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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 16:31 
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Beiträge: 113
Strafrecht?

Würde man das Studium an der Praxistauglichkeit ausrichten (was m.E. ein Fehler ist), wäre Strafrecht, OWI, Kaufvertrag, Fernabsatzrecht, AGB Rechtund, Schulrecht, Steuerrecht und Arbeitsrecht Pflichtstoff.

Edit:
Miete!!! Wie konnte ich Miete vergessen.

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Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt. Wahrheit und Lüge sind nicht Seiten der selben Medaille ... .
- Daria -


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:00 
Mega Power User
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Registriert: Dienstag 18. August 2009, 15:04
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Tibor hat geschrieben:
Das ist ja auch ein großer Fehler der "Juraausbildung", denn man kann behaupten, dass mehr Menschen mit Sozial- und Steuerrecht in Berührung kommen (der eine Teil der Bevölkerung zahlt Steuern, der andere Teil bezieht Sozialleistungen), als mit so tollen "Randgebieten" wie Bau-, Versammlungs-, Werkvertrags- oder gar Strafrecht.


Allerdings. Und dieser Fehler zieht sich auch schon durch die schulische Ausbildung. Da beschäftigt man sich an einer allgemeinbildenden Schule mit hochgestochenen literarischen Fragestellungen, mathematischen Spezialproblemen, chemischen Formeln, Atomphysik und Co. - aber niemand lernt dort den Umgang mit Geld, die Zubereitung von (gesunden) Mahlzeiten, Putzen, einfache Reparaturen im Haushalt und an Fahrzeugen, Rad- und Autofahren, die Buchung (und Durchführung) von Bahn- oder Flugreisen, Erste Hilfe und Gesundheitsprävention, Grundlagen der Steuererklärung, des Arbeits- und Mietrechts, obschon das einerseits alle Menschen betrifft und zudem sehr viel häufiger von Bedeutung ist als die typischen, konventionellen Schulfächer. Und so haben wir dann Studenten, die - zukunftsorientiert - etwas "mit Medien" studieren, dafür weder Formeln lösen noch chemische oder physikalische Experimente ausführen oder Schillers "Faust" rezitieren können, aber hilflos vor der Aufgabe stehen, ihre WG in Schuss zu halten und sich zu ernähren, nachdem sie den Umgang mit dem präferierten Fortbewegungsmittel durch externe Nachhilfe erlernen mussten.

In der Pädagogik und im Bildungswesen ist noch viel zu tun!

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:13 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Samstag 12. Dezember 2009, 19:54
Beiträge: 135
Tja, im guten alten Bayern sind EstG und AO im zweiten Examen Pflichtstoff mit eigener Klausur.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:26 
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Registriert: Montag 15. März 2010, 11:35
Beiträge: 2543
thh hat geschrieben:
. Da beschäftigt man sich an einer allgemeinbildenden Schule mit hochgestochenen literarischen Fragestellungen.. . Und so haben wir dann Studenten, die - zukunftsorientiert - etwas "mit Medien" studieren, dafür weder Formeln lösen noch chemische oder physikalische Experimente ausführen oder Schillers "Faust" rezitieren können...
Naja, "Schillers 'Faust'" zu rezitieren, ist nicht ganz so einfach. Das fällt selbst herausragenden Germanisten schwer. :D SCNR


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:27 
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Registriert: Donnerstag 10. Januar 2013, 00:09
Beiträge: 8779
thh hat geschrieben:
Tibor hat geschrieben:
Das ist ja auch ein großer Fehler der "Juraausbildung", denn man kann behaupten, dass mehr Menschen mit Sozial- und Steuerrecht in Berührung kommen (der eine Teil der Bevölkerung zahlt Steuern, der andere Teil bezieht Sozialleistungen), als mit so tollen "Randgebieten" wie Bau-, Versammlungs-, Werkvertrags- oder gar Strafrecht.


Allerdings. Und dieser Fehler zieht sich auch schon durch die schulische Ausbildung. Da beschäftigt man sich an einer allgemeinbildenden Schule mit hochgestochenen literarischen Fragestellungen, mathematischen Spezialproblemen, chemischen Formeln, Atomphysik und Co. - aber niemand lernt dort den Umgang mit Geld, die Zubereitung von (gesunden) Mahlzeiten, Putzen, einfache Reparaturen im Haushalt und an Fahrzeugen, Rad- und Autofahren, die Buchung (und Durchführung) von Bahn- oder Flugreisen, Erste Hilfe und Gesundheitsprävention, Grundlagen der Steuererklärung, des Arbeits- und Mietrechts, obschon das einerseits alle Menschen betrifft und zudem sehr viel häufiger von Bedeutung ist als die typischen, konventionellen Schulfächer. Und so haben wir dann Studenten, die - zukunftsorientiert - etwas "mit Medien" studieren, dafür weder Formeln lösen noch chemische oder physikalische Experimente ausführen oder Schillers "Faust" rezitieren können, aber hilflos vor der Aufgabe stehen, ihre WG in Schuss zu halten und sich zu ernähren, nachdem sie den Umgang mit dem präferierten Fortbewegungsmittel durch externe Nachhilfe erlernen mussten.

In der Pädagogik und im Bildungswesen ist noch viel zu tun!



Nana, du weisst doch selbst, dass ich ein Verfechter der Rechtswissenschaft bin und keine verschulte Fachausbildung befürworte. Sicherlich wäre es kein Gewinn, wenn man alle "Rechtsgebiete" gleichgewichtet in verschulter Form darbietet. Es ist ja aber auch nicht so, dass man die Idee der Rechtswissenschaft nur anhand vertiefter Studien zum Sachen-, Schuld- bzw. Strafrecht erlernen könnte. Und manche Teilrechtsgebiete werden doch in der Universitätsausbildung sehr detailverliebt gelehrt (bspw. Mängelgewährleistung), ohne dass diese Detailkenntnisse wirklich einen wissenschaftlichen Mehrwert bieten. Gerade die staatlichen Prüfungen führen dazu, dass i.E. nur ein Füllhorn von Einzelfallkonstellationen gelernt wird.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:28 
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Herr Schraeg hat geschrieben:
Naja, "Schillers 'Faust'" zu rezitieren, ist nicht ganz so einfach. Das fällt selbst herausragenden Germanisten schwer. :D SCNR


Freilich, weil die ihre ganze Zeit mit GG (Goethes Glocke, wahlweise auch Göthe's Glocke) vergeuden.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 18:32 
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Registriert: Montag 15. März 2010, 11:35
Beiträge: 2543
thh hat geschrieben:
Herr Schraeg hat geschrieben:
Naja, "Schillers 'Faust'" zu rezitieren, ist nicht ganz so einfach. Das fällt selbst herausragenden Germanisten schwer. :D SCNR


Freilich, weil die ihre ganze Zeit mit GG (Goethes Glocke, wahlweise auch Göthe's Glocke) vergeuden.
Stimmt, als Jurist hatte Goethe ja auch etwas zur Bürgschaft gedichtet.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 19:50 
Fossil
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Registriert: Mittwoch 28. Juni 2006, 19:16
Beiträge: 14513
Ich habe hier ein ganzes Buch zu Goethe und der Juristerei. Bei Bedarf...

(Nebenbei zu Schiller: "Where are the horses?" - heute natürlich als B.Z.-Fehlmeldung bekannt. Trotzdem immer noch eine nette Geschichte im Südwesten, gefolgt von "Gelbfüßlern" und dem wahren Hintergrund der Südweststaatabstimmung)

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Hier gibt's nichts zu lachen, erst recht nichts zu feiern.


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. März 2017, 20:01 
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Ihr seid komische Vögel. Wißt nicht, dass Faust von Goethe und die Glocke von Schiller ist. Tstststs.


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BeitragVerfasst: Freitag 31. März 2017, 15:48 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 17. März 2017, 21:13
Beiträge: 26
Hallo

Danke für die vielen Antworten.

Ich hab auf meine zwei Bewerbungen (Sachsen und Thüringen) die ersten Rückmeldungen bekommen.

Von Sachsen kam eine Absage, da ich im ersten Staatsexamen keine 8 Punkte habe. Sie stellen wohl auch dieses Jahr nur sehr wenige ein.
In Thüringen ist der erste Bewerberdurchgang schon durch. Ich werde zwar im zweiten Durchgang berücksichtigt aber mit der Sozialgerichtsbarkeit würde es ohnehin nicht klappen. Da sie ein sehr kleines Bundesland sind funktioniert das wohl nicht so wirklich.

Ich konnte jedoch endlich meinen Partner überzeugen auch andere Bundesländer in Betracht zu ziehen.

Ich bewerb mich dann jetzt noch in Bayern, Hessen und Niedersachsen. Irgendwo werden ja wohl hoffentlich Sozialrichter gesucht =P

Gruß


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. April 2017, 22:21 
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http://www.focus.de/regional/erfurt/jus ... 58539.html


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BeitragVerfasst: Freitag 7. April 2017, 09:14 
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Wohnort: Ansbach
schlumpfhausen89 hat geschrieben:

Ich bewerb mich dann jetzt noch in Bayern

:wave:
Viel Erfolg, vielleicht bekomme ich ja eine Neukundenwerbeprämie. :D

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"Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet."


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BeitragVerfasst: Freitag 7. April 2017, 12:04 
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Registriert: Montag 10. März 2014, 09:03
Beiträge: 517
Samson hat geschrieben:
Ihr seid komische Vögel. Wißt nicht, dass Faust von Goethe und die Glocke von Schiller ist. Tstststs.

Ach Samson. Es waren Die wandelnde Glocke von Goethe und die Faust von Tschiller gemeint...

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"Die Rezeptur für's Examen ist ganz einfach: 30% Vorbereitung, 20% Glück und 50% geiler Typ."


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. Juli 2017, 22:47 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 11. Dezember 2009, 11:21
Beiträge: 25
Wohnort: Berlin
In Berlin geht es offenbar bei konstantem Bedarf mit den Bewerberzahlen und konsequenterweise auch mit den Notenanforderungen bergab.
Aus der aktuellen Mitgliederzeitschrift "Votum" des DRB Berlin, S. 6f., "Gespräch des Landesvorstands mit dem Senator":

Zitat:
"Dr. Behrendt legte dar, dass im letzten Jahr 90 Neueinstellungen erfolgt seien, diese Zahlen seien auch für die Jahre 2017 und 2018 vorgesehen [...]
Der Senator räumte ein, dass es für den Berliner Justizdienst deutlich weniger Bewerbungen gäbe [...]
Es sei beabsichtigt, die Mindestanforderungen für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch auf 7 Punkte im ersten und 8 Punkte im zweiten Staatsexamen herabzusetzen, um eine größere Auswahlgrundlage zu schaffen."


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. Juli 2017, 11:46 
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Registriert: Freitag 2. März 2007, 18:00
Beiträge: 1276
Gesagt, getan:

http://www.berlin.de/sen/justva/ueber-u ... 261026.php

Auch was den Einstellungsbedarf angeht, gibt es erfreuliche Neuigkeiten:

https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... ustiz.html


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