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BeitragVerfasst: Dienstag 8. August 2017, 21:58 
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Registriert: Donnerstag 20. März 2014, 05:28
Beiträge: 324
Hi Leute,

ich bin in Kürze zum Vorstellungsgespräch in Erfurt eingeladen und wollte fragen, ob zufällig jemand Erfahrungen zum Ablauf teilen kann?

In der Personalabteilung hielt man sich auf meine Nachfrage hin sehr bedeckt und sagte nur, dass es primär darum ginge, die Sozialkompetenz abzuprüfen. Da wäre ich verhalten optimistisch, keinen größeren Bock zu schießen. Eigentlich sagt man mir nach, dass ich ganz umgänglich sei. ;)

Etwas Sorge bereitet mir allerdings das im Anschreiben erwähnte kritische Hinterfragen des Lebenslaufes. Meine Ref-Zeit war, offen gesagt, stark anwaltlich geprägt, was keine Entscheidung gegen die Justiz war, sondern in erster Linie praktische Gründe hatte. Ich habe schon von anderen Assessmentcentern/Vorstellungsrunden gelesen, dass "Justizferne" kritisch gesehen wird.

Könnte das hier auch der Fall sein?

Besten Dank schon mal!

Blaumann


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BeitragVerfasst: Dienstag 8. August 2017, 22:27 
Fossil
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Beiträge: 12943
Ohne konkrete Erfahrungen zu Thüringen beisteuern zu können:

Natürlich könnte es passieren, dass man sich darauf stürzt, wie Du Deine Schwerpunkte im Ref gesetzt hast. "Praktische Gründe" finde ich als Begründung allerdings nicht so überzeugend: Bist Du zu "bequem"? Was war an einer Wahlstation bei Gericht oder bei der StA "unpraktisch"?

Wobei ich ehrlich gesagt, den Umstand, dass man seine Wahlstation nicht in der Justiz verbracht hat, noch nicht für Ausdruck einer möglicherweise irgendwie "verdächtigen" Justizferne ansehen würde.

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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BeitragVerfasst: Dienstag 8. August 2017, 23:43 
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Beiträge: 324
julée hat geschrieben:
Was war an einer Wahlstation bei Gericht oder bei der StA "unpraktisch"?


Deutsche Gerichte und Staatsanwaltschaften liegen nicht im Ausland. ;) Man weiß vor der Notenverkündung nicht, ob's notenmäßig für die Justiz reichen wird und denkt sich, berufliche Kontakte in die Anwaltschaft könnten hilfreich sein?

Zitat:
Wobei ich ehrlich gesagt, den Umstand, dass man seine Wahlstation nicht in der Justiz verbracht hat, noch nicht für Ausdruck einer möglicherweise irgendwie "verdächtigen" Justizferne ansehen würde.


Ich naturgemäß auch nicht. Allerdings kenne ich eben auch Kollegen, die ihre gesamte Ausbildung vom ersten Schülerpraktikum bis zur Wahlstation straight auf die Justiz ausgerichtet haben und zu denen gehöre ich nunmal nicht. Sofern eine entsprechende Biographie erwartet wird, wäre es ganz schön, das vorher zu wissen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 8. August 2017, 23:48 
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Registriert: Freitag 9. August 2013, 12:32
Beiträge: 3479
Blaumann hat geschrieben:
Deutsche Gerichte und Staatsanwaltschaften liegen nicht im Ausland. ;) Man weiß vor der Notenverkündung nicht, ob's notenmäßig für die Justiz reichen wird und denkt sich, berufliche Kontakte in die Anwaltschaft könnten hilfreich sein?


Sofern du das mit Details im Lebenslauf untermauern kannst, sind das doch gute Antworten.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 00:20 
Fossil
Fossil

Registriert: Freitag 2. April 2004, 18:13
Beiträge: 12943
"Ausland" ist natürlich ein Argument, wenngleich es natürlich auch im Ausland "justiznähere" Stationen gibt als ausgerechnet eine Anwaltskanzlei. ;) Ich persönlich halte es auch nicht für verkehrt, sich die "Gegenseite" mal etwas intensiver angeschaut zu haben und ein "Plan B" ist wohl auch mehr als legitim (meine Lösung damals: Wahlstation in einer Spezialkammer, die ich notfalls auch in der Anwaltschaft gut hätte verkaufen können).

Generell: Durchdenke Deinen Lebenslauf kritisch: Schaue, welche Punkte man hinterfragen könnte (warum so und nicht anders?) und schaue auch, welche Punkte Deine Eignung für die Justiz besonders belegen. Warum eigentlich Jura und jetzt Justiz und nicht was anderes?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 08:20 
Noch selten hier
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Registriert: Freitag 17. März 2017, 21:13
Beiträge: 26
Hallo

Mach dir keine zu großen Sorgen. Ich hatte in Bayern und Baden-Württemberg Vorstellungsgespräche. Mir wurden auch sehr viele Fragen zu meinem Lebenslauf gestellt aber ehr in die Richtung warum ich im Studium nicht die Uni mal gewechselt habe, nicht im Ausland war und fürs Ref meinem Bundesland treu geblieben bin. Ansonsten waren Fragen warum ich den und den Schwerpunkt gewählt habe und was mich an diesem Rechtsgebiet besonders interessiert.

Ich hatte mich allerdings für die Fachgerichtsbarkeit beworben und daher kamen hauptsächlich diesbezüglich Nachfragen.

Mach dir wirklich keinen großen Kopf. Bei diesen Gesprächen möchten sie nur Psychopathen raussortieren =P

Gruß


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 09:02 
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Beiträge: 339
Es wird sich kein ernstzunehmender Gesprächspartner "darauf stürzen" oder "daran stoßen", dass man im Ref seine Wahlstation (!) nicht bei der Justiz gemacht hat.

Ich kenne den Aufbau des Refs in Thüringen nicht aber jedenfalls in BW ist das Referendariat stark auf die Justiz ausgerichtet. Es ist daher nur zu begrüßen, wenn ein Kandidat mal etwas über diesen Tellerrand hinaus schaut. Ich sehe da überhaupt kein Rechtfertigungsbedürfnis, ganz im Gegenteil.

Wer ernsthaft glaubt, der beste Richter/StA entstehe aus einem stromlinienförmig von Anfang an auf die Justiz ausgerichteten Kandidaten (am besten noch G8 und ohne Bund/Zivi/soziales Jahr mit 24 einsteigen...), sollte selbst dringend einmal über den Tellerrand schauen. Nicht ohne Grund ist es in anderen Ländern Voraussetzung für den Richterberuf, zunächst einige Jahre als Anwalt gearbeitet zu haben. Und selbst das erkennt man an den Justizministerien eher als Vorteil und nicht als rechtfertigungsbedürftigen Ausrutscher. Richter sind mehr als Rechts-Berechnungsmaschinen und müssen durchaus auch etwas vom Leben verstehen, um über andere urteilen zu können. Da schadet es sicher nicht, wenn man seine Fühler mal etwas über den Justizhorizont ausgestreckt hat.

Du musst dir daher diesbezüglich überhaupt keine Sorgen im Hinblick auf das Gespräch machen. Falls das wider Erwarten doch angesprochen werden sollte, hast du massenweise hervorragende Argumente an der Hand (Tellerrand; Ausland; keine Gewissheit, dass Justiz klappt; Ref zum "Ausprobieren" da etc.). Bei mir (BW) wurde die Auslands-Wahlstation daher auch nicht im Ansatz negativ thematisiert, sondern eher positiv. Generell habe ich einen recht ungewöhnlichen Lebenslauf (abgebrochenes Erststudium, längere Anstellung in einem völlig fachfremden Beruf, Auslandsaufenthalt, nach dem Ref verschiedene Kanzleien und Unternehmen unterschiedlichen Zuschnitts usw.). Dass darüber dann im Auswahlgespräch mal kurz gesprochen wird, ist naheliegend aber es wurde bei mir nie negativ. Das gilt übrigens nicht nur für das Justiz-Auswahlgespräch, sondern es wurde in bislang allen Bewerbungsgesprächen begrüßt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 09:08 
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Solar hat geschrieben:
Es wird sich kein ernstzunehmender Gesprächspartner "darauf stürzen" oder "daran stoßen", dass man im Ref seine Wahlstation (!) nicht bei der Justiz gemacht hat.



Doch, das ist tatsächlich immer wieder Thema in den Vorstellungsgesprächen. Jedenfalls außerhalb der ordentlichen Gerichtsbarkeit.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 10:58 
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Wichtig ist doch nur, dass man mit sich selbst im Reinen ist und solche Fragen nicht als Provokation versteht oder anfängt sich zu rechtfertigen (begründen ja, rechtfertigen nein)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 11:08 
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Beiträge: 12943
markus87 hat geschrieben:
Wichtig ist doch nur, dass man mit sich selbst im Reinen ist und solche Fragen nicht als Provokation versteht oder anfängt sich zu rechtfertigen (begründen ja, rechtfertigen nein)


In der Tat, an der Stelle kann man sich leicht durch die Art und Weise der Antwort disqualifizieren - wer will schon einen Richter, der auf kritische Nachfragen derart dünnhäutig reagiert, dass er kiebig wird und / oder den Eindruck vermittelt, zu einmal getroffenen Entscheidungen nicht stehen zu können, wenn sie ihm später möglicherweise nachteilig sind?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 11:36 
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Beiträge: 339
sai hat geschrieben:
Solar hat geschrieben:
Es wird sich kein ernstzunehmender Gesprächspartner "darauf stürzen" oder "daran stoßen", dass man im Ref seine Wahlstation (!) nicht bei der Justiz gemacht hat.
Doch, das ist tatsächlich immer wieder Thema in den Vorstellungsgesprächen. Jedenfalls außerhalb der ordentlichen Gerichtsbarkeit.
Die haben doch nicht mehr alle Latten im Zaun. Wie weltfremd kann man eigentlich sein? [-X
Bei mir wurde zwar zu dem auf Kanzleien folgenden Unternehmensausflug nachgehakt aber das ist ja auch etwas anderes als eine Wahlstation außerhalb der Justiz.

juleé hat geschrieben:
In der Tat, an der Stelle kann man sich leicht durch die Art und Weise der Antwort disqualifizieren - wer will schon einen Richter, der auf kritische Nachfragen derart dünnhäutig reagiert, dass er kiebig wird und den Eindruck vermittelt, zu einmal getroffenen Entscheidungen nicht stehen zu können, wenn sie ihm später möglicherweise nachteilig sind.
Du meinst, die Frage ist weniger Ausdruck von ernstgemeinten Zweifeln als ein Test, wie man mit derartiger "Kritik" umgeht? Dafür sollte man sich dann aber eine sinnvollere Frage aussuchen und nicht "Wieso haben Sie denn ihre Wahlstation nicht beim VG gemacht (Sie Nestbeschmutzer)?". Denn aus dieser Perspektive ist das eine zu dankbare Steilvorlage, da die Argumente/Begründungen hierfür derart auf der Hand liegen, dass man damit niemanden verunsichert. Dann aber erfüllt die Frage ihren Sinn nicht: Wenn man sie so leicht abschmettern kann, ist sie ja nicht sonderlich herausfordernd bzw. bringt einen nicht aus der Ruhe. Wobei - mir erscheint das so abwegig, dass ich vielleicht gelacht und gefragt hätte, ob das ernst gemeint ist... Ich befürchte daher eher, dass das - von den Fragenden - tatsächlich als "Makel" gesehen wird.

Richtig ist @markus87s Aussage aber auch in diesem Falle.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 12:04 
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@Solar: Es soll auch Fragen mit einer Doppelfunktion geben. ;) Und nur weil die Hürde gering ist (ruhig und sachlich ohne beleidigt-empörten Unterton eine Begründung liefern), heißt das nicht, dass es keine Kandidaten gibt, die bereits daran scheitern und das persönlich sehen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 13:13 
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Registriert: Montag 27. Mai 2013, 10:30
Beiträge: 609
Solar hat geschrieben:
sai hat geschrieben:
Solar hat geschrieben:
Es wird sich kein ernstzunehmender Gesprächspartner "darauf stürzen" oder "daran stoßen", dass man im Ref seine Wahlstation (!) nicht bei der Justiz gemacht hat.
Doch, das ist tatsächlich immer wieder Thema in den Vorstellungsgesprächen. Jedenfalls außerhalb der ordentlichen Gerichtsbarkeit.
Die haben doch nicht mehr alle Latten im Zaun. Wie weltfremd kann man eigentlich sein? [-X
Bei mir wurde zwar zu dem auf Kanzleien folgenden Unternehmensausflug nachgehakt aber das ist ja auch etwas anderes als eine Wahlstation außerhalb der Justiz.


Naja, die Tätigkeit an einem Finanz- oder Sozialgericht bspw. ist nicht ohne Weiteres mit der an einem ordentlichen Gericht vergleichbar. Im Referendariat kommt man damit nur selten in Berührung. Da macht es schon Sinn, mal nachzufragen, ob man sich das überhaupt mal angeschaut hat und wie man sich die praktische Arbeit vorstellt. Auch hier am VG ist die Arbeit und die Herangehensweise an Fälle zumindest im klassischen Bereich anders als bei den Kollegen vom AG nebenan.

Das heißt natürlich nicht, dass jemand der seine Wahlstation nicht einschlägig verbracht hat, keine Chancen auf eine Stelle haben sollte. Ganz im Gegenteil, gerade die Wahlstation ist ja für viele die letzte Chance, nochmal rauszukommen oder auch nochmal was ganz anderes auszuprobieren. Darüber sprechen sollte man meiner Meinung nach im Vorstellungsgespräch aber dennoch...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 14:45 
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Beiträge: 339
sai hat geschrieben:
Naja, die Tätigkeit an einem Finanz- oder Sozialgericht bspw. ist nicht ohne Weiteres mit der an einem ordentlichen Gericht vergleichbar. Im Referendariat kommt man damit nur selten in Berührung. Da macht es schon Sinn, mal nachzufragen, ob man sich das überhaupt mal angeschaut hat und wie man sich die praktische Arbeit vorstellt. Auch hier am VG ist die Arbeit und die Herangehensweise an Fälle zumindest im klassischen Bereich anders als bei den Kollegen vom AG nebenan.
Das stimmt natürlich, trifft aber so wohl nur auf SG und FG zu. Für ArbG, VG und Ordentliche gilt das m.E. nicht, denn all das kennt man jedenfalls fachlich und hatte meist auch im Ref Berührungspunkte.

Außerdem ist diese FG-/SG-Frage ("Weißt du eigentlich wofür du dich bewirbst?") etwas anderes, als die "Fremd-Wahlstation" als begründungsbedürftigen Makel anzusprechen (darum ging es dem TE m.E.). Bei SG und FG stellt sich die Frage nach dem "Wieso denn gerade das und wissen Sie eigentlich, was man da so macht?" aber ganz unabhängig von der Wahlstation.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 9. August 2017, 22:43 
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Beiträge: 368
julée hat geschrieben:
(meine Lösung damals: Wahlstation in einer Spezialkammer, die ich notfalls auch in der Anwaltschaft gut hätte verkaufen können).

Das kann ich nun wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Weshalb in aller Welt sollte man sich überhaupt Gedanken darüber machen, wie die Wahl(!)station später bei einem Arbeitgeber aussieht, sofern es nun nicht gerade eine Tätigkeit bei einem höchst unbeliebten, bundesweit bekannten Abmahn-Anwalt ist?

Sofern man auch nur ansatzweise in 1-2 halbwegs nachvollziehbaren Sätzen begründen kann, weshalb man eine bestimmte Entscheidung getroffen hat (was übrigens für alle Stationen im sog. "Lebenslauf" gilt), sollte dies doch nun wirklich nicht die geringste Rolle spielen.

Wenn sich Jung-Jurist J mit 2x9+ (oder selbst 2x8) heutzutage beim Staat oder in der GK bewirbt, dann wird er -- einigermaßen präsentables Auftreten vorausgesetzt -- doch nie und nimmer abgelehnt, nur weil er zuvor eine "Party-Wahlstation im Ausland" gemacht hat/in einer FWW-Kanzlei tätig war/usw.

Eine kleine Bedeutung mag die Wahlstation höchstens dann haben, wenn die Noten die Wahlmöglichkeiten erheblich einschränken (was nach meinem Eindruck bei dir, julée, nicht zu erwarten war?). Doch dann hilft eine bestimmte Wahlstation idR wohl auch nur weiter, wenn hierdurch Kontakte zu einem späteren AG geknüpft werden oder der "Lebenslauf" bereits seit Tag1 auf ein bestimmtes Spezialgebiet ausgerichtet war. Darum geht es hier aber ersichtlich nicht, zumal die "Rechtfertigung einer justizfernen Wahlstation" im Mittelpunkt der Diskussion steht (und es bei einer Bewerbung bei der Justiz regelmäßig nicht an den Noten mangelt, andernfalls wäre der gesamte Thread von vornherein müßig).


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