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BeitragVerfasst: Montag 12. Dezember 2016, 16:08 
Newbie
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Registriert: Montag 12. Dezember 2016, 16:02
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

ich bin schon nächste Woche zur Aushändigung der Ernennungsurkunde für den richterlichen Dienst in Bayern nach München eingeladen. Mich interessiert wie genau das ablaufen wird. Wie viel Zeit nimmt das in etwa in Anspruch, was wird von mir erwartet, von wem wird die Urkunde überreicht, gibt es dabei eine Kleiderordnung und ähnliches.

Schon mal Vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen!


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BeitragVerfasst: Montag 12. Dezember 2016, 17:03 
Mega Power User
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Registriert: Dienstag 19. Dezember 2006, 21:48
Beiträge: 2534
Hier (NDS):

Klamotten: durchaus schick, man kann in den Tagen danach runterschrauben.
Dauer: Urkunde, Händedruck, Schwätzchen mit der Behördenleitung, max. 15 Minuten. Dann Vereidigung in (irgendeiner) öffentlichen Sitzung, zurück zur Verwaltung, Schlüssel, Zimmer finden, Kammerkollegen kennenlernen. Üblicherweise versuchen die Proberichter dann, schon einmal die Hausrunde zu drehen und sich vorzustellen, das kann natürlich je nach Behörde etwas dauern.

Protipp: Für die eigene Kammer/Abteilung Kuchen mitbringen und nachmittags gleich mal ins Zimmer einladen (auch die Geschäftstelle und ggf. Flurnachbarn). Wirkt Wunder!

_________________
"If we should deal out justice only, in this world, who would escape?"


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BeitragVerfasst: Montag 12. Dezember 2016, 17:22 
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Registriert: Donnerstag 29. April 2010, 12:06
Beiträge: 7249
Zu meiner Zeit (TM):
Maximal 1 Stunde, Urkunde durch den Amtschef überreicht, dann mit Frankenwein angestoßen, kurzer Plausch, anschl. privates Mittagessen mit den anderen frisch Ernannten. Kleidung: formell.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 09:02 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Freitag 24. Juni 2011, 11:43
Beiträge: 127
Zu meiner Zeit vor 3 Jahren in Bayern:

Es dauerte etwa anderthalb Stunden. Kleidung formell. Wir (damals etwa 20 Leute) mussten erzählen, warum wir zur Justiz wollten. Dann gab es die Urkunde vom Ministerialdirektor. Es wurde Wein getrunken und noch kurz geredet. Das war es dann auch schon.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 14:47 
Häufiger hier
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Registriert: Samstag 9. Januar 2016, 17:52
Beiträge: 117
Thüringen: Übergabe durch den Minister, Kleidung formell, Übergabedauer mit Ansprache ca. 30 min, danach ca eine Stunde plaudern und Fotos machen.

Es gab Sekt, O-Saft und Obst. Ernannt wurden 7 Leute.

_________________
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt. Wahrheit und Lüge sind nicht Seiten der selben Medaille ... .
- Daria -


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 18:03 
Super Mega Power User
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Registriert: Donnerstag 28. Dezember 2006, 10:04
Beiträge: 5935
In Bundesländern mit schlechter Haushaltslage und dementsprechender Ausstattung und Besoldung der Justiz sieht es ungefähr so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=MCAyYQa4Bfc

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Mein Führer, I can walk!


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 18:41 
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Registriert: Freitag 12. März 2004, 13:55
Beiträge: 8178
Und in besser ausgestatteten bekanntlich so:

http://www.faz.net/aktuell/thueringer-untersuchungsausschuss-wenn-sie-es-genau-wissen-wollen-ich-war-betrunken-11815998.html hat geschrieben:
Roewer antwortet, nicht einmal mehr die Umstände erinnern zu können, unter denen er seine Ernennungsurkunde erhalten habe. Es sei im Sommer 1994, zum Ende seiner Abordnungszeit nach Thüringen, abends um 23 Uhr in der Erfurter Gaststätte Hopfenberg gewesen, als ihm irgendwer, der einem Dienstwagen entstiegen war, die Urkunde übergeben habe. Auf die Frage, wer es denn gewesen sei, gibt Roewer zurück: „Ich weiß es nicht. Es war dunkel.“ Er habe die Urkunde aber ganz sicher bekommen, denn „ich hatte sie am nächsten Morgen. Das ist sicher.“

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»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 18:46 
Mega Power User
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Registriert: Freitag 24. Januar 2014, 22:54
Beiträge: 2905
Swann hat geschrieben:
In Bundesländern mit schlechter Haushaltslage und dementsprechender Ausstattung und Besoldung der Justiz sieht es ungefähr so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=MCAyYQa4Bfc


Was gäbe es daran auszusetzen? :) #Korpsgeist


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Dezember 2016, 00:56 
Fossil
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Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 13055
Zippocat hat geschrieben:

Protipp: Für die eigene Kammer/Abteilung Kuchen mitbringen und nachmittags gleich mal ins Zimmer einladen (auch die Geschäftstelle und ggf. Flurnachbarn). Wirkt Wunder!


Gleich am ersten Tag? Ist das nicht wahnsinnig unpraktisch, wenn man weder weiß, wann man am Zielort ist, noch, wen man dort dann konkret antrifft? Aber an sich funktioniert die Sache mit dem Kuchen natürlich hervorragend.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Dezember 2016, 01:00 
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Beiträge: 9346
Je nach Justizsparflamme lohnt es sich auch etwas Putzmittel an den ersten Tagen mitzubringen, um den Schreibtisch, die Tastatur und die Maus benutzbar zu machen.

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"Just blame it on the guy who doesn't speak English. Ahh, Tibor, how many times you've saved my butt."


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Dezember 2016, 09:23 
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Beiträge: 8178
Tibor hat geschrieben:
Je nach Justizsparflamme lohnt es sich auch etwas Putzmittel an den ersten Tagen mitzubringen, um den Schreibtisch, die Tastatur und die Maus benutzbar zu machen.

Die Toiletten nicht vergessen. Und nicht ohne dabei lautstark zu meckern ("...diese Schweine!")

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Dezember 2016, 09:45 
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Beiträge: 9346
Nein, da genügt eine Kloordnung zu verfügen:

Bild

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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 08:18 
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Beiträge: 1575
Tibor hat geschrieben:
Je nach Justizsparflamme lohnt es sich auch etwas Putzmittel an den ersten Tagen mitzubringen, um den Schreibtisch, die Tastatur und die Maus benutzbar zu machen.

Ergänzender Hinweis: Abends den Schreibtisch mit möglichst vielen Akten gleichmäßig bedecken und einen dicken Kommentar auf der Tastatur aufschlagen. Die meisten Reinigungskräfte verwenden aus Zeitgründen nämlich nur 1 (in Worten: einen ) Putzlappen für alle Reinigungsarbeiten. - Und mit dem Feuchtbiotop in diesem Lappen möchte man möglichst wenig Kontakt haben.

... Ach ja, und das Telefon nicht vergessen! (Häufiger Anfängerfehler :D)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 11:47 
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Beiträge: 428
Man findet sonst auch gerne Haare aus den unteren Regionen des menschlichen Körpers auf dem Schreibtisch, je nachdem wie nahe die Toilette am eigenen Büro ist.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. Dezember 2016, 12:46 
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