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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 11:03 
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@Tobias
Wie Du aus meinen Beiträgen ersehen kannst, führe ich keine personellen Debatten, sondern sehe die Partei als Ganzes in der Verantwortung, einzelne Mitglieder decken das nie voll ab. Entscheidend ist, was die Partei rausgibt nach innerpolitischer Abstimmung. Nur das ist professionell.

Deine Fragen zur Schweiz sind unverständlich. Vielleicht Tippfehler?

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LG Candor


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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 11:18 
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Ist egal, die Diskussion führt zu nichts. Ich widme mich wieder anderen Themen :) Im Beitrag vorhin fehlte ein "nicht". Ich habe es editiert.

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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 11:55 
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programm der afd zur bundestagswahl 2013, https://hughbronson.files.wordpress.com ... hland1.pdf hat geschrieben:
Die angesichts des demographischen Niedergangs unverzichtbare Einwanderung wird nur unzureichend nach Qualifikationen gesteuert, obgleich andere Staaten dies erfolgreich praktizieren. Zudem bewältigen Menschen mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Schichten oft die Integration in die moderne Wissensgesellschaft nicht.


programm der afd zur bundestagswahl 2013 hat geschrieben:
Dies gilt besonders auch für die Integrationspolitik – in diesem Bereich muss endlich ernsthaft investiert werden, um unseren nach Deutschland migrierten Mitbürger eine volle Beteiligung und einen Beitrag an der hohen Produktivität unseres Landes zu ermöglichen. Wegen des demographischen Niedergangs brauchen wir überdies dringend eine Abkehr von der konzeptionslosen Einwanderungspolitik, die wir heute pflegen, hin zu einer gezielten Anwerbung hochqualifizierter Migranten nach dem Modell der Schweiz.


programm der afd zur bundestagswahl 2013 hat geschrieben:
Es ist daher vordringlich, die demographische Ursache für die mangelnde Nachhaltigkeit des Umlageverfahrens zu beseitigen. Deutschland muss wieder ein kinderreiches Land werden. Dies ist durch eine Erhöhung der Geburtenrate oder durch Einwanderung möglich.


das ist das, was die afd 2013 in ihrem programm zur bundestagswahl gesagt hat. mehr habe ich im wahlprogramm zur einwanderungspolitik nicht gefunden. candor, wo siehst du da konkret "braune" ansaetze?

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der 1983 geborene klaeger studiert seit dem wintersemester 2003/2004 biologie (diplom) an der beklagten (vg goettingen, urteil vom 2.3.2010 - 4 a 39/07)


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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:01 
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Ohne Candor jetzt beispringen zu wollen: Das Programm-Argument ist meiner Meinung nach nahezu wertlos. Im AfD-Progamm steht meines Wissens auch heute nichts davon, deutsche Staatsbürger "nach Anatolien zu entsorgen", von "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstypen", von "einen Boateng nicht als Nachbarn haben wollen" oder von Schusswaffengebrauch gegenüber Grenzübertretern.

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:11 
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@Mietspantrakt
Die AfD nimmt die SVP als Modell, das ist allseits bekannt. Die arbeiten auch zusammen. Glaub mir, ich kenne die SVP, manche Köpfe sogar persönlich aus politischer Zusammenarbeit auf Gemeindeebene. Ich weiß genau, wie das Modell SVP funktioniert und genau dasselbe macht nun die AfD. Und sie wird wohl damit auf lange Sicht auch Erfolg haben, wie die SVP in der Schweiz. Leider. Im Moment wird die AfD gerade salonfähig gemacht. Sie wird gut beraten von Schweizer SVPlern.
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/st ... y/14130456
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/re ... y/24548211
http://www.watson.ch/Schweiz/Internatio ... ondentin--«Die-AfD-übernimmt-viele-SVP-Verlautbarungen-fast-wortwörtlich»

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LG Candor


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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:22 
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Tobias__21 hat geschrieben:
Jetzt ist es also schon rechts das Bestehende und die EU kritisch zu sehen?


Das ist sicher der Anlass dafür, der AfD das Label einer rechten bzw. rechtsextremen Partei zu verpassen. Es geht vor allem um völkische und nationalistische, bis hin zu offen rassistischen Äußerungen, die in der Partei offensichtlich geduldet werden und dort sogar mehrheitsfähig sind.

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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:25 
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famulus hat geschrieben:
Ohne Candor jetzt beispringen zu wollen: Das Programm-Argument ist meiner Meinung nach nahezu wertlos. Im AfD-Progamm steht meines Wissens auch heute nichts davon, deutsche Staatsbürger "nach Anatolien zu entsorgen", von "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstypen", von "einen Boateng nicht als Nachbarn haben wollen" oder von Schusswaffengebrauch gegenüber Grenzübertretern.


da stimme ich dir zu. mir waere aber auch nicht bekannt, dass der damals ja fast alleine im rampenlicht stehende bernd lucke "braunes" gedankengut verbreitet haette, wie es heute bei der afd unzweifelhaft der fall ist.

im uebrigen sollte die csu mit ihren angriffen gegen die afd (siehe scheuer bei slomka gegen weidel) den ball mal lieber flach halten. ich denke nur an den "wunderbaren neger" oder den "ministrierenden, fussballspielenden senegalesen", den man ja leider nie wieder los wird. in der csu steckt leider auch eine menge latenter rassismus drin.

Zitat:
@Mietspantrakt
Die AfD nimmt die SVP als Modell, das ist allseits bekannt. Die arbeiten auch zusammen. Glaub mir, ich kenne die SVP, manche Köpfe sogar persönlich aus politischer Zusammenarbeit auf Gemeindeebene. Ich weiß genau, wie das Modell SVP funktioniert und genau dasselbe macht nun die AfD. Und sie wird wohl damit auf lange Sicht auch Erfolg haben, wie die SVP in der Schweiz. Leider. Im Moment wird die AfD gerade salonfähig gemacht. Sie wird gut beraten von Schweizer SVPlern.
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/st ... y/14130456
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/re ... y/24548211
http://www.watson.ch/Schweiz/Internatio ... ondentin--«Die-AfD-übernimmt-viele-SVP-Verlautbarungen-fast-wortwörtlich»


es geht hier ja nicht um die afd in ihrer heutigen zusammensetzung sondern um die afd vor dem essener parteitag 2015, bzw. vor dem diesem zuvorgehenden internen fluegelkampf (wenn ich tobias richtig verstehe).

und da du eine partei ja danach beurteilen willst, was sie nach draussen rausgibt, solltest es fuer dich doch ein leichtes sein, braune ansaetze schon in der "alten" afd nachzuweisen.

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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:38 
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Ja, darum ging es mir. Die Afd hatte ihre Anfänge bereits 2012. 2013 traten sie dann auch in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Damals gab es keine rechtspopulistische Basis, das ist einfach falsch. Und das ganze an EU Kritik und der Forderung nach mehr plebiszitären Elementen in der Demokratie festzumachen und zu sagen: "die waren damals schon rechts bzw. rechtsradikal" lasse ich einfach nicht gelten :) Solche Kritik und Forderungen kommen auch noch aus ganz anderen Ecken. Das ist nichts typisch rechtes.

Und was die AfD mit der SVP oder sonst mit der Schweiz zu schaffen hat interessiert bei dieser Frage überhaupt nicht. Es ging um die Anfänge der AfD und nicht um die heutige Zusammensetzung. Man kann sich auch aus einer Diskussion rauswinden, wenn man merkt, dass man mit seiner Behauptung, die Afd hätte schon von Anfang an eine rechtspopulistische Basis gehabt, falsch liegt.

Und wenn man von Anfang ausgegrenzt und angefeindet wird, zieht das eben auch gewisse Charaktäre an. Das mag nicht der alleinige Auslöser gewesen sein, einen Einfluss hatte es aber sicher (das war das was Urs Blank sinngemäß geschrieben hat und womit diese Diskussion begann). Und das man von Anfang an bemüht war die AfD auszugrenzen ist halt einfach Fakt. Alleine die Anfeindungen die Lucke und auch sein Sohn hier in Freiburg dulden mussten waren weit drüber. Da gab es sogar körperliche Angriffe von Jusos, jungen Linken usw.

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Zuletzt geändert von Tobias__21 am Samstag 9. September 2017, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 12:48 
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2013 gegründet und bereits Ende 2014 eindeutige rechte Positionen, da kann man kaum von einer Vorgeschichte ohne Rechtspopulismus sprechen. Die waren am Anfang einfach noch nicht ganz aufgestellt in ihrem Programm.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/neu ... _id=309465

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BeitragVerfasst: Samstag 9. September 2017, 13:08 
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Mietspantrakt hat geschrieben:
mir waere aber auch nicht bekannt, dass der damals ja fast alleine im rampenlicht stehende bernd lucke "braunes" gedankengut verbreitet haette, wie es heute bei der afd unzweifelhaft der fall ist.

Definitiv nicht. Insofern ist es schon richtig, dass es - jedenfalls von der Qualität her - vor dem Sturz Luckes eine ganz andere Partei war als heute.

Mietspantrakt hat geschrieben:
im uebrigen sollte die csu mit ihren angriffen gegen die afd (siehe scheuer bei slomka gegen weidel) den ball mal lieber flach halten. ich denke nur an den "wunderbaren neger" oder den "ministrierenden, fussballspielenden senegalesen", den man ja leider nie wieder los wird. in der csu steckt leider auch eine menge latenter rassismus drin.

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BeitragVerfasst: Montag 11. September 2017, 16:00 
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Offenbar fällt es einigen immer noch schwer, die AfD richtig einzuordnen.
Nach meinem Eindruck bildet sie das gesamte demokratische Spektrum ab:

Da gibt es Konservative wie Gauland, Meuthen, Nicolaus Fest,
da gibt es Konservativ-Liberale wie Petry, von Storch,
da gibt es Liberale wie Alice Weidel,
da gibt es aber auch Sozialdemokraten wie Guido Reil:

Beispiel: Guido Reil bei "Hart aber fair":
https://youtu.be/XjVnw2FpgTw?t=515
https://youtu.be/XjVnw2FpgTw?t=131

Was macht nun den Unterschied aus, warum sind diese Leute nicht in den anderen Parteien? Wollen sie eine Partei außerhalb des demokratischen Spektrums etablieren? Nein.
Der Unterschied ist, daß die AfD eben mit "Mut zur Wahrheit" die Probleme angehen will und eine Politik des gesunden Menschenverstands im Interesse des deutschen Bürgers macht. Und die anderen Parteien eben nicht mehr.

Deshalb gibt es auch soviele Überschneidungen mit der Linken: Wenn die anderen Parteien aufgrund sachfremder (Lobby-)Einflüsse irgendeinen Bockmist beschließen, der sich schon rein denklogisch unter überhaupt keinen Umständen rechtfertigen läßt, dann wird das jemand, der noch halbwegs bei Verstand ist, kritisieren. Und sei er nun ein Sozialist (und deshalb bei der Linken) oder ein Demokrat (und deshalb bei der AfD). Das ist der Punkt.

----

Nicolaus Fest setzt sich für mehr Richter- und Staatsanwaltsstellen ein:
https://youtu.be/h0LrUB3pktY?t=1519

Uli Henkel faßt die Position zur Flüchtlingspolitik noch einmal gut zusammen (die ersten fünf Minuten sind bereits aussagekräftig):
https://www.youtube.com/watch?v=P-RsY5egLuk
Gerade auch in Bezug auf unsere Diskussion:
Uli Henkel hat geschrieben:
Ich möchte, daß wir uns daran erinnern, daß Deutschland das ius sanguinis praktiziert, und nicht das ius soli. Daß man Deutscher zwar werden kann, aber nur, wenn man dafür alte Loyalitäten nahezu vollständig hintenanstellt.
Ein deutscher Paß macht noch lange keinen deutschen Bürger. Wer das verneint, versündigt sich an der eigenen Gesellschaft.

Und wenn man (am Abend bei einem Glas Rotwein ;)) noch etwas mehr Zeit hat, dann ist diese Rede von Frauke Petry besonders schön. Sie geht darin auf die geistigen Fundamente Europas ein "Griechische Demokratie - Römisches Recht - Christentum", sowie auf Kultur und Geschichte Deutschlands, so ähnlich wie ich es mit meiner Seite versucht hatte:

https://www.youtube.com/watch?v=3XMMeFVB7tA


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BeitragVerfasst: Montag 11. September 2017, 16:41 
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Zitat:
Uli Henkel faßt die Position zur Flüchtlingspolitik noch einmal gut zusammen (die ersten fünf Minuten sind bereits aussagekräftig):
https://www.youtube.com/watch?v=P-RsY5egLuk


ich habe es gerade einmal eineinhalb minuten ausgehalten. er zaehlt da lauter dinge auf, die er als alter, verbitterter mann in deutschland nicht haben will. toll, und mich stoeren diese punkte - wie die allermeisten in unserem lande - zu genau 0%. so, und jetzt gehe ich einen leckeren, migrationshintergrundbehafteten falafel essen :)

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BeitragVerfasst: Montag 11. September 2017, 16:46 
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Mietspantrakt hat geschrieben:
so, und jetzt gehe ich einen leckeren, migrationshintergrundbehafteten falafel essen :)

Ich esse Döner und vor allem Lahmacun genauso gerne wie Du (Falafel kenne ich noch nicht so), und es geht auch nicht um Diskriminierung von Ausländern. Dennoch stimme ich Uli Henkel zu.
Mietspantrakt hat geschrieben:
und mich stoeren diese punkte - wie die allermeisten in unserem lande - zu genau 0%.

Ich glaube Dir nicht, daß es Dir völlig egal ist, in welche Richtung sich unser Land entwickelt und wie das Verhältnis von Muslimen zu Christen oder Atheisten ist.
Zudem werden zur Zeit mehr als 20 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt für Migranten eingestellt.
Allein schon diese Summe erregt die Gemüter.
Fest hat geschrieben:
Was kostet ein Richter in den ersten Jahren? Ungefähr 3.500,- EUR pro Monat. Was kostet ein unbegleiteter Flüchtling? Das Doppelte.
Uns ist ein unbegleiteter Flüchtling mehr wert als die Sicherung der Rechtsstaatlichkeit. Das ist ein Skandal.

Kümmert Dich zu genau 0%? Alles klar. ::roll:


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BeitragVerfasst: Montag 11. September 2017, 17:51 
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Zitat:
Ich glaube Dir nicht, daß es Dir völlig egal ist, in welche Richtung sich unser Land entwickelt und wie das Verhältnis von Muslimen zu Christen oder Atheisten ist.


ich habe mehrere jahre in einem stadtteil mit einem migrantenanteil von 45% gelebt und habe mich sehr wohl gefuehlt dort. ob jemand atheist, christ oder muslim ist, interessiert mich so lange nicht, so lange er mich nicht von seinem glauben auf penetrante weise ueberzeugen will. die meisten muslime, die ich in meinem leben kennengelernt habe, haben um ihre religion keinen bohei gemacht, viele waren genauso saekularisiert wie der durchschnittliche deutsche "christ".

Zitat:
Zudem werden zur Zeit mehr als 20 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt für Migranten eingestellt.
Allein schon diese Summe erregt die Gemüter.


meines nicht. das ist immer noch um faktor zwei geringer als unser verteidigungsetat. viele der reichsten deutschen haben alleine jeweils ueber 20 milliarden euro an privatvermoegen. an deren vermoegen will aber zb eine frau von storch mittels einer hoeheren besteuerung (vermoegenssteuer, erbschaftssteuer oder auch hoeherer spitzensteuersatz) nicht dran: ein solches ansinnen sei alleine von neid gepraegt. gleichzeitig soll der durchschnittliche deutsche auf einen fluechtling neidisch sein, der sozialeinkuenfte in hoehe des existenzminimus bezieht? das ist doch absurd. wenn man ueber einen falschen umgang mit den stattlichen finanzausgaben und -einnahmen diskutiert ist der fluechtlingsetat der denkbar schlechteste aufhaenger.

nebenbei: ich habe mir einmal das interview von tilo jung mit beatrix von storch angeschaut (tolles format uebrigens): auch wenn meine politischen positionen diametral zu den ihren sind: sie wirkt dort viel sympathischer, als sie sonst in der presse (aber auch in wahlkampfreden) rueberkommt. ueber politische positionen kann man sich so viel besser informieren als in marktschreierischen fernseh"duellen" (ganz schrecklich: slomka). wuerde der durchschnittliche afd waehler aber einmal so unmittelbar mit ihrer neoliberale positionierung konfrontiert werden, gegenueber der diejenige der fdp ein witz ist wuerde doch der 0815 "merkel muss weg"-schreier von seinem glauben abfallen ;)

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BeitragVerfasst: Dienstag 12. September 2017, 23:31 
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Mietspantrakt hat geschrieben:
ich habe mehrere jahre in einem stadtteil mit einem migrantenanteil von 45% gelebt und habe mich sehr wohl gefuehlt dort. ob jemand atheist, christ oder muslim ist, interessiert mich so lange nicht, so lange er mich nicht von seinem glauben auf penetrante weise ueberzeugen will. die meisten muslime, die ich in meinem leben kennengelernt habe, haben um ihre religion keinen bohei gemacht, viele waren genauso saekularisiert wie der durchschnittliche deutsche "christ".

Sicher. Persönliche Eindrücke machen zwar was aus, aber können dennoch nicht allein Maßstab sein, um ein gesellschaftliches Problem zu beurteilen.
Ich hatte vielleicht mit 500 Leuten in den letzten Jahren zu tun, und keiner davon hat mich beklaut. Auf der Straße hat mich glücklicherweise auch keiner beraubt.
Deshalb würde ich dennoch nicht dafür eintreten, die Strafvorschriften zu Diebstahl und Raub oder die Polizei insgesamt abzuschaffen, weil das ja alles viel zu hart und doch alles "Friede, Freude, Eierkuchen" sei (mir ist ja nichts passiert).
Es gibt hier Terroristen wie Atta, Amri, usw., die aus ihrer Religion sehr wohl einen Bohei machen. Und natürlich sind die Zahlenverhältnisse von Muslimen zu Christen/Atheisten von Bedeutung. Vor allem muß klar sein, wer die Herrschaft über das Land ausübt. Wenn bei Dir ein Migrantenanteil von 45% war, so war doch immer noch klar, daß sich das Leben in Deutschland abspielt und sich nach deutschem Recht richtet, das auch jederzeit durchgesetzt werden kann. Dies muß auch in Zukunft gewahrt bleiben.

Die ganze Diskussion wurde aber schon geführt, sie beginnt hier, und auf den etlichen Seiten wurde das meiste schon gesagt.
Mietspantrakt hat geschrieben:
wuerde der durchschnittliche afd waehler aber einmal so unmittelbar mit ihrer neoliberale positionierung konfrontiert werden, gegenueber der diejenige der fdp ein witz ist wuerde doch der 0815 "merkel muss weg"-schreier von seinem glauben abfallen ;)

Das könnte sogar sein. Ich bin aber sehr froh, daß die AfD vielleicht national und konservativ oder auch national und liberal ist.
Ich habe kürzlich auch jemanden gehört, dem das nicht gefällt, und der lieber national und sozialistisch hätte (also Wagenknecht und Kipping plus Nationalismus). Es ist bekannt, daß diese Kombination sehr zugkräftig sein kann, aber die will ich ganz und gar nicht. Insofern bin ich froh, daß die AfD gerade das nicht bietet.
Mietspantrakt hat geschrieben:
ich habe mir einmal das interview von tilo jung mit beatrix von storch angeschaut (tolles format uebrigens)

Also, im Interview war Tilo Jung voller Vorurteile und bestätigte eigentlich alle schlechten Meinungen über den gegenwärtigen Journalismus in der Hauptstadt.
Mietspantrakt hat geschrieben:
auch wenn meine politischen positionen diametral zu den ihren sind: sie wirkt dort viel sympathischer, als sie sonst in der presse (aber auch in wahlkampfreden) rueberkommt. ueber politische positionen kann man sich so viel besser informieren als in marktschreierischen fernseh"duellen" (ganz schrecklich: slomka).

Genau. Ich war eben bei einer Wahlkampfveranstaltung aller Wahlkreiskandidaten mit Ausnahme desjenigen der AfD (der Veranstalter hatte ihn bewußt nicht eingeladen). Also, die "anderen" geben sich auch schon irgendwie Mühe. Sie scheinen gefangen in ihren Zahlen und Statistiken, Regulierungsmöglichkeiten (an der Steuerschraube drehen oder auch nicht). Dadurch wirken sie sehr grau und auch ziemlich abgehoben. Beinahe alle haben Mühe, mit Merkel umzugehen und versuchen sich so durchzuwurschteln. Sie müssen irgendwie mit der Wirtschaft umgehen, z.B. mehr regulieren oder was machen, damit die Wirtschaft besser läuft. Dabei sind die Unternehmen schon längst weit, weit weg, globalisiert, auf fernen Märkten. Damit sollen die kleinen Wahlkreispolitiker nun umgehen, dann noch mit der AfD und dem Zorn der Wähler, ob von links oder von rechts, und sind mit all dem ziemlich überfordert. So gerade mein Eindruck.

Wir brauchen mehr Toleranz, mehr Verständnis für den Andersdenkenden. Insofern finde ich gut, daß Du von Storch ganz sympathisch findest, auch wenn Du anderer Meinung bist und sie sicherlich nicht wählst.
Aber einen Gedankenaustausch, eine Verständigung sollte es geben, das wäre konstruktiv.
Leider verweigert sich insbesondere Merkel dieser ständig. Sie erläutert nie, was sie denkt oder plant.
Helmut Schmidt hat das damals immer getan, hat dem Volk immer Bericht erstattet. Das war gut!


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