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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. August 2017, 19:28 
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Registriert: Donnerstag 10. August 2017, 19:05
Beiträge: 1
Guten Abend,

meine Examensnoten sind wie oben angegeben: 1. Examen ausreichend (knapp unter 6 P.), 2. Examen 7,2 P. Konnte danach, wider Erwarten, rasch als Angestellter in den ÖD einsteigen und bin dann, weil die Möglichkeit kurzfristig bestand, intern gewechselt und im gehobenen Dienst verbeamtet worden, mittlerweile auf Lebenszeit. Nebenbei schreibe ich eine jur. Dissertation.

Mein Problem:
Leider sehe ich derzeit keine Möglichkeit, mich Richtung höherer Dienst bewerben zu können. Unser Landesdienst lehnt dies bislang kategorisch ab, auch die Berufserfahrung in der Verwaltung sowie die spätere jur. Diss. stellen keinen Umstand dar, der das erste Examen egalisieren könnte - soviel hab ich auf dem kurzen Dienstweg schon erfahren :-(

Ich will nicht undankbar sein, und weiß, dass es Kollegen unter uns gibt, die in Jobcentern im ALG 2-Bereich teilweise "kämpfen", ohne dort A 12 / 13 (g. D.) oder eine Verbeamtung erreichen zu können, Zeitverträge haben usw., aber ich würde gerne entsprechend meiner Qualifikation arbeiten und fühle mich noch lange nicht am Ende meiner Fähigkeiten, wenn Ihr versteht. :-/

Sieht jemand von Euch da Möglichkeiten oder hat Tipps? Hat es bei jemandem mit ähnlichen Voraussetzungen "geklappt"? Wie sind Eure Erfahrungen?

Danke,

Euer BS28


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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. August 2017, 20:59 
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Das ist meines Erachtens doch ganz einfach. Es kann aber sein, dass ich auch deine Vorstellungen nicht wirklich verstehe.
Arbeite als Anwalt. Damit kann keine Beamtenstelle der Welt mithalten. Hast du hier und da Glück, hast du im 3. Berufsjahr, soweit ich das mit meiner eingeschränkten und nur sehr kurzen Erfahrung diesbzgl. bewerten kann, mehr als du im öffentlichen Dienst nach 7000 Jahren hast.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. August 2017, 21:05 
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Registriert: Samstag 21. April 2007, 20:20
Beiträge: 1312
i live in tokyo hat geschrieben:
Das ist meines Erachtens doch ganz einfach. Es kann aber sein, dass ich auch deine Vorstellungen nicht wirklich verstehe.
Arbeite als Anwalt. Damit kann keine Beamtenstelle der Welt mithalten. Hast du hier und da Glück, hast du im 3. Berufsjahr, soweit ich das mit meiner eingeschränkten und nur sehr kurzen Erfahrung diesbzgl. bewerten kann, mehr als du im öffentlichen Dienst nach 7000 Jahren hast.

Und hat er Pech erreicht er Sozialhilfeniveau. Deine Erfahrung ist in der Tat recht eingeschränkt.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. August 2017, 21:37 
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Samson hat geschrieben:
i live in tokyo hat geschrieben:
Das ist meines Erachtens doch ganz einfach. Es kann aber sein, dass ich auch deine Vorstellungen nicht wirklich verstehe.
Arbeite als Anwalt. Damit kann keine Beamtenstelle der Welt mithalten. Hast du hier und da Glück, hast du im 3. Berufsjahr, soweit ich das mit meiner eingeschränkten und nur sehr kurzen Erfahrung diesbzgl. bewerten kann, mehr als du im öffentlichen Dienst nach 7000 Jahren hast.

Und hat er Pech erreicht er Sozialhilfeniveau. Deine Erfahrung ist in der Tat recht eingeschränkt.



Ich sehe auch jetzt erst, dass wir ja im "Juristen im Staatsdienst"-Forum sind. Völlig blind reingeklickt, sorry. Dann sollte ich mal das Thema nicht unnötig zumüllen, denn vom Staatsdienst habe ich null Ahnung.

Viel Erfolg dennoch.


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 08:59 
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i live in tokyo hat geschrieben:
Dann sollte ich mal das Thema nicht unnötig zumüllen, denn vom Staatsdienst habe ich null Ahnung.

Viel Erfolg dennoch.


Von der wirtschaftlichen Situation der meisten Anwälte außerhalb von GKs nach drei Jahren offensichtlich auch.


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 09:35 
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Ich weiß von Fällen - BaWü - die durch geschicktes Verkaufen durchaus auch mit vergleichbaren Noten wie du in den höheren Dienst gelangt sind. In welchem Bundesland bist du denn?


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 18:26 
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Was ist mit einem Wechsel in ein anderes Bundesland?

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Ich bin auch nur ein Mensch. Genauso wie ein Weißer Hai auch nur ein Fisch ist. (Zlatan Ibrahimović)


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 19:31 
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Hallo

In welchem Bundesland wohnst du denn? In welchem Fachgebiet liegt deine Diss?

Aus der Finanzverwaltung ist mir bekannt, dass die Aufstiegschancen nicht so schlecht stehen. In Thüringen und Sachsen waren in letzter Zeit Stellen ausgeschrieben (wenn ich mich recht erinnere) die auf Dauer gut bezahlt sind.


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 20:34 
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Beiträge: 862
Das formale Aufstiegsverfahren ist gar nicht nötig. Ab 7,0 kommt man auch so im höheren Dienst unter: https://www.stellenmarkt.nrw.de/jobs/view/15036


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 20:50 
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Beiträge: 8133
In Thüringen ist jedenfalls in der Verwaltung auch nur noch teilweise vom zwingenden Doppelbefriedigend die Rede (Beispiel: http://www.thueringen.de/apps/stellenpo ... d=20542027 - mindestens ein "befriedigend", später sogar Verbeamtung möglich). Ich würde auf jeden Fall dran bleiben. Im Zweifel ernährt sich das Eichhörnchen eben mühsam, etwa durch eine oder mehrere für bessere Bewerber eher uninteressante Befristungen/Elternzeitvertretungen.

Falls Thüringen in Betracht kommt, lohnt sich tatsächlich ein Blick in das Stellenportal (http://www.thueringen.de/apps/stellenportal/index.aspx) - da ist momentan sehr viel Bewegung (vgl. schlumpfhausen89's Beitrag - das waren gleich 4 Juristenstellen bei der Landesfinanzdirektion iirc).

_________________
»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar


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BeitragVerfasst: Freitag 11. August 2017, 21:13 
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Beiträge: 862
famulus hat geschrieben:
Falls Thüringen in Betracht kommt, lohnt sich tatsächlich ein Blick in das Stellenportal (http://www.thueringen.de/apps/stellenportal/index.aspx) - da ist momentan sehr viel Bewegung (vgl. schlumpfhausen89's Beitrag - das waren gleich 4 Juristenstellen bei der Landesfinanzdirektion iirc).


Die Anzeige aus NRW nennt für 2017 sogar noch 36 Einstellungen für die Finanzverwaltung. Ich überblicke den Markt noch nicht sonderlich lange, aber scheinbar ist er aus Bewerbersicht gut wie lange nicht.


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BeitragVerfasst: Montag 14. August 2017, 20:46 
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falsus hat geschrieben:
Die Anzeige aus NRW nennt für 2017 sogar noch 36 Einstellungen für die Finanzverwaltung. Ich überblicke den Markt noch nicht sonderlich lange, aber scheinbar ist er aus Bewerbersicht gut wie lange nicht.


Ich bin auch mehr als verblüfft.

Ist das von der Anzahl der Stellen und den Anforderungen her üblich für NRW?

falsus hat geschrieben:
Das formale Aufstiegsverfahren ist gar nicht nötig. Ab 7,0 kommt man auch so im höheren Dienst unter: https://www.stellenmarkt.nrw.de/jobs/view/15036


Wenn Du oder andere Member nähere Informationen zu den Umständen dieser Ausschreibung haben, wäre ich echt dankbar. Gegebenenfalls auch per PM.

EDIT: Ich habe ein bisschen die NRW-Datenbank durchstöbert... dort klingt alles so freundlich und positiv. *staun*


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BeitragVerfasst: Montag 14. August 2017, 21:31 
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dosenbaer hat geschrieben:
Wenn Du oder andere Member nähere Informationen zu den Umständen dieser Ausschreibung haben, wäre ich echt dankbar. Gegebenenfalls auch per PM.

EDIT: Ich habe ein bisschen die NRW-Datenbank durchstöbert... dort klingt alles so freundlich und positiv. *staun*


Mehr als das kann ich Dir auch nicht sagen. Die Anzeige würde mich aber nicht von einer Bewerbung abhalten, im Gegenteil.

Die Einstellungszahlen in NRW bewegen sich ohnehin auf hohem Niveau, schließlich leben dort mehr als 20% der Bevölkerung der Bundesrepublik. Die Exekutive als Staatsdienst hat sicher auch einen kleinen Attraktivitätsnachteil gegenüber dem höheren Justizdienst. "Ich will Steuerbeamter werden" ist halt für die meisten Erstsemester nicht das Motiv zur Wahl des Fachs.


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BeitragVerfasst: Montag 14. August 2017, 23:06 
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Beiträge: 50
Okay, trotzdem danke.

Das mit den höheren Einstellungszahlen ist sicher richtig, aber eine derartige Menge sticht die anderen Bundesländer komplett aus.
Und die Motivation vom ersten Semester zum Ende des Referendariats ändert sich oft genug.

Mal beobachten. Insbesondere ob das der Vorreiter eines generellen Umschwenkens ist (wohl sehr unwahrscheinlich) oder es eine Spitze bleibt.


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BeitragVerfasst: Dienstag 15. August 2017, 07:59 
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Beiträge: 694
dosenbaer hat geschrieben:
falsus hat geschrieben:
Die Anzeige aus NRW nennt für 2017 sogar noch 36 Einstellungen für die Finanzverwaltung. Ich überblicke den Markt noch nicht sonderlich lange, aber scheinbar ist er aus Bewerbersicht gut wie lange nicht.


Ich bin auch mehr als verblüfft.

Ist das von der Anzahl der Stellen und den Anforderungen her üblich für NRW?



Nein, eigentlich nicht. Es gab Zeiten, da sah es auch hier anders aus.

Die vielen Stellen kommen meiner Meinung nach daher, dass die große Pensionswelle der geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge angefangen hat. Da werden in den nächsten Jahren überall viele Stellen nachzubesetzen sein.

Allerdings muss sich natürlich auch die Verwaltung an die neuen Gegebenheiten und insbesondere an die gesunkenen Anforderungen in der Gerichtsbarkeit anpassen. Wer mit 7,5 Richter werden kann, überlegt es sich drei Mal, ob er zum Finanzamt oder zur Bezirksregierung will.


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