist ein normaler Preis, kannst ja mal überlegen wie lange man benötigt, um so eine Menge zu pflücken. Für guten Spargel legt man im Frühjahr auch soviel hin.

Und Beluga kostet idR mehr als 1€ / Gramm. Trüffel ist nochmals 10x so teuer (10€ / Gramm). Vergleiche mit Heidelbeeren sind da eher witzig.

PS: Da ich kein YT Videos anschaue; man könnte deinen Gedanken besser folgen, wenn du nicht dauernd nur Links zu Videos setzen würdest. Die wenigsten haben Interesse daran, sich deine (vermeintliche) Aussage selbst zusammen zu suchen. Schreib doch lieber 2-3 Zeilen mehr und setz die Links wie eine Fußnote ans Ende des Posts.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 13:32 
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Beiträge: 14646
Liz hat geschrieben:
juraidiot hat geschrieben:
Bei Aldi gibt's einen TK-Wildlachs, der so 5 Euro/Kilo kostet. Da es Wildlachs ist, sollte die Qualität ja quasi mindestens Bio sein. Schmeckt auch sehr gut, man braucht aber einen Backofen dafür.


Lachs schmeckt auch gedämpft ganz hervorragend.

Richtig oder schlicht und ergreifend die Pfanne nehmen. Auf die Hautseite (sollte er bei guter Qualität haben) und langsam glasig machen. Jetzt kommt das TK-Problem (Aldi) - ich esse keinen Fisch aus dem Froster, außer solchen, den ich frisch gekauft habe und selbst eingefroren habe (das betrifft bei mir nur Forellen, weil ich dann das gleich geschilderte Folgeproblem ausschließen kann, weil die Forelle anders funktioniert als Lachs, Kabeljau, Brassen, Barsche oder ähnliche wohlschmeckende Meeresbewohner.) Hintergrund: den muss ich komplett durch braten, weil das Auftauen das im Regelfall erfordert. Habe mich letztlich mit einem Gastronom in einem nicht der reichsten Länder Europas auseinandergesetzt. Er sagt ganz klar, dass viele Fischsorten nicht unter 30-40 Euro Einkaufspreis gehen, wenn es schmecken soll. Und das merkt man auch. Der Ald-Lachs ist völlig okay, wenn man die TK-Hürdee nimmt und durchbraten möchte.

Ara: ja, das war eine wichtige Ergänzung. Ich kam nur überhaupt nicht auf die Idee an zum Beispiel Blockhouse etc zu denken, sondern an individuell geführte Lokalitäten, die nicht diese Marktressourcen wie Verhandlungsmacht haben. Aber klar - wer die großen Spieler in den Blick nimmt, hat andere Kalkulationsgrundlagen. Spannend aber trotzdem - rein individuell geschmacklich - ich habe ja diese kulinarische Höllentour mit TK-Hackfleisch von Feinkost Albrecht ja zu Testzwecken einmal versucht. Das mag gerne Bio sein, aber es ist billigst abgemischt mit minderwertigen Restfleisch. Es zieht Wasser beim Braten, es "schweint" . Bei meinem Metzger kann ich die Stücke bestimmen, die Mager-Fettkombination, die Anteile flexibel machen (bei manchen Gerichten ist mehr Rind besser, manches Mal mehr Schwein).

Einen gewissen Einblick in den Markt habe ich auch, mehr aus der Ecke der (gehobenen) Gastronomie und der Eventgastronomie. Aber Deine Einschätzung passt gut, Danke nochmals für die Ergänzung. (Im Übrigen: scusi, wenn ich Dich manches Mal etwas härter angehe. Das ist nicht böse gemeint, sondern man sorgt ja gegenseitig auch manches Mal für nachdenkensfördernde Ideen, das nur am Rande)

Hlubenow: zu Heidelbeeren - das ist eine Generationenfragen. Erstaunlicherweise. Meine Eltern haben zum Beispiel Kultur-Heidelbeeren erst spät zur Kenntnis genommen, sondern sonst "früher" nur dann gekauft, wenn auf dem Markt die selbstgepflückten Waldheidelbeeren (hier: Blaubeeren) erhältlich waren.

_________________
Hier gibt's nichts zu lachen, erst recht nichts zu feiern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 17:38 
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Registriert: Dienstag 18. August 2009, 15:04
Beiträge: 2635
Wohnort: Südwestdeutschland
Ara hat geschrieben:
Ich hatte mal ne umfangreiche Akte die in der Fleischbranche zuhause war. War sehr lehrreich und zugleich aber auch etwas erschreckend.


Man sollte sich vermutlich insbesondere nicht zu intensiv mit Herstellung und Vertrieb von "Dönerspießen" - sorry, "Hackfleischspieße nach Döner Kebab Art" - beschäftigen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 19:47 
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Beiträge: 5571
Tibor hat geschrieben:
Du wusstest nicht, dass man Heidelbeeren kaufen kann? Warst du bisher in deinem Leben nie in einem Laden?

Früchte sind Saisonware, da gibt es ja nicht immer alles. Und Discounter führen schon gar nicht alles. Da kann man froh sein, wenn Tomaten da sind.
Tibor hat geschrieben:
Schreib doch lieber 2-3 Zeilen mehr und setz die Links wie eine Fußnote ans Ende des Posts.

Na gut, aber dann entgeht einem eben die Rhetorik. Immerhin ist sie auch ausgebildete Schauspielerin. :)
Also: Sie sagt, früh im Leben lerne man, daß Stoffe wie Fett, Zucker, Koffein, Nikotin schlechte Gefühle reduzieren, also einen trösten könnten. Diese wirkten auf das Belohnungssystem. Daß man an solche Stoffe gekommen sei, belohne das Belohnungssystem mit Ausschüttung von Glücksstoffen (Dopamin, Serotonin (?)).
Wenn man also nicht-vegan esse, dann, weil man diesen "Rausch" haben wolle, danach süchtig sei. Das komme insbesondere vor, wenn es im Leben nicht so laufe, wie man wolle, wenn man unzufrieden sei, und so weiter.
Dabei belegten Studien, daß die oft tödlichen Zivilisationskrankheiten - Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs - mit veganer Ernährung mit einiger Wahrscheinlichkeit vermieden werden könnten.
Es sei also höchst unvernünftig, daß man so esse. Es sei aber eben eine Sucht, das heißt, mit Diäten und Disziplin komme man gegen den Suchtmechanismus nicht an, weil das Belohnungssystem stärker sei. In einem schwachen Moment erwische es einen wieder. Vielmehr müsse man, ggf. durch Therapie, erreichen, daß man auch ohne solche Stoffe mit seinem Leben zufrieden werde.
Sie plädiert also für pflanzliche, vollwertige (also vegane) Ernährung und praktiziert das auch, das heißt, sie macht viele Videos, was sie am Tag ißt.

Allerdings ist sie halt Medizinstudentin und Kontrollfreak, das heißt, sie mißt und kontrolliert ständig ihre Körperwerte und weiß, was sie noch ergänzen muß, um bei veganer Ernährung keine Mangelerscheinungen zu bekommen.
Ihre Videos gucken jeweils auch nur ein paar hundert Leute (was wirklich ziemlich wenig ist), dennoch kann man nicht leugnen, daß sie sich im Grund schon an das hält, was von der Medizin empfohlen wird. Sie folgt einer Philosophie, das finde ich ganz interessant.

Allerdings muß man dann wohl mehrmals am Tag Gemüse schneiden und kochen. Dafür fehlt mir die Geduld. Aber sinnvoll wär's schon, denn ich merke es ja. Hätte ich nicht immer so fett gegessen, hätten sie mir nicht letztes Jahr die Gallenblase mit Gallensteinen, die vorwiegend aus Cholesterin bestehen, rausoperieren müssen. Jetzt verstopften diese Verklumpungen die Gallenblase. Man kann sich gut vorstellen, daß beim nächsten Mal ähnliche fettbedingte Verklumpungen die Arterien verstopfen. Und das war's dann.
Man kann sich über sie lustig machen, aber im Grunde bietet sie eine Lösung für ein sehr ernstes Thema.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 20:15 
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Beiträge: 2799
Man kann natürlich auch vegan sehr ungesund essen (Chips, Pommes, Burger, Kekse, Schokolade) und auf besonders viel achten muss man bei dieser Ernährungsform auch grundsätzlich erstmal nicht. Wenn's dazu führt, dass man mehr Grünzeug isst, kann es nur förderlich sein. In unserer Überflussgesellschaft ist Mangelernährung schon eher ein Witz. Man kommt theoretisch auch ne Weile mit sehr wenig Nährstoffen aus, insofern muss man wirklich keine Wissenschaft daraus machen, tierische Produkte wegzulassen. Wenn man Muskeln aufbauen will, sollte man schauen, dass man gut Eiweiß bekommt, aber das ist ja auch bei sonstigen Ernährungsformen der Fall.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 20:23 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 13055
hlubenow hat geschrieben:
Tibor hat geschrieben:
Schreib doch lieber 2-3 Zeilen mehr und setz die Links wie eine Fußnote ans Ende des Posts.

Na gut, aber dann entgeht einem eben die Rhetorik. Immerhin ist sie auch ausgebildete Schauspielerin. :)


Mag sein, aber Tibor hat Recht: wenn man beständig irgenwelche Videos gucken muss, um nachzuvollziehen, was Du sagen möchtest, dann ist es wahrscheinlicher, dass man drüber hinwegliest und der Gedanke völlig untergeht.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Ernährungsthread
BeitragVerfasst: Sonntag 19. November 2017, 20:28 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 23:09
Beiträge: 5571
Muirne hat geschrieben:
Man kann natürlich auch vegan sehr ungesund essen (Chips, Pommes, Burger, Kekse, Schokolade) und auf besonders viel achten muss man bei dieser Ernährungsform auch grundsätzlich erstmal nicht.

Also, die stark verarbeiteten Sachen sollen es natürlich auch nicht sein, schon gar nicht mit viel Zucker. Sondern eben Obst und Gemüse. Was ißt sie denn gerade:
Code:
Zucchini, Paprika
Haferflocken, Nüsse, Bananen, Orange
(Mensa: Salat, Reis)
Mandarinen
Blumenkohl, Kidneybohnen, Reis, Paprika, Kichererbsen
unidentifizierbare Frucht (Mango?)

Sowas, halt. :)

Clinton ißt ja zusätzlich einmal die Woche Fisch. Das wäre auch ok.
Man braucht schon ein paar Proteine, und auf ein paar Vitamine muß man bei vegan auch schon achten. Eisen? Ein bißchen Wissenschaft macht ja auch nichts.
Ein eigener Koch wäre schon schön, was?


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