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BeitragVerfasst: Samstag 27. Januar 2018, 19:03 
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Beiträge: 97
Hallo Forum,

ich melde mich nach langer Zeit auch mal wieder. Ich bin momentan als Beamter im gehobenen Dienst tätig und bin mittlerweile im 5 Semester des Studiums. Der Plan ist, nach dem 6. Semester ins Rep zu gehen und dann den Freischuss zu schreiben.
Darum soll es momentan aber nicht gehen.

Mein aktuelles Problem ist folgendes:
Ich bin derzeit unzufrieden mit meiner Stellung bzw. Entwicklungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst. In meinem Ressort (Steuerverwaltung) bzw. Bundesland herrschen relativ starre Strukturen und mE verstaubte Denk- und Verhaltensweisen. Ich hatte lange damit geliebäugelt nach dem 2. Examen nochmal - dann im höheren Dienst - in die Finanzverwaltung zurückzukehren. Grundsätzlich bestünde dazu wohl auch die Möglichkeit (keine offizielle Sache, nur mehr oder minder belastbare Aussagen von Personalverantwortlichen). Aufgrund der schwierigen Perspektive bin ich mir aber damit nicht so wirklich sicher.

Ich ziehe deshalb momentan in Erwägung mich schon vor der Examensvorbereitung auf die Beraterseite zu schlagen und als Steuerassistent o.ä. tätig zu werden. Je nach Perspektive / Interesse an den Aufgaben kann ich mir durchaus auch vorstellen später den Weg dorthin zurückzugehen und dann als RA tätig zu werden.

Meine Frage ist nun: Gibt es hier vielleicht auch Leute die einen ähnlichen Weg gegangen sind und ihre Erfahrungen teilen würden ? Es ist natürlich immer ein Schritt raus aus dem behüteten Schoß des Staates.

Danke schonmal !


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BeitragVerfasst: Samstag 27. Januar 2018, 21:27 
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Ich kenne nur jemanden, der aus dem mittleren Dienst studierte und dem dann fürs Ref große Steine in den Weg gelegt worden sind (Bundeslandswechsel). Dann immernoch Beteuerungen zur Übernahme/Aufstieg, am Ende dann Verweis auf die reguläre Einstellung in den höheren Dienst; 10 Jahre Berufserfahrung im mittleren Dienst waren nicht genug, um paar Fehlpunkte aus dem 2. Examen auszugleichen. Was will ich damit sagen: Deine Ernennung sichert dir A7-A9, sonst nix. Es tut nicht weh, den Dienst zu verlassen, wenn du das 1. Examen in der Tasche hast. Mit seiner Vorbildung kannst du fast parallel zum Ref gleich das StBExamen angehen, entweder man nimmt dich dann für den höheren Dienst wieder auf oder du wirst halt Berater.

_________________
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BeitragVerfasst: Samstag 27. Januar 2018, 22:47 
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Zitat:
Dann immernoch Beteuerungen zur Übernahme/Aufstieg, am Ende dann Verweis auf die reguläre Einstellung in den höheren Dienst; 10 Jahre Berufserfahrung im mittleren Dienst waren nicht genug, um paar Fehlpunkte aus dem 2. Examen auszugleichen.

Wenn eine gewisse Mindestpunktzahl zwingede Einstellungsvoraussetzung ist und es eine entsprechende beständige Einstellungspraxis der Behörde gibt, dann finde ich es durchaus beruhigend, dass informelle Beteuerungen nicht dazu geführt haben, dass man beide Augen zugedrückt hat. ;)


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BeitragVerfasst: Sonntag 28. Januar 2018, 10:50 
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Quantensprung hat geschrieben:
Wenn eine gewisse Mindestpunktzahl zwingede Einstellungsvoraussetzung ist und es eine entsprechende beständige Einstellungspraxis der Behörde gibt, dann finde ich es durchaus beruhigend, dass informelle Beteuerungen nicht dazu geführt haben, dass man beide Augen zugedrückt hat. ;)


Um hier keine Verwirrung aufkommen zu lassen: Das wurde mir auch klar so gesagt. Die formalen Einstellungskriterien im Vergleich zu anderen Bewerbern müsste ich selbstverständlich erfüllen. Es ging eher darum, dass die Chancen dann aufgrund der Erfahrung im entsprechenden Bereich nicht schlecht stünden.

Tibor hat geschrieben:
Ich kenne nur jemanden, der aus dem mittleren Dienst studierte und dem dann fürs Ref große Steine in den Weg gelegt worden sind (Bundeslandswechsel). Dann immernoch Beteuerungen zur Übernahme/Aufstieg, am Ende dann Verweis auf die reguläre Einstellung in den höheren Dienst; 10 Jahre Berufserfahrung im mittleren Dienst waren nicht genug, um paar Fehlpunkte aus dem 2. Examen auszugleichen. Was will ich damit sagen: Deine Ernennung sichert dir A7-A9, sonst nix. Es tut nicht weh, den Dienst zu verlassen, wenn du das 1. Examen in der Tasche hast. Mit seiner Vorbildung kannst du fast parallel zum Ref gleich das StBExamen angehen, entweder man nimmt dich dann für den höheren Dienst wieder auf oder du wirst halt Berater.


Ich würde ja sogar vor dem 1. Examen aus dem Dienst ausscheiden. Entweder jetzt akut, spätestens aber wenn ich ins Rep gehe. Beurlaubungen werden für die Rep Zeit nicht gemacht bzw. zu Konditionen die ich für wenig sinnvoll erachte.
Die Anschlussfrage die hier mitschwingt ist natürlich: Besteht überhaupt ein Markt auf Seiten der Beraterschaft jemanden für ~ 7 Monate einzustellen ? Wenn es passt könnte ich mir wie gesagt auch vorstellen als WissMit bzw. im Ref nochmal wiederzukommen. Reicht das wohl aus ?


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BeitragVerfasst: Sonntag 28. Januar 2018, 20:01 
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Beiträge: 3
Sympathiebeamter hat geschrieben:
Hallo Forum,

ich melde mich nach langer Zeit auch mal wieder. Ich bin momentan als Beamter im gehobenen Dienst tätig und bin mittlerweile im 5 Semester des Studiums. Der Plan ist, nach dem 6. Semester ins Rep zu gehen und dann den Freischuss zu schreiben.
Darum soll es momentan aber nicht gehen.

Mein aktuelles Problem ist folgendes:
Ich bin derzeit unzufrieden mit meiner Stellung bzw. Entwicklungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst. In meinem Ressort (Steuerverwaltung) bzw. Bundesland herrschen relativ starre Strukturen und mE verstaubte Denk- und Verhaltensweisen. Ich hatte lange damit geliebäugelt nach dem 2. Examen nochmal - dann im höheren Dienst - in die Finanzverwaltung zurückzukehren. Grundsätzlich bestünde dazu wohl auch die Möglichkeit (keine offizielle Sache, nur mehr oder minder belastbare Aussagen von Personalverantwortlichen). Aufgrund der schwierigen Perspektive bin ich mir aber damit nicht so wirklich sicher.

Ich ziehe deshalb momentan in Erwägung mich schon vor der Examensvorbereitung auf die Beraterseite zu schlagen und als Steuerassistent o.ä. tätig zu werden. Je nach Perspektive / Interesse an den Aufgaben kann ich mir durchaus auch vorstellen später den Weg dorthin zurückzugehen und dann als RA tätig zu werden.

Meine Frage ist nun: Gibt es hier vielleicht auch Leute die einen ähnlichen Weg gegangen sind und ihre Erfahrungen teilen würden ? Es ist natürlich immer ein Schritt raus aus dem behüteten Schoß des Staates.

Danke schonmal !


Bin keinen ähnlichen Weg gegangen, ich würde es definitiv NICHT machen, weil man als Beamter einfach immer die besseren Karten hat.


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BeitragVerfasst: Sonntag 28. Januar 2018, 22:05 
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Ich würde erstmal das StEx machen. Wenn das nämlich schlecht ausgeht ... Bist du vielleicht froh über deine Stellung jetzt.

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BeitragVerfasst: Montag 29. Januar 2018, 18:30 
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Ilonia hat geschrieben:
Bin keinen ähnlichen Weg gegangen, ich würde es definitiv NICHT machen, weil man als Beamter einfach immer die besseren Karten hat.

Warum?

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BeitragVerfasst: Montag 29. Januar 2018, 18:34 
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Darum!

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 20:35 
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Ilonia hat geschrieben:

Bin keinen ähnlichen Weg gegangen, ich würde es definitiv NICHT machen, weil man als Beamter einfach immer die besseren Karten hat.


Danke für die Rückmeldung. Kannst du deinen Weg noch genauer erläutern ? (gerne auch per PN wenn du es nicht veröffentlichen möchtest).

Thandor79 hat geschrieben:
Ich würde erstmal das StEx machen. Wenn das nämlich schlecht ausgeht ... Bist du vielleicht froh über deine Stellung jetzt.

Gesendet von meinem SM-N950F mit Tapatalk


Nochmal zur Klarstellung: Ich werde ohnehin nicht bis zum absolvierten Examen im Dienst bleiben. Mein Bundesland sieht eine Beurlaubung für die Examensvorbereitung nicht vor. Allenfalls kommt eine Ermäßigung der Stundenanzahl auf 50% in Frage, was ich aber für die Examensvorbereitung für mich persönlich für zu viel halte (finanziell kann ich es mir leisten im Rep nicht zu arbeiten, da ich in meiner aktiven Zeit Rücklagen gebildet habe).


Die Frage ist also nicht: bis zum Ref im Dienst bleiben oder vorher gehen? Die Frage ist: Lohnt es noch bis zum Beginn des Reps im Amt die Zeit "abzusitzen" oder ist der Weg in die Beraterschaft jetzt vielleicht sinnvoller.

@ Tibor: Meinst du das StB-Examen ist neben dem Ref zu stemmen ? Klar hat man Vorbildung, das Ref nimmt einen aber doch zeitlich auch in Anspruch oder ? Wäre natürlich schon reizvoll gleich mit RA / StB auf der Visitenkarte auf den Arbeitsmarkt zu kommen (die praktische Zeit für die Zulassung zur Prüfung werde ich dann auch voll haben).


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Januar 2018, 20:43 
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Ich würde die StB Vorbereitung selbst bei Vorkenntnissen nicht unterschätzen. Es kommt ja auch darauf an, wie das Ref im jeweiligen Bundesland zeitlich liegt und wann da Prüfungen sind. Mehr PN

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