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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 19:00 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:09
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Moinsen,

hätt grad die Möglichkeit 2-stündige Klausuren im ÖR zu korrigieren. Gäbe 8€ pro Stück. Ich frage mich halt bei welchen Klausuren (Examsklausurenkurs, Übungen in der Uni etc.) ich am wenigsten Aufwand habe (ich meine natürlich den angehenden Juristen am meisten beibringen kann).

Bisschen Wiederholung schadet nicht, außerdem ist es eine der wenigen Tätigkeiten die ich zurzeit nebenbei ausüben darf. Plus ich suche eigentlich nichts wo ich über einen längeren Zeitraum eingebunden bin, sondern um gewisse kurzfristige Engpässe (Zweitwohnsteuerbescheid aus Wissmit-Zeit in anderer Stadt ::roll: ) abzufedern.

ÖR klingt eigentlich garnicht so schlecht, letztlich muss man halt den Aufbau beherrschen und dann lab...argumentieren. Fachlich macht es für mich keinen großen Unterschied, das dürfte ich mit ein wenig Wiederholen alles noch draufhaben.

Wie sind da so eure Erfahrungen? Was korrigiert sich am "Angenehmsten", was am zeitaufwändigsten?

Besten Dank!

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 19:03 
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Beiträge: 8466
Am unstressigsten sind m.E. Hausarbeiten. Die schreiben mehr oder weniger alle dasselbe, weil sie sich im Seminar austauschen. Da kannst dann Textbausteine verwenden. Anfängerklausuren im Öff. Recht zu korrigieren mache ich jedenfalls nicht mehr, das halten meine Nerven nicht mehr aus. Ich hab da soviel völlig wirres Zeug gelesen, dass ich schier verzweifelt bin :D Aber anstrengend ist das korrigieren da nicht, darfst dich halt nicht aufregen :) Zivilrecht finde ich da stressiger. Strafrecht läuft eigentlich auch immer ganz schnell.

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Zuletzt geändert von Tobias__21 am Montag 16. April 2018, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 19:38 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:56
Beiträge: 259
Zitat:
Ich frage mich halt bei welchen Klausuren (Examsklausurenkurs, Übungen in der Uni etc.) ich am wenigsten Aufwand habe (ich meine natürlich den angehenden Juristen am meisten beibringen kann).

Für deine Einstellung sollte man dich teeren und federn.


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 19:40 
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Naja, er ist wenigstens ehrlich...

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 19:48 
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Guter Lohn für 2-stündige Klausuren. Das kriege ich für 5 stündige - äh 15 stündige (gibt nämlich kein überprüfbares Zeitlimit) - Klausuren.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 20:46 
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Quantensprung hat geschrieben:
Zitat:
Ich frage mich halt bei welchen Klausuren (Examsklausurenkurs, Übungen in der Uni etc.) ich am wenigsten Aufwand habe (ich meine natürlich den angehenden Juristen am meisten beibringen kann).

Für deine Einstellung sollte man dich teeren und federn.

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Unmotivierte Korrektoren, denen die Ausbildung der Studenten sonstwo vorbeigeht, gibt es schon genug. Da gibt's außerdem andere Jobs, bei denen man mehr verdient.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 20:52 
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Quantensprung hat geschrieben:
Zitat:
Ich frage mich halt bei welchen Klausuren (Examsklausurenkurs, Übungen in der Uni etc.) ich am wenigsten Aufwand habe (ich meine natürlich den angehenden Juristen am meisten beibringen kann).

Für deine Einstellung sollte man dich teeren und federn.

Verstehe das Argument nicht. Herauszufinden, bei welchem Klausurtyp man RELATIV am wenigsten Aufwand hat ist völlig legitim. Das sagt nichts darüber aus, mit wie viel Sorgfalt ich anschließend die Korrektur durchführe!

Vom einen auf das andere zu schließen liegt nur bei flüchtiger Betrachtung nahe. Im Gegenteil, ich gehöre zu den Leuten die ihre Freizeit ihrer Arbeit unterordnen. Da der Faktor Zeit aber begrenzt ist und ich in erster Linie meinem jetzigen Arbeitgeber verpflichtet bin, muss ich mit dem Faktor Zeit haushalten. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Andere Leute pauschal zu verurteilen ohne die Einzelheiten zu kennen...naja.

Und daran, ein wenig Ironie reinzubringen, kann ich ebenfalls nichts Verwerfliches erkennen.

Wenn es für bestimmte Fächer nicht genug Angebot und mehr Nachfrage gibt, muss es halt der Markt richten, d.h. dann muss ich eben für besonders anspruchsvolle Aufgaben mehr Geld bezahlen. Ich engagiere mich ehrenamtlich genug, da muss ich nicht noch bei Tätigkeiten, die ich ausübe, um meine Miete bezahlen zu können, das Wohlfahrtsamt spielen.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 20:57 
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Außerdem wenn man oberflächlich korrigiert und gar nichts liest, dann ist jedes Rechtsgebiet gleich aufwendig :P

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Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11


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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 21:13 
Fleissige(r) Schreiber(in)
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Registriert: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:09
Beiträge: 146
JulezLaw hat geschrieben:
Quantensprung hat geschrieben:
Zitat:
Ich frage mich halt bei welchen Klausuren (Examsklausurenkurs, Übungen in der Uni etc.) ich am wenigsten Aufwand habe (ich meine natürlich den angehenden Juristen am meisten beibringen kann).

Für deine Einstellung sollte man dich teeren und federn.

+1

Unmotivierte Korrektoren, denen die Ausbildung der Studenten sonstwo vorbeigeht, gibt es schon genug. Da gibt's außerdem andere Jobs, bei denen man mehr verdient.

Noch krasser als der andere.

Ich kombiniere eine legitime Frage mit ein wenig Humor und du schließt daraus, dass mir die Ausbildung der Studenten sonstwo vorbeigeht? Ich hab mir in meinem Studium das sonstwo aufgerissen um mich für andere Studenten einzusetzen, hab meinen Schwerpunkt riskiert, teils deutlich mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet um den ehrenamtlichen Job richtig zu machen und das Studium zu betreiben.

Meine Güte. Ich dachte immer man lernt im Jurastudium, sich nicht von seiner ersten Intuition leiten zu lassen, sondern rational abzuwägen, nachzufragen, den Sachverhalt zu ermitteln, bevor man ihn beurteilt. Wie soll man sonst einen Job wie z.B. das Richteramt ausüben?

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 21:20 
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Du hättest deine Frage auch weniger zynisch formulieren können, du hast das schon provoziert, schon als ich dein Posting gelesen habe, wusste ich, dass die Antworten kommen werden. Und du hättst es auch wissen können. ;)

Persönlich denke ich, dass es bei 2 stündigen Klausuren keinen großen Unterschied macht, um welches Fach es sich handelt. Blödsinn schreiben kann man in jedem, aber bei 2h ist das doch alles im Rahmen. Zivilrecht ist vermutlich im Durchschnitt am wenigsten, aber auch das kommt durchaus auf die konkrete Klausur an. Insofern würde ich kein Fach bevorzugen, es sei denn, du magst eines eben nicht.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 21:22 
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Ich persönlich korrigiere zweistündig übrigens deshalb weniger gern, weil es da echt um die Fortsetzung des Studiums gehen kann. Da will ich dann umso gewissenhafter sein, was bedeuten kann, dass der Stundenlohn doch stark absinkt.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 22:33 
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Ich würde sagen, dass der Aufwand im Öffrecht tendenziell geringer sein dürfte als im Zivilrecht. Da prüfen die Anfänger oft den größten Scheiss und völlig wirre Kombination, oder das richtige an der falschen Stelle und man muss sich erst in den Kandidaten "reindenken".
Im Öffrecht hat man ja sein Schema und das begreifen eigentlich auch die Meisten. Ist die Klageart falsch, kann das Ding nicht mehr über dem Strich landen. Außerdem kann man da schön die Range bestimmen: Gute Argumentation in der Verhältnismäßigkeitsprüfung lässt dann die Punkte rollen.
Würde da eine halbe Stunde pro Klausur als angemessen erachten.

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 22:36 
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Herr Anwalt hat geschrieben:
Ich würde sagen, dass der Aufwand im Öffrecht tendenziell geringer sein dürfte als im Zivilrecht. Da prüfen die Anfänger oft den größten Scheiss und völlig wirre Kombination, oder das richtige an der falschen Stelle und man muss sich erst in den Kandidaten "reindenken".
Im Öffrecht hat man ja sein Schema und das begreifen eigentlich auch die Meisten. Ist die Klageart falsch, kann das Ding nicht mehr über dem Strich landen. Außerdem kann man da schön die Range bestimmen: Gute Argumentation in der Verhältnismäßigkeitsprüfung lässt dann die Punkte rollen.
Würde da eine halbe Stunde pro Klausur als angemessen erachten.



Wird bestritten :)

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BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 23:11 
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Beiträge: 3108
Meine Erfahrung zeigt auch, dass Ö-Recht deutlich am einfachsten ist, einfach weil das Grundschema immer das gleiche ist (Zulässigkeit - Begründetheit). Im Zivilrecht und im Strafrecht kommt es regelmäßig vor, dass Ansprüche/Tatbestände bei den Bearbeitern auftauchen, von denen die Lösungsskizze gar nichts weiß und dann geht das Abwägen los: Wo hört das "abwegig" auf, wo fängt das "vertretbar" an, wo ist sogar die Lösungsskizze falsch usw.

Im Übrigen finde ich die Frage völlig legitim. Man macht das Ganze ja nicht aus purem Spaß an der Freude. Dass der TE daneben auch (hallo Motivbündel) einen didaktischen Anspruch hat, glaube ich erstmal, bevor ich hier wilde Unterstellungen raushaue.


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BeitragVerfasst: Dienstag 17. April 2018, 08:02 
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Beiträge: 1567
Wenn dem so ist, nehme ich das zurück und bitte um Entschuldigung. Ich bin da zugegebenermaßen auch sehr skeptisch bei solchen Äußerungen - bei vielen ist es nämlich leider keine Ironie oder Überspitzung. Solche Kollegen stoßen mir sehr sauer auf, weil die didaktische Bedeutung der Korrekturen leider häufig vernachlässigt oder bewusst ignoriert wird. Meines Erachtens können Studenten durch eine gute Korrektur deutlich mehr lernen als durch einen Tag in der Bib. Daher in diesem Fall: mea culpa. Mal wieder ein Beweis, dass Ironie und Co. im Internet entweder nicht gut funktionieren oder ich jedenfalls nicht immer empfänglich genug dafür bin.

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