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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Montag 26. März 2018, 22:05 
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Hört sich schon übel an. Was passiert denn genau, wenn man nur 50 Stunden arbeitet?
Fände es auch sinnvoller den Einsteigern anfangs etwas weniger zu geben.

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»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 06:08 
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Muirne hat geschrieben:
Hört sich schon übel an. Was passiert denn genau, wenn man nur 50 Stunden arbeitet?
Fände es auch sinnvoller den Einsteigern anfangs etwas weniger zu geben.


Es dürfte darauf ankommen, worauf die 60-70 Stundenwoche beruht (Dezernatszustand, Perfektionismus, fehlende Effizienz, allgemeine Langsamkeit als Anfänger o. ä.). Rein tatsächlich wird eine Reduzierung der Arbeitszeit erstmal zu einer Explosion der Bestandszahlen führen, mit der Folge, dass in der Beurteilung wenig Erfreuliches zur Arbeitseffizienz, Entscheidungsfreude usw. stehen wird. Ohne gleichzeitige Änderung der Arbeitsweise wird es also in den meisten Fällen nicht gehen. Wenn man regelmäßig auf 60 Nettowochenstunden kommt, sollte man allerdings dringend was tun. Normal scheint mir das nicht mehr zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2018, 19:08 
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Danke für die Info. :) Ich denke, dass man das erste halbe Jahr vermehrt ackert ist klar, aber dann würde man sich wohl schon wünschen zumindest wieder auf den Mindestlohn zu kommen. Man will ja vielleicht auch noch andere Sachen nebenher machen, ne AG leiten, diesdas. Hört sich sehr unentspannt an, was hier erzählt wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Mittwoch 28. März 2018, 21:21 
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Entlastungen zum Einstand gibt es durchaus. Bei uns werden am LG Proberichter die ersten zwei Monate nur zu 60%, dann zu 80% (im Zivilbereich) belastet. Ab dem 5. Monat rechnet sie das OLG zwar mit voller Arbeitskraft für das LG, aber intern werden sie bei uns in der Verteilung der Geschäfte weiterhin nur mit 80% belastet, und zwar tatsächlich so lange, wie sie dem LG als Proberichter im Zivilbereich zugewiesen sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 07:33 
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@Zippocat: Gibt es dann tatsächlich entsprechend reduzierte Anfängerdezernate oder bezieht sich das nur auf die Neueingänge? Weil weniger Neueingänge (die im Zweifelsfall ohnehin erstmal nur der Vorsitzende zu sehen bekommt) haben ja keine unmittelbare Auswirkung auf die Arbeitsbelastung, sondern sorgen nur dafür, dass der Bestand nicht so schnell ansteigt, selbst wenn man weniger erledigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 07:52 
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An der Stelle bin ich mir nicht 100% sicher, weil das ja wieder eine Sache der kammerinternen Geschäftsverteilung ist. Ich gehe davon aus, dass die Proberichter stets auch kammerintern nur ihrem der Kammer zugewiesenen AKA eingesetzt werden - in einer Kammer mit 3,0 AKA (im Sinne von VRiLG, RiLG und ungeteilter Ass.) zB für einen mit 0,6 "gezählten" Ass. 2 Endziffern (Neueingänge und Bestände), beim Anwachsen auf 0,8 dann eine Endziffer mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 12:41 
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Wenn die Bestände bei Einrichtung eines neuen Assesorendezernats nicht übers Haus verteilt werden, dann dürften die Altverfahren vermutlich doch beim Assessor bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kammerkollegen freiwillig jeweils 10-15 Bestandsverfahren übernehmen, halte ich zumindest für eher gering.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 19:12 
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Zippocat hat geschrieben:
Entlastungen zum Einstand gibt es durchaus. Bei uns werden am LG Proberichter die ersten zwei Monate nur zu 60%, dann zu 80% (im Zivilbereich) belastet. Ab dem 5. Monat rechnet sie das OLG zwar mit voller Arbeitskraft für das LG, aber intern werden sie bei uns in der Verteilung der Geschäfte weiterhin nur mit 80% belastet, und zwar tatsächlich so lange, wie sie dem LG als :twevil Proberichter im Zivilbereich zugewiesen sind.


Ach du meine Güte! Das klingt ja paradiesisch.

Bei uns heißt es „friss oder stirb“ von Tag 1.
sowohl hinsichtlich des Bestandes, als auch dee Neueingänge.

Monster-verfahren, die die bisherige Planrichterin als Einzelrichter angefangen hatte? Bitte in Woche 2 alleine verhandeln!

Ein gutes Zeugnis, weil man sich mit 65 h die Woche abgerackert hat? „Weiter so!“

Aber schön, dass es nicht überall so läuft.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 21:09 
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Salisa hat geschrieben:
Monster-verfahren, die die bisherige Planrichterin als Einzelrichter angefangen hatte? Bitte in Woche 2 alleine verhandeln!


Aber es hätte Dich doch nichts und niemand daran gehindert, diesen Termin unter Hinweis auf den Richterwechsel und den Umfang des Verfahrens aufzuheben und nach hinten zu terminieren (was im Übrigen in derartigen Fällen völlig üblich ist). Man darf auch als Anfänger von der richterlichen Unabhängigkeit Gebrauch machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 22:09 
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Liz hat geschrieben:
Aber es hätte Dich doch nichts und niemand daran gehindert, diesen Termin unter Hinweis auf den Richterwechsel und den Umfang des Verfahrens aufzuheben und nach hinten zu terminieren (was im Übrigen in derartigen Fällen völlig üblich ist). Man darf auch als Anfänger von der richterlichen Unabhängigkeit Gebrauch machen.


Ja, da hast du wohl recht. Und allen, die seither hier anfingen, habe ich das genau so geraten.
Aber wenn die erfahrenen Kollegen einem sagen, dass man das halt jetzt machen soll und auch nicht auf die Kammer ziehen braucht, dann weiß man (zumindest ich) es in den ersten Tagen nicht besser und vertraut darauf, dass das wohl so ist am LG. Da will man ja nicht gleich am Anfang den Eindruck vermitteln, dass man mit dem, was am LG üblich zu sein scheint, nicht zurecht kommt.

War jedenfalls bei mir so.

Das gleiche mit den vorterminierten Sitzungen. Wenn der Kollege einem die ersten 3 Monate schon mit je 4 Terminen den Tag vollgestopft hat, habe zumindest ich ein paar Wochen gebraucht, bis ich mich über diesen Druck (das muss so sein, sonst erledigen Sie zu wenig, ihr Bestand wird auch so explodieren ubd dann wird das Zeugnis schlecht und alle anderen haben das ja auch gemacht) auch mal hinweg gesetzt habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 22:55 
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Salisa hat geschrieben:
Liz hat geschrieben:
Aber es hätte Dich doch nichts und niemand daran gehindert, diesen Termin unter Hinweis auf den Richterwechsel und den Umfang des Verfahrens aufzuheben und nach hinten zu terminieren (was im Übrigen in derartigen Fällen völlig üblich ist). Man darf auch als Anfänger von der richterlichen Unabhängigkeit Gebrauch machen.


Ja, da hast du wohl recht. Und allen, die seither hier anfingen, habe ich das genau so geraten.
Aber wenn die erfahrenen Kollegen einem sagen, dass man das halt jetzt machen soll und auch nicht auf die Kammer ziehen braucht, dann weiß man (zumindest ich) es in den ersten Tagen nicht besser und vertraut darauf, dass das wohl so ist am LG. Da will man ja nicht gleich am Anfang den Eindruck vermitteln, dass man mit dem, was am LG üblich zu sein scheint, nicht zurecht kommt.

War jedenfalls bei mir so.

Das gleiche mit den vorterminierten Sitzungen. Wenn der Kollege einem die ersten 3 Monate schon mit je 4 Terminen den Tag vollgestopft hat, habe zumindest ich ein paar Wochen gebraucht, bis ich mich über diesen Druck (das muss so sein, sonst erledigen Sie zu wenig, ihr Bestand wird auch so explodieren ubd dann wird das Zeugnis schlecht und alle anderen haben das ja auch gemacht) auch mal hinweg gesetzt habe.
jeden Tag? Meine Richterin hatte 1-2 sitzungstage die Woche.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 23:09 
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Ich gehe mal davon aus, dass 4 Termine / Woche gemeint sind - was am LG (gerade als Anfänger) mehr als ausreichend ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. März 2018, 23:29 
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Achso. :alright Ob man das gut schafft ist sicher auch sehr von der Materie abhängig, in die man rein kommt. 4 Termine die Woche in allgemeinen Zivilsachen verhandeln fände ich vom Grundsatz jetzt z.B. nicht angsteinflößend. Irgendwas spezielles natürlich schon. Und die Austerminierung ist natürlich auch ein wenig zweischneidig. Einerseits ja ganz nett mit dem Stundenplan, aber wenn man so gar nicht hinterher kommt und dann Erwartungsdruck aufgebaut wird - schwierig.

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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Freitag 30. März 2018, 06:16 
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@Muirne: Sicherlich richtig. Allerdings hat man zu Beginn in einem neuen Dezernat immer das Problem, dass man keine einzige Akte kennt und ggf erstmal 200-1.000 Blatt lesen muss, um überhaupt auf dem aktuellen Stand zu sein. Bei ungünstiger Terminierung kann da jede Menge Lesestoff zusammenkommen. Hinzu kommt: allgemeine Zivilsachen können - je nach Geschäftsverteilungsplan - ein sehr weites Feld sein, dh man muss sich als Anfänger auch materiell-rechtlich noch Einiges aneignen. Will sagen: 4 Termine pro Woche können bereits mehr als auslastend sein, so lächerlich es klingen mag. Aber völlig unschaffbar ist es natürlich auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: EInstieg in der Zivilkammer
BeitragVerfasst: Freitag 30. März 2018, 09:15 
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Ja das glaube ich. Wollte es nicht klein reden. Lesen reicht ja auch nun wirklich nicht um eine Verhandlung führen zu können und die ganzen formalia einer Verhandlung sitzen selbstverständlich auch noch nicht.

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