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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 13:05 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 16:56
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Zitat:
Nach nur wenigen Wochen habe ich schon so weit resigniert, dass ich es nicht einsehe, weit über 50h zu arbeiten. Regelmäßige 60h-Wochen werde ich nicht machen. Und das soll sich dann halt auf mein Zeugnis auswirken. Na und?

Wenn man bereit ist, karrierehindernde Konsequenzen in Kauf zu nehmen, sollte man in solchen Situationen Überlastungsanzeigen schreiben. Die bringen durchaus etwas.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 15:11 
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Als Proberichter?


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 15:33 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Auch als Proberichter. Deswegen wird niemand entlassen. Problematisch wird es nur, wenn man eine Überlastungsanzeige schreibt, obwohl gerichtsbekannt ist, dass man zu den Richtern gehört, die ausgiebig an den Mittags- und Kaffeerunden teilnehmen und auch sonst gerne früher gehen. Wenn man sich als Proberichter wirklich einer 50 bis 60h-Woche ausgesetzt sieht, ist eine Überlastungsanzeige nach einer gewissen Zeit ein berechtigtes Instrument, um sich selbst zu schützen. Es machen leider nur die wenigsten.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 17:04 
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Quantensprung hat geschrieben:
obwohl gerichtsbekannt ist, dass man zu den Richtern gehört, die ausgiebig an den Mittags- und Kaffeerunden teilnehmen
Zumindest das würde ich Proberichtern auch empfehlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 19:02 
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Ich finde es auch falsch, die Belastung an Mittagspause und Kaffee fest machen zu wollen. Was man jeden Abend an Akten mit heim nimmt und dass 7 Tage gearbeitet wird, sollte vielleicht eher berücksichtigt werden.

Selbst wenn man sich sagen wollte „ich mache jetzt meine 10 h/Tag und das an 5 Tagen der Woche und in der restlichen Zeit mache ich Freizeit“ ist das ja auch nur bedingt überhaupt möglich. Um das durchzusetzen müsste ich ca. die Hälfte meiner Termine (VTs und Sitzungen) aufheben und das hätte sicherlich weiter reichende Konsequenzen als nur eine solala- dienstliche Beurteilung. Obwohl einem die Konsequenzen ja auch nie wirklich mitgeteilt werden - was den Druck weiter erhöht.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 19:46 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 16:56
Beiträge: 175
Zitat:
Ich finde es auch falsch, die Belastung an Mittagspause und Kaffee fest machen zu wollen. Was man jeden Abend an Akten mit heim nimmt und dass 7 Tage gearbeitet wird, sollte vielleicht eher berücksichtigt werden.

Das nimmt aber keiner wahr. Mittags- und Kaffeepausen haben natürlich mehr als nur ihre Berechtigung, aber eben in vertretbaren Maßen. Unter den Proberichtern, die 50 bis 60h pro Woche arbeiten, gibt es eben auch einige, die gerade deshalb ein so hohes Stundenpensum haben, weil sie sich den Gepflogenheiten der älteren Kollegen anpassen und in jeder Runde dabei sein müssen. Und ob auf die Überlastungsanzeige einer solchen Person der Geschäftsverteilungsplan geändert wird, wage ich zu bezweifeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 4. März 2018, 20:16 
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Solche Leute habe ich bei uns noch nicht wahrgenommen. Ich wüsste aber auch nicht, wieso jemand, der in den Arbeitszeiten quasi durchgehend in Kaffeerunden chillt (so liest sich das jedenfalls für mich) sich hier über die immense Arbeitsbelastung beschweren sollte. Das sind doch dann eher die, die alles schön reden und super souverän wirken müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Montag 5. März 2018, 09:16 
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Fragerei hat geschrieben:
Solche Leute habe ich bei uns noch nicht wahrgenommen. Ich wüsste aber auch nicht, wieso jemand, der in den Arbeitszeiten quasi durchgehend in Kaffeerunden chillt (so liest sich das jedenfalls für mich) sich hier über die immense Arbeitsbelastung beschweren sollte. Das sind doch dann eher die, die alles schön reden und super souverän wirken müssen.


Zumindest bei uns gibt es unter den älteren Kollegen einige, die es trotzdem tun. Kommen um 10 Uhr, gehen um 16 Uhr, nehmen jede Pause mit und heulen über die Belastung.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Samstag 10. März 2018, 10:36 
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sai hat geschrieben:
Zumindest bei uns gibt es unter den älteren Kollegen einige, die es trotzdem tun. Kommen um 10 Uhr, gehen um 16 Uhr, nehmen jede Pause mit und heulen über die Belastung.
Das ist aber ein Phänomen, das in der gesamten Arbeitswelt existiert - insofern unterscheidet sich die Richterschaft nicht von der Privatwirtschaft oder dem Beamtentum.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Samstag 24. März 2018, 16:36 
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Registriert: Dienstag 1. August 2017, 17:06
Beiträge: 75
Zwischenfrage:

Muss ich meinen Wohnsitz eigtl im Inland haben?
Nicht zwingend, oder? § 9 DRiG spricht ja nur davon, dass man Deutscher gem. § 116 GG sein muss und auch sonst habe ich nichts anderes gefunden auf die Schnelle.

Danke!


Back to topic: Wie haltet/hieltet ihr es mit Urlaub? Ein erfahrener Kollege sagte, selbst er würde sich kaum mal trauen, 3 Wochen am Stück in Urlaub zu gehen.
Ich brauch schon einen ganzen Tag, um nach meinem Sitzungstag die Post aufzuarbeiten...

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"Das Glück ist mit den Tüchtigen" ~ aus Dr. House, Staffel 2


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Samstag 24. März 2018, 17:04 
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Beiträge: 3605
batman hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
obwohl gerichtsbekannt ist, dass man zu den Richtern gehört, die ausgiebig an den Mittags- und Kaffeerunden teilnehmen
Zumindest das würde ich Proberichtern auch empfehlen.
Indeed.

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»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Sonntag 25. März 2018, 08:49 
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Beiträge: 51
Salisa hat geschrieben:
Zwischenfrage:

Muss ich meinen Wohnsitz eigtl im Inland haben?
Nicht zwingend, oder? § 9 DRiG spricht ja nur davon, dass man Deutscher gem. § 116 GG sein muss und auch sonst habe ich nichts anderes gefunden auf die Schnelle.

Danke!.


21 Abs. 2 Nr 6 DRiG ;))


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Montag 26. März 2018, 06:18 
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Beiträge: 413
Habe in Kürze auch drei Wochen Urlaub.

Ein Kollege sagte mir, dass es keinen großen Unterschied mache, ob man ein, zwei oder drei Wochen weg sei. Ich habe schon etwas Bammel vor dem Vor- und Nachstress aber dann verzögern sich die Sachen eben, kann es auch nicht ändern. Ich werde jedenfalls nicht weiterhin 60/70h-Wochen reißen (übrigens im Hinblick auf die obige Diskussion nicht nur ohne Kaffee-, sondern häufig auch ohne Mittagspause) und dann auch noch auf vernünftigen Urlaub verzichten. [-X Irgendwann ist auch mal gut.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Montag 26. März 2018, 20:06 
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Registriert: Samstag 22. Juli 2017, 17:19
Beiträge: 17
Gibt es eigentlich Zahlen dazu, wie viele Eingänge und welchen Bestand ein Zivilezernat am LG durchschnittlich hat? Bzw. welche Zahlen einer Belastung von 100% entsprechen?


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Montag 26. März 2018, 21:32 
Fossil
Fossil

Registriert: Freitag 2. April 2004, 17:13
Beiträge: 13079
Fragerei hat geschrieben:
Gibt es eigentlich Zahlen dazu, wie viele Eingänge und welchen Bestand ein Zivilezernat am LG durchschnittlich hat? Bzw. welche Zahlen einer Belastung von 100% entsprechen?


siehe https://www.lto.de/recht/justiz/j/justi ... ansparenz/
bzw.
die Links hier: http://www.dr-riemer.de/verfahrenslaufz ... er-justiz/

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"Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut." (Alfred Polgar)


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