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BeitragVerfasst: Freitag 17. März 2017, 21:41 
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Registriert: Freitag 17. März 2017, 21:13
Beiträge: 5
Hallo liebes Forum.

Ich möchte mich sehr gerne als Richterin bewerben. Hierbei wollte ich mich, da ich ein Kind hab, gern auf die östlichen Bundesländer beschränken. Leider hat es in beiden Staatsexamen nicht für das schöne vb gereicht (erstes 7,91 und zweites 8,3).

Nun gehen ja die Bundesländer teilweise in ihren Vorstellungen schon runter zB Thüringen (Summe erstes + zweites Staatsexamen mind. 16 Punkte).

Wie realistisches ist es auch ohne vb eingeladen zu werden?

Gerne würde ich in die Fachgerichtsbarkeit (Sozialrecht). Ich hab auch durchweg sowohl im ersten als auch zweiten Staatsexamen Sozialrecht als Schwerpunkt gewählt und die Station immer schön in die Richtung gelegt. Neben dem Referendariat hab ich noch bei einem Anwalt für Sozialrecht gearbeitet und selbstständig Mandanten betreut und vorher war ich an einem Lehrstuhl für Sozialrecht.

Meine Ausbildungsrichterin am Sozialgericht hat selbst im zweiten Staatsexamen unter 8 Punkte, aber deren Einstellung ist auch schon ein Weilchen her.

Vllt. weiß ja hier einer mehr.

Gruß O:)

p.s.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten.


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BeitragVerfasst: Sonntag 19. März 2017, 16:54 
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Registriert: Samstag 11. März 2017, 17:05
Beiträge: 4
Wieso willst du dich, weil du ein Kind hast, auf die östlichen Bundesländer beschränken?

Meckpomm hat (laut Hörensagen) Probleme, geeignete Kandidaten zu finden, da man vor ein paar Jahren eine von zwei Jurafakultäten im Land geschlossen hat und dadurch überraschenderweise auch die Referendarszahlen in den Keller gegangen sind und das Land für Externe eher unattraktiv ist. Ich weiß, dass man definitiv nicht in beiden Examen ein vb braucht, könnt also gut sein, dass du Chancen hast.

Soweit ich weiß bewirbt man sich dort allgemein für die Fachgerichtsbarkeiten, also nicht konkret für die Sozialgerichtsbarkeit. In dieser sowie in der Verwaltungsgerichtsbarkeit dürften die Chancen aber ohnehin am größten sein.

Entgegen anderslautender Gerüchte lebt es sich hier ganz gut. Es ist alles ein bisschen kleiner und ruhiger und die ÖPNV-Verbindungen sind schlecht bis nicht vorhanden. Die Sozial- und Verwaltungsgerichte sind auch alle in ganz netten Städten - naja, von Neubrandenburg vielleicht abgesehen.


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BeitragVerfasst: Montag 20. März 2017, 11:51 
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Registriert: Donnerstag 23. Mai 2013, 16:15
Beiträge: 60
Die Werte von juristenkoffer.de sind recht gut. Ich weiß aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und NRW, dass großer Bedarf besteht. Die beiden Nördlichen laden quasi jeden ein, der die formelle Grenze überspringt und dessen Bewerbung "interessant" klingt (was bei dir mit dem Schwerpunkt und den Stationen der Fall ist!) Baden-Württemberg ist da etwas strenger, geht aber auch in die Richtung. Aus MeckPomm habe ich auch gehört, dass die stark suchen. Generell scheinen fast alle Länder zu suchen.

Immer wieder höre ich in Gesprächen mit den Personalreferenten bzw. Präsidalrichtern einerseits und SozialrichterInnen andererseits, dass man in die Sozialgerichtsbarkeit eher noch rein kommt, als in die ordentliche Gerichtsbarkeit. Vor allem, wenn man da schon Vorerfahrung hat. Das ist wohl rar gesät.

Jetzt aber mal eine blöde Frage: Warum probierst du es nicht einfach aus? Wir können nur mutmaßen und höchstens alte Erkenntnisse liefern. Wie es heute ausschaut, erfährst du nur, wenn du dich bewirbst. Und mehr als eine Absage kannst du kaum bekommen. Dann stehst du aber genauso wie jetzt (nämlich ohne Richterstelle) da. - Ich jedenfalls wünsche dir viel Erfolg.


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BeitragVerfasst: Montag 20. März 2017, 12:04 
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Beiträge: 374
Sozialgerichtsbarkeit kann allerdings - je nach Bundesland - auch sehr undankbar sein. Die Kollegen von den Sozialgerichten werden - zumindest hier - teilweise alle paar Monate irgendwo anders hin verschifft.


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BeitragVerfasst: Montag 20. März 2017, 21:08 
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Ich werde mich auf jeden Fall bewerben. Ich dachte ich frag hier nach, da ich nur die Praxis aus meinem Heimatbundesland kenne und mein Bundesland leidet leider an Realitätsverlust *hust* Bei uns ist die Sozialgerichtsbarkeit im Gegensatz zur ordentlichen auch ganz gut aufgestellt, sodass ich hier auch so ohnehin schlechte Chancen hätte.

Ich wollte mich auf die östlichen Bundesländer beschränken, da ich auch auch aus "Ostdeutschland" komme und nicht sehr weit weg von den Großeltern ziehen wollte. Mein Vater ist gesundheitlich auch etwas angeschlagen und als Einzelkind ist es etwas ungünstig sehr weit fahren zu müssen wenn was ist.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 10:19 
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Falls Bayern für Dich in Betracht käme, sähe es mit 8,3 (die natürlich noch aufs Bayrische Schriftlich-Mündlich-Verhältnis umgerechnet würden) im Zweiten sehr gut aus. Die formelle Grenze liegt bei 8 und Bedarf ist eigentlich auch immer da. Wir hatten im letzten Jahr sogar Probleme, für offene Stellen geeignete Leute zu finden.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 11:23 
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Schlumpfi hat geschrieben:
Falls Bayern für Dich in Betracht käme, sähe es mit 8,3 (die natürlich noch aufs Bayrische Schriftlich-Mündlich-Verhältnis umgerechnet würden) im Zweiten sehr gut aus. Die formelle Grenze liegt bei 8 und Bedarf ist eigentlich auch immer da. Wir hatten im letzten Jahr sogar Probleme, für offene Stellen geeignete Leute zu finden.


Was ist denn mit Bayern los?


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 11:51 
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Naja, die 8 sicherlich nach Umrechnung ...

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 12:20 
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Tibor hat geschrieben:
Naja, die 8 sicherlich nach Umrechnung ...


Klar, aber die ganzen Billo-Examen aus diesen halbseidenen "Mündliche zählt 40%"-Bundesländern mal beiseite: Ich dachte bislang immer Bayern könnte sich noch viel härtere Kriterien leisten als "bloß" 8 Punkte.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 13:02 
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OJ1988 hat geschrieben:
Schlumpfi hat geschrieben:
Falls Bayern für Dich in Betracht käme, sähe es mit 8,3 (die natürlich noch aufs Bayrische Schriftlich-Mündlich-Verhältnis umgerechnet würden) im Zweiten sehr gut aus. Die formelle Grenze liegt bei 8 und Bedarf ist eigentlich auch immer da. Wir hatten im letzten Jahr sogar Probleme, für offene Stellen geeignete Leute zu finden.


Was ist denn mit Bayern los?


Keine Ahnung, die Sozialgerichtsbarkeit hat ein Imageproblem. Wir sind irgendwie am falschen Ende der Bewerber-Nahrungskette. :(

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 13:31 
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Je nach Gericht kann man ja Pech haben und landet in einem Geschäftsverteilungsplan, der für bestimmte Dezernate nur SGB2 vorsieht. Und wer will schon als Proberichter ernsthaft tagein tagaus SGB2 Materie bearbeiten? Das ist - Blick von Außen ohne Erfahrung - prima facie nicht so interessant, als ob man damit Prädikatsjuristen angeln könnte.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 13:59 
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Ist eigentlich nicht so. Die AS-Richter hier machen das größtenteils alle schon recht lange und rufen auch nicht "hier", wenn sie wechseln könnten. So schlimm scheint das Rechtsgebiet nicht zu sein.... :-w
Aber wir haben ja noch mehr zu bieten als SGB2! Ich sags doch: Imageproblem. ;)

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 14:17 
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Ist halt wie mit dem Steuerrecht; wenn man im Studium keinen Gefallen dran gefunden hat, dann wird man in der Praxis einen großen Bogen darum machen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 15:27 
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Die meisten dürften im Studium sowohl mit Sozial- als auch mit Steuerrecht nicht einmal in Berührung gekommen sein.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 15:55 
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Das ist ja auch ein großer Fehler der "Juraausbildung", denn man kann behaupten, dass mehr Menschen mit Sozial- und Steuerrecht in Berührung kommen (der eine Teil der Bevölkerung zahlt Steuern, der andere Teil bezieht Sozialleistungen), als mit so tollen "Randgebieten" wie Bau-, Versammlungs-, Werkvertrags- oder gar Strafrecht.

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