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BeitragVerfasst: Freitag 13. April 2018, 23:05 
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Beiträge: 3
Hallo liebe Community,
ich bin ganz neu hier und habe gleich eine Herzensangelegenheit.

Zu meiner Situation:
Ich habe gerade mein erstes Examen gemacht und bin mit nem knappen befriedigend inkl. Schwerpunkt, exklusive ist es ein ausreichend. Zwei Tage vor dem Examen gabs einen Schicksalsschlag bei mir und ich habe mir selbst sehr viel - zu viel?- Druck gemacht (auch wg. meines Alters), was micht stark blockiert hat.
Zudem bin ich recht alt mit meinen 30J. und habe auch keinerlei Auslandsaufenthalte noch sonstige Qualifikationen.
Dieses Semester bin ich noch angemeldet an der Hochschule.
Auch habe ich mich schon mehrmals an der Hochschule und auch im privaten Bereich auf "kleinere Stellen" beworben - bisher ohne Erfolg. Teilweise auch mit Argumenten, die schlichtweg gelogen waren/sind. Da frag ich mich, ob ich überhaupt mit dem fertigen Jura Studium irgendwas beschicken kann. Zudem hatte ich bisher immer eine Richtung, die mich interessiert hat, aber mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, ob das wirklich das Richtige ist.


Nun meine Fragen:
1. Wie viel Sinn macht es einen Verbesserungsversuch zu schreiben?
2. Falls es Sinn macht, dann mit dem Ref. zum September oder Dezember anfangen, wenn der Verbesserungsversuch im Oktober gewählt wird (bitte auch mein Alter berücksichtigen)?
3. Welche Tipps habt ihr für mich? LLM, etc.?

Fühle mich echt gerade als Versager :/....vllt. könnt ihr mir ja helfen.

LG und Danke schonmal im Voraus.


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 05:50 
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Registriert: Sonntag 25. Dezember 2011, 09:46
Beiträge: 1067
Wenn Du die realistische Chance siehst Dich zu verbessern, dann unbedingt den Verbesserungsversuch wahrnehmen. Die paar Monate die Du dadurch verlierst, machen auf dem Arbeitsmarkt keinen Unterschied.

Gesendet von meinem SM-N950F mit Tapatalk


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 07:56 
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Registriert: Freitag 7. Juni 2013, 20:51
Beiträge: 80
KiwiKiwi hat geschrieben:
Nun meine Fragen:
1. Wie viel Sinn macht es einen Verbesserungsversuch zu schreiben?
2. Falls es Sinn macht, dann mit dem Ref. zum September oder Dezember anfangen, wenn der Verbesserungsversuch im Oktober gewählt wird (bitte auch mein Alter berücksichtigen)?
3. Welche Tipps habt ihr für mich? LLM, etc.?



1. Wenn Du glaubst dich verbessern zu können, dann auf jeden Fall nochmal schreiben.
2. Wenn der Verbesserungsversuch im Oktober ist, erst im Dezember ins Ref gehen. In den ersten Monaten liegen häufig Arbeitsgemeinschaften oder es besteht, je nach Bundesland, eine generelle Urlaubssperre.
3. Richtige Schwerpunktsetzung im Ref. Suche dir einen Bereich aus, in dem du dir vorstellen kannst später zu arbeiten (und realistischerweise auch kannst) und suche dir entsprechende Stationen raus, dann wird sich schon die eine oder andere Chance ergeben.

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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 09:58 
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Beiträge: 185
Zitat:
3. Richtige Schwerpunktsetzung im Ref. Suche dir einen Bereich aus, in dem du dir vorstellen kannst später zu arbeiten (und realistischerweise auch kannst) und suche dir entsprechende Stationen raus, dann wird sich schon die eine oder andere Chance ergeben.

Das unterstreiche ich ganz dick. Man hat mit den Stationen eine hervorragende Möglichkeit, sich fachlich zu profilieren, ggf. im Optimalfall noch ergänzbar durch weitere Nebentätigkeiten (trotz deiner negativen Erfahrungen bisher: Weiter bewerben!). Wenn Du schon eine Vorstellung hast, in welche Richtung es dich ziehen könnte, käme auch der Besuch von Fachkonferenzen u.ä. Veranstaltungen in Betracht.

Verbesserungsversuch natürlich unbedingt machen.


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 10:55 
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Beiträge: 5799
Jo, das sahe ich auch so bei vielen im Referendariat. Selbst mit schwachen Noten ergaben sich für viele in den Stationen durch gute Arbeit die Möglichkeit der Übernahme. Auch in Kanzleien, die eigentlich höhere Notenanforderungen haben.

Davon ab ist der Markt ja dieser Tage für alle gut, nicht nur für VB-Absolventen. Länger arbeitslos wird heute ja kaum jemand (und wenn, dann liegt es nicht an den Noten).

Zum Alter: Würde ich mir weniger Gedanken machen. Ob du am Ende des Refs 28 oder 34 bist, ist egal. Daher würde ich auch den Verbesserungsversuch unternehmen. Als Ref-Termin dann aber definitiv Dezember. Wer das Referendariat ernsthaft betreibt (was man tun sollte), der langweilt sich da nicht. Aber schon um eine nervliche Doppelbelastung zu vermeiden, sollte man das nicht gleichzeitig machen.

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 11:01 
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Beiträge: 7927
Sehe das ähnlich. Mach den Verbesserungsversuch und mach dir wegen dem Alter keine Sorgen. Bei mir sieht es ähnlich aus. Ich wurde nicht einmal auf mein Alter angesprochen und habe in jeder Station Jobangebote bekommen. Ich war aber in einer etwas besseren Kanzlei, da muss dann auch die Note stimmen, aber alles andere würde passen. Auch in der Verwaltungsstation wurde mir gesagt, dass ich mich bitte nach den Prüfungen nochmal melden soll, auch wenn ich kommuniziert habe, dass ich lieber in die Justiz möchte. Auch dort habe ich durchweg nur positive Rückmeldungen bekommen, aber das wird in letzter Konsequenz ja das Ministerium entscheiden. Aber du siehst, das Alter ist kein Problem. Manchmal kann es sogar vorteilhafter sein etwas reifer und lebenserfahrener zu sein ;). Also nur Mut und mach dir da keine unnötigen Gedanken. Wenn es bei mir kein Problem war, wird es bei dir auch keines sein.

Ach ja, wenn Du gerne in den Stationen in GKen oder Boutiquen willst, bloss keine Scheu wegen dem Alter. Ich hab mir da auch einen Kopf gemacht, hätte aber locker in eine GK können, was ich aber nich gemacht habe, da ich mich für eine andere Wahlstation entschieden habe und das glaube ich sowieso nix für mich ist.

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Zuletzt geändert von Tobias__21 am Samstag 14. April 2018, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 11:03 
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1. Es spricht doch einiges dafür, dass bei Deinem Ergebnis im Staatsteil noch Luft nach oben ist. Den Verbesserungsversuch würde ich daher auf jeden Fall wahrnehmen.

2. Ich meine, es ist in einigen (allen?) Bundesländern notwendig, dass der schriftliche Teil des Verbesserungsversuchs vor Ref-Beginn geschrieben worden ist, d. h. der Ref-Beginn im Dezember wäre dann "zwingend". Das ist m. E. auch in der Sache sinnvoll, weil man zu Beginn des Referendariats sehr viel Neues lernen muss, worauf man sich besser konzentrieren sollte. Ob Du mit 32 oder 33 fertig bist, ist demgegenüber egal. Wegen dem Alter würde ich mir jetzt auch nicht allzu viele Sorgen machen: Klar, viele andere sind beim Berufseinstieg trotz Zusatzqualifikationen noch unter 30 und vielleicht wird Dir der ein oder andere potentielle Arbeitgeber auch krititsche Fragen stellen, aber gerade als Jurist scheint es mir nicht von Nachteil zu sein, etwas mehr Seniorität als ein 25-jähriger Turbo-Absolvent auszustrahlen.

3. LL.M. und Promotion würde ich an Deiner Stelle bleiben lassen (sofern es Dir nicht ein absolutes Herzensanliegen ist, then go for it), sondern das Ref für eine fachliche Orientierung und (möglichst) Spezialisierung nutzen. Du schreibst, es gäbe eine Richtung, die Dich interessiert, bei der Du Dir aber nicht sicher bist, ob es das Richtige ist: Dann nutze jetzt die Zeit, in dem Bereich mal ein Praktikum zu machen oder als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten. Im schlimmsten Fall ist es nicht das Richtige für Dich, dann bist Du immerhin um diese Erkenntnis reicher - und vielleicht ergeben sich auch neue Impulse für Dich.


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 13:51 
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Liz hat geschrieben:
Klar, viele andere sind beim Berufseinstieg trotz Zusatzqualifikationen noch unter 30 und vielleicht wird Dir der ein oder andere potentielle Arbeitgeber auch krititsche Fragen stellen, aber gerade als Jurist scheint es mir nicht von Nachteil zu sein, etwas mehr Seniorität als ein 25-jähriger Turbo-Absolvent auszustrahlen.


Das ist insbesondere, wenn Du nicht in die GK willst, ein ganz entscheidender Punkt. In kleineren Kanzleien wirst Du früh Mandantenkontakt haben und die werden dann erfahrungsgemäß in aller Regel positiver reagieren, wenn Du auch optisch reifer wirkst, mögen Deine juristischen Fähigkeiten noch so gut sein. Da mag Dein (etwas) reiferes Alter also sogar ein Bonus bei der Einstellung sein. Habe durchaus sowohl schon abfällige Kommentare von Mandanten über das Alter von Rechtsanwälten oder Staatsanwältinnen gehört und ähnliches auch schon von Rechtsanwälten über Bewerber. Alles andere wurde ja schon gesagt: Verbesserungsversuch schreiben, im Ref Vollgas geben, seinen Namen bei möglichst vielen potentiellen Arbeitgebern streuen (also z.B. auch Nebentätigkeit in anderer Kanzlei als später die Anwaltsstation und dann wieder in der Wahlstation woanders hin), und dann klappt das ganz sicher.

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"Wer Du bist? Sicher nicht der Rap-Messias. Für mich bist auch Du nur irgendein Tobias."

~ Harry Quintana


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 17:29 
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Zitat:
In kleineren Kanzleien wirst Du früh Mandantenkontakt haben und die werden dann erfahrungsgemäß in aller Regel positiver reagieren, wenn Du auch optisch reifer wirkst, mögen Deine juristischen Fähigkeiten noch so gut sein. Da mag Dein (etwas) reiferes Alter also sogar ein Bonus bei der Einstellung sein. Habe durchaus sowohl schon abfällige Kommentare von Mandanten über das Alter von Rechtsanwälten oder Staatsanwältinnen gehört und ähnliches auch schon von Rechtsanwälten über Bewerber.

Wenn man als junger Jurist in solchen Situationen ist (anders vielleicht bei der eigenständiger Mandantenakquise), sind das aber doch i.d.R. Situationen, in denen das Gegenüber nicht einfach den Raum verlässt / verlassen kann. Insofern hat man die Möglichkeit, gewisse Vorbehalt schnell aus der Welt zu räumen.


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 18:40 
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Quantensprung hat geschrieben:
Wenn man als junger Jurist in solchen Situationen ist (anders vielleicht bei der eigenständiger Mandantenakquise), sind das aber doch i.d.R. Situationen, in denen das Gegenüber nicht einfach den Raum verlässt / verlassen kann. Insofern hat man die Möglichkeit, gewisse Vorbehalt schnell aus der Welt zu räumen.


Das setzt allerdings voraus, dass der Gegenüber bereit ist, seine ursprünglichen Vorbehalte zu überdenken, und überhaupt in der Lage ist, Fachkompetenz zu erkennen. Mir scheint das Leben jedenfalls einfacher zu sein, wenn nicht der erste Eindruck ist "ach, da kommt der Referendar".


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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 18:45 
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Ich hab mal ein ganz ganz junge Arbeitsrichterin in einer Verhandlung erlebt. Da dachte ich auch erst "krass, ist die jung". Dann hat die aber die Verhandlung geleitet, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Am Ende hat sie einen Vergleich diktiert, aber vom allerfeinsten, da war alles drin und völlig unfallfrei. Da hab ich echt die Ohren angelegt. War sehr beeindruckend :)

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BeitragVerfasst: Samstag 14. April 2018, 19:49 
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Das ist ja wie mit Frauen in "Männerdomänen". Es ist grundsätzlich immer ein Vorteil, wenn man dich unterschätzt. Das Problem ist: Dann musst du aber auch wirklich liefern.

Wenn du dagegen aber nur eine "durchschnittliche Leistung" ablieferst, dann bestätigt du lediglich das jeweilige Vorurteil. Erwartet man von dir also nicht viel und du lieferst Durchschnitt ab, dann wird man deine Leistung schlechter bewerten, als wenn man dich von Anfang an stärker eingeschätzt hätte. Es gab ja keinen Grund sein Vorurteil zu revidieren.

Und was man auch nicht vergessen darf: Als junger Anwalt/Richter/Staatsanwalt hat man ja auch eigentlich keine Ahnung was man da so macht. Selbst als guter Jurist fehlt einem halt die Erfahrung.

Bei Strafverteidigern sieht man das finde ich häufig sehr gut. Es gibt viele juristisch völlig unfähige ältere Verteidiger, die weder von der StPO noch vom StGB Ahnung haben. Wenn es dann aber um Zeugenbefragung oder "n bissel Show" geht, dann liefern die.

Ein höheres Alter kaschiert ein wenig diese Unerfahrenheit. Wenn du Mitte 30 bist, weiß man nicht ob du 1 Jahr oder 7 Jahre Berufserfahrung hast. Wenn du 28 bist, weiß jeder, das kann nicht viel sein.

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BeitragVerfasst: Sonntag 15. April 2018, 10:55 
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Beiträge: 98
Quantensprung hat geschrieben:
Zitat:
In kleineren Kanzleien wirst Du früh Mandantenkontakt haben und die werden dann erfahrungsgemäß in aller Regel positiver reagieren, wenn Du auch optisch reifer wirkst, mögen Deine juristischen Fähigkeiten noch so gut sein. Da mag Dein (etwas) reiferes Alter also sogar ein Bonus bei der Einstellung sein. Habe durchaus sowohl schon abfällige Kommentare von Mandanten über das Alter von Rechtsanwälten oder Staatsanwältinnen gehört und ähnliches auch schon von Rechtsanwälten über Bewerber.

Wenn man als junger Jurist in solchen Situationen ist (anders vielleicht bei der eigenständiger Mandantenakquise), sind das aber doch i.d.R. Situationen, in denen das Gegenüber nicht einfach den Raum verlässt / verlassen kann. Insofern hat man die Möglichkeit, gewisse Vorbehalt schnell aus der Welt zu räumen.


So ist es natürlich, allerdings sehe ich es so wie Ara, dass das Überzeugen dann entsprechend schwieriger wird. Zudem kommt es ja häufig zu Situationen, in denen man insbesondere als Anwalt das Gewünschte nicht erreichen kann und dann eher den Rat gibt, z.B. von einer Klage abzusehen oder die Sache auf sich beruhen zu lassen. Das nimmt man schon von einem (vermeintlich) erfahrenen Gegenüber nur ungern auf. Wenn es dann aber vom "Jungspund" kommt, passiert es nicht selten, dass dann später von zuhause aus die Nachricht an den Senior kommt, dass man doch lieber von diesem beraten werden möchte, oder man geht gleich woanders hin.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 08:42 
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Registriert: Montag 10. Juli 2017, 13:08
Beiträge: 354
1. Wie viel Sinn macht es einen Verbesserungsversuch zu schreiben?
Das macht immer Sinn. Es sei denn du hast ein "Sehr Gut" oder bereits die Note deines Traumjobs.

2. Falls es Sinn macht, dann mit dem Ref. zum September oder Dezember anfangen, wenn der Verbesserungsversuch im Oktober gewählt wird (bitte auch mein Alter berücksichtigen)?
Dein Alter ist egal. Dein Ref beginnst du dann im Dezember. Auf keinen Fall im September. Bedenke aber, dass auch noch eine mündliche Prüfung ansteht. Alter spielt bei 2 Monaten keine Rolle.

3. Welche Tipps habt ihr für mich? LLM, etc.?
Examina vernünftig machen, gute und sinnvolle Stationen absolvieren, dort bekannt machen. LL.M./Fachanwalt kannst du auch noch danach machen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 17. April 2018, 23:55 
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Registriert: Freitag 13. April 2018, 22:53
Beiträge: 3
Okay, danke für eure Antworten. Soweit ich das sehe kristalliert sich der Rat raus auf jedenfall nochmal zu schreiben, dann erst im Dezember anzufangen und im Referendariat dann ruhig Schwerpunkte setzen. Das mit dem Alter hab ich vllt auch zu eng gesehen :-k . Ich hab auch schon über ne kleine Stelle oder ein Praktikum in dem Bereich, in dem ich arbeiten möchte, nachgedacht - ich weiß nur nicht, inwiefern ich das zeitlich hinkriege. Mache dieses Semester auch noch nen Spanisch Kurs, da ich mir dadurch bessere Chancen im späteren Arbeitsmarkt ausrechne. Und wenn ich mich verbessern möchte, sollte ich ja auf das Lernen meinen Schwerpunkt legen. Hat jemand vllt. schon einen Verbesserungsversuch hinter sich gebracht?
Wie konntet ihr euch dann nochmal motivieren? Wie habt ihr dann wieder angefangen zu lernen?
Liebe Grüße,
KiwiKiwi

PS: @Herr Anwalt: Ich bin übrigens ein großer Fan von Ihnen. Habe mir auf Youtube bereits viele Videos angeschaut und finde es sehr gut, wie Sie die schwierigen Themen einfach vermitteln. Den Berliner Raser Fall hatte ich z.B. in meiner mdl. Prüfung und hatte mich u.a. mit ihrem Video darüber vorbereitet :) .


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