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BeitragVerfasst: Montag 29. Januar 2018, 17:09 
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Ja - genau so muss er das gemeint haben mit "das durchsetzen, was notwendig ist, damit wir unser freies Leben leben können", dem "Islam als Bedrohung" und mit der Aussage, dass der Islam nicht nach Europa gehöre. Es geht natürlich nur um den "politischen" Islam. ::roll:

Ziemliche Verrenkungen, um deine Interpretationen mit dem Wortlaut in Übereinstimmung zu bringen - das hat ja fast schon etwas Religiös-Fundamentalistisches, findest du nicht?

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BeitragVerfasst: Montag 29. Januar 2018, 22:24 
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hlubenow hat geschrieben:
famulus hat geschrieben:

Womit er in der Tradition von Staatsgründer Atatürk steht, der für eine eher säkulare türkische Republik eingetreten ist.
Der Bosporus ist traditionell die Grenze zwischen der westlichen Welt und der arabischen.
Wenn er sagt, am Bosporus sei Schluß, dann meint er, daß der politische Islam sich nicht über Europa ausbreiten, sondern sich auf die arabische Welt beschränken soll.
Das ist die gängige Forderung. Gut, daß er die Frage auch in der politischen Diskussion thematisiert.

Deine Lesart finde ich regelrecht unerträglich - Bernd Höcke verwendet doch selbst den Begriff der "Direktive", insofern ist völlig klar, dass es nicht um irgendwelche soll-Forderungen geht, sondern um die anvisierte Veränderung eines politischen Konzepts in einem anderen (souveränen!) Staat. Das ist selbst für die AfD ein Paradigmenwechsel - und hoffentlich nicht der erste Schritt in die Richtung, dass ein erstarktes Deutschland andere Länder unterwerfen solle. Das zu tun, was notwendig ist, Direktiven in anderen Staaten vorzunehmen, sobald man die Macht ergriffen hat - das Vokabular kommt einem in beängstigender Weise bekannt vor.


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 02:45 
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Quantensprung hat geschrieben:
Deine Lesart finde ich regelrecht unerträglich - Bernd Höcke verwendet doch selbst den Begriff der "Direktive", insofern ist völlig klar, dass es nicht um irgendwelche soll-Forderungen geht, sondern um die anvisierte Veränderung eines politischen Konzepts in einem anderen (souveränen!) Staat. Das ist selbst für die AfD ein Paradigmenwechsel - und hoffentlich nicht der erste Schritt in die Richtung, dass ein erstarktes Deutschland andere Länder unterwerfen solle. Das zu tun, was notwendig ist, Direktiven in anderen Staaten vorzunehmen, sobald man die Macht ergriffen hat - das Vokabular kommt einem in beängstigender Weise bekannt vor.

Erstarktes Deutschland oder erstarkter Islam in Deutschland - Was davon willst Du? Was davon, glaubst Du, wird sich eher für Deine Interessen einsetzen?


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 05:51 
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Und dass lediglich diese beiden Optionen bestehen und die eine die andere in dieser Weise bedingt, bedarf natürlich keiner weiteren Erörterung mehr?

Inhaltlich aber also kein Widerspruch von dir. Glückwunsch - damit bist du wieder einen Schritt weiter gegangen.

Kann Höcke eigentlich irgend etwas sagen, das selbst dir dann zu extrem wäre? Ich glaube es inzwischen nicht mehr. Wie kann man bei solchen Sprüchen nicht sofort an Goebbels' Duktus denken? Viel fehlt zur absoluten Mobilmachung nicht mehr.

Mehr und mehr habe ich den Eindruck, Bernd H. ist ein soziales Experiment, das belegen soll, dass das Unvorstellbare - dass eine solche Aufstachelung in Deutschland selbst mit der eigenen historischen Erfahrungen möglich ist - verfangen kann, liebe Freunde.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 07:07 
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Dass das funktioniert, weiß man doch und konnte es eindrücklich (filmisch) sehen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Das_Experiment_(Film)

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_(2008)

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 08:09 
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Der politische Islam ist eine große Gefahr für die westliche Kultur.
Das ist auch kein Göbbels Duktus sondern eine Tatsache.

Durch den Zusammenprall der vollkommen unterschiedlichen Kulturen kommt es zu großen Konflikten die wir bereits jetzt erleben. Man muss nur einmal nach Paris schauen oder in diverse Gegenden in Deutschland um zu sehen, dass dort zwei Kulturen nebeneinander leben.

Der Islam ist schlichtweg unvereinbar mit den westlichen Grundsätzen und ein Fortschrittsbremsklotz.
Je weniger Religion wir haben, desto mehr prosperiert die Gesellschaft.

Es ist witzig, dass hier Dinge wie die Welle oder das Experiment angesprochen werden.
Treffen diese doch ideal auf das Dogma des Multikulturalismus zu.

Es kann keinen Multikulturalismus geben, solange wir kuffār in Augen der 20% Radikalen sind, die uns das Schlechteste wünschen.
Und diese bestimmen die Agenda.

Allein bei den Türken, die zum Großteil bereits sehr lange hier leben hat eine Studie der Uni Münster herausgefunden, dass für die Hälfte von ihnen die die Islam-Gebote über dem Gesetz stehen.
Eine Bankrotterklärung für ihre Integration.
1/3 findet: "Nur der Islam ist in der Lage die Probleme unserer Zeit zu lösen."

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... us-jpg.jpg

Und ich möchte nicht wissen, was bei einer Umfrage unter Syrern oder Nordafrikanern herauskommt.

Zur Frage, welche Haltung man zu Menschen jüdischer Abstammung habe zeigt sich folgendes Bild:

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... nz-jpg.jpg

30% möchten lieber keine Angaben machen. Atheisten (aufgeklärte Menschen) schneiden auch sehr schlecht ab.
Bezeichnend.

Btw. Da hier die Nazis angesprochen wurden.
Der Großteil der Deutschen war friedlich.
Die Nazis aber hatten die Agenda. Radikal waren vielleicht 10% Deutsche.
Der Großteil war eine schweigende "friedliche" Mehrheit.

Wieviele Juden leben in hauptsächlich muslimisch geprägten Ländern? Warum leben sie dort nicht?

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 08:34 
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Ich will hier hlubenow sicher nicht beispringen, noch weiß ich was ein Goebbels-Duktus ist (bezieht sich das auf seine Rede im Sportpalast?). Ich finde die Lesart aber gar nicht so abwegig. Das mit etwas am Bosporus "Schluss sein soll" kann ja durchaus meinen, dass sich etwas nicht über einen bestimmten Punkt hinaus ausbreiten soll. Unser Fußballtrainer sagte immer: "Am 16er isch Schluss" (bezogen auf die gegnerischen Stürmer). Also dass die eben nicht in den Strafraum sollen. Ihr wisst was ich meine...:D :D

Als ich das gelesen habe, kam mir übrigens auch Erdogan mit seinen Minaretten und Bajonetten in den Sinn. Vielleicht hat er sich auch darauf bezogen?

In der Sache geht mir das aber auch alles zu weit, denn egal wie man es liest: Was in anderen Ländern passiert, geht Höcke einen Scheissdreck an. Oder grenzt Deutschland neuerdings an die Türkei / Bosporus? Er kann ja über Deutschland sprechen, dass er dort die Ms nicht haben will, wenn er meint. Und wenn er schon dabei ist, kann er auch gleich eine andere Wortwahl an den Tag legen und seine Kritik/Bedenken vernünftig äußern.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 08:35 
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famulus hat geschrieben:
Mehr und mehr habe ich den Eindruck, Bernd H. ist ein soziales Experiment(...)

Das wär's. Es war die ganze Zeit Hape Kerkeling in der Rolle seines Lebens!

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 08:47 
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JulezLaw hat geschrieben:
famulus hat geschrieben:
Mehr und mehr habe ich den Eindruck, Bernd H. ist ein soziales Experiment(...)

Das wär's. Es war die ganze Zeit Hape Kerkeling in der Rolle seines Lebens!


Eher Böhmermann :D

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:04 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Der politische Islam ist eine große Gefahr für die westliche Kultur...

Allein bei den Türken, die zum Großteil bereits sehr lange hier leben hat eine Studie der Uni Münster herausgefunden, dass für die Hälfte von ihnen die die Islam-Gebote über dem Gesetz stehen.
Eine Bankrotterklärung für ihre Integration.


Nach dieser Logik wäre auch bei allen Katholiken die Integration kläglich gescheitert. Auch für sie steht nämlich das ewige göttliche Gesetz über dem staatlichen Recht. Staatliche Gesetze sind für katholische Christen nur dann und insoweit verbindlich, wie sie mit dem göttlichen Gesetz übereinstimmen.

Als Beispiel hier nur ein Auszug aus der Enzyklika EVANGELIUM VITAE (1992):
Zitat:
72. In Kontinuität mit der gesamten Tradition der Kirche steht auch die Lehre über die notwendige Übereinstimmung des staatlichen Gesetzes mit dem Sittengesetz, wie sie gleichfalls aus der genannten Enzyklika Johannes' XXIII. hervorgeht: »Die Befehlsgewalt wird von der sittlichen Ordnung erfordert und geht von Gott aus. Falls daher Staatslenker entgegen dieser Ordnung und insofern entgegen dem Willen Gottes Gesetze erlassen oder etwas gebieten, dann können weder die erlassenen Gesetze noch die gewährten Vollmachten das Gewissen der Bürger verpflichten... Vielmehr bricht dann die Autorität selbst völlig zusammen, und es folgt scheußliches Unrecht«. Das ist die klare Lehre des hl. Thomas von Aquin, der unter anderem schreibt: »Das menschliche Gesetz hat nur insoweit den Charakter eines Gesetzes, insoweit es der rechten Vernunft gemäß ist; und insofern ist es offensichtlich, daß es vom ewigen Gesetz her abgeleitet wird. Wenn es aber von der Vernunft abweicht, wird es ungerechtes Gesetz genannt und hat nicht den Charakter eines Gesetzes, sondern vielmehr den einer Gewalttätigkeit«. Und weiter: »Jedes von Menschen erlassene Gesetz hat insoweit den Charakter eines Gesetzes, insoweit es vom Naturgesetz abgeleitet wird. Wenn es aber in irgend etwas von dem Naturgesetz abweicht, dann wird es nicht mehr Gesetz, sondern die Zersetzung des Gesetzes sein« ... Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen. 
Seit den Anfangszeiten der Kirche hat die Verkündigung der Apostel den Christen die Verpflichtung zum Gehorsam gegenüber den rechtmäßig eingesetzten staatlichen Autoritäten eingeschärft (vgl. Röm 13, 1-7; 1 Petr 2, 13-14), sie aber gleichzeitg entschlossen ermahnt, daß »man Gott mehr gehorchen muß als den Menschen« (Apg 5, 29). ...  Aus dem Gehorsam gegenüber Gott — dem allein jene Furcht gebührt, die Anerkennung seiner absoluten Souveränität ist — erwachsen die Kraft und der Mut, den ungerechten Gesetzen der Menschen zu widerstehen. Die Kraft und der Mut dessen, der bereit ist, auch ins Gefängnis zu gehen oder durch das Schwert umzukommen in der Gewißheit, daß »sich hier die Standhaftigkeit und die Glaubenstreue der Heiligen bewähren« muß (Offb 13, 10). Es ist daher niemals erlaubt, sich einem in sich ungerechten Gesetz, anzupassen.


Es ist immer wieder erstaunlich, welche kruden Argumente gegen Menschen islamischen Glaubens vorgebracht werden. Man macht ihnen zum Vorwurf, was auch Menschen christlichen Glaubens ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen: nämlich Gott mehr zu gehorchen als den Menschen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:26 
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Das erste mal, wo ich dir für ein "Bibel-Zitat" (ich weiß, ist nicht aus der Bibel) danke.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:27 
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Tobias__21 hat geschrieben:
JulezLaw hat geschrieben:
famulus hat geschrieben:
Mehr und mehr habe ich den Eindruck, Bernd H. ist ein soziales Experiment(...)

Das wär's. Es war die ganze Zeit Hape Kerkeling in der Rolle seines Lebens!


Eher Böhmermann :D

Hast du dir Bernd Höcke mal angeschaut? Der sieht viel zu verbraucht aus für einen Comedian Mitte 30!

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:30 
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Nee, krieg ich Ausschlag von :D Das Ding mit seinem Deutschland Fähnchen habe ich allerdings im TV "live" verfolgen dürfen :D

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:34 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Der politische Islam ist eine große Gefahr für die westliche Kultur.
Das ist auch kein Göbbels Duktus sondern eine Tatsache.

Durch den Zusammenprall der vollkommen unterschiedlichen Kulturen kommt es zu großen Konflikten die wir bereits jetzt erleben. Man muss nur einmal nach Paris schauen oder in diverse Gegenden in Deutschland um zu sehen, dass dort zwei Kulturen nebeneinander leben.

Der Islam ist schlichtweg unvereinbar mit den westlichen Grundsätzen und ein Fortschrittsbremsklotz.
Je weniger Religion wir haben, desto mehr prosperiert die Gesellschaft.

Es ist witzig, dass hier Dinge wie die Welle oder das Experiment angesprochen werden.
Treffen diese doch ideal auf das Dogma des Multikulturalismus zu.

Es kann keinen Multikulturalismus geben, solange wir kuffār in Augen der 20% Radikalen sind, die uns das Schlechteste wünschen.
Und diese bestimmen die Agenda.

Allein bei den Türken, die zum Großteil bereits sehr lange hier leben hat eine Studie der Uni Münster herausgefunden, dass für die Hälfte von ihnen die die Islam-Gebote über dem Gesetz stehen.
Eine Bankrotterklärung für ihre Integration.
1/3 findet: "Nur der Islam ist in der Lage die Probleme unserer Zeit zu lösen."

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... us-jpg.jpg

Und ich möchte nicht wissen, was bei einer Umfrage unter Syrern oder Nordafrikanern herauskommt.

Zur Frage, welche Haltung man zu Menschen jüdischer Abstammung habe zeigt sich folgendes Bild:

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... nz-jpg.jpg

30% möchten lieber keine Angaben machen. Atheisten (aufgeklärte Menschen) schneiden auch sehr schlecht ab.
Bezeichnend.

Btw. Da hier die Nazis angesprochen wurden.
Der Großteil der Deutschen war friedlich.
Die Nazis aber hatten die Agenda. Radikal waren vielleicht 10% Deutsche.
Der Großteil war eine schweigende "friedliche" Mehrheit.

Wieviele Juden leben in hauptsächlich muslimisch geprägten Ländern? Warum leben sie dort nicht?

Der Islam ist lediglich eine Religion und vor dem Hintergrund von Art. 4 GG genau so sehr oder so wenig "mit den westlichen Grundsätzen" vereinbar wie Christen-, Juden- oder Spaghettimonstertum. Ich will auch lieber nicht wissen, zu welchen Ergebnissen eine Frage nach dem Verhältnis von Bibel und Grundgesetz in Bayern oder zur Haltung zu Menschen mit muslimischem Glauben insgesamt in Deutschland führen würde.

Es kann aber auch scheißegal sein, weil es den Staat schlicht nichts angeht - wir brauchen kein wie auch immer geartetes "Bekenntnis" zum Führer äh Grundgesetz, so lange die geltenden Gesetze eingehalten werden. Werden sie das nicht, haben die entsprechenden Konsequenzen zu folgen.

Dieser ganzen "Argumentation" (wenn man das überhaupt so nennen will - ich sehe da durchaus Parallelen zum systematischen Antisemitismus der Dreißigerjahre) liegt doch lediglich eine persönliche Abneigung gegenüber "dem Muselmann" zugrunde. Jetzt kommen die ganzen (geistigen) Mölln- und Lichtenhagen-Mitläufer aus ihren Löchern, ermutigt durch gegenseitige Bestärkung aus der Filterblase. Facebook sei dank. Jahrelang hat sich kein Schwein für Obdachlose, Rentner oder Juden interessiert - anders heute, wo jeder Vorwand recht ist, was auch immer gegen den bösen Musel in Stellung zu bringen. Erbärmlich, wie dabei die einen armen Schweine gegen die anderen armen Schweine ausgespielt werden. Und sie selbst merken es nicht mal, siehe hlubenow.

Im günstigsten Fall kann man eine dubiose Angst vorschieben. Aber wie viele Muslime gibt es in Deutschland - fünf Millionen? Wenn da auch nur ansatzweise etwas dran wäre, müssten wir dann nicht schon längst alle tot sein? Wenn diese "Sorge" tatsächlich der Grund ist (und nicht "Hass", wie ich persönlich glaube), dann finde ich es bemerkenswert, wie wenig Vertrauen in die Bundesrepublik Deutschland, ihre Verfassung, ihre Gesetze und ihre Behörden besteht. Nach meiner Auffassung sind das Land und sein Volk sehr viel stärker als solche Hetzer glauben machen wollen.

In meiner Naivität glaube ich immer noch daran, dass die AfD in nicht all zu ferner Zeit wegen ihres unaufhaltsamen Rechtsdralls implodieren wird. Wenn man sich mal die Kommentare der Anhänger unter Beiträgen wie dem "MDR Abschalten"-Posting der Weidel anschaut - jeder vernünftigen Parteiführung müsste bei dem Anblick eigentlich Angst und Bange werden. Irgendwann muss der Zenit überschritten sein und dass es ein "Zurück" zu einer gemäßigten, wirklichen "Alternative" geben kann, glaube ich nicht mehr. Hat m. E. etwas vom Zauberlehrling.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 09:47 
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Da wurde ja wieder erfolgreich abgelenkt. Herr Anwalt, wie stehst du denn persönlich zu der konkreten Ankündigung Höckes, wenn die AfD die "Macht" habe, werde sie "die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M, Mohammed, Muezzin und Minarett, Schluss ist"?

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