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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 15:00 
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Beiträge: 35
Herr Anwalt hat geschrieben:
Es gibt Studien aus Cambridge die schon im Säuglingsalter zeigen, dass sich männliche Säuglinge für technische Dinge interessieren oder Dinge die sich bewegen und Frauen eher für weiche Formen, oder dem Menschen nachempfundene Dinge.


Es gab auch mal eine Studie, die sich mit der Spielzeugauswahl bei Affen beschäftigte:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 35668.html

Man könnte sich allerdings darüber streiten, woher der Schimpanse weiß, dass ein Auto ein männliches Spielzeug sein soll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 15:06 
Fossil
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Beiträge: 13038
Rollenvorbilder helfen aber die unterschwelligen sozialen Erwartungshaltungen zu überwinden: Auf die Ansage einer Abiturientin, sie wolle Jura, Medizin oder Pharmazie studieren, wird heute kaum jemand mehr "komisch" reagieren. Die Abiturientin, die ankündigt, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik studieren zu wollen, dürfte heute hingegen immer noch den ein oder anderen fragenden Blick ernten, warum sie sich denn bitte für sowas interessiert, das ist doch so "technisch", so "männlich". Und wenn man auf dieser Ebene stehen bleibt, dann sind MINT-Fächer für Abiturientinnen möglicherweise nicht gleichermaßen interessant wie andere Fächer, weil ihnen schlichtweg niemand frühzeitig vermittelt hat, dass das etwas ist, was sie können, und dass man damit auch was wirklich "Interessantes" und "Nützliches" machen kann.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 15:38 
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Registriert: Dienstag 2. März 2010, 20:55
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Gerade die aktuelle Entwicklung im MINT-Bereich zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit und der Zunahme der Rollenvorbilder ist, bis die Frauen auch hier mit den Männern gleichziehen oder sie sogar überholen. 

Dass Frauen kein Interesse an MINT hätten, stimmt so pauschal nämlich offenkundig nicht. Dazu genügt schon ein kurzer Blick in die Studierenden-Statistik. So studieren in der Fächergruppe "Mathematik, Naturwissenschaften" inzwischen fast genauso viele Frauen (146.000) wie Männer (163.000) und bei den Erstsemestern sind sie sogar leicht in der Überzahl 24.100 : 23.900). Lediglich in Ingenieurwissenschaften und Informatik liegen sie noch deutlich zurück. - Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. 

Wie wichtig weibliche Rollenvorbilder sind, habe ich selbst in meiner Schulzeit erlebt. Wir hatten in der 10. und 11. Klasse eine junge engagierte Mathe- und Physik-Lehrerin, die überdies noch superhübsch und cool war. Mehr als die Hälfte der Mädchen hat anschließend Mathe-LK genommen, und immerhin rund ein Viertel Physik-LK. Bei den Mädchen aus den Parallel-Klassen (mit Männern als Lehrer) waren es dagegen nur einzelne wenige. 

Letztlich wird das auch bei den MINT-Fächern ein sich selbst verstärkendes System werden, wie in den anderen Studiengängen auch: Mehr weibliche MINT-Absolventen bedeutet mehr weibliche MINT-Lehrer als Vorbilder und daraufhin noch mehr MINT-Absolventen usw.

Allen Auto-spielenden-Affen zum Trotz. 


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 15:59 
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Levi hat geschrieben:
Gerade die aktuelle Entwicklung im MINT-Bereich zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit und der Zunahme der Rollenvorbilder ist, bis die Frauen auch hier mit den Männern gleichziehen oder sie sogar überholen. 


Du meinst wie auch sonst überall in der Gesellschaft? Die letzte Bastion des armen weißen Mannes, der MINT-Bereich, droht zu fallen und durch die Herrenrasse der Frauen ersetzt zu werden?

Mal ernsthaft:

Wahrscheinlich steht es hier schon 20 mal in diesem Thread aber die Sache ist mE viel einfacher als so mancher meint. Wir wissen, dass die Variation bei Frauen viel geringer ist und zwar in allen Bereichen als bei Männern. Frauen sind in der Regel immer relativ nahe an der Norm. Es gibt bei Frauen in allen Bereichen viel seltener Extreme als bei Männern. Was Evolutionstechnisch auch Sinn ergibt. Eine Frau ist für das Fortbestehen der Art viel wichtiger als der Mann und die Natur kann er sich nicht erlauben zu viel Ausschuss zu haben. Wenn 10% der Männchen aufgrund ihrer Körpergröße von 1,50m kein Weibchen finden, ist es für den Arterhalt relativ egal. Wenn aber 10% der Weibchen wegen ihrer Körpergröße von 2,00m kein Männchen finden, ist es schonmal doof.

MINT-Fächer begünstigen Inselbegabungen und verlangen zum Teil die vollkommende Unterordnung des gesamten Lebens für eine Mission. Das wird man bei Frauen viel seltener finden als bei Männern. Darum wird auch der Frauenanteil an NASA-Raketenwissenschaftlern immer sehr gering bleiben und damit auch die Vorbilder, die bei Frauen für die Fächer werben. Das ist ja auch nicht schlimm, da die meisten Frauen die MINT-Studieren würden, eh ihr Leben nicht für die Raketenwissenschaft opfern werden.

Das Problem ist doch schon, dass man irgendwie meint, dass die Welt besser wäre, wenn mehr Frauen Weltraumraketen bauen. Tatsächlich sollten die Raketen aber die Leute bauen, die wissen was sie da tun und wenn das nun einmal alles Männer sind, dann sind das halt alles Männer.

Diskriminierung ist daher nicht, dass es irgendwo weniger als 50% Frauen gibt. Diskriminierung findet da statt, wo Frauen, die diese Hingabe und Fähigkeit zeigen, nicht die gleiche Chance erhalten. Wenn eine Frau genauso gut Raketen baut wie ihre männlichen Kollegen, sollte sie, schon im Interesse der Fortschritts, bei einer Stellenbesetzung gleichermaßen berücksichtigt werden. Diese Unterschied wird häufig verkannt und auch in diesem Thread...

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 16:04 
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Levi du unterschlägst aber mal locker, dass eine der größten Naturwissenschaften - die Medizin - einen massiven Frauenüberschuss hat. Genau wie du sagst, gibt es nämlich innerhalb der MINT stark unterschiedliche Präferenzen. Frauen neigen dazu helfende Tätigkeiten anzunehmen, die mit Menschen zu tun haben. Überall wo es menschelt und wo auch das Einfühlvermögen und Sozialverhalten eine große Rolle spielt. Je abstrakter aber die Tätigkeit wird, desto mehr Männer können sich dafür begeistern. Ingenieurswissenschaften, Elektrotechnik, theoretische Physik.
Da sucht man Frauen weiterhin mit der Lupe. Trotz tausender Girlsdays. Es interessiert sie einfach nicht. Und das ist doch auch gar nicht schlimm.

Eine 50:50 Verteilung wird es nie geben. Allen Vorbildern zum trotz.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 16:19 
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Die naturwissenschaftlichen Fächer werden auch als Tempel der Autisten bezeichnet, weil solche Inselbegabungen oft im mathematischen Bereich auffallen. Statistisch gesehen gibt es mehr Männer mit Asperger-Autismus, das könnte einen erblich bedingten männlichen Überschuss erklären in den MINT-Fächern.

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LG Candor


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 16:29 
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@Ara
Ach, was wurde mit der angeblichen Verschiedenheit der Geschlechter nicht schon alles für krudes Zeug begründet. Hier beispielsweise ein Zitat vom Richtertag 1921, der sich gegen die von der Reichsregierung geplante  (und 1922 dann auch tatsächlich eingeführte) Zulassung von Frauen zum Richterdienst aussprach:

Zitat:
"Die Unterstellung des Mannes unter den Willen und den Urteilsspruch einer Frau widerspricht der Stellung, welche die Natur dem Manne gegenüber der Frau angewiesen hat und wie sie durch die Verschiedenheit des Geschlechts begründet ist. Sie widerspricht dem natürlichen Charakter des Mannes. Sie widerspricht auch dem besonderen deutschen Mannesgefühl, wie es bei der Mehrzahl der deutschen Männer ausgebildet ist. ... Die gleichwohl erfolgende Unterstellung des Mannes unter den Richterspruch der Frau würde daher eine schwierige Gefährdung des Ansehens der Gerichte zur Folge haben. ... durch die Zulassung der Frau als Berufsrichterin würde der Rechtsprechung das Grab gegraben."


Nachdem die Justiz durch die Frauen schon ins Grab gebracht wurde, muss jetzt also wenigstens noch die Raketentechnik vor ihnen gerettet werden. :alright


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 16:35 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Levi du unterschlägst aber mal locker, dass eine der größten Naturwissenschaften - die Medizin - einen massiven Frauenüberschuss hat.

Die Medizin ist in der Fächergruppe "Mathematik, Naturwissenschaft" überhaupt nicht dabei. Sie hat eine eigene Fächergruppe.
Der Frauenüberschuss in der Medizin ist inzwischen allgemein bekannt. Dagegen hält sich immer noch das Gerücht, dass Frauen im MINT-Bereich unterrepräsentiert seien. Das stimmt in dieser Allgemeinheit aber nicht mehr. Sie sind nur noch bei I und T unterrepräsentiert, dagegen nicht mehr bei M und N.


Zuletzt geändert von Levi am Samstag 12. August 2017, 16:41, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 16:40 
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Levi hat geschrieben:
@Ara
Ach, was wurde mit der angeblichen Verschiedenheit der Geschlechter nicht schon alles für krudes Zeug begründet. Hier beispielsweise ein Zitat vom Richtertag 1921, der sich gegen die von der Reichsregierung geplante  (und 1922 dann auch tatsächlich eingeführte) Zulassung von Frauen zum Richterdienst aussprach:

Zitat:
"Die Unterstellung des Mannes unter den Willen und den Urteilsspruch einer Frau widerspricht der Stellung, welche die Natur dem Manne gegenüber der Frau angewiesen hat und wie sie durch die Verschiedenheit des Geschlechts begründet ist. Sie widerspricht dem natürlichen Charakter des Mannes. Sie widerspricht auch dem besonderen deutschen Mannesgefühl, wie es bei der Mehrzahl der deutschen Männer ausgebildet ist. ... Die gleichwohl erfolgende Unterstellung des Mannes unter den Richterspruch der Frau würde daher eine schwierige Gefährdung des Ansehens der Gerichte zur Folge haben. ... durch die Zulassung der Frau als Berufsrichterin würde der Rechtsprechung das Grab gegraben."


Nachdem die Justiz durch die Frauen schon ins Grab gebracht wurde, muss jetzt also wenigstens noch die Raketentechnik vor ihnen gerettet werden. :alright


Das lassen sich die Frauen nicht 2-mal sagen. Irgendwo braucht es doch eine Herausforderung. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:30 
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@Ara: Damit mag man allenfalls begründen können, weshalb die Nobelpreisquote von Frauen wahrscheinlich nie bei 50 % liegen wird. Man wird möglicherweise auch begründen können, weshalb der Abiturient mit 12 Punkten in Physik ein Physik-Studium aufnimmt (weil mit Abstand sein bestes Fach) und die Abiturientin mit der gleichen Physik-Note nicht auf Idee kommt, ein Physikstudium aufzunehmen, weil sie möglicherweise breiter begabt ist, zig andere Interessen hat und sich fragt, was sie eigentlich mit einem Physik-Studium anfangen soll - stattdessen studiert sie dann Medizin o. Ä. Aber auch im MINT-Bereich muss man für 99 % aller Tätigkeiten nicht sheldon-mäßig begabt sein und 90 % aller Tätigkeiten erfordern allenfalls eine leicht überdurchschnittliche Begabung und mittelmäßigen Arbeitseinsatz.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:36 
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Levi hat geschrieben:
@Ara
Ach, was wurde mit der angeblichen Verschiedenheit der Geschlechter nicht schon alles für krudes Zeug begründet. Hier beispielsweise ein Zitat vom Richtertag 1921, der sich gegen die von der Reichsregierung geplante  (und 1922 dann auch tatsächlich eingeführte) Zulassung von Frauen zum Richterdienst aussprach:

Zitat:
"Die Unterstellung des Mannes unter den Willen und den Urteilsspruch einer Frau widerspricht der Stellung, welche die Natur dem Manne gegenüber der Frau angewiesen hat und wie sie durch die Verschiedenheit des Geschlechts begründet ist. Sie widerspricht dem natürlichen Charakter des Mannes. Sie widerspricht auch dem besonderen deutschen Mannesgefühl, wie es bei der Mehrzahl der deutschen Männer ausgebildet ist. ... Die gleichwohl erfolgende Unterstellung des Mannes unter den Richterspruch der Frau würde daher eine schwierige Gefährdung des Ansehens der Gerichte zur Folge haben. ... durch die Zulassung der Frau als Berufsrichterin würde der Rechtsprechung das Grab gegraben."


Nachdem die Justiz durch die Frauen schon ins Grab gebracht wurde, muss jetzt also wenigstens noch die Raketentechnik vor ihnen gerettet werden. :alright


Die ist ja jetzt zum Glück fest in männlicher, wohl genährter, nordkoreanischer Hand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:38 
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julée hat geschrieben:
@Ara: Damit mag man allenfalls begründen können, weshalb die Nobelpreisquote von Frauen wahrscheinlich nie bei 50 % liegen wird. Man wird möglicherweise auch begründen können, weshalb der Abiturient mit 12 Punkten in Physik ein Physik-Studium aufnimmt (weil mit Abstand sein bestes Fach) und die Abiturientin mit der gleichen Physik-Note nicht auf Idee kommt, ein Physikstudium aufzunehmen, weil sie möglicherweise breiter begabt ist, zig andere Interessen hat und sich fragt, was sie eigentlich mit einem Physik-Studium anfangen soll - stattdessen studiert sie dann Medizin o. Ä. Aber auch im MINT-Bereich muss man für 99 % aller Tätigkeiten nicht sheldon-mäßig begabt sein und 90 % aller Tätigkeiten erfordern allenfalls eine leicht überdurchschnittliche Begabung und mittelmäßigen Arbeitseinsatz.


Das war auch in Verbindung mit den "fehlenden Vorbildern" und co. zu sehen. Man wird halt (so denke ich) nicht Physiker, um einer der 90% der Physiker zu werden, sondern um Stephen Hawking zu sein. Bei Jura oder Medizin kann man dagegen eher Matlock oder eine dieser gutaussehenden Schnallen aus Grey's Anatomy werden. Man muss nicht der beste Jurist oder beste Arzt sein, um als Vorbild zu agieren. Wobei ich nicht sagen will, dass Matlock nicht awesome als Jurist ist!

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:43 
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Vortex hat geschrieben:
https://genderini.wordpress.com/2015/09/13/statement-zum-ausschluss-von-r/


Hilfe, was wollen diese Aliens von uns?! Erinnert mich an meine Zeit in der regionalen Politik, wo eine Feministin in einer internen Gruppe ungefragt meine urheberrechtlich geschützten, namentlich unterschriebenen Texte mit weiblichen Zusätzen unleserlich machte. Ich war not amused. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gender Mainstreaming
BeitragVerfasst: Samstag 12. August 2017, 18:47 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
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Ara hat geschrieben:
julée hat geschrieben:
@Ara: Damit mag man allenfalls begründen können, weshalb die Nobelpreisquote von Frauen wahrscheinlich nie bei 50 % liegen wird. Man wird möglicherweise auch begründen können, weshalb der Abiturient mit 12 Punkten in Physik ein Physik-Studium aufnimmt (weil mit Abstand sein bestes Fach) und die Abiturientin mit der gleichen Physik-Note nicht auf Idee kommt, ein Physikstudium aufzunehmen, weil sie möglicherweise breiter begabt ist, zig andere Interessen hat und sich fragt, was sie eigentlich mit einem Physik-Studium anfangen soll - stattdessen studiert sie dann Medizin o. Ä. Aber auch im MINT-Bereich muss man für 99 % aller Tätigkeiten nicht sheldon-mäßig begabt sein und 90 % aller Tätigkeiten erfordern allenfalls eine leicht überdurchschnittliche Begabung und mittelmäßigen Arbeitseinsatz.


Das war auch in Verbindung mit den "fehlenden Vorbildern" und co. zu sehen. Man wird halt (so denke ich) nicht Physiker, um einer der 90% der Physiker zu werden, sondern um Stephen Hawking zu sein. Bei Jura oder Medizin kann man dagegen eher Matlock oder eine dieser gutaussehenden Schnallen aus Grey's Anatomy werden. Man muss nicht der beste Jurist oder beste Arzt sein, um als Vorbild zu agieren. Wobei ich nicht sagen will, dass Matlock nicht awesome als Jurist ist!


Och, so ein bisschen CSI-mäßig cool ist doch eigentlich en vogue.

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