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Wer soll in die Stichwahl einziehen? (Zwei Stimmen)
Umfrage endete am Sonntag 23. April 2017, 14:06
Nathalie Arthaud (Lutte ouvrière) 0%  0%  [ 0 ]
François Asselineau (Union populaire républicaine) 0%  0%  [ 0 ]
Nicolas Dupont-Aignan (Debout la France) 0%  0%  [ 0 ]
François Fillon (Les Républicains) 26%  26%  [ 8 ]
Benoît Hamon (Parti socialiste) 10%  10%  [ 3 ]
Jean Lassalle (Résistons!) 0%  0%  [ 0 ]
Marine Le Pen (Front National) 23%  23%  [ 7 ]
Emmanuel Macron (En Marche!) 30%  30%  [ 9 ]
Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) 10%  10%  [ 3 ]
Philippe Poutou (Nouveau Parti anticapitaliste) 0%  0%  [ 0 ]
Abstimmungen insgesamt : 30
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BeitragVerfasst: Montag 17. April 2017, 19:32 
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[enigma] hat geschrieben:
JS hat geschrieben:

Was die französische Präsidentschaftswahl angeht lässt sich, die Wahl steht unmittelbar bevor, schon teilweise gut abschätzen wie die Stichwahl ausgehen würde (siehe oben). Davon abgesehen haben die französischen Wähler aber in der ersten Runde wie gesagt nur eine Stimme und die ersten vier Kandidaten liegen Nahe beieinander, so dass es für die Unterstützer dieser vier Kandidaten keinen Sinn ergibt, einen anderen als den favorisierten Kandidaten zu wählen, um dessen Erfolg in der Stichwahl wahrscheinlicher zu machen, da die Wahrscheinlichkeit überhaupt nur besteht, wenn der favorisierte Kandidat in die Stichwahl kommt.



Eben deshalb ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, in dieser Umfrage dafür zu stimmen, dass LePen in die Stichwahl einziehen soll.

Wenn man in der Umfrage nur eine Stimme hätte wäre das nicht nachvollziehbar, es sei denn man ist dafür, dass Le Pen Präsidentin wird, natürlich. Da man aber zwei Stimmen hat, ist die Sachlage unter Umständen anders, je nachdem, wessen Wahl zum Präsidenten man bevorzugt. Konkret wäre es für Fillon und Mélenchon von Vorteil, in der Stichwahl auf Le Pen zu treffen. Für Fillon wäre es sogar die einzige realistische Siegchance. Ich habs ja oben beschrieben, muss ich nicht nochmal wiederholen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 11:14 
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JS hat geschrieben:
[enigma] hat geschrieben:
immer locker bleiben hat geschrieben:
Die Frage "Wer soll" interpretiere ich nicht als Frage nach einem "Tip" oder einer Prognose. Insofern wurnden mich die Stimmen die für Marie LePen hier ... ::roll:


+1. Wobei es mich eher verzweifeln lässt als noch irgendwie wundert.

Wie gesagt: strategische Überlegungen.
Ich z. B. wünsche mir eine Stichwahl Mélenchon gegen Le Pen, damit Mélenchon Präsident wird. Die Franzosen haben ja aber auch in der ersten Runde nur eine Stimme.

:eeeek:

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 11:34 
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Registriert: Sonntag 10. Dezember 2006, 12:18
Beiträge: 2848
immer locker bleiben hat geschrieben:
JS hat geschrieben:
[enigma] hat geschrieben:
immer locker bleiben hat geschrieben:
Die Frage "Wer soll" interpretiere ich nicht als Frage nach einem "Tip" oder einer Prognose. Insofern wurnden mich die Stimmen die für Marie LePen hier ... ::roll:


+1. Wobei es mich eher verzweifeln lässt als noch irgendwie wundert.

Wie gesagt: strategische Überlegungen.
Ich z. B. wünsche mir eine Stichwahl Mélenchon gegen Le Pen, damit Mélenchon Präsident wird. Die Franzosen haben ja aber auch in der ersten Runde nur eine Stimme.

:eeeek:


Finde es extrem befremdlich, wenn mein sein Wahlverhalten nach derart taktischen Überlegungen ausrichtet. Selbst wenn man einen linken Kandidaten bevorzugt, sollte man als Demokrat doch lieber die Stichwahl zwischen einem Mitte-Kandidaten und dem linken Kandidaten bevorzugen, statt eine Stichwahl mit Le Pen. Was derartige Taktikspielereien bringen, haben wir ja zuletzt in den USA gesehen. Es gab zahlreiche Demokraten, die aufgrund des Hasses ggü Hillary nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie gedacht haben, dass sie auch ohne ihre Stimme gewählt wird. Am Ende sind sie mit einem Präsidenten Trump aufgewacht.

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 14:44 
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Beiträge: 7453
Kasimir hat geschrieben:

Finde es extrem befremdlich, wenn mein sein Wahlverhalten nach derart taktischen Überlegungen ausrichtet. Selbst wenn man einen linken Kandidaten bevorzugt, sollte man als Demokrat doch lieber die Stichwahl zwischen einem Mitte-Kandidaten und dem linken Kandidaten bevorzugen, statt eine Stichwahl mit Le Pen. Was derartige Taktikspielereien bringen, haben wir ja zuletzt in den USA gesehen. Es gab zahlreiche Demokraten, die aufgrund des Hasses ggü Hillary nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie gedacht haben, dass sie auch ohne ihre Stimme gewählt wird. Am Ende sind sie mit einem Präsidenten Trump aufgewacht.


Meine Rede.

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. April 2017, 15:34 
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Wohnort: Berlin
[enigma] hat geschrieben:
Kasimir hat geschrieben:

Finde es extrem befremdlich, wenn mein sein Wahlverhalten nach derart taktischen Überlegungen ausrichtet. Selbst wenn man einen linken Kandidaten bevorzugt, sollte man als Demokrat doch lieber die Stichwahl zwischen einem Mitte-Kandidaten und dem linken Kandidaten bevorzugen, statt eine Stichwahl mit Le Pen. Was derartige Taktikspielereien bringen, haben wir ja zuletzt in den USA gesehen. Es gab zahlreiche Demokraten, die aufgrund des Hasses ggü Hillary nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie gedacht haben, dass sie auch ohne ihre Stimme gewählt wird. Am Ende sind sie mit einem Präsidenten Trump aufgewacht.


Meine Rede.

... um so mehr, wenn die Taktik darin besteht, einen linken Anti-Euro und Anti-EU Kandidaten gegen eine extrem rechte Anti-Euro und Anti-EU Kandidatin auszuspielen. Da ist doch die Katastrophe vorprogrammiert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. April 2017, 13:41 
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Kasimir hat geschrieben:
Was derartige Taktikspielereien bringen, haben wir ja zuletzt in den USA gesehen. Es gab zahlreiche Demokraten, die aufgrund des Hasses ggü Hillary nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie gedacht haben, dass sie auch ohne ihre Stimme gewählt wird. Am Ende sind sie mit einem Präsidenten Trump aufgewacht.

Nicht zur Wahl zu gehen, weil man denkt, dass der erwünschte Kandidat schon gewählt wird bzw. der nicht gewünschte Kandidat nicht gewählt wird hat nichts mit taktischem Verhalten zu tun sondern ist dumm. Davon abgesehen dürften viele potentielle Wähler in den USA einfach nicht davon überzeugt gewesen sein, dass die Wahl von Clinton eine gute Idee ist, waren vom Angebot insgesamt nicht überzeugt und haben bei der Präsidentschaftswahl deshalb keine Stimme abgegeben.

Aber um beim Vergleich mit den USA zu bleiben: Die Chance, dass Marine Le Pen zur Präsidentin gewählt wird ist viel geringer als die Chance war, dass Trump zum Präsidenten gewählt werden würde (Betrachtung jeweils kurz vor der Wahl).

Unabhängig vom erwünschten Wahlausgang sind jedenfalls Macron und Le Pen in den diese Woche veröffentlichten Erstrunden-Umfragen vorne geblieben (bis auf eine Umfrage, die Ende letzter Woche durchgeführt wurde und Mélenchon auf Platz zwei hinter Macron sieht) und haben nicht weiter an Boden verloren, umgekehrt haben Mélenchon und Fillon nicht (signifikant) an Boden gewinnen können. Es zeichnet sich ab, dass das auch bis Freitag so bleiben wird (am Samstag und Sonntag dürfen keine Erstrunden-Umfragen mehr veröffentlicht werden. Es verbleiben zwar Unsicherheiten, Mélenchon und Fillon können es durchaus noch schaffen, Macron und Le Pen haben sich auch nicht weiter abgesetzt, aber das Duell Macron gegen Le Pen bleibt das mit Abstand wahrscheinlichste, sofern nicht noch kurzfristig eine überraschende Wende erfolgt.

Leider muss ich konstatieren, dass es nicht danach aussieht, dass die von mir erwünschten Zweitrundenduelle Mélenchon gegen Fillon oder Mélenchon gegen Le Pen zustande kommen.

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BeitragVerfasst: Freitag 21. April 2017, 16:41 
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Hier gibt es einen "Wahl-O-Mat" für Frankreich (zum Großteil sogar auf Deutsch):

http://ze.tt/dieser-wahl-o-mat-sagt-dir ... source=zon

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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 18:29 
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Honigkuchenpferd hat geschrieben:
Hier gibt es einen "Wahl-O-Mat" für Frankreich (zum Großteil sogar auf Deutsch):

http://ze.tt/dieser-wahl-o-mat-sagt-dir ... source=zon

Wenig überraschend sind bei mir Hamon und Mélenchon weit vor Macron, Le Pen und Fillon. Die letzteren drei sind unwählbar.

Leider sieht alles nach einer Stichwahl Macron gegen Le Pen aus. Das ist nicht gut. Macron wird als Präsident scheitern. Die konstitutionellen Reformen, die Hamon oder Mélenchon bringen würden, weg mit dem Präsidialsystem, Verhältniswahlrecht und mehr direkte Demokratie, wären der richtige Weg.

Sollte Macron Präsident werden wird in der Folge der rechte Rand weiter an Stärke gewinnen.

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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 18:50 
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JS hat geschrieben:
Leider sieht alles nach einer Stichwahl Macron gegen Le Pen aus.


Ich weiß nicht. Die französische Demoskopie ist ja wirklich schlecht. Gerade bei vielen Wählern aus den unteren Gesellschaftsschichten kann man eigentlich nur Vermutungen ins Blaue hinein anstellen. Es könnte daher m.E. auch gut sein, dass es auf Mélenchon vs. Le Pen oder Le Pen vs. Fillon hinausläuft.

Der Macron-Hyphe scheint mir zumindest teilweise ein reines Medien-Produkt zu sein. Aber wenn man nach den Umfrageergebnissen geht, hast du natürlich nicht.

JS hat geschrieben:
Leider sieht alles nach einer Stichwahl Macron gegen Le Pen aus. Das ist nicht gut. Macron wird als Präsident scheitern.

Sollte Macron Präsident werden wird in der Folge der rechte Rand weiter an Stärke gewinnen.


Zustimmung. Ich vermute, Macron würde bestenfalls ein zweiter Hollande, und 2022 hat Le Pen dann wirklich beste Chance. M.E. wäre allerdings Fillon für eine geordnete Neuausrichtung des Landes und der EU (!) der beste Kandidat, auch wenn man bei ihm so manche Kröte schlucken muss...

Zitat:
Die konstitutionellen Reformen, die Hamon oder Mélenchon bringen würden, weg mit dem Präsidialsystem, Verhältniswahlrecht und mehr direkte Demokratie, wären der richtige Weg.


So richtig einiges davon auch sein mag: Ich bin mir nicht sicher, ob das für Frankreich im Moment das Richtige wäre.

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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 18:53 
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Honigkuchenpferd hat geschrieben:

Zustimmung. Ich vermute, Macron würde bestenfalls ein zweiter Hollande, und 2022 hat Le Pen dann wirklich beste Chance. M.E. wäre allerdings Fillon für eine geordnete Neuausrichtung des Landes und der EU (!) der beste Kandidat, auch wenn man bei ihm so manche Kröte schlucken muss...


Inwiefern sollte ausgerechnet Fillon nicht dazu beitragen, dass der rechte Rand noch stärker wird? Kaum jemand repräsentiert Korruption und Doppelmoral so sehr wie er.

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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 19:00 
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Es ist in der Tat sehr bedauerlich, dass Fillon sich selbst und seine Angehörigen in derart schamloser Weise begünstigt hat. Allerdings verwundert deine Aussage doch etwas, wenn man bedenkt, dass du mit Blick auf Hillary Clinton, die diesbezüglich m.E. noch einmal in einer ganz anderen Liga spielte, keine Bedenken hattest.

Ein gewisses Maß an Begünstigung dürfte in der Politik - leider - weithin "normal" sein. Daher messe ich dem keine entscheidende Bedeutung bei.

Ich glaube schlicht, dass Fillon am ehesten in der Lage wäre, die wirklichen Probleme Frankreichs und der EU zu lösen und damit anderen wie z.B. Le Pen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 19:44 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Nicht dass ich etwas gegen parlamentarische Systeme und Verhältniswahlrecht hätte, aber wieso gerade eine derartige Verfassungsänderung umsetzbar sein soll, während die ganzen desaströsen Heilsversprechen und populistischen Querschläge von Melenchon sowieso nicht realisiert werden, kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich würde Frankreich unter Melenchon nicht aus EU und NATO austreten um eine Allianz mit dem zerfallenden chavistischen Regime zu schließen, Stabilität verspricht er aber nicht. Dass seine wirtschafts- und sozialpolitischen Versprechungen nicht umsetzbar sind, bezweifele ich nicht. Hollande hat aber nach 2 Jahren seinen Kurs geändert und bei einer Wahl von Hamon würde ich eine ähnliche Entwicklung erwarten.

Ich kann auch den Vergleich zwischen Hollande und Macron nicht nachvollziehen. Hollande hatte lange eine alles andere als liberale Wirtschaftspolitik betrieben und sich erst zu vergleichsweise zurückhaltenden Reformen durchgerungen, als es nicht mehr anders ging. Er hatte anfangs eine parlamentarische Mehrheit hinter sich. Macron verspricht von Anfang an liberale Reformen, auch wenn er viele Unterstützer aus der PS hinter sich weiß. Sein Hauptproblem wäre erstmal, Unterstützer aus den zersplitterten Liberalen zu gewinnen. Neben MoDem und UDI wird er Teile der Republikaner und des PS benötigen. In wie weit der FN während Macron stärker wird, wird davon abhängen, wie schnell Macron eine parlamentarische Mehrheit bekommt um Reformen während seiner Präsidentschaft umzusetzen.


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BeitragVerfasst: Samstag 22. April 2017, 23:07 
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Honigkuchenpferd hat geschrieben:
Es ist in der Tat sehr bedauerlich, dass Fillon sich selbst und seine Angehörigen in derart schamloser Weise begünstigt hat. Allerdings verwundert deine Aussage doch etwas, wenn man bedenkt, dass du mit Blick auf Hillary Clinton, die diesbezüglich m.E. noch einmal in einer ganz anderen Liga spielte, keine Bedenken hattest.

Ein gewisses Maß an Begünstigung dürfte in der Politik - leider - weithin "normal" sein. Daher messe ich dem keine entscheidende Bedeutung bei.

Ich glaube schlicht, dass Fillon am ehesten in der Lage wäre, die wirklichen Probleme Frankreichs und der EU zu lösen und damit anderen wie z.B. Le Pen den Wind aus den Segeln zu nehmen.


Es geht ja nicht darum, mit wem ich Probleme hätte. Es geht darum, mit wem diejenigen Wähler die größten Probleme hätten, die aus Protest auch Rechtsradikale wählen würden. Und da bringt Fillon erheblich mehr Empörungspotenzial mit als die meisten seiner Mitbewerber und insbesondere Clinton, die ohnehin nicht in Frankreich kandidiert.

Ob die Empörung über Fillons Machenschaften gerechtfertigt ist oder nicht spielt keine Rolle. Er repräsentiert mittlerweile das, was nicht nur viele Franzosen an der Politik hassen. Vor allem bringt Fillon die Hälfte des Landes gegen sich auf, ohne die andere mobilisieren zu können. Das traue ich Macron schon eher zu, ohne dessen Politik bewerten zu wollen bzw. zu können.

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BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 12:04 
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Backstubentaler hat geschrieben:
Nicht dass ich etwas gegen parlamentarische Systeme und Verhältniswahlrecht hätte, aber wieso gerade eine derartige Verfassungsänderung umsetzbar sein soll, ... kann ich nicht nachvollziehen.

Zunächst mal kann der Präsident nach Artikel 11 der Verfassung der französischen Republik (Vf F) auf Vorschlag der Regierung, deren Mitglieder er ernennt, Gesetzentwürfe zum Volksentscheid bringen, die die Organisation der öffentlichen Gewalten betreffen. Das Wahlsystem der beidn Parlamentskammern kann so meines Erachtens geändert werden.

Bei Verfassungsänderungen hat nach Art. 89 Vf F zwar auch der Präsident auf Vorschlag des Premierministers das Initiativrecht. Allerdings ist eigentlich die Verabschiedung durch beide Parlamentskammern erforderlich, bevor es zum Referendum kommt. Allerdings ist dies zum einen bei der Einführung der Direktwahl des Staatspräsidenten ignoriert worden, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte. Zum anderen wäre das Volk als verfassungsgebende Gewalt ohnehin nicht daran gehindert, sich eine neue Verfassung zu geben.

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BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 18:37 
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Die Zahlen der Wahlbeteiligung deuten darauf hin, dass es Macron unter die Top 2 schafft, wahrscheinlich Erster wird in Runde 1.
99,9% Chance, dass Macron Präsident wird.

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