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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 10:43 
Fossil
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Wobei es - über den OLG-Bezirk Hamm hinausgehend - zu früh sein dürfte, von einem längerfristigen Trend auszugehen, weil derzeit schlichtweg überall sehr viel eingestellt wird, was aber nicht so bleiben wird und tlw auch zu Lasten der künftigen Nachfrage gehen wird, weil Einstellungen vorgezogen worden sind.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 10:57 
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Beiträge: 2655
Ja, das könnte sein. Wobei ich nicht genau weiß, woran man "viele Einstellungen" und "vorgezogene Einstellungen" misst. Gefühlt wird ja jeder Studentengeneration gesagt, dass für sie goldene Zeiten im Staatsdienst bevorstehen, da eine große Pensionierungswelle komme. So war es jedenfalls zu meinen Zeiten und die Befürchtungen, dass danach weniger eingestellt wird, hat sich auch nicht bewahrheitet.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 11:19 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
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Zumindest einen Teil der Einstellungen in der Verwaltungsgerichtsbarkeit wird das betreffen, jedenfalls in den Ländern, die hierfür gesondert einstellen. Jedenfalls würde ich nicht davon ausgehen, dass die gegenwärtig zusätzlich geschaffenen Stellen auch dauerhaft Bestand haben werden, sondern vielmehr dürften die Neueinstellungen wegen der Pensionierungswelle bei nächster Gelegenheit zurückgefahren werden.

Aber ansonsten hast Du natürlich Recht, wie es in 3-10 Jahren aussieht, kann niemand wirklich seriös vorhersagen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 12:45 
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Registriert: Mittwoch 28. Juni 2006, 19:16
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Kasimir hat geschrieben:
Urs Blank hat geschrieben:
Die Quote der "Prädikatseinstellungen" im Bezirk des OLG Hamm 2012 - 2016: Eine Pressemitteilung des Deutschen Prädikatsrichterbundes (DPRB) und ihre etwas peinliche Berichtigung:

https://www.drb-nrw.de/presse/80-mittei ... 19-02-2017

Zu den absoluten Zahlen: Die Gesamtzahl der bezirklichen Neueinstellungen soll 2016 übrigens bei etwa 120 gelegen haben.


Wobei der Trend schon extrem ist. Mitte der 2000er ging ohne Prädikat gar nichts, besser sollte es zweistellig sein. Das OLG Hamm hat allerdings auch einige hausgemachte Probleme, da Proberichter meist als kurzfristige Lückenstopfer verwendet werden und dann manchmal alle paar Monate versetzt werden; und das innerhalb eines OLG Bezirks, der so groß ist, dass man nicht von einem Standort an alle Standorte pendeln kann. Damit schwindet natürlich auch die Familientauglichkeit. Was ist das für ein Leben, wenn man unter der Woche irgendwo ein Zimmer im Sauerland oder Siegerland nehmen muss und Familien und Freunde nur am Wochenende sieht. Dazu kommen die Arbeitszeiten in NRW. Ich kenne Kollegen, die deutlich mehr als in Großkanzleien arbeiten. Da muss man schon mit viel Herzblut dabei sein, wenn man für weniger Geld mehr arbeitet und zudem noch schlechtere Rahmenbedingungen hat. Dazu dann noch Sprüche zu Männern: "Wenn Sie Elternzeit nehmen, werden Sie hier natürlich nichts mehr." Schade eigentlich, denn die Justiz vergrault die guten Absolventen so.

Tja, Nordrhein-Westfalen. Das sind auf den einschlägigen Tagungen auch diejenigen, die am meisten klagen. Schade. Aber schon ist in der Tat so, dass der sehr schlecht pendelbare OLG-Bezirk Hamm natürlich zu sehr unfreundlichen Situationen einlädt. Hier ist es im Regelfall so, dass die Proberichterinnen und -richter nur innert ihres Landgerichtsbezirkes eingesetzt werden. Ausnahmen hiervon beruhgen in aller Regel auf einem Wunsch der Richterin oder des Richters. Hier sind eher die 8 v. H. Absenkung ein Rekrutierungsproblem und dass Baden-Württemberg sehr viele Studierende zum Examen bringt, die die gute Qualität und die netten Studentenstädte genossen haben, aber dann zum Referendariat wieder "nach Hause" oder nach Berlin gehen und dort auch den Berufseinstieg vollziehen oder jedenfalls versuchen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 12:53 
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julée hat geschrieben:
Zumindest einen Teil der Einstellungen in der Verwaltungsgerichtsbarkeit wird das betreffen, jedenfalls in den Ländern, die hierfür gesondert einstellen.

Ja, das dürfte definitiv der Fall sein. Hier sind die Chancen aus der Kombination der angestiegenen Asylverfahren und der Pensionierungswelle deutlich gestiegen. Als Beispiel: am VG Karlsruhe - dort werden jedenfalls die Richternamen veröffentlicht und damit sind die Entwicklungen nachvollziehbar - sind es aktuell bei insgesamt 38 Richterinnen und Richtern knapp fünfzehn Proberichterinnen und -richter. Legt man die durchschnittliche Verplanungszeit hier zugrunde (ca. dreieinhalb bis vier Jahre), so wurden im Schnitt alleine am VG Karlsruhe im Jahr etwa soviele Richterinnen und Richter eingestellt als zu früherer Zeit in der gesamten Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes (mitberücksichtigt die fast hundertprozentige Abordnungsquote an das Bundesverfassungsgericht als Proberichterin oder -richter des VG Karlsruhe, d. h. dort sind aktuell sicherlich zwei bis drei Wissenschaftliche MitarbeiterInnen mit diesem Hintergrund). Zwischendurch lagen die Einstellungszahlen bei etwa fünf bis sieben Proberichterinnen und -richter. Dafür wurden die Sozialgerichte dann sehr solide ausgestattet.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 12:53 
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Beiträge: 2694
Einwendungsduschgriff hat geschrieben:
Kasimir hat geschrieben:
Urs Blank hat geschrieben:
Die Quote der "Prädikatseinstellungen" im Bezirk des OLG Hamm 2012 - 2016: Eine Pressemitteilung des Deutschen Prädikatsrichterbundes (DPRB) und ihre etwas peinliche Berichtigung:

https://www.drb-nrw.de/presse/80-mittei ... 19-02-2017

Zu den absoluten Zahlen: Die Gesamtzahl der bezirklichen Neueinstellungen soll 2016 übrigens bei etwa 120 gelegen haben.


Wobei der Trend schon extrem ist. Mitte der 2000er ging ohne Prädikat gar nichts, besser sollte es zweistellig sein. Das OLG Hamm hat allerdings auch einige hausgemachte Probleme, da Proberichter meist als kurzfristige Lückenstopfer verwendet werden und dann manchmal alle paar Monate versetzt werden; und das innerhalb eines OLG Bezirks, der so groß ist, dass man nicht von einem Standort an alle Standorte pendeln kann. Damit schwindet natürlich auch die Familientauglichkeit. Was ist das für ein Leben, wenn man unter der Woche irgendwo ein Zimmer im Sauerland oder Siegerland nehmen muss und Familien und Freunde nur am Wochenende sieht. Dazu kommen die Arbeitszeiten in NRW. Ich kenne Kollegen, die deutlich mehr als in Großkanzleien arbeiten. Da muss man schon mit viel Herzblut dabei sein, wenn man für weniger Geld mehr arbeitet und zudem noch schlechtere Rahmenbedingungen hat. Dazu dann noch Sprüche zu Männern: "Wenn Sie Elternzeit nehmen, werden Sie hier natürlich nichts mehr." Schade eigentlich, denn die Justiz vergrault die guten Absolventen so.

Tja, Nordrhein-Westfalen. Das sind auf den einschlägigen Tagungen auch diejenigen, die am meisten klagen. Schade. Aber schon ist in der Tat so, dass der sehr schlecht pendelbare OLG-Bezirk Hamm natürlich zu sehr unfreundlichen Situationen einlädt. Hier ist es im Regelfall so, dass die Proberichterinnen und -richter nur innert ihres Landgerichtsbezirkes eingesetzt werden. Ausnahmen hiervon beruhgen in aller Regel auf einem Wunsch der Richterin oder des Richters. Hier sind eher die 8 v. H. Absenkung ein Rekrutierungsproblem und dass Baden-Württemberg sehr viele Studierende zum Examen bringt, die die gute Qualität und die netten Studentenstädte genossen haben, aber dann zum Referendariat wieder "nach Hause" oder nach Berlin gehen und dort auch den Berufseinstieg vollziehen oder jedenfalls versuchen.


Ajo. Man muss halt recht speziell sein, um als Nicht-BW'ler seinen Berufsstart in Mosbach, Sigmaringen oder Rottweil hinlegen zu wollen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 12:59 
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Der Witz daran ist nur, dass die Kolleginnen und Kollegen von damals nun in irgendwelchen Käffern in der norddeutschen Tiefebene arbeiten, wo sie in der Nähe aufgewachsen sind. Das macht das Ganze skurril. In Großstädten ist eigentlich niemand beruflich gelandet. Auch die Berliner Referendarinnen und Referendare sitzen nun fast alle wieder in Soltau-Fallingbostel. Und das sind alles Menschen mit guten bis hervorragenden Noten. Eigentlich sind nahempirisch nur die mittelmäßigen in den Großstädten gelandet, viele davon haben den Einstellungszug der Frankfurter und Düsseldorfer Wirtschaftskanzleien mitgenommen und sind dort nun nicht unzufrieden.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 14:32 
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Einwendungsduschgriff hat geschrieben:
Der Witz daran ist nur, dass die Kolleginnen und Kollegen von damals nun in irgendwelchen Käffern in der norddeutschen Tiefebene arbeiten, wo sie in der Nähe aufgewachsen sind.


Ohne die Kollegen zu kennen: Das war ja vielleicht grade Sinn der Übung. Als Akademiker in der ländlichen Heimat ein gutes Auskommen zu haben, ist für einige das Non-Plus-Ultra. Erst dahinter kommt das "coole" Großstadtleben und nochmal weit, weit dahinter kommt das Leben in einem fremden Kaff (Sigmaringen & Co).


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 14:41 
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Einwendungsduschgriff hat geschrieben:
julée hat geschrieben:
Zumindest einen Teil der Einstellungen in der Verwaltungsgerichtsbarkeit wird das betreffen, jedenfalls in den Ländern, die hierfür gesondert einstellen.

Ja, das dürfte definitiv der Fall sein. Hier sind die Chancen aus der Kombination der angestiegenen Asylverfahren und der Pensionierungswelle deutlich gestiegen. Als Beispiel: am VG Karlsruhe - dort werden jedenfalls die Richternamen veröffentlicht und damit sind die Entwicklungen nachvollziehbar - sind es aktuell bei insgesamt 38 Richterinnen und Richtern knapp fünfzehn Proberichterinnen und -richter. Legt man die durchschnittliche Verplanungszeit hier zugrunde (ca. dreieinhalb bis vier Jahre), so wurden im Schnitt alleine am VG Karlsruhe im Jahr etwa soviele Richterinnen und Richter eingestellt als zu früherer Zeit in der gesamten Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes (mitberücksichtigt die fast hundertprozentige Abordnungsquote an das Bundesverfassungsgericht als Proberichterin oder -richter des VG Karlsruhe, d. h. dort sind aktuell sicherlich zwei bis drei Wissenschaftliche MitarbeiterInnen mit diesem Hintergrund). Zwischendurch lagen die Einstellungszahlen bei etwa fünf bis sieben Proberichterinnen und -richter. Dafür wurden die Sozialgerichte dann sehr solide ausgestattet.


Wobei man - je nach Bundesland - schauen muss, ob aufgrund der Asylverfahren derzeit tatsächlich mehr eingestellt oder ob der Bedarf durch Abordnungen von den ordentlichen Gerichten gedeckt wird. Bei uns am VG sind auch einige Kollegen als Leiharbeiter ;)


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 14:59 
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Hier wird nur eingestellt. Abordnungen erfolgen nicht. Hier gibt es eine sehr strenge Laufbahntrennung.

OJ: Ja, das mag sicherlich richtig sein. Das Problem beziehungsweise Risiko, das viele dort eingehen, verstehe ich aber nicht - gerade Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind ja diejenigen Länder, die die Proberichter sehr stark verschickt, oft mit nicht vernünftig pendelbaren Strecken. Da kann die heimatnahe Bewerbung sich ja gerne in das Gegenteil verkehren. Und dann droht statt der geliebten Flachlandpartie die gehasste Flachlandpartie. Na, wenigstens ist dort alles irgendwie billig.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 15:09 
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Du sprachst von Kollegen, die nun alle in Heimatnähe arbeiten. Scheint also zu klappen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 15:14 
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Naja, nach sieben bis acht Jahren nunmehr und die meisten haben anfangs sehr gekotzt - Zweitwohnungen, lange Pendelstrecken. Die erste Kollegin kam nach fünf Jahren an ihr gewünschtes Amtsgericht und schuftet sich nun tot, wohingegen ihre Referendarskolleginnen nun schon deutlich weiter sind. Lies: bevorstehende Erprobungsabordnungen etc und eine nette Kombination aus fachlichem Anspruch und Arbeitszeit. Ich kann das Ansinnen total verstehen - zurück in die Heimat -, mir wäre es aber einfach zu risikoreich, sich in bestimmten Ländern in der Justiz zu bewerben. Man lese einfach auch nur einmal die Beiträge von Eagnai quer.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 18:44 
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Einwendungsduschgriff hat geschrieben:
Der Witz daran ist nur, dass die Kolleginnen und Kollegen von damals nun in irgendwelchen Käffern in der norddeutschen Tiefebene arbeiten, wo sie in der Nähe aufgewachsen sind. Das macht das Ganze skurril. In Großstädten ist eigentlich niemand beruflich gelandet. Auch die Berliner Referendarinnen und Referendare sitzen nun fast alle wieder in Soltau-Fallingbostel. Und das sind alles Menschen mit guten bis hervorragenden Noten. Eigentlich sind nahempirisch nur die mittelmäßigen in den Großstädten gelandet, viele davon haben den Einstellungszug der Frankfurter und Düsseldorfer Wirtschaftskanzleien mitgenommen und sind dort nun nicht unzufrieden.



Nun ja, das Nachbarkaff in der Heimat ist einem dann eben doch vertrauter als irgendein Kaff am anderen Ende der Republik - und sei es auch noch so schön da. Hinzu kommen ja auch so Faktoren wie Familie usw., immer > 500 km fahren zu müssen, ist nur mittelmäßig schön - mal eben nur übers Wochenende ist kaum bzw. nur mit Stress zu machen oder man muss beständig Urlaubstage opfern.

Und ich wäre etwa sofort für 3-4 badische Städte zu gewinnen, aber mit Mosbach o. ä. könnte man mich jetzt nun wirklich nicht locken - und es hätte ohne Frage einen persönlichen Preis. Und im Norden ist es meinem Eindruck nach ziemlich schwierig in den attraktiveren Großstädten unterzukommen (insbesondere, wenn man keine besonderen persönlichen Gründe geltend machen kann, warum man jetzt unbedingt nach Stadt X muss), so dass es sinnvoller ist, sich entweder mit Soltau-Fallingbostel oder Salzgitter anzufreunden oder sich was anderes zu suchen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 18:48 
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julée hat geschrieben:
Und ich wäre etwa sofort für 3-4 badische Städte zu gewinnen

Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und Konstanz. Bei mir würde ja definitiv noch Baden-Baden hinzukommen, aber nun geht es ja woanders hin zum Wohnen. Ich bin ja vollkommen bei Euch, aber mir wäre das Risiko zu groß in ein Land zu gehen mit dieser recht rücksichtslosen Verschickungspolitik, auch wenn das meine Heimat wäre.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2017, 19:06 
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Einwendungsduschgriff hat geschrieben:
julée hat geschrieben:
Und ich wäre etwa sofort für 3-4 badische Städte zu gewinnen

Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und Konstanz. Ich bin ja vollkommen bei Euch, aber mir wäre das Risiko zu groß in ein Land zu gehen mit dieser recht rücksichtslosen Verschickungspolitik, auch wenn das meine Heimat wäre.


Fast, tausche Karlsruhe gegen Heidelberg und gewichte es mit 1/2; bei nicht ablehnbaren Angeboten aus Karlsruhe würde ich eher in eine BC100 investieren ;)

Und ja, ich weiß auch, warum ich die Lösung "was anderes" gewählt habe - spätestens seitdem ich ein paar Kollegen aus den entsprechenden Ländern kennengelernt habe. Aber ich denke, das sagt sich so leicht, wenn man entweder vor diesem Konflikt nicht steht oder eine annehmbare Alternative gefunden hat.

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