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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 12:51 
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Solar hat geschrieben:
Für das Klima sind allerdings beide neutral, sodass wir dadurch nicht vom Thema abkommen sollten... ;)


Stimmt auch nicht ganz: http://www.umweltbundesamt.de/service/u ... h-co2-frei
Zitat:
Atomkraft verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen als Kohlekraftwerke, aber mehr als die erneuerbaren Energien.

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LG Candor


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 13:09 
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Klar, allerdings betrifft das die vor- und nachgelagerten CO²-Ausstöße, die letztlich bei jedem Bauwerk für Auf- und Abbau entstehen (zugegeben bei einem Atomkraftwerk aufgrund Größe und aufwändiger Konstruktion sicherlich in überdurchschnittlicher Menge). Mir ging es bei meiner Aussage aber eher um den tatsächlichen Betrieb.

Nur um das klar zu stellen: Ich will hier sicherlich keine Lanze für Atomkraftwerke brechen! [-X Selbstverständlich sind Wind-, Wasser- und Sonnenstrom sinnvoller und der Atomausstieg kann m.E. nicht schnell genug abgeschlossen werden. Gleichwohl laufen aus meiner Sicht lieber noch ein paar (nicht-marode) Atomkraftwerke länger als ein paar Kohlekraftwerke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 14:13 
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Ja, okay, damit müssen wir wohl noch einige Jahre leben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 17:51 
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Solar hat geschrieben:
Hier behauptet ja auch niemand, dass er Windräder ganz toll findet. Ich empfinde sie zwar, anders als einige hier, nicht als Landschaftsverschandelung. Darüber kann man aber geteilter Meinung sein, das sehe ich ein. Ich sehe auch ein, dass sie eine Gefahr für einige Vögel darstellen. Zu behaupten, dass "durch den brachialen Ausbau der Windkraft bisweilen jahrhundertalten Kulturlandschaften der endgültige Todesstoß versetzt wird" ist aber einfach albern. Durch Kohle- und Ölabbau werden jahrhundertealte Kulturlandschaften nachhaltig zerstört. Ein Windrad und einen Strommasten kann man hingegen minimalinvasiv auf- und wieder abbauen. Mehr als einen Betonsockel benötigt man dafür nicht. Der Wald kann stehen bleiben, die Luft bleibt sauber. Einzig beeinträchtigt ist das ästhetische Gefühl einiger Menschen, vielleicht sogar der Mehrheit. Aber das ist ein in Kauf zu nehmendes Übel und sicherlich kein "Todesstoß". Insofern bleibe ich dabei, dass dies bloße Scheinargumente sind.


Nur einige Anmerkungen:

Weshalb du von Scheinargumenten und - an anderer Stelle - von vorgeschobenen Argumenten sprichst, erschließt sich mir nicht recht. Welche „wahren“ Motive sollen denn durch die angeblich vorgeschobenen Argumente verdeckt werden? Die Sorge um den Wert des Eigenheims im Schatten der Windkraftanlage? Sicherlich, das mag manchmal dahinterstecken. Mit gleicher Berechtigung könnte man allerdings auch behaupten, viele Windkraftbefürworter würden die Sorge um das Klima nur vorschieben, um in Wahrheit ganz andere, nämlich ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen: Das reicht von den Herstellern der Anlagen über die lobbygestützten Landwirte, die als Pachtpreis für eine einzige Windkraftanlage bis zu 40.000 Euro im Jahr verlangen können, über die finanzierenden Banken bis hin zum Heer der Berater: Geografen, Biologen und nicht zuletzt Juristen. Schließlich zahlreiche NGO’s, deren Mitarbeiter selbstverständlich ebenfalls nicht immer nur altruistische Motive haben, sondern ein vitales Interesse an der Relevanz und damit am Fortbestand ihres Arbeitgebers.

Sich gegenseitig Scheinargumente vorzuwerfen, führt daher nicht weit. Und gerade die Befürworter von Windkraft und sonstigen erneuerbaren Energien tun gut daran, die Argumente der Gegner nicht leichthin vom Tisch zu fegen: Denn dauerhaft werden sie nur Erfolg haben, wenn sie für Akzeptanz werben. Das setzt aber voraus, ihre Kritiker ernst zu nehmen.

Dann zur Sache:

Wer meint, dass Landschaften durch Windräder nicht zerstört werden können, dem kann ich nur einen Ausflug in Regionen (vorwiegend in Norddeutschland) empfehlen, wo auf engem Raum eine Vielzahl von Windrädern steht. Vielen ist übrigens nicht bewusst, dass die Windräder, die aktuell errichtet werden, leicht Höhen von über 200 Metern erreichen und nicht vergleichbar sind mit den „kleinen“ Anlagen, die vor zehn oder zwanzig Jahren gebaut wurden.

Ein Windrad umfasst am Boden übrigens nicht nur den Betonsockel, sondern für die Bau- und Wartungsfahrzeuge sind Zuwegungen erforderlich. Das bedeutet u. a., dass für ein einziges Windrad im Wald zwischen 2.000 und 10.000 qm Fläche gerodet werden müssen (und dauerhaft ohne Bewuchs bleiben).

Auf einen geordneten Rückbau der Windräder nach Ende der Nutzungszeit würde ich mich nicht verlassen. Denn das Interesse der Betreiber daran dürfte eher gering sein. Natürlich gibt es oft zivilrechtliche und/oder öffentlich-rechtliche Rückbauverpflichtungen, die aber zunächst einmal nur auf dem Papier stehen, wenn sie nicht durch Bürgschaften o. ä. gesichert sind.

Schließlich: Die Landschaftsästhetik steht - nicht nur in deinem Posting - bei den meisten Menschen nicht gerade hoch im Kurs (obwohl sie bei der Aufstellung von Regionalplänen, Landschaftsplänen und FNPs natürlich von Gesetzes wegen eine Rolle spielt). Das beweisen nicht nur Windkraftanlagen, sondern Tausende anderer Bausünden: Vom Schweinestall mit Massentierhaltung bis zu überdimensionierten Umgehungsstraßen. Ganz zu schweigen vom immensen Landschaftsverbrauch durch immer neue Wohn- und Gewerbegebiete nebst Infrastruktur (bei gleichzeitigem Stagnieren der Bevölkerungszahl).

Ich meine demgegenüber: Dass es in Deutschland neben den großen Ballungsräumen noch die eine oder andere gewachsene Kulturlandschaft gibt, in der man sich gerne aufhält, die aber auch unsere Geschichte repräsentiert, erachte ich als Wert an sich – immerhin in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Und diesen Wert sollte man nicht achtlos herschenken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 18:24 
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Was mich ein wenig wundert ist, dass beim Thema Energiewende plötzlich der "Landschaftsästhetik" so eine herausragende Rolle zukommen soll. Deutschland ist durch vom Menschen angelegte Kulturlandschaften geprägt. Diese Landschaften hat der Mensch in wechselnden Zeiten nach seinen wirtschaftlichen Bedürfnissen angelegt. Die Landschaften in denen Windräder errichtet werden sind ja nicht wilder Urwald, sondern künstlich angelegte Felder.

In der Vergangenheit sagte kein Mensch "ach lasst uns doch auf Mobilfunk verzichten, die Funkmasten sehen irgendwie NICHT SCHÖN aus." oder "lasst uns ein reines Agrarland bleiben, bunte Felder sind viel hübscher als Fabriken". Es mag auch sein, dass Leute nicht gerne direkt neben einem Windrad wohnen möchten, aber dann ist das Baurecht das geeignete Instrument, denn niemand will neben einer Schweinemast oder einer Autobahn wohnen und trotzdem werden diese Dinge natürlich gebaut.

Jetzt stehen wir an einem völlig neuen Schritt der Industriealisierung, der uns unabhängig von fossilen Energieträgern machen soll und das Kernargument gegen diesen Schritt soll "Ästhetik" sein?

Die Gegner der Energiewende hatten genau 3 Argumente:

1. Das ist nur Spielerei und bringt keine nennswerte Energie

2. Das ist zu teuer

3. Das sieht nicht schön aus

Argument Nr. 1 wurde widerlegt, Argument 2 fällt auch weg, wenn Neuanlagen zunehmend die günstigste Erzeugungsart für Energie sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 18:42 
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Mr_Black hat geschrieben:
Die Gegner der Energiewende hatten genau 3 Argumente:

1. Das ist nur Spielerei und bringt keine nennswerte Energie

2. Das ist zu teuer

3. Das sieht nicht schön aus

Argument Nr. 1 wurde widerlegt, Argument 2 fällt auch weg, wenn Neuanlagen zunehmend die günstigste Erzeugungsart für Energie sind.


Es ist hier anscheinend nicht möglich zu diskutieren, ohne dass die Gegenposition banalisierend und grob vereinfachend ins Lächerliche gezogen wird. Dazu drei ungeordnete Punkte:

Erstens muss jemand, der sich für den Landschaftsschutz einsetzt, keineswegs ein "Gegner der Energiewende" sein.

Zweitens geht es beim Erhalt gewachsener Landschaften (in der Tat: kein "Urwald") eben nicht um "schön" oder "hässlich", sondern um die Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses. Aus dem gleichen Grund ersetzen wir auch den Kölner Dom nicht durch ein Bürohochhaus, obwohl das durchaus zweckmäßig und in jedem Fall rentierlich wäre. Niemand bestreitet, dass die Kulturlandschaft sich über die Jahrhunderte immer wieder verändert hat und den unterschiedlichsten Nutzungen angepasst worden ist. Unbestreitbar ist aber auch, dass die Eingriffe der letzten fünfzig Jahre besonders einschneidend gewesen sein dürften. Deshalb tun wir m. E. gut daran, mit weiteren Veränderungen ein wenig zurückhaltend zu sein.

Drittens ist die Frage der Landschaftsästhetik nicht neu, sondern Gegenstand der Umweltgesetzgebung schon seit Jahrzehnten. Dass Abwägungen stattfinden und nicht jede Veränderung unterbunden wird, ist doch klar. Was nur besorgt, ist die (nach meiner bescheidenen Meinung) doch recht große Radikalität, mit der derzeit das Land im Namen des Klimaschutzes umgestaltet wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 18:48 
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Die Schweiz ist viel enger besiedelt und würde schon wegen dem Tourismus nie den Volkswillen für zu viele ungünstig aufgestellte Windräder erhalten. Es macht nicht überall Sinn und es gibt noch andere Formen von Erneuerbarer Energie.

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LG Candor


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 18:53 
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Candor hat geschrieben:
Die Schweiz ist viel enger besiedelt


Das ist, wenn man die Einwohnerzahl pro Fläche als Maßstab nimmt, nicht richtig.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 19:36 
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Fahr mal in die Schweiz und vergleiche. Die Berge verfälschen das Ergebnis.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 20:25 
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Also meinst Du die "gefühlte" Bevölkerungsdichte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 20:58 
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Eher die Nähe zwischen den Dörfern, ist doch ziemlich nacheinandergebaut vom Mittelland bis zu den Ferienhäusern in den Bergen ohne größere menschenleere Landstriche. Das sieht man auch gut auf der Satellitenkarte der Schweiz bei www.maps.google.com Es wurde mehr in die Breite gebaut und weniger in die Höhe. Erst jetzt werden vermehrt Hochhäuser notwendig, weil das Bauland knapp wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Juni 2017, 00:36 
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Beiträge: 5721
Ha'm einfach mal 'ne Steuer erfunden - Regieren nach dem Motto "legal, illegal, sch...egal", "Rechtsstaat, was ist das denn? Braucht man das? Nee, das braucht man doch nicht." ](*,)

https://www.tagesschau.de/inland/brenne ... r-103.html

Immerhin könnte das die Stromkonzerne retten, zum Teil ist die Lage dort nämlich wirklich bedrohlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Juni 2017, 02:45 
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Beiträge: 2262
Wohnort: Schweiz
Die Schweiz steht zum Klimaabkommen

https://www.nzz.ch/schweiz/entscheid-im ... ld.1299618

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 Betreff des Beitrags: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Juni 2017, 06:04 
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hlubenow hat geschrieben:
Ha'm einfach mal 'ne Steuer erfunden - Regieren nach dem Motto "legal, illegal, sch...egal", "Rechtsstaat, was ist das denn?
Ob und wer in Deutschland ein verfassungsrechtliches Steuererfindungsrecht hat, war hoch umstritten. Es ist also gerade nicht so, dass "die Regierung" sich mal eben so über die Verfassung hinweggesetzt hat, denn die Probleme lagen offen auf dem Tisch. Da das BVerfG keinen "Vorab-Gutachtendienst" mehr hat (§ 97 BVerfGG aF), ist Politik in umstrittenen Randbereichen somit zwingend trial and error. Zu kritisieren ist wohl eher das Bundesgericht (BFH), welches trotz Vorlage in Karlsruhe keinen einstweiligen Rechtsschutz gewährt hatte (BFH-Beschluss vom 25.11.2014, VII B 65/14), weil dem erforderlichen besonderen Interesse des Antragstellers an der Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes kein Vorrang vor dem öffentlichen Interesse am Vollzug des Gesetzes zukommen soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel - Ja oder nein?
BeitragVerfasst: Donnerstag 8. Juni 2017, 08:47 
Fossil
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Registriert: Donnerstag 15. April 2004, 09:22
Beiträge: 14683
Wohnort: Berlin
Tibor hat geschrieben:
hlubenow hat geschrieben:
Ha'm einfach mal 'ne Steuer erfunden - Regieren nach dem Motto "legal, illegal, sch...egal", "Rechtsstaat, was ist das denn?
Ob und wer in Deutschland ein verfassungsrechtliches Steuererfindungsrecht hat, war hoch umstritten. Es ist also gerade nicht so, dass "die Regierung" sich mal eben so über die Verfassung hinweggesetzt hat, denn die Probleme lagen offen auf dem Tisch. Da das BVerfG keinen "Vorab-Gutachtendienst" mehr hat (§ 97 BVerfGG aF), ist Politik in umstrittenen Randbereichen somit zwingend trial and error. Zu kritisieren ist wohl eher das Bundesgericht (BFH), welches trotz Vorlage in Karlsruhe keinen einstweiligen Rechtsschutz gewährt hatte (BFH-Beschluss vom 25.11.2014, VII B 65/14), weil dem erforderlichen besonderen Interesse des Antragstellers an der Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes kein Vorrang vor dem öffentlichen Interesse am Vollzug des Gesetzes zukommen soll.


Aber Du willst doch wohl nicht den Verfassungsrichtern das Recht absprechen, im Nachhinein klüger zu sein und den Gesetzgeber als frechen Dilettanten dastehen zu lassen!

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gez. ...j! {Treffpunkt-Captain}

Ortsbekannte Klugscheißer werden gebeten, diesen Post zu ignorieren.


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