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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 00:38 
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OJ1988 hat geschrieben:
Deine apodiktischen Behauptungen machen noch kein Argument. Gerade die Unzuverlässigkeit der Demoskopie in jüngerer Zeit sollte davon abhalten, den Sieg oder Niederlage bei einer Wahl daran zu messen, inwieweit die Ergebnisse mit der letzten Umfrage übereinstimmen. Wer seine Zahl der Parlamentssitze um 33% steigern kann, hat eine Wahl auch dann nicht verloren, wenn die Umfragen nahelegten, dass er sie ggf. noch höher hätte gewinnen können.


Ein Verlust in den Umfragewerten von mehr als 30% innerhalb weniger Wochen vor der Wahl lässt sich nicht alleine mit der Unzuverlässigkeit demoskopischer Verfahren erklären. Insbesondere dann nicht, wenn die Umfragen unmittelbar vor der Wahl diesen Trend abgezeichnet haben. Es war übrigens keine Behauptung meinerseits, dass die Berichterstattung den Rechtspopulisten schadet, sondern eine Vermutung. Die ich deiner Vermutung, die Berichterstattung würde ihnen helfen, als ebenso gut mögliche Alternative entgegengesetzt habe. Warum meine "Behauptung" nun apodiktisch sein soll, deine aber natürlich nicht, kann ich nicht nachvollziehen.

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Zuletzt geändert von [enigma] am Dienstag 21. März 2017, 00:44, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 00:43 
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Die Behauptung, um die es ging, war, dass sich Sieg oder Niederlage bei einer Wahl ausschließlich (!) nach den vorherigen Umfragen richten. Dann hätte freilich auch eine Partei, die bspw. in der letzten Wahl 35% bekam, in den Umfragen zwischenzeitlich bei 45% lag und tatsächlich bei 40% landet und die Regierung bilden kann, die Wahl "verloren". Dass das Quatsch ist, siehst du hoffentlich selbst.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 00:47 
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Das ist korrekt. Wenn eine zuvor unbedeutende Partei aber aufgrund aktueller Entwicklungen in den Umfragen langfristig bei um die 30% liegt und als wahrscheinlicher Wahlsieger gehandelt wird, dann bei der Wahl 10% bekommt und nur dritt- oder viertstärkste Kraft wird, ist das eben auch kein Wahlsieg. Oder würdest du es auch als Wahlsieg etwa der AfD bezeichnen, wenn sie im September knapp mit 5% in den Bundestag einzieht?

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 00:52 
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Der von manchen befürchtete Erdrutschsieg ist ausgeblieben. Wer kräftig Parlamentssitze hinzugewinnt hat aber auch keine Niederlage erlitten.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 01:06 
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Nochmal: Würdest du es auch nicht als Niederlage der AfD bezeichnen, bei der BTW bei 5-7% zu landen? Als AfD-Parteistratege würde ich einen derartigen Zustimmungsschwund durchaus mit großer Sorge betrachten und nicht den triumphalen Einzug in den Bundestag feiern. Aber vielleicht bin ich ja auch einfach nur Pessimist ;)

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 01:11 
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Nein, natürlich nicht. Wenn eine neue Parteigründung zum ersten Mal inden Bundestag einzieht, ist das ein phänomenaler Erfolg - nicht zuletzt deshalb, weil es das in der bundesrepublikanischen Geschichte bislang nur einmal gegeben hat. Ich muss dir auch hoffentlich nicht erklären, welche finanziellen Folgen ein Einzug in den Bundestag für eine Partei, die ihre zugehörige Fraktion und ihr metapolitisches Umfeld hat.

Ich habe allerdings kaum Zweifel darüber, dass die Presse ein AfD-Ergebnis bei der BTW von sagen wir mal 6% als Niederlage betiteln würde.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 01:31 
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Wäre es ja auch, wenn die Partei in nicht einmal einem Jahr zwei Drittel ihrer potenziellen Wähler verlöre. Kann man so oder so sehen. Den rapiden Stimmenschwund als Niederlage für die Partei zu bezeichnen ist jedenfalls weder unvertretbar noch absolut falsch.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 01:37 
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[enigma] hat geschrieben:
Wilders Wählerpotenzial lag ja deutlich höher und nur daran werden Wahlsiege gemessen. Das auszuschöpfen wäre ihm natürlich leichter gefallen, wenn man ihm eine kritikfreie Plattform bietet. Hat man übrigens auch schön am US-Wahlkampf gesehen. Anfangs hat man Trumps Aussagen inhaltlich unkommentiert weiterverbreitet und sich bestenfalls über seine kleinen Hände lustig gemacht. Seit die US-Medien sich auf ihn eingeschossen haben, sinken seine Umfragewerte.


In der Schweiz ließ sich eine ähnliche Entwicklung beobachten. Als die Parteien der Linken und Mitte endlich den Rechten etwas entgegensetzten, verloren die Rechtspopulisten deutlich an Stimmen. Die Medien trugen dazu bei mit ihrer Kritik an der SVP.

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LG Candor


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 01:46 
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OJ1988 hat geschrieben:
Nein, natürlich nicht. Wenn eine neue Parteigründung zum ersten Mal inden Bundestag einzieht, ist das ein phänomenaler Erfolg - nicht zuletzt deshalb, weil es das in der bundesrepublikanischen Geschichte bislang nur einmal gegeben hat. Ich muss dir auch hoffentlich nicht erklären, welche finanziellen Folgen ein Einzug in den Bundestag für eine Partei, die ihre zugehörige Fraktion und ihr metapolitisches Umfeld hat.

Ich habe allerdings kaum Zweifel darüber, dass die Presse ein AfD-Ergebnis bei der BTW von sagen wir mal 6% als Niederlage betiteln würde.


Es ist doch letztlich immer nur die Frage, was man als Bezugssystem wählt: Das vorhergehende Wahlergebnis als lange zurückliegende Momentaufnahme oder die vorherigen Umfragewerte. Wenn jemand vor der Wahl beständig wahnsinnig hoch gehandelt worden ist, dann ist es durchaus eine Niederlage, wenn er weit dahinter zurückbleibt, mag das Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl besser sein.

Und 6 % für die AfD bei der nächsten Bundestagswahl bedeuteten zwar den Einzug ins Parlament, allerdings wären das lediglich 1,3 % mehr als 2013 (direkt nach der Gründung) und deutlich weniger als zwischenzeitlich bei den Landtagswahlen. Dementsprechend wäre der Triumph ("Einzug in den Bundestag") marginalisiert; im Vordergrund stünde der Misserfolg (deutlich unter 10 %).

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 08:44 
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julée hat geschrieben:
OJ1988 hat geschrieben:
Nein, natürlich nicht. Wenn eine neue Parteigründung zum ersten Mal inden Bundestag einzieht, ist das ein phänomenaler Erfolg - nicht zuletzt deshalb, weil es das in der bundesrepublikanischen Geschichte bislang nur einmal gegeben hat. Ich muss dir auch hoffentlich nicht erklären, welche finanziellen Folgen ein Einzug in den Bundestag für eine Partei, die ihre zugehörige Fraktion und ihr metapolitisches Umfeld hat.

Ich habe allerdings kaum Zweifel darüber, dass die Presse ein AfD-Ergebnis bei der BTW von sagen wir mal 6% als Niederlage betiteln würde.


Es ist doch letztlich immer nur die Frage, was man als Bezugssystem wählt: Das vorhergehende Wahlergebnis als lange zurückliegende Momentaufnahme oder die vorherigen Umfragewerte. Wenn jemand vor der Wahl beständig wahnsinnig hoch gehandelt worden ist, dann ist es durchaus eine Niederlage, wenn er weit dahinter zurückbleibt, mag das Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl besser sein.

Und 6 % für die AfD bei der nächsten Bundestagswahl bedeuteten zwar den Einzug ins Parlament, allerdings wären das lediglich 1,3 % mehr als 2013 (direkt nach der Gründung) und deutlich weniger als zwischenzeitlich bei den Landtagswahlen. Dementsprechend wäre der Triumph ("Einzug in den Bundestag") marginalisiert; im Vordergrund stünde der Misserfolg (deutlich unter 10 %).


Stimmt, es ist eine Frage des Framings. Dass eine Partei, die derzeit nicht im BT vertreten ist, den Einzug als Sieg empfindet, halte ich aber tatsächlich für naheliegender. Frag mal die FDP.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 10:24 
Fossil
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Ja und nein. Freude hat insoweit auch immer was mit den Erwartungen zu tun. Bei 4 Punkten im Examen hätte es Dich vermutlich auch nicht sofort sonderlich getröstet, dass Du immerhin bestanden hast. Mich jedenfalls nicht.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 11:15 
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julée hat geschrieben:
Ja und nein. Freude hat insoweit auch immer was mit den Erwartungen zu tun. Bei 4 Punkten im Examen hätte es Dich vermutlich auch nicht sofort sonderlich getröstet, dass Du immerhin bestanden hast. Mich jedenfalls nicht.


Die Metapher ist schief. Eine Partei, die nicht im Bundestag vertreten ist, ist in deinem Bild der 4-Punkte-Kandidat, der schon das ganze Studium über ums Bestehen kämpfen musste. Der wird sich natürlich über ein bestandes Examen freuen, auch wenn es "nur" 4,5 Punkte sind.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 11:31 
Fossil
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Bevor der vb-Kandidat sein Examen nicht bestanden hat, hatte er auch keins, darf also auch nicht mitspielen, egal, wie viel Potential er mitbringt. Passt also schon.

Und insofern werden sich bei der Bundestagswahl vermutlich 6 % für die FDP (Wiedereinzug in den Bundestag! Wir sind wieder wer! Freudentaumel) besser anfühlen als für die AfD (Einzug in den Bundestag! Immerhin Minimalziel erreicht...).

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. März 2017, 16:03 
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 23:09
Beiträge: 4768
So, der Wahlkampf ist eröffnet, Schulz bekennt Farbe:

https://www.youtube.com/watch?v=-DY3vazPo6I

Kein Unterschied zu Merkel. Tja. Das war's dann, "Sankt Martin". ::roll:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. März 2017, 16:17 
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Beiträge: 3691
Schulz.... Bitte lass diesen Kelch an uns vorübergehen (dafür muss ich mir das RT Video, oder was das wieder für ein Blödsinn ist, gar nicht anschauen) [-o< Alleine wegen Schulz sollten sich die besorgten Bürger, die sich von der CDU abgewandt haben und zur AfD tendieren, doppelt überlegen ob sie ihre Stimmen wirklich in Rauch aufgehen lassen wollen wenn sie die AfD wählen.

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