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 Betreff des Beitrags: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2018, 20:05 
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Registriert: Mittwoch 4. April 2018, 19:45
Beiträge: 1
Hi,

ich habe einmal eine Frage an die geballte Forenkompetenz und würde mich freuen, wenn ihr Tipps für mich hättet.

Ich bin gerade im Referendariat. Dort läuft es eigentlich ganz gut, wenn mir die Stationen auch wenig Spaß bringen. Psychisch geht es mir gerade wegen eines schon länger akuten psychischen Problems aber gar nicht gut und ich würde gerne psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Allerdings würde ich nach dem Referendariat unheimlich gerne in den Staatsdienst eintreten (die bisherigen Noten würden das auch zulassen) und ich habe einfach Schiss, mir etwas zu verbauen, in das ich mehrere Jahre investiert habe. Mein Problem scheint mich nicht derart zu beeinträchtigen, dass es sich in den letzten Jahren auf meine Leistungsfähigkeit ausgewirkt hätte. Es ist bisher auch nicht ärztlich oder sonstwie aktenkundig.

Was würdet ihr machen?

- Zähne zusammenbeissen und das Problem erst nach einer Verbeamtung angehen? Ich will eigentlich nicht warten. Jeder Tag, in dem ich nichts mache, erscheint mir derzeit verloren.
- Die angestrebte Therapie machen und bei einer späteren amtsärztlichen Prüfung alle Karten auf den Tisch legen und auf einen milden Amtsarzt hoffen?
- Die Therapie selbst bezahlen und später verschweigen?

Ich bin momentan echt ratlos und am Ende.

Würde mich auf Tipps und Beiträge jeglicher Art freuen. :(

Grüße
G.

P.S.: Bitte verschieben, wenn ich das falsche Unterforum erwischt habe. Danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2018, 21:44 
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Beiträge: 96
Das hängt unter Umständen davon ab, was für ein psychisches Problem du hast. Mitunter reicht es einfach nicht, die Zähne zusammenzubeißen. Das kannst aber nur du selbst beurteilen.
Im Zweifel würde ich immer sagen: Gesundheit geht vor Karriere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 07:18 
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Registriert: Montag 20. November 2017, 10:57
Beiträge: 94
Das ist gerade das Problem, wieso es dann später (wie im Parallelthread von Ara geschildert) zu Fällen kommt, in denen Staatsanwälte(/Lehrer/...) "unerkannt geisteskrank" sind, weil sie sich aufgrund von Zweifeln betreffend die spätere Verbeamtung gegen eine Therapie entschieden haben.

Ich würde nach den eingeschränkten Informationen tendenziell zu Option drei raten, also eine Therapie machen und die selber bezahlen. Es gibt Therapeuten, die sich entweder noch in der (mehrjährigen) Ausbildung befinden und hierfür eine gewisse Fallanzahl brauchen (ähnlich wie beim Fachanwalt) oder die aufgrund der Therapieform keine kassenärztliche Zulassung bekommen. Diese Gruppen bieten Therapien für "Selbstzahler" mitunter sehr viel billiger an.

_________________
"Wer Du bist? Sicher nicht der Rap-Messias. Für mich bist auch Du nur irgendein Tobias."

~ Harry Quintana


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 07:34 
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Beiträge: 321
Ich halte es für einigermaßen überraschend, dass man unter Juristen darauf hinweisen muss, dass es eine wahnsinnig dumme Idee wäre, beim Amtsarzt (und ggf auch bei der PKV) zu lügen. Und gerade wenn man anschließend ggf. für längere Zeit wegen psychischen Problemen ausfällt, dürfte sich die Frage aufdrängen, ob man die nicht vielleicht schon länger hatte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 07:39 
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Beiträge: 321
P. S. habe den Thread ins passendere Unterforum verschoben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 08:01 
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Beiträge: 55
Ich weiß nicht, wie stark und was genau es bei dir ist, aber da du selbst sagst, dass dir jeder Tag warten derzeit verloren scheint, würde ich das Problem schon angehen. Selbst zahlen und schweigen: halte ich nichts von, da würdest du bei dem Antrag der PKV und beim Amtsarzt ja später auch falsche Angaben dann machen (müssen). Vielleicht lässt es sich ja auch recht schnell in den Griff kriegen, sodass du bestätigt bekommst, dass das "Problem" nach einiger Zeit austherapiert ist.

Die Freundin eine Kumpels hatte ein ähnliches Problem wie du. Bei ihr war der Zeitpunkt ca. Mitte vom Referendariat als sie überlegt hat, ob sie Hilfe in Anspruch nehmen will oder nicht (der plötzliche unfallbedingte Tod ihrer beiden Eltern hatte sie in ein Loch geworfen, aus dem sie absolut nicht mehr von selbst herauskam). Sie wollte eigentlich nach dem Referendariat gerne in ein bestimmtes Ministerium und hatte auch Angst wegen der Verbeamtung und der therapeutischen Hilfe. Letztlich hat sie sich für die Gesundheit entschieden und das war auf jeden Fall für sie richtig. Sie ist auch nicht im Ministerium gelandet, aber rein aus dem Grund, weil ihr ihre Wahlstation derart viel Spaß gemacht hat, dass sie in der freien Wirtschaft geblieben ist.

Sollte es bei dir gravierende Auswirkungen haben und die Verbeamtung geht nicht durch; dann wäre es natürlich schade, andererseits sind sie - m.E. - bei Verbeamtungen noch recht "nett" und nicht super pingelig. Es kommt natürlich drauf an, was genau bei dir der Grund ist und wie stark es ausgeprägt ist. Ggf. würde ein Amtsarzt dich auch nicht direkt als diensttauglich einstufen, sondern dich später nochmal antanzen lassen, um ein aktuelles Gutachten dann zu bekommen und zu sehen, wie es sich entwickelt hat. Ich denke aber, dass die Gefahr größer ist, dass du auch beruflich nicht glücklich sein wirst, eben weil du nicht gesundheitlich fit bist, wenn du dich bis dahin jetzt einfach nur durchquälst und das - für dich ja offensichtlich erkannte Problem - nicht angehst. Es ist ja doch noch einiges an Zeit zu überbrücken. Und was würde es dir bringen, dass ganze jetzt so lange aufzuschieben und zwar die Verbeamtung durchzubekommen - aber dann derart "durch" zu sein, dass du kurz darauf in langfristige Therapie musst o.ä. und am Ende zwar auf dem Stuhl in deinem Wunschjob sitzt, aber ihn faktisch gar nicht ausübst/ausüben kannst, weil du gesundheitlich erstmal total aus dem Verkehr gezogen bist?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 08:09 
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Beiträge: 3006
Liz hat geschrieben:
Ich halte es für einigermaßen überraschend, dass man unter Juristen darauf hinweisen muss, dass es eine wahnsinnig dumme Idee wäre, beim Amtsarzt (und ggf auch bei der PKV) zu lügen. Und gerade wenn man anschließend ggf. für längere Zeit wegen psychischen Problemen ausfällt, dürfte sich die Frage aufdrängen, ob man die nicht vielleicht schon länger hatte.


+1

Zudem: Gesundheit geht immer vor.

Du solltest dich jetzt darum kümmern, gesund zu werden und nicht aufgrund irgendwelcher späterer hypothetischer Szenarien davon abhalten, das zu tun, was jetzt für dich richtig ist.

_________________
Eichhörnchen, Eichhörnchen wo sind deine Nüsse?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 08:31 
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Beiträge: 923
Das BVerwG hat im Übrigen vor nicht allzu langer Zeit seine Rechtsprechung im Hinblick auf die gesundheitliche Eignung von Beamtenbewerbern geändert.

"Ein Beamtenbewerber ist gesundheitlich nicht geeignet, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Eintritt einer Dienstunfähigkeit vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze auszugehen ist (Änderung der Rechtsprechung). "

BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2013 - 2 C 12.11


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 09:27 
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Wie war es denn davor bzw. inwiefern ist das eine Änderung der Rechtsprechung? Ich ging davon aus, dass sei schon immer so gewesen? Woran hat man es denn zuvor konkret festgemacht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 10:14 
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Carlos84 hat geschrieben:
Wie war es denn davor bzw. inwiefern ist das eine Änderung der Rechtsprechung? Ich ging davon aus, dass sei schon immer so gewesen? Woran hat man es denn zuvor konkret festgemacht?


Vorher war ein Bewerber nur dann gesundheitlich geeignet, wenn der Eintritt der Dienstunfähigkeit vor Erreichen der Altersgrenze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnte.

Die neue Rechtsprechung ist im Prinzip eine 180-Grad-Wende zu Gunsten der Bewerber.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 17:22 
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Ein Freund von mir hatte ein ähnliches Problem. Es war aber eine reaktive Geschichte, nix endogenes. Es gab da ein Ereignis in seinem Leben, das ihm plötzlich schwer zu schaffen machte. Er hat sich dann entschlossen eine Therapie zu machen und im Vorfeld mit dem Therapeuten ausgelotet wie langwierig das werden könnte und ob es besser wäre, die Kasse einzubinden (auch wegen Medikamenten). Im Endeffekt hat er nur ein paar Sitzungen gebraucht, keine Medikamente und selbst gezahlt. Er ist aber kein Jurist, sondern Lehrer und mittlerweile auch auf Lebenszeit verbeamtet. Es kommt halt drauf an, wie schwer es bei dir ist. Das kannst nur Du beurteilen. Du hast aber nur eine Gesundheit, also richte das weitere Vorgehen danach aus, was für dich gut ist. Sowas zu verschleppen kann es u.U noch viel schlimmer machen und irgendwann kommt dann der große Gong und du kannst gar nicht mehr.

Ich habe mal Fragebögen von der Polizei gesehen, die man an den Hausarzt geben musste. Dort wurden nur Erkrankungen der letzten 5 Jahre abgefragt. Psychische Sachen tauchten dort auch auf. Ich weiß nicht, wie die Regelungen in deinem Bundesland genau sind, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man nicht unbegrenzt alle Erkrankungen, die geheilt wurden, offenlegen muss (Grundrechte). Informier dich doch da mal. Wenn es denn so sein sollte, dass es mit dem Staatsdienst erstmal nix wird, kannst Du ja erstmal in der Wirtschaft oder als Anwalt arbeiten und dich dann später nochmal bewerben, wenn alles überstanden ist und die "Offenlegungsfrist" abgelaufen ist. Endgültig musst die Vorstellung Staatsdienst bestimmt nicht begraben, nur weil Du einmal ein psychisches Problem hattest.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 17:31 
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Tobias__21 hat geschrieben:
Psychische Sachen tauchten dort auch auf. Ich weiß nicht, wie die Regelungen in deinem Bundesland genau sind, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man nicht unbegrenzt alle Erkrankungen, die geheilt wurden, offenlegen muss (Grundrechte).


Bei psychischen Erkrankungen hat man natürlich oft das Problem, dass man sie zwar gut in den Griff bekommen kann, aber sie nie völlig weg sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 17:44 
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Liz hat geschrieben:
Tobias__21 hat geschrieben:
Psychische Sachen tauchten dort auch auf. Ich weiß nicht, wie die Regelungen in deinem Bundesland genau sind, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man nicht unbegrenzt alle Erkrankungen, die geheilt wurden, offenlegen muss (Grundrechte).


Bei psychischen Erkrankungen hat man natürlich oft das Problem, dass man sie zwar gut in den Griff bekommen kann, aber sie nie völlig weg sind.


Das ist natürlich wahr. Ich weiß auch nicht, ob der Amtsarzt da nochmal nachfragt, oder ob er sich auf den Bogen des Hausarztes verlässt. Aber ich würde meinen, dass man, wenn die Krankheit längere Zeit ausgeheilt ist und nichts mehr kam ein "Recht zur Lüge" hat, sollte man gefragt werden, ob jemals etwas in dieser Hinsicht war. Sicher bin ich mir da aber keinesfalls. Ich würde mich da eben an Stelle des TE mal informieren. Es gibt ja ein breite Palette an psychischen Erkrankungen, so dass es immer darauf ankommen wird. Reaktive Sachen kriegt man sicher leichter und auch endgültiger in den Griff als andere Sachen. Dann gibt es auch psychische Sachen, die man sicher als Krankheit definieren kann, die aber überhaupt keine Auswirkungen auf die Dienstfähigkeit haben. Es ist und bleibt halt eine Frage des Einzelfalls.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 18:01 
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Wenn etwas keine Auswirkungen auf die Dienstfähigkeit hat, dann gibt es aber auch keinen Grund, dies zu verschweigen. Aber ich meine, es ist Sache des Amtsarztes, zu beurteilen, ob er an einem Punkt möglicherweise weitere Nachweise benötigt oder ob er es von vorneherein als "irrelevant" ansieht. Und wenn man mit seiner "Eigeneinschätzung" falsch liegt, dann hat man ggf. ein größeres Problem. Und wenn das psychische Problem im Ref akut und noch nicht therapiert ist, dann wird man bei bereits längerfristig schwelenden psychischen Problemen sicherlich nicht vor Ablauf von 5-10 Jahre dazu kommen, dass das "nie wieder" ein Thema sein wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbeamtung / Psychotherapie
BeitragVerfasst: Donnerstag 5. April 2018, 18:53 
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Liz hat geschrieben:
Wenn etwas keine Auswirkungen auf die Dienstfähigkeit hat, dann gibt es aber auch keinen Grund, dies zu verschweigen. Aber ich meine, es ist Sache des Amtsarztes, zu beurteilen, ob er an einem Punkt möglicherweise weitere Nachweise benötigt oder ob er es von vorneherein als "irrelevant" ansieht. Und wenn man mit seiner "Eigeneinschätzung" falsch liegt, dann hat man ggf. ein größeres Problem. Und wenn das psychische Problem im Ref akut und noch nicht therapiert ist, dann wird man bei bereits längerfristig schwelenden psychischen Problemen sicherlich nicht vor Ablauf von 5-10 Jahre dazu kommen, dass das "nie wieder" ein Thema sein wird.


Und wenn man nichts zu verbergen hat, gibt es auch keinen Grund, warum der Staat nicht das Telefon abhören sollte :D

Ich wollte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich zur Lüge rate. Aber jeden Furz muss man auch nicht ansprechen. Der Staat mag ein berechtigtes Interesse daran haben, keine kranken Menschen zu verbeamten, die dann irgendwann dienstunfähig werden und dem System zur Last fallen. Aber auch dieses Informationsinteresse des Staates gilt nicht unbeschränkt und muss m.E. auch zeitlich beschränkt werden. Ob das jetzt 5 Jahre sind, oder 10 Jahre, keine Ahnung, wird von der Krankheit abhängen. Jeder Mensch kann einmal psychische Probleme haben, kommt vor. Das kann auch den gesunden Staatsanwalt auf einmal wie einen Schlag treffen. Dann ist das eben so, das Risiko lässt sich nie ganz ausschließen. Und wenn jemand psychisch krank war wird er mit längerem Zeitablauf auch irgendwann das Recht darauf haben mit dieser Krankheit "in Ruhe gelassen" zu werden.

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