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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 10:19 
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Registriert: Montag 10. Juli 2017, 13:08
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Levi hat geschrieben:
Herr Anwalt hat geschrieben:
Der politische Islam ist eine große Gefahr für die westliche Kultur...

Allein bei den Türken, die zum Großteil bereits sehr lange hier leben hat eine Studie der Uni Münster herausgefunden, dass für die Hälfte von ihnen die die Islam-Gebote über dem Gesetz stehen.
Eine Bankrotterklärung für ihre Integration.


Nach dieser Logik wäre auch bei allen Katholiken die Integration kläglich gescheitert. Auch für sie steht nämlich das ewige göttliche Gesetz über dem staatlichen Recht. Staatliche Gesetze sind für katholische Christen nur dann und insoweit verbindlich, wie sie mit dem göttlichen Gesetz übereinstimmen.

Als Beispiel hier nur ein Auszug aus der Enzyklika EVANGELIUM VITAE (1992):
Zitat:
72. In Kontinuität mit der gesamten Tradition der Kirche steht auch die Lehre über die notwendige Übereinstimmung des staatlichen Gesetzes mit dem Sittengesetz, wie sie gleichfalls aus der genannten Enzyklika Johannes' XXIII. hervorgeht: »Die Befehlsgewalt wird von der sittlichen Ordnung erfordert und geht von Gott aus. Falls daher Staatslenker entgegen dieser Ordnung und insofern entgegen dem Willen Gottes Gesetze erlassen oder etwas gebieten, dann können weder die erlassenen Gesetze noch die gewährten Vollmachten das Gewissen der Bürger verpflichten... Vielmehr bricht dann die Autorität selbst völlig zusammen, und es folgt scheußliches Unrecht«. Das ist die klare Lehre des hl. Thomas von Aquin, der unter anderem schreibt: »Das menschliche Gesetz hat nur insoweit den Charakter eines Gesetzes, insoweit es der rechten Vernunft gemäß ist; und insofern ist es offensichtlich, daß es vom ewigen Gesetz her abgeleitet wird. Wenn es aber von der Vernunft abweicht, wird es ungerechtes Gesetz genannt und hat nicht den Charakter eines Gesetzes, sondern vielmehr den einer Gewalttätigkeit«. Und weiter: »Jedes von Menschen erlassene Gesetz hat insoweit den Charakter eines Gesetzes, insoweit es vom Naturgesetz abgeleitet wird. Wenn es aber in irgend etwas von dem Naturgesetz abweicht, dann wird es nicht mehr Gesetz, sondern die Zersetzung des Gesetzes sein« ... Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen. 
Seit den Anfangszeiten der Kirche hat die Verkündigung der Apostel den Christen die Verpflichtung zum Gehorsam gegenüber den rechtmäßig eingesetzten staatlichen Autoritäten eingeschärft (vgl. Röm 13, 1-7; 1 Petr 2, 13-14), sie aber gleichzeitg entschlossen ermahnt, daß »man Gott mehr gehorchen muß als den Menschen« (Apg 5, 29). ...  Aus dem Gehorsam gegenüber Gott — dem allein jene Furcht gebührt, die Anerkennung seiner absoluten Souveränität ist — erwachsen die Kraft und der Mut, den ungerechten Gesetzen der Menschen zu widerstehen. Die Kraft und der Mut dessen, der bereit ist, auch ins Gefängnis zu gehen oder durch das Schwert umzukommen in der Gewißheit, daß »sich hier die Standhaftigkeit und die Glaubenstreue der Heiligen bewähren« muß (Offb 13, 10). Es ist daher niemals erlaubt, sich einem in sich ungerechten Gesetz, anzupassen.


Es ist immer wieder erstaunlich, welche kruden Argumente gegen Menschen islamischen Glaubens vorgebracht werden. Man macht ihnen zum Vorwurf, was auch Menschen christlichen Glaubens ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen: nämlich Gott mehr zu gehorchen als den Menschen.


Du kramst hier einen 26 Jahre alten Text raus, als es noch weitgehend kein Internet, geschweige denn Smartphones oder Google gab.
Mittlerweile hat sich die Welt radikal verändert.

Fakt ist, dass bei einer Umfrage unter Deutschen niemals ein solches Ergebnis (50%) herauskommen würde, dass die Gesetze Gottes über denen der Bundesrepublik Deutschland stehen würde. Nichtmal annähernd. Nichtmal 10 %.
Ich bin katholischer Christ und kenne keinen einzigen Menschen der das unterschreiben würde.
Diese Quelle wiegt nicht im mindesten die aktuelle Umfrage der Uni Münster unter Türken auf.
Genauso gut hätte man den Papst fragen können. Das ist keine wissenschaftliche Quelle die soziologische Rückschlüsse zulässt.

Belege bitte, dass auch nur annähernd 50% der Christen sagen, dass die Gesetzes Gottes über den Gesetzen der BRD stehen.
Ich bestreite das.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 10:28 
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Registriert: Montag 10. Juli 2017, 13:08
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famulus hat geschrieben:
Herr Anwalt hat geschrieben:
Der politische Islam ist eine große Gefahr für die westliche Kultur.
Das ist auch kein Göbbels Duktus sondern eine Tatsache.

Durch den Zusammenprall der vollkommen unterschiedlichen Kulturen kommt es zu großen Konflikten die wir bereits jetzt erleben. Man muss nur einmal nach Paris schauen oder in diverse Gegenden in Deutschland um zu sehen, dass dort zwei Kulturen nebeneinander leben.

Der Islam ist schlichtweg unvereinbar mit den westlichen Grundsätzen und ein Fortschrittsbremsklotz.
Je weniger Religion wir haben, desto mehr prosperiert die Gesellschaft.

Es ist witzig, dass hier Dinge wie die Welle oder das Experiment angesprochen werden.
Treffen diese doch ideal auf das Dogma des Multikulturalismus zu.

Es kann keinen Multikulturalismus geben, solange wir kuffār in Augen der 20% Radikalen sind, die uns das Schlechteste wünschen.
Und diese bestimmen die Agenda.

Allein bei den Türken, die zum Großteil bereits sehr lange hier leben hat eine Studie der Uni Münster herausgefunden, dass für die Hälfte von ihnen die die Islam-Gebote über dem Gesetz stehen.
Eine Bankrotterklärung für ihre Integration.
1/3 findet: "Nur der Islam ist in der Lage die Probleme unserer Zeit zu lösen."

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... us-jpg.jpg

Und ich möchte nicht wissen, was bei einer Umfrage unter Syrern oder Nordafrikanern herauskommt.

Zur Frage, welche Haltung man zu Menschen jüdischer Abstammung habe zeigt sich folgendes Bild:

https://www.welt.de/img/politik/deutsch ... nz-jpg.jpg

30% möchten lieber keine Angaben machen. Atheisten (aufgeklärte Menschen) schneiden auch sehr schlecht ab.
Bezeichnend.

Btw. Da hier die Nazis angesprochen wurden.
Der Großteil der Deutschen war friedlich.
Die Nazis aber hatten die Agenda. Radikal waren vielleicht 10% Deutsche.
Der Großteil war eine schweigende "friedliche" Mehrheit.

Wieviele Juden leben in hauptsächlich muslimisch geprägten Ländern? Warum leben sie dort nicht?

Der Islam ist lediglich eine Religion und vor dem Hintergrund von Art. 4 GG genau so sehr oder so wenig "mit den westlichen Grundsätzen" vereinbar wie Christen-, Juden- oder Spaghettimonstertum. Ich will auch lieber nicht wissen, zu welchen Ergebnissen eine Frage nach dem Verhältnis von Bibel und Grundgesetz in Bayern oder zur Haltung zu Menschen mit muslimischem Glauben insgesamt in Deutschland führen würde.

Es kann aber auch scheißegal sein, weil es den Staat schlicht nichts angeht - wir brauchen kein wie auch immer geartetes "Bekenntnis" zum Führer äh Grundgesetz, so lange die geltenden Gesetze eingehalten werden. Werden sie das nicht, haben die entsprechenden Konsequenzen zu folgen.

Dieser ganzen "Argumentation" (wenn man das überhaupt so nennen will - ich sehe da durchaus Parallelen zum systematischen Antisemitismus der Dreißigerjahre) liegt doch lediglich eine persönliche Abneigung gegenüber "dem Muselmann" zugrunde. Jetzt kommen die ganzen (geistigen) Mölln- und Lichtenhagen-Mitläufer aus ihren Löchern, ermutigt durch gegenseitige Bestärkung aus der Filterblase. Facebook sei dank. Jahrelang hat sich kein Schwein für Obdachlose, Rentner oder Juden interessiert - anders heute, wo jeder Vorwand recht ist, was auch immer gegen den bösen Musel in Stellung zu bringen. Erbärmlich, wie dabei die einen armen Schweine gegen die anderen armen Schweine ausgespielt werden. Und sie selbst merken es nicht mal, siehe hlubenow.

Im günstigsten Fall kann man eine dubiose Angst vorschieben. Aber wie viele Muslime gibt es in Deutschland - fünf Millionen? Wenn da auch nur ansatzweise etwas dran wäre, müssten wir dann nicht schon längst alle tot sein? Wenn diese "Sorge" tatsächlich der Grund ist (und nicht "Hass", wie ich persönlich glaube), dann finde ich es bemerkenswert, wie wenig Vertrauen in die Bundesrepublik Deutschland, ihre Verfassung, ihre Gesetze und ihre Behörden besteht. Nach meiner Auffassung sind das Land und sein Volk sehr viel stärker als solche Hetzer glauben machen wollen.

In meiner Naivität glaube ich immer noch daran, dass die AfD in nicht all zu ferner Zeit wegen ihres unaufhaltsamen Rechtsdralls implodieren wird. Wenn man sich mal die Kommentare der Anhänger unter Beiträgen wie dem "MDR Abschalten"-Posting der Weidel anschaut - jeder vernünftigen Parteiführung müsste bei dem Anblick eigentlich Angst und Bange werden. Irgendwann muss der Zenit überschritten sein und dass es ein "Zurück" zu einer gemäßigten, wirklichen "Alternative" geben kann, glaube ich nicht mehr. Hat m. E. etwas vom Zauberlehrling.


Der Islam ist eben weit mehr als eine Religion. Und das weißt du.
Wer das bestreitet, der hat sich noch nie mit dem Islam beschäftigt.
Das wird auch nicht nur annähernd von irgendjemanden so vertreten und lässt sich andererseits auch deutlich untermauern.
Der Islam ist neben der Religion eine Bezeichnung für einen Kultur- und politischen Raum.
Er hat erheblichen politischen Einfluss im nahen Osten und Afrika und ist maßgeblich an Gesetzgebung beteiligt.
Bestreitest du das?

Glaubst du ernsthaft, dass auch nur annähernd 50% der Christen sagen, dass Gottes Gebot über den Gesetzen der BRD stehen sollen?
Doch es geht den Staat sehr wohl was an, wenn ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung auf die Gesetze der BRD scheißt, weil ein unsichtbarer Gott, der von einem Geisteskranken erfunden wurde etwas anderes sagt. Insbesondere wenn dadurch Menschen ohne Wahlfreiheit mittelbar und unmittelbar betroffen sind (Frauen, Kinder, Andersdenkende). Schau doch mal in die weitgehend muslimisch geprägten Länder. Wie sieht es dort aus? Willst du dort leben? Wenn ein nicht unerheblicher Prozentsatz aussagt, dass hier in Deutschland die Scharia etabliert werden soll, dann ist das ein gigantisches Problem. Wie hat sich der Iran verändert? Wie verändert sich gerade die Türkei? Gefällt dir das?

Der Rest deiner Aussagen ist reine Mutmaßung, der übliche Hominem und Strohmann, in dem du deinem Diskussionspartner diffuse Ängste, Nähe zum Antisemitismus, Nazitum (Nähe zum Führer) unterstellst.
Islamkritik als sachlich geübte Religionskritik sollte von Kritik im Sinne einer Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit abgegrenzt werden, jedoch geschieht dies häufig nicht.
Du bist das beste Beispiel dafür.

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Zuletzt geändert von Herr Anwalt am Dienstag 30. Januar 2018, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 10:31 
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famulus hat geschrieben:
Da wurde ja wieder erfolgreich abgelenkt. Herr Anwalt, wie stehst du denn persönlich zu der konkreten Ankündigung Höckes, wenn die AfD die "Macht" habe, werde sie "die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M, Mohammed, Muezzin und Minarett, Schluss ist"?


Das ist total simpel zu verstehen, sie wird sich außenpolitisch in der EU dafür einsetzen, dass der Einfluss des politischen Islam zurückgedrängt wird.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 10:47 
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Bedank dich bei den Mitgliedern, die in der AFD die Auferstehung des dritten Reichs sehen. Drunter machen sie es nämlich nicht. Jedes Zitat der AFD wird im Sinne dieser Sichtweise interpretiert und hier gepostet werden.
Tatsächliche wissenschaftliche Studien werden hingegen ignoriert.
https://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe ... il2017.pdf

S. 21.
Juden berichten, dass sie exorbitant häufig von Muslimen angegriffen werden.
Linksextreme noch häufiger als Rechtsextreme.

Fazit:
Die Mehrheit von fast 58% fühlt sich unsicherer seit der Zuwanderung und 70% äußern Bedenken, dass der Antisemitismus steigt.

Vielleicht sollte man nicht auf einem Auge blind sein, wenn man sich vor Antisemitismus fürchtet.
Aber es ist ja viel leichter, einzelne Aussagen auf die Goldwaage zu legen und rumzuinterpretieren.

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Zuletzt geändert von Herr Anwalt am Dienstag 30. Januar 2018, 10:53, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 10:49 
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Zitat:
Btw. Da hier die Nazis angesprochen wurden.
Der Großteil der Deutschen war friedlich.
Die Nazis aber hatten die Agenda. Radikal waren vielleicht 10% Deutsche.
Der Großteil war eine schweigende "friedliche" Mehrheit.


in diesem kontext von "friedlicher mehrheit" zu sprechen hat etwas regelrecht absurdes.

Zitat:
Doch es geht den Staat sehr wohl was an, wenn ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung auf die Gesetze der BRD scheißt, weil ein unsichtbarer Gott, der von einem Geisteskranken erfunden wurde etwas anderes sagt.


warum geisteskrank? wurde der christliche gott auch von einem geisteskranken erfunden?

im uebrigen nervt mich dieser undifferenzierte begriff des islam. 1,5 milliarden menschen bekennen sich weltweit zum islam. wenn du vom "politischen islam" redest, meinst du dann sunniten, schiiten oder aleviten, um nur einmal die in deutschland verbreitetsten stroemungen aufzuzaehlen? und willst du ernsthaft bestreiten, dass z.b. evangelikale gemeinden wie die pfingstgemeinde radikaler sind als die evangelische landeskirchen?

_________________
der 1983 geborene klaeger studiert seit dem wintersemester 2003/2004 biologie (diplom) an der beklagten (vg goettingen, urteil vom 2.3.2010 - 4 a 39/07)


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 11:09 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Der Islam ist eben weit mehr als eine Religion. Und das weißt du.
Wer das bestreitet, der hat sich noch nie mit dem Islam beschäftigt.
Das wird auch nicht nur annähernd von irgendjemanden so vertreten und lässt sich andererseits auch deutlich untermauern.
Der Islam ist neben der Religion eine Bezeichnung für einen Kultur- und politischen Raum.
Er hat erheblichen politischen Einfluss im nahen Osten und Afrika und ist maßgeblich an Gesetzgebung beteiligt.

Also quasi eine Art "Internationales Politmuslimentum"?

Herr Anwalt hat geschrieben:
Glaubst du ernsthaft, dass auch nur annähernd 50% der Christen sagen, dass Gottes Gebot über den Gesetzen der BRD stehen sollen?
Doch es geht den Staat sehr wohl was an, wenn ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung auf die Gesetze der BRD scheißt, weil ein unsichtbarer Gott, der von einem Geisteskranken erfunden wurde etwas anderes sagt. Insbesondere wenn dadurch Menschen ohne Wahlfreiheit mittelbar und unmittelbar betroffen sind (Frauen, Kinder, Andersdenkende).

Das ist ein Begeben in eine völlig unangebrachte Verteidigungshaltung, in der aus einer vermeintlichen Not heraus die Gesellschaft nachteilig verändert werden soll, um eine nachteilige Veränderung der Gesellschaft abzuwenden. Die Not besteht aber schlechthin, die Gefahr ist nicht da. Der Bestand unserer Gesellschaft ist nicht durch ein paar Muslime in Frage gestellt, auch dann nicht, wenn sie in wenigen Fällen (wie gesagt, fünf Millionen Muslime?) gegen Gesetze verstoßen.

Herr Anwalt hat geschrieben:
Schau doch mal in die weitgehend muslimisch geprägten Länder. Wie sieht es dort aus? Willst du dort leben? Wenn ein nicht unerheblicher Prozentsatz aussagt, dass hier in Deutschland die Scharia etabliert werden soll, dann ist das ein gigantisches Problem. Wie hat sich der Iran verändert? Wie verändert sich gerade die Türkei? Gefällt dir das?

Ja das steht uns natürlich unmittelbar bevor. ::roll: Dieses Gesülze ist einfach unredlich, denn Deutschland ist weder Iran noch Türkei, noch ist anderweitig ein "politischer Islam" zu erwarten bzw. mit unserem System vereinbar. Wie soll das denn rein praktisch ablaufen? Gibt es muslimische Parteien? Sind die Menschen, vor denen du dich fürchtest, aktiv oder passiv wahlberechtigt?

Gegen eine Scharia auf der Straße haben wir Behörden, die Gesetzesverstöße verfolgen.

Woher nur kommen diese Angst vor ein paar Fremden und das Misstrauen in unseren Staat und unsere Gesellschaft? Ich verstehe es wirklich nicht. Hier findet eine Instrumentalisierung von Teilen der Bevölkerung zulasten einiger Abgehängter statt. Wer ist denn nach den Muslimen und Nafris dran - vielleicht Leute die lispeln?

Herr Anwalt hat geschrieben:
Der Rest deiner Aussagen ist reine Mutmaßung, der übliche Hominem und Strohmann, in dem du deinem Diskussionspartner diffuse Ängste, Nähe zum Antisemitismus, Nazitum (Nähe zum Führer) unterstellst.
Islamkritik als sachlich geübte Religionskritik sollte von Kritik im Sinne einer Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit abgegrenzt werden, jedoch geschieht dies häufig nicht.
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Mimimi.

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 11:18 
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Mietspantrakt hat geschrieben:
Zitat:
Btw. Da hier die Nazis angesprochen wurden.
Der Großteil der Deutschen war friedlich.
Die Nazis aber hatten die Agenda. Radikal waren vielleicht 10% Deutsche.
Der Großteil war eine schweigende "friedliche" Mehrheit.


in diesem kontext von "friedlicher mehrheit" zu sprechen hat etwas regelrecht absurdes.



So Absurd, dass es in weiten Teilen der Forschung als gesichert gilt, dass es in Deutschland (wie auch in anderen Ländern) Antisemitismus gab, dass der „eliminatorische“, radikale Antisemitismus aber einer kleinen Minderheit vorbehalten war.
Es ist unfassbar, wie hier aus dem BAUCH HERAUS argumentiert wird.

Neben der Zustimmung mancher Bevölkerungsgruppen zu einzelnen Themen waren die wichtigsten Motive, das Regime hinzunehmen, Furcht vor Terror, dazu Opportunismus (etwa in beruflicher Hinsicht), politisches Desinteresse oder der Glaube an die Propaganda oder eine Mischung aus mehreren Motiven. Auch die Unzufriedenheit mit der Weimarer Republik spielte eine Rolle. Hitler erschien als unverbrauchter Politiker.

So konnten also verschiedene Einstellungen dazu führen, dass viele Deutsche, ohne die nationalsozialistische Weltanschauung voll zu bejahen, de facto doch zur Unterstützung des Systems beitrugen. Sie konnten z. B. Opportunisten oder Sympathisanten sein oder Befehlsempfänger, die von oben erhaltene Weisungen aus Prinzip, ohne Hinterfragung der jeweiligen Ideologie, sorgfältig ausführten. Und nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft konnten sie sich leicht auf die neuen Verhältnisse einstellen. Der Wechsel der herrschenden Weltanschauung bereitete ihnen dabei keine großen Probleme.

Es gibt schlichtweg kein "Tätervolk". Ebenso wenig sind dies die deutschen, wie die Muslime.
Ausreichend ist eine radikale entschlossene nicht vernachlässigbar große Gruppe und ein Groß an Billigern, Sympathisanten und Wegsehern.

Und deshalb ist eine friedliche Mehrheit - auch der Muslime irrelevant.
10-20% die sich der Zerstörung der westlichen Kultur verschrieben haben, reichen vollkommen aus.
50% die dann beispielsweise sagen, dass die Gesetze des Islam über denen der BRD stehen sollte, sind zur Erreichung dieser Ziele doch recht hilfreich.

Und daher muss der Einfluss des Islam sowie jeder anderer Religion in jedem Fall zurückgedrängt werden.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 11:26 
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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 11:28 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Das ist total simpel zu verstehen, sie wird sich außenpolitisch in der EU dafür einsetzen, dass der Einfluss des politischen Islam zurückgedrängt wird.

:lmao:

Herr Anwalt hat geschrieben:
S. 21.
Juden berichten, dass sie exorbitant häufig von Muslimen angegriffen werden.
Linksextreme noch häufiger als Rechtsextreme.

Der edle Beschützer des Judentums, ein wahrer Ehrenmann!

Straftaten - egal von wem - müssen verfolgt werden und der Staat muss alles in seiner Macht stehende für ein friedliches Miteinander tun. Dabei sind aber Aufklärung und Bildung, keine Pauschalverurteilung und keine Extrapolation von Hunderten auf fünf Millionen sachgemäß.

Herr Anwalt hat geschrieben:
Die Mehrheit von fast 58% fühlt sich unsicherer seit der Zuwanderung und 70% äußern Bedenken, dass der Antisemitismus steigt.

Ich fühle mich angesichts des Niveauverfalls im gesellschaftlichen und inzwischen auch politischen Diskurs in der "neuen" BRD auch unwohl und unsicher. Und ich habe Angst vor einem Ausufern dessen und dieses Antiislamismus. Und nun?

Herr Anwalt hat geschrieben:
Famulus Block.

Wahrhaft souverän. So funktioniert das aber nicht. Du musst bei mir auf "Profil" und dort auf "Zu den ignorierten Mitgliedern hinzufügen" klicken. :alright

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 14:18 
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Mich nervt, dass der AFD Thread gerade gesperrt wurde; weil ich hublenow und Herr Anwalt gerne beispringen wollte.

Es ist erbärmlich, dass ein paar Schreihälse so eine Maßnahme erzwingen können, das ist dieselbe Liga, die Auftritte von Politikern (z.B. Schäuble, Koch) zu meiner Studienzeit mit Trillerpfeiffe verhindern konnte.


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 14:36 
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Hehehe.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 14:56 
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Mich nervt, dass jeder der auch nur die leiseste Kritik an Islam, Zuwanderung und der etablierten Politik übt, als "AFD-Fanboy", "Nazi" "Ausländerfeind" oder "Antisemit" gebrandmarkt wird.
Als würde man auf die "perfekte" Mona Lisa zeigen und erklären, dass die Alte doch in Wahrheit ziemlich durchschnittlich aussieht.
Dabei werden lediglich Positionen wiederholt, die bis vor 10-20 Jahren noch einheitlicher Konsens und zwar durch die Bank zwischen allen Parteien waren vor Merkels Linksruck der die SPD noch weiter nach Links zwang.
Naja. Jedenfalls haben wir dann offenbar mindestens schonmal 13.5% Vollnazis, die übrigens bis vor kürzester Zeit noch die Linke, SPD, CDU und Co gewählt haben. Ich bin übrigens FDP Mitglied. Nur so am Rande. Aber das ist ja auch schon Neoliberalnazitum.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 15:10 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Mich nervt, dass jeder der auch nur die leiseste Kritik an Islam, Zuwanderung und der etablierten Politik übt, als "AFD-Fanboy", "Nazi" "Ausländerfeind" oder "Antisemit" gebrandmarkt wird.
Als würde man auf die "perfekte" Mona Lisa zeigen und erklären, dass die Alte doch in Wahrheit ziemlich durchschnittlich aussieht.
Dabei werden lediglich Positionen wiederholt, die bis vor 10-20 Jahren noch einheitlicher Konsens und zwar durch die Bank zwischen allen Parteien waren vor Merkels Linksruck der die SPD noch weiter nach Links zwang.
Naja. Jedenfalls haben wir dann offenbar mindestens schonmal 13.5% Vollnazis, die übrigens bis vor kürzester Zeit noch die Linke, SPD, CDU und Co gewählt haben. Ich bin übrigens FDP Mitglied. Nur so am Rande. Aber das ist ja auch schon Neoliberalnazitum.



Ich finde zwar, dass du im Grundsatz Recht hast. Allerdings kann ich mit dem Argument "das war vor 20 Jahren noch Konsens", das man auch und gerade aus der AfD sehr häufig hört, überhaupt nichts anfangen. Wir leben nunmal im Jetzt und nicht vor zehn oder zwanzig Jahren. Positionen, Werte und Anschauungen in der Gesellschaft ändern sich. Man kann nicht einen beliebigen Zeitpunkt konservieren und den dann für verbindlich erklären.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Februar 2018, 16:26 
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Ich kann doch die AfD nicht deshalb nicht leiden, weil sie AfD heißt oder als rechts bezeichnet wird. Ich kann sie u.a. deshalb nicht leiden, weil sie was gegen Zuwanderung hat. Und das ist u.a. einer der Gründe, weshalb ich dich ebenfalls nicht leiden kann. Und ich weiß, dass du in der FDP bist. Die kann ich auch nicht leiden. Sich selbst als Elite empfinden und anderen nicht helfen wollen haben ja nun beide Parteien gemeinsam.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Februar 2018, 17:12 
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Unabhängig von den Gründen?
Deutschland hilft in der Flüchtlingskrise mehr als ganz Resteuropa zusammen.

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