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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Februar 2017, 16:43 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Freitag 17. Februar 2017, 17:44
Beiträge: 267
Herr Schraeg hat geschrieben:
Ich schätze, daß die Zahl der Betroffenen gar nicht so hoch ist oder war. Nach meinem Eindruck (kein Wissen, sondern Verallgemeinerung von Einzelbeobachtungen) gab es nicht so viele Juristen in der DDR. Viele der älteren Juristen haben nach der Wiedervereinigung ihre Berufstätigkeit beendet. Viele der jüngeren Juristen, die gerade ihr Studium beendet hatten, haben eine bundesdeutsches (westdeutsches) Studium angeschlossen.

Das wär jetzt fast schon die Nächste Frage gewesen... es ist ja gleichzeitig so, dass die Zahl der Anwälte sich verhält, als solle doch noch bewiesen werden, dass es unbegrenztes Wachstum geben kann.

1980 gab es ca.36.000 Anwälte,
1990 ca. 57.000,
2000 ca. 104.000,
2010 ca. 153.000

In Deutschland "West/Ost richtig berücksichtigt kann ich jetzt nicht sagen... aber der Sprung von 1990 auf 2000 ist schon ordentlich, dass nicht viel für einen großen Ausfall im Osten spricht...ansonsten wär die Zahl im Westen ja förmlich explodiert....
Ob da

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Februar 2017, 17:01 
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Registriert: Dienstag 2. März 2010, 20:55
Beiträge: 1545
Herr Schraeg hat geschrieben:
Eine interessante Frage, die sicher einer vertieften rechtssoziologischen Untersuchung wert wäre.

Ich schätze, daß die Zahl der Betroffenen gar nicht so hoch ist oder war. Nach meinem Eindruck (kein Wissen, sondern Verallgemeinerung von Einzelbeobachtungen) gab es nicht so viele Juristen in der DDR.


Diese Einschätzung ist zweifellos richtig. Die juristischen Fakultäten der DDR hatten jährlich insgesamt ca. 150 Absolventen. Wenn man das auf das Erwerbsleben hochrechnet und den politischen "Schwund" abzieht, dürfte es 1989 sicher nicht mehr als 5.000 hauptberuflich tätige Diplom-Juristen in der DDR gegeben haben. Nicht alle Justiz-Berufe waren im Übrigen Juristen vorbehalten; viele Richter hatten keine Jurastudium, sondern waren Schöffen mit Zusatzausbildung. 

Einigermaßen verlässliche Zahlen scheint es nur zu den Rechtsanwälten zu geben: 1989 waren es ca. 500 Rechtsanwälte und im Oktober 1990 dann ca. 2.000.

Diese Vermehrung war der Tatsache geschuldet, dass viele Juristen (vermutlich nicht zu Unrecht) für die Zeit nach dem Beitritt keine berufliche Perspektive mehr in ihrer bisherigen Beschäftigung sahen und den Rechtsanwaltsstatus mit in die neue Zeit nehmen wollten. Der Rechtsanwaltsstatus war durch den Einigungsvertrag gesichert, während ansonsten den Diplom-Juristen noch nicht einmal unmittelbar der Zugang zum höheren Dienst eröffnet wurde. 

Zitat:
Die halbwegs positive Einschätzung von Tibor teile ich nicht. Mir sind im Laufe der Zeit nur zwei Diplomjuristen als Anwälte auf einem akzeptablen Niveau untergekommen. Beide hatten sich aber auch auf ein recht enges Rechtsgebiet beschränkt (Recht der Landwirtschaft bzw. Strafrecht).


Ich selbst hatte bislang - wissentlich - mit 7 DDR-Juristen zu tun (vermutlich waren es noch ein paar mehr, aber man kennt ja nicht die Lebensläufe aller Menschen, mit denen man beruflich verkehrt). 2 Professorinnen und 1 Assistent, 2 Rechtsanwälte und 2 Verwaltungsangehörige (unter letzteren allerdings kein Beamter). 

Besonders "negativ" aufgefallen ist mir keine/r davon. - Allerdings habe ich sie ja auch erst mehr als 10 Jahre nach der Wende kennen gelernt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Februar 2017, 17:40 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Freitag 17. Februar 2017, 17:44
Beiträge: 267
Zitat:
1989 waren es ca. 500 Rechtsanwälte
.. in der DDR

....und 2016 in Deutschland 163.779...

Hab ich das jetzt richtig überschlagen?
Mit der gleiche Anwaltsdichte, bräuchten wir heute 2,6Mrd Einwohner??? :eeeek:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Februar 2017, 18:04 
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Treffende Logik. Wenn du hier nur rumtrollen willst, gib bitte Bescheid, wir können deinen Account dann gern auch direkt sperren.

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