Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Allgemeine Fragen zum Jurastudium (Anforderungen, Ablauf etc.)

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OJ1988
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von OJ1988 » Dienstag 23. November 2021, 14:19

Genau, ein in Hamburg sehr bekannter Repetitor. Bin gespannt, ob er einfährt.
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jurabilis
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von jurabilis » Dienstag 23. November 2021, 21:43

Tibor hat geschrieben:
Samstag 12. Juni 2021, 17:08
Maren, bist du das?
Ist sie schon derart zum geflügelten Wort geworden?
gez. ...j! {Treffpunkt-Captain}

Ortsbekannte Klugscheißer werden gebeten, diesen Post zu ignorieren.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Roni » Montag 29. November 2021, 16:44

Tibor hat geschrieben:
Donnerstag 11. November 2021, 07:09
Ja, das ist leider der klassische Fehler vieler Studies. Es fehlt dir einfach die Arbeit am Fall. Es bleibt dir nichts anderes übrig als Falle zu lösen und insb Musterfalllösungen dabei durchzugehen und/oder auch Lösungsschemata. Das ganze muss dann durch Klausurentraining gefestigt werden. Aber - und das ist die gute Nachricht - das ist kein Hexenwerk. Beginne am besten mit einem Lehrbuch zur Falllösungstechnik. Also Klausurtraining, Schreibwerkstatt, etc. Nutze die Unibibliothek, um durch die Regale zu schmökern, meist gibt es ein ganzes Regal mit solchen Büchern. Last but not least sollte ein rudimentäres Grundgerüst Methodenlehre dazu kommen, also wie funktioniert Gesetzesanwendung, Normauslegung etc.
Dankeschön. Das ist wirklich mein Hauptproblem. Muss mein Lernpensum extrem erhöhen, weil ich sonst nicht hinterher komme mit: neuen Lernstoff erarbeiten, das Alte wiederholen, Fällelösen und Klausuren schreiben.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Juralurch » Donnerstag 6. Januar 2022, 00:02

N'Abend
Hat hier jemand Bock auf eine Zoom-Lerngruppe?
Ich dachte mir dass man ein mal die Woche durchgeht was man so gemacht hat, einfach das man es mal ausgesprochen hat zum wiederholen/fürs Feedback.

In meinem Lerngruppenfinder von der Uni ist leider extrem tote Hose.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Roni » Montag 27. Juni 2022, 19:45

Hallo, ich hatte aufgrund der Empfehlungen hier für Strafrecht die Jäger Lehrbücher gekauft. Jedoch weiß ich nicht so wirklich wie ich damit lernen soll. Er hat ja bereits alles komprimiert, sodass ich dazu neige alles abzuschreiben; (einfach "nur" lesen bringt leider bei mir nichts). Wie habt ihr für Strafrecht gelernt? Oder speziell mit diesen (oder anderen) Lehrbüchern? Will mich auf Strafrecht gut vorbereiten.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Jodler112 » Dienstag 28. Juni 2022, 13:38

Was soll ich machen, wenn ich die wöchentlichen Examensklauauren nicht richtig gebacken bekomme? Zum Beispiel Strafrecht, weil noch Definitionen fehlen? Soll ich so wenig Hilfsmittel wie möglich benutzen oder komplett ohne und einfach irgendwas abgeben?
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Theopa » Dienstag 28. Juni 2022, 14:21

Jodler112 hat geschrieben:
Dienstag 28. Juni 2022, 13:38
Was soll ich machen, wenn ich die wöchentlichen Examensklauauren nicht richtig gebacken bekomme? Zum Beispiel Strafrecht, weil noch Definitionen fehlen? Soll ich so wenig Hilfsmittel wie möglich benutzen oder komplett ohne und einfach irgendwas abgeben?
Ich würde niemals Hilfsmittel nutzen, da das den Übungseffekt je nach Intensität und Häufigkeit reduzieren bis weitgehend zerstören kann.

Die Situation nur den Sachverhalt und das Gesetz vor sich zu haben und eben nicht im Zweifelsfall nochmal das Lehrbuch heranziehen zu können muss geübt werden. Wer dann erst einmal monatelang anders vorgeht ("Es ist ja meine Erste Klausur" --> "Ich habe ja erst fünf Klausuren geschrieben" --> "Sachenrecht habe ich noch nicht gemacht" --> .....) bringt sich vielleicht sogar aktiv eine falsche Vorgehensweise bei und sabotiert sich damit selbst.

Zugegeben, im Strafrecht wird man ohne die Basic-Definitionen wenig machen können, es dürfte aber schon eher ungewöhnlich sein in der Examensvorbereitung so wenig Wissen zu haben, dass man halbwegs realistische Probeklausuren zu den üblichen Verdächtigen (Körperverletzung, Diebstahl und Raub, Betrug, Mord und Totschlag, Straßenverkehrsdelikte...) nicht wenigstens weitgehend durchdefinieren kann.

Wenn dann eben doch mal irgendetwas Seltenes oder Abwegiges dran kommt und man überhaupt keine Ahnung hat wie die Definitionen aussehen macht es mehr Sinn einfach mal zu überlegen und drauf los zu schreiben: Die unbekannte Klausur kommt immer mal vor, den entspannten Umgang damit zu lernen ist ebenfalls wichtig.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von StudiVader315226 » Freitag 5. August 2022, 19:16

Momentan bin ich glücklich - dies soll ja nicht nur ein Frustthread sein. Glücklich bin ich meistens, aber die Herausforderung des Reps und des Examens und speziell momentan des Quick-Reps genieße ich auch. Ich, an der Uni Augsburg, will in einem Jahr Examen schreiben (September 2023) und habe - aus Unwissenheit, wofür es eigentlich gedacht ist - das QuickRep von AS diesen Juli belegt. Erst kur vorher habe ich erfahren, dass es eigentlich ein Crashkurs sein soll vor allem für die diesjährigen Examenskandidat:innen (also die, die nächsten Monat schreiben)!

Aber ich konnte sehr gut mithalten, neu iSv "noch nie etwas davon gehört" waren nur wenige neuere Normen (das neue Digitalschuldrecht wird morgen behandelt, davor z.B. ein paar neue Normen aus dem Kommunalrecht) und einige neue BGH-Entscheidungen, und ich schaffe es ohne Weiteres schon jetzt, mit dem Stoff und dem Tempo, in dem dieser vermittelt wird, mitzuhalten.

Und ab September werde ich den AS-Hauptkurs belegen, inkl. Klausurenkurs (zumindest mal das freitägliche Klausurenschreiben unter Aufsicht). Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich das Examen ohne Weiteres schaffe.

Meine großen Vorteile:

- ich halte mich für talentiert, vor allem im Zivilrecht: Schuldrecht zu kapieren fiel mir schon leicht, als ich das erste Mal vor nunmehr ca. 7 Jahren den Looschelders durchgelesen habe, und ich empfinde das Schuldrecht wie auch das Sachenrecht und BGB AT als einige der lebensnächsten Rechtsgebiete. Und vor Immobiliarsachenrecht habe ich mich vorm Großen Schein nicht gefürchtet, sondern nur konsequent Rolf Schmidt gelesen... und dann kam Immobiliarsachenrecht zwar nicht in der Klausur - ich war fast schon etwas enttäuscht -, aber die Hausarbeit war eine (fast) reine Immobiliarsachenrechts-HA. Als Höhepunkt am Ende musste man einen gutgläubigen Zweiterwerb einer forderungsentkleideten Hypothek prüfen. Diese Hausarbeit habe ich mit 11 Punkten geschrieben, obwohl Hausarbeiten noch nie meine Stärke waren

- ich vergesse einmal oder auch wenige Male Gelesenes nicht, auch nicht auf Jahre. Wiederholungen tun auch mir gut, und vor den jeweiligen Klausuren und nochmal vor den Großen Scheinen habe ich alle Rechtsgebiete schonmal wiederholt (zu einem nicht unerheblichen Teil auch mit Kommentarliteratur online oder auch in gedruckter Form), aber während des QuickRep kommen Sachen wieder hoch, die ich vor Jahren mal gelesen habe. Ich war allerdings außer ganz am Anfang kaum an der Uni und habe immer autodidaktisch gelernt (auch wegen des extrem hohen Aufwands für Unifahrten bei mir, siehe den Literaturthread).

- ich genieße das Lernen auch, insbesondere jetzt das Quick-Rep. Lernen wird zwar niemals meine einzige Beschäftigung sein, aber Lernen macht mir auch Freude und ich habe auch nur wenig Ablenkungspotential bzw. kann auch eine Ablenkung schnell(er) wieder beenden, wenn sie nicht zu lange dauert.

Und nun doch noch zu zwei Fragen:

1. Ich weiß, welche Rechtsgebiete bei mir stärker und welche schwächer sind. Soll ich für das Examen eher "Stärken stärken" und 4-6 Punkte bei schwächeren Gebieten (vor allem Straf- und Kommunalrecht) in Kauf nehmen? Oder lieber gezielt Schwächen schwächen? Oder einfach das Rep belegen inklusive des Klausurenkurses und ausgewogen lernen?

2. Momentan halte ich ein Prädikatsexamen für möglich und werde natürlich auch mein Bestes geben, aber die Jobs, die ich mit Prädikatsexamen machen könnte (Wirtschaftskanzleien etc.) interessieren mich alle nicht. Ich war zwar noch nie in einer Wirtschaftskanzlei, aber ich lebe auch "auf dem Land" (oder höchstens in einer moderat großen kreisfreien Stadt). Und ich sehe die ganzen Wirtschaftskanzleien als viel zu kapitalistisch-libertär orientiert an. Vielleicht unterliege ich da auch einem Klischee/Vorurteil, aber für mich sind Wirtschaftskanzleien "die, die VW im Dieselskandal oder die Steuertrickser:innen bei Cum-Ex-Geschäften vertreten". Ich sehe mich am Ehesten bei einer Verbraucherzentrale oder als herkömmlicher Zivilrechtsanwalt/-berater oder auch als Anwalt für Arbeitsrecht.
Auch auf den Staatsdienst bin ich jetzt nicht gar so scharf, insbesondere möchte ich weder Staatsanwalt noch Strafverteidiger werden.

Was bedeutet es dann, als z.B. Zivilrechtsanwalt ein Prädikatsexamen oder vielleicht gar zwei zu haben, was bedeutet diese "Überqualifikation"?
Zuletzt geändert von StudiVader315226 am Freitag 5. August 2022, 20:27, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von StudiVader315226 » Freitag 5. August 2022, 19:22

Das QuickRep fordert mich durchaus und ist auch mit etwas Anstrengung verbunden, das möchte ich gar nicht abstreiten oder relativieren, aber es macht mich eben AUCH glücklich.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Sektnase » Sonntag 7. August 2022, 10:42

Na als selbstständiger Anwalt sind die Noten völlig bedeutungslos. Als Anwalt auf dem Dirf auch. Wirklich Verbraucher oder "kleine" Angestellte vertreten i.d.R. die echt kleinen Kanzleien und/oder solche, die extrem Masse machen. Da sind die Noten auch egal.

Diesel machen z.B. sehr viele Kanzleien, egal ob klein oder groß. Die kleinen Kanzleien kommen dann eben als Terminsvertreter für die Großkanzlei oder den Internet-Massenanwalt, der fünfzigtausend Mandanten aber nur 10 Anwälte hat.

Nur Verbraucher zu vertreten, gleichzeitig gute Arbeit zu leisten, die auf die Leute eingeht und nicht nur irgendeinen Standardschriftsatz produziert, aber auch genug € bringt, halte ich für sehr schwer. Nicht ohne Grund versuchen alle Unternehmen zu vertreten. Das Kaufrechtsverfahren für 500€ kann man eben als Anwalt nicht sinnvoll führen. Im Arbeitsrecht geht das etwas besser, da die Streitwert nicht so niedrig sind. Das bedeutet bei kleinen Anwälten aber (nur) Kündigungsschutz, da wird eine Standardklage erhoben und sich dann verglichen.
In einem Umfeld, in dem mittelschwere Hurensöhnigkeit häufig zum Stellenprofil gehört, muss einen nicht wundern, wenn man Scheiße behandelt wird. -Blaumann
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von Mia » Sonntag 7. August 2022, 13:57

Was ich nicht völlig unwichtig finde: Gute Noten korrelieren in der Regel schon mit guten Rechtskenntnissen und das hilft einem natürlich auch im Beruf. Die Lieblingsrechtsgebiete fallen regelmäßig auch in der Praxis leicht und gehen schnell von der Hand. Der Beruf macht insgesamt mehr Spaß, wenn man ihn kann, deshalb lohnt sich das Investment in das Studium, egal, ob sich das nachhher wirklich in den Examensnoten 1:1 spiegelt oder man die Noten zwingend braucht um in einem bestimmten Bereich zu arbeiten.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von thh » Montag 8. August 2022, 23:39

StudiVader315226 hat geschrieben:
Freitag 5. August 2022, 19:16
Auch auf den Staatsdienst bin ich jetzt nicht gar so scharf, insbesondere möchte ich weder Staatsanwalt noch Strafverteidiger werden.
Der beigeordnete Verteidiger als Beschäftigter im Staatsdienst? Den muss mir merken!
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von StudiVader315226 » Dienstag 9. August 2022, 16:17

thh hat geschrieben:
Montag 8. August 2022, 23:39
StudiVader315226 hat geschrieben:
Freitag 5. August 2022, 19:16
Auch auf den Staatsdienst bin ich jetzt nicht gar so scharf, insbesondere möchte ich weder Staatsanwalt noch Strafverteidiger werden.
Der beigeordnete Verteidiger als Beschäftigter im Staatsdienst? Den muss mir merken!
Oh je, sorry. Ich weiß natürlich auch, dass Strafverteidiger nicht im Staatsdienst sind.
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von jona7317 » Donnerstag 11. August 2022, 09:31

Puh, also ich schreibe im August jetzt noch Strafrecht, im November dann meine letzten Klausuren im ÖRecht.

Strafrecht ist eigentlich eine entspannte Sache, das sitzt im wesentlichen und auch die Klausurtechnik ist kein großes Problem. StPO habe ich etwas schleifen lassen, mein Plan ist jetzt in der nächsten Woche noch einmal StPO mit nem Skript ganz durchzugehen - 180 Seiten in 1 Woche ist ja wohl sehr machbar und reicht fürs Kurz- bis Mittelzeitgedächtnis allemal.

Öffentliches Recht ist mir aber wirklich ungeheuer. Allgemeines Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht sitzt bei mir gut, BT ist eine Weile her aber finde ich jetzt weder viel noch schwer.

Was mir grade Sorgen macht ist eigentlich v.a. Grundrechte und Verfassungsprozessrecht. Als das im Rep lief hatte ich einen großen Durchhänger, andererseits ist das, glaube ich, auch die zugänglichste aller Materien.

Am meisten Sorgen mache ich mir eigentlich nur, weil mir in ÖRecht viel Klausurübung fehlt. Im Zivilrecht hatte ich vor dem Examen damals 25 geschrieben, noch 10-15 zur Übung gegliedert. Strafrecht habe ich auch 12 geschrieben und mir ne Menge Altklausuren besorgt, die ich noch durchglieder und abgleichen kann.
Im ÖRecht aber habe ich bisher erst 6 geschrieben, aber das eben recht selektiv. Damit aufzuhören und jetzt jede ÖRecht-Klausur die läuft zu schreiben wird ein ziemlicher Sprung ins kalte Wasser, weil ich aus den anderen Rechtsgebieten gewohnt bin, eigentlich jede Klausaur anständig schreiben zu können.
Wenn jetzt im ÖRecht aber eine rein europarechtliche (klar ist selten) Klausur kommt oder ein Bund-Länder oder Organstreit, schwimme ich sehr. Selbst in einer Verfassungsbeschwerde bin ich nicht fit, aber das kann ich denke ich in 2-3 Tagen so weit auffrischen, dass ich da zumindest ohne Hilfsmittel Klausuren schreiben kann, die (hoffentlich) zum Bestehen reichen und eine gute Übung sind.

Ich habe mir jetzt folgenden Zeitplan gemacht, und mich dabei an der Zeiteinteilung vom UniRep orientiert:

1 Woche für jedes Verwaltungsrecht BT Gebiet
3 Wochen Grundrechte und Verfassungsbeschwerde
Je 1Woche Europa-, Verfassungsprozess- und Staatshaftungsrecht

Danach habe ich noch 3,5 Wochen Puffer vor dem Examen. Eigentlich kommt mir das machbar vor, selbst im Rep entfällt von nem ganzen Jahr nicht mehr als 3-4 Monate aufs ÖRecht, in 3 Monaten sollte das sogar mit wenig Vorkenntnissen gut machbar sein. Und anständige Vorkenntnisse habe ich nach einem Repdurchlauf samt gewissenhafter Nacharbeit eigentlich.
Aber ich bin aus Zivil- und Strafrecht so eine Selbstsicherheit gewohnt, dass mich ÖRecht im Kontrast auf einmal sehr verunsichert.
Ich habe jetzt mit Grundrechten angefangen und die 3 Wochen kommen mir völlig übertrieben vor. Nach dem ersten Tag fühle ich mich in der Zulässigkeit wieder sicher und klausurreif, inkl. der häufigeren Problemchen.
Heute will ich die Grundrechtsdogmatik, die man für die Begründetheit braucht auffrischen und mit den einzelnen Grundrechten anfangen, ich glaube ehrlich gesagt mit dem materiellen Wissen und Verständnis, das man für eine Verfassungsbeschwereklausur braucht, bin ich nach insgesamt 3-5 Tagen durch.

Dann habe ich zwei Wochen gewonnen, die ich aber irgendwie sinnvoll nutzen muss um das mit Übungsfällen zu festigen. Ich glaub ich fahre mal in die Bibliothek und krall mir ein Paar Fallbücher und gliedere einfach ne Menge Verfassungsbeschwerden durch, oder formulier dabei gleich ein paar Verhältnismäßigkeitsprüfungen.


Meine Lerngruppe hat sich aufgelöst, und seit Corona wohne ich zuhause und bin in die Pflege meines Großvaters eingebunden. Mir fehlt abgesehen von den Klausurkorrekturen schon ziemlich das Feedback von außen.

Das war auch wenns keiner lesen würd schon gut, das mal rausschreiben zu können - Aber klingt das für euch sinnvoll?
Ich freu mich über jeden Input :)
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Re: Examensvorbereitung Lust-/Frustthread für alle

Beitrag von jona7317 » Freitag 12. August 2022, 11:15

Naja, hab jetzt eine der ersten ÖRechts Klausuren wieder und hab 6 Punkte bekommen. Wenn ich mir das jetzt so anseh und abgleich ist da so unglaublich viel Luft nach oben bei dem was ich fabriziert habe...

Das war aber allgemeines Verwaltungsrecht, Prozessrecht und Baurecht. Also wohl noch die ÖRechts-Gebiete in denen ich mich am trittsichersten fühle, Verfassungsbeschwerdeklausuren machen mir wirklich Angst noch.
Ich mache mir echt Sorgen, bis Ende November noch die Kausurübung reinzubekommen die ich brauche...
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