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 Betreff des Beitrags: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Sonntag 7. März 2010, 20:01 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 22:09
Beiträge: 5839
Hallo,

hat schon jemand Erfahrungen mit der "China-EU School of Law" in Peking?
Also z.B., ist das brauchbar, wird das nachgefragt, was man da im LLM.-Programm lernt?
Hat man genug Zeit, das Land besser kennenzulernen (z.B. durch Ausflugsreisen nach Shaolin, Wudang oder Shanghai)?
Wie sind so die Lebensumstände, ist es da schön oder ist es da nicht schön?
Interessiert mich halt mal ...

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Montag 8. März 2010, 16:24 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Montag 15. September 2008, 15:26
Beiträge: 286
Wohnort: Passau
Die chinahörige deutsche Wirtschaft findet das bestimmt klasse. Insofern also: Los!
Ob eine Diktatur der passende Nährboden für die Auseinandersetzung mit Recht ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Allein um den chinesischen Prof., der weit und breit über die Vorzüge des capitalism palavert, zu fragen, wie er denn zu den Lehren von Marx, usw., steht (worauf er nichts "Falsches" sagen wird, um nicht im Gulag zu landen), würde sich eine Reise wohl lohnen.

:-({|=


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Montag 8. März 2010, 16:56 
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Registriert: Freitag 17. Dezember 2004, 20:42
Beiträge: 5354
Wohnort: 7-G
Man setzt sich bei einem LLM mit dem Recht auseinander? ::oops:

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Es darf in diesem Thread wieder zu einem kollegialen Umgangston zurückgefunden werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Montag 8. März 2010, 21:44 
Super Mega Power User
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 22:09
Beiträge: 5839
Quietsche-Ente hat geschrieben:
Ob eine Diktatur der passende Nährboden für die Auseinandersetzung mit Recht ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Ok, daran hab' ich auch schon gedacht.
Auch so als Dozent: Vor ein paar hundert Kommunisten die Grundrechtssystematik zu erklären, könnte riskant sein :werecomingforyou: .
Im Zweifel hätte man ja auch so gut wie keinen Schutz vom eigenen Mutterland, und untertauchen geht auch schlecht, weil man als Europäer nunmal ganz anders aussieht, im Zweifel wegen Körperlänge herausragt und deshalb überall sofort auffällt :-k ...

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Dienstag 9. März 2010, 00:27 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Montag 15. September 2008, 15:26
Beiträge: 286
Wohnort: Passau
hlubenow hat geschrieben:
Quietsche-Ente hat geschrieben:
Ob eine Diktatur der passende Nährboden für die Auseinandersetzung mit Recht ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Ok, daran hab' ich auch schon gedacht.
Auch so als Dozent: Vor ein paar hundert Kommunisten die Grundrechtssystematik zu erklären, könnte riskant sein :werecomingforyou: .
Im Zweifel hätte man ja auch so gut wie keinen Schutz vom eigenen Mutterland, und untertauchen geht auch schlecht, weil man als Europäer nunmal ganz anders aussieht, im Zweifel wegen Körperlänge herausragt und deshalb überall sofort auffällt :-k ...
Gruß

:-)

Was mir mit Blick auf China nicht gefällt, lässt sich in einem Satz ausdrücken:
Niemand füttert die Hand, die einen beißt.

Und wir exportieren laufend Wissen, Technologie, usw. in dieses ach so aufstrebende Land. Wohlgemerkt: Einbahnstraße.
Die Hälfte aller Chinesen scheint sowieso schon hier zu sein. Jedenfalls ist das mein Eindruck , etwa an der hiesigen Universität. So viel freundliches Lächeln, für so viel Industriespionage. Eine echte win-lose Situation, wie etwa ein Dipl.-"Jur." oec. sagen würde...

So viel clash of civilizations für heute.

Das hat man in Deutschland allerdings noch nicht recht verstanden.

Also rufe ich allen LL.M. Studenten in Peking zu, die wohl recht gerne über EU-law und emerging markets labern. Nehmt euer Gastland beim Wort:

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

:-)


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Dienstag 9. März 2010, 02:31 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 22:09
Beiträge: 5839
Man sollte auch mal erwähnen, daß China mit Konfuzius schon vor 2500 Jahren einen großen Staatstheoretiker hatte und dort z.B. auch seit mehreren tausend Jahren gebildete höhere Beamte erst nach strengen Prüfungen in den Staatsdienst aufgenommen wurden.
Zitat:
Konfuzius sprach: "Wer nicht begeisterungsfähig ist, den unterrichte ich nicht. Wer nicht selbst nach Worten sucht, den leite ich nicht an. Wer mir nicht die restlichen drei Ecken zeigt, wenn ich eine Ecke aufgezeigt habe, den unterweise ich nicht weiter."

Der Meister sprach: "Ich unterrichte alle Menschen ohne Unterschied."

(Übersetzung von hier.)
Nachhilfe in Staatskunde braucht dieses Land eigentlich nicht, es ist nur der Westen, der das glaubt.
Damit will ich nicht sagen, daß ich es nicht auch besser fände, wenn die Menschenrechte in China stärker gewürdigt würden. Sondern ich meine, daß das Problem nicht darin besteht, daß die Chinesen das nicht ausreichend verstanden hätten.
Da gab es z.B. einen gewissen "Mo Di", der eine allgemeine Mitmenschlichkeit, also wenn ich das richtige verstehe so etwas ähnliches wie christliche Nächstenliebe (die ja Grundlage unseres Begriffs von Menschenwürde ist) gefordert hat. Nur konnte der sich eben nie wirklich durchsetzen. Wer kennt schon "Mo Di"?
China ist für uns eben sehr schwer zu verstehen ...

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Dienstag 9. März 2010, 14:27 
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Beiträge: 1664
Die Damenwelt und das Essen soll dort gewöhnungsbedürftig sein. Für einen Holiday LLM ist es glaube ich die falsche Location.


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Samstag 10. April 2010, 19:42 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 22:09
Beiträge: 5839
Für Leute, die sich möglicherweise doch für die alte chinesische Kultur interessieren, hier eine Sendung über den Taoismus, (nur) noch ein paar Tage (um heute, 10.4.2010) im Internet bei "Arte +7"

hier .

Viel Spaß

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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Samstag 7. April 2018, 13:36 
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Beiträge: 5839
Hausaufgabe:

Sehen Sie sich diese Doku an, fassen Sie die Lehren des Konfuzius zum Aufbau einer wohlgeordneten Gesellschaft (z.B. in Bezug auf Familie, Bildung und Staatswesen) zusammen und vergleichen Sie sie mit den Zuständen im heutigen Deutschland:

https://www.arte.tv/de/videos/055170-000-A/konfuzius/


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Samstag 7. April 2018, 14:19 
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Beiträge: 8518
Kommt das in der Klausur dran?

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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 Betreff des Beitrags: Re: China-EU School of Law?
BeitragVerfasst: Samstag 7. April 2018, 14:27 
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Registriert: Dienstag 4. November 2014, 07:51
Beiträge: 7908
famulus hat geschrieben:
Kommt das in der Klausur dran?


In Grundzügen. Vertiefte Kenntnisse werden jedoch nicht gefordert.

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Having cats in the house is like living with art that sometimes throws up on the carpet


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