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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 12:38 
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Ich habe nicht behauptet, dass die wirtschaftliche Entwicklung Europa nur von DE abhängt, ich behaupte vielmehr, dass diese Entwicklung AUCH von DE abhängt und die Entwicklung in DE nicht nur von exogenen Faktoren, sondern auch von der inländischen Wirtschaftspolitik (i.w.S.) abhängig ist. Ansonsten könnten wir uns ja wohl auch eine inländische Wirtschafts-, Arbeits-, Finanz- und Sozialpolitik sparen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 12:42 
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Zitat:
Ich habe nicht behauptet, dass die wirtschaftliche Entwicklung Europa nur von DE abhängt, ich behaupte vielmehr, dass diese Entwicklung AUCH von DE abhängt und die Entwicklung in DE nicht nur von exogenen Faktoren, sondern auch von der inländischen Wirtschaftspolitik (i.w.S.) abhängig ist. Ansonsten könnten wir uns ja wohl auch eine inländische Wirtschafts-, Arbeits-, Finanz- und Sozialpolitik sparen.

Da haben wir definitiv einen Konsens - nur nehme ich eben die Agenda 2010 nicht so wahr, dass sie einen signifikanten positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gehabt hat. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 14:04 
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Wenn man so die aktuellen Medien glauben mag, wars das dann ja wohl für Schulz. Ich denke der SPD ist auch kein Gefallen damit getan, Schulz als Minister ins Kabinett zu bringen... Dafür hat er vorher das zu sehr verneint.

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 14:12 
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Schulz verzichtet scheinbar.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 92707.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 15:46 
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Tibor hat geschrieben:

LOL ... "Der politische Selbstmord des Martin S." - Eine Posse in drei Akten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 15:49 
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sai hat geschrieben:
Survivor hat geschrieben:
Tibor hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Die Agenda 2010 ist nicht dafür ursächlich, dass der Arbeitsmarkt vom Rückgang der konjunkturellen Arbeitslosigkeit profitiert hat.


Das behauptest du, kann man aber - mit guten Gründen - auch anders sehen.


Genau an der Agenda 2010 sieht man m.E. das heutige Problem der SPD: Man hat eben, anders als Schröder damals, heute keine Agenda 2025, sondern es wird umfragegetriebene Tagespolitik gemacht. Es fehlt der große Wurf, ein Gesamtkonzept, etwas, das in die Zukunft weist und woran man sich abarbeiten kann. Stattdessen werden aktuelle Probleme nicht lösungsorientiert angegangen, sondern nur so, dass man niemandem weh tut, sich über die nächsten vier Jahre retten kann und die eigenen Pfründe und Posten sichert. Kein Wunder, dass da die Politikverdrossenheit steigt und die SPD unter 20 % steht. Sollte sie das nicht sehr bald ändern, wird sie wie ihre europäischen Schwesterparteien in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.


Ein wirkliches Konzept über die nächsten drei Monate hinaus bietet derzeit allerdings keine Partei an.


Von den Linken, der AfD, den Grünen und der FDP erwarte ich als reinen Klientelparteien so etwas auch nicht. Von den sog. Volksparteien, die einen Kanzler stellen (wollen), dann allerdings schon.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 15:49 
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immer locker bleiben hat geschrieben:
Die peinliche Rache an Gabriel ist Schulz' größter Fehler.

Dike hat geschrieben:
Warum sein Wahlkampf so missglückt ist, ....

... kann ich Dir sagen: weil die SPD keine Themen hatte und er von Anfang an der völlig falsche Kandidat war.


Zumindest hätte er versuchen können, die wenigen Themen, die die SPD hatte, dem Wähler möglichst gut zu verkaufen. Selbst das ist ihm nicht geglückt.

Wie es aussieht, kam heute jedenfalls noch die Einsicht, dass er nun doch auf den Außenministerposten verzichten sollte.
Manchmal dauert es halt ein bisschen .... ::roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 15:52 
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Registriert: Montag 22. August 2005, 10:37
Beiträge: 3054
Spencer hat geschrieben:
Survivor hat geschrieben:
Tibor hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Die Agenda 2010 ist nicht dafür ursächlich, dass der Arbeitsmarkt vom Rückgang der konjunkturellen Arbeitslosigkeit profitiert hat.


Das behauptest du, kann man aber - mit guten Gründen - auch anders sehen.


Genau an der Agenda 2010 sieht man m.E. das heutige Problem der SPD: Man hat eben, anders als Schröder damals, heute keine Agenda 2025, sondern es wird umfragegetriebene Tagespolitik gemacht. Es fehlt der große Wurf, ein Gesamtkonzept, etwas, das in die Zukunft weist und woran man sich abarbeiten kann. Stattdessen werden aktuelle Probleme nicht lösungsorientiert angegangen, sondern nur so, dass man niemandem weh tut, sich über die nächsten vier Jahre retten kann und die eigenen Pfründe und Posten sichert.

Jetzt hast du aber gerade perfekt die Methode Merkel beschrieben. Der Unterschied zwischen CDU und SPD ist doch, dass die SPD unter Schröder mit seiner Agenda 2010 eben gerade einmal KEINE umfragebetriebene Politik gemacht hat, sondern einem unpopulären Gesamtkonzept gefolgt ist. Ein solches Konzept hatte die Merkel-CDU auch einmal (Leipziger Parteitag v. 2003), hat es allerdings am Wahlabend des Jahrs 2005 für immer beerdigt. Mit der Folge, dass die Frau, die vorher noch die Politik "aus einem Guss" und des "Durchregierens" propagiert hatte, aus ihrem Schock über die Beinaheniederlage zu einer Politik der "kleinen Schritte" (statt "aus einem Guss") und des "Moderierens" ("statt "Durchregierens") übergegangen ist, alles dem alleinigen Ziel des persönlichen Machterhalts unterordnend. Wie weit diese Methode nach 12 Jahren gediehen ist, kann man bei der aktuellen Ressortverteilung beobachten, die das Wahlergebnis geradezu auf den Kopf stellt.


Genau. Die SPD hat die Methode Merkel m.E. zu der ihren gemacht. Sie hat dabei nur übersehen, dass sie eben nicht die CDU ist. Daher trägt sie an den Konsequenzen noch schwerer als die CDU.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 16:08 
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Tibor hat geschrieben:


And so it begins ... bzw. in dem Fall "ends" :D


Zuletzt geändert von doctor am Freitag 9. Februar 2018, 16:08, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 16:08 
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Tibor hat geschrieben:
Weltfrieden? Milch und Honig für alle aka Grundeinkommen? Geld aus dem Drucker, Sonne, gute Laune und den WM-Titel oben drauf.

funktionierende Mietpreisbremse? Rentenkonzept mit Stabilisierung der Rentenhöhe über 2020 hinaus? Verhinderung einer EU-Haftungsunion? Einrichtung eines Digitalministeriums? flächendeckender Breitbandausbau und Aufbau von 5G bis Ende 2021? Neuregelung der Krankenkassen ohne flächendeckende Beitragserhöhung für die Versicherten? sofortige Abschaffung des Soli? etc. etc. etc.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 16:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 16:53 
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Tibor hat geschrieben:
Geld aus dem Drucker

Bitcoins schürfen geht sogar ohne Drucker. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 17:24 
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Erst bim I kein Minister vong Kabinett, dann bim I neuer Minister vong Außen, jetzt bim I arbeitslos.


Mal ohne Witz, das ist ja ein Laienspiel aller erster Güte. Wir sollten uns echt nicht über die Amis und Trump lustig machen.

Gerade auf Jodel gelesen und für witzig befunden:
Zitat:
Einen guten Roten erkennt man am Abgang - Martin Schulz

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Having cats in the house is like living with art that sometimes throws up on the carpet


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 21:28 
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Beiträge: 8342
Ich finde das alles sehr seltsam.

Wie gut hätte Schulz der SPD getan, wenn er direkt nach dem GroKo-Vertrag abgedankt hätte? "Ich habe noch mal alles rausgeholt, jetzt macht das Beste daraus."

Stattdessen jetzt nur noch Scherben, Unglaubwürdigkeit, Inkonsequenz, Lächerlichkeit.

Haben die echt keine Berater - persönliche Referenten oder so? Selbst das Durchziehen der Außenminister-Ankündigung wäre m. E. besser gewesen als das jetzt. Jetzt ist mal wieder alles durchaus Erreichte mit dem Arsch wieder eingerissen worden.

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahl 2017.
BeitragVerfasst: Freitag 9. Februar 2018, 21:30 
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Registriert: Sonntag 2. Januar 2011, 22:46
Beiträge: 3132
Ich finde es auch einfach traurig. Das hat die SPD als so traditionsreiche Partei nicht verdient.

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»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann


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